WDR Funkhausorchester
WDR Funkhausorchester © WDROn Tour 22.02.19-03.03.19

  • Wayne Marshall,
  • Cameron Carpenter

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Kurzbeschreibung

Zwei Organisten geben sich im Konzertsaal ein Stelldichein. Cameron Carpenter präsentiert an seiner International Touring Organ Kompositionen für Orgel und Orchester sowie eigene Bearbeitungen bekannter Werke. Wayne Marshall, der seine Karriere als Organist begann, leitet vom Pult des WDR Funkhausorchesters.

Programm

Werke in Diskussion:

Erich Wolfgang Korngold: Vorspiel und Serenade aus der Oper „Der Schneemann“
Franz Schmidt: Intermezzo aus der Oper "Notre Dame"
Francis Poulenc: Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken g-Moll FP 93
Jean Roger-Ducasse: Suite française für Orchester

plus Orgel/Orchesterarrangements mit/von Cameron Carpenter

Orchester

WDR Funkhausorchester

Große Kunst und große Unterhaltung – das bringt das WDR Funkhausorchester Köln auf höchstem Niveau zusammen. Europaweit bilden die rund 50 Musikerinnen und Musiker das einzige Sinfonieorchester, das auf unterhaltende Musik in ihrer gesamten Bandbreite...

Große Kunst und große Unterhaltung – das bringt das WDR Funkhausorchester Köln auf höchstem Niveau zusammen. Europaweit bilden die rund 50 Musikerinnen und Musiker das einzige Sinfonieorchester, das auf unterhaltende Musik in ihrer gesamten Bandbreite spezialisiert ist – von klassischen Lieblingsstücken bis zur Weltmusik, von Tonfilmschlagern bis zum Dubstep. Spieloper und Operette, Musical und Filmmusik gehören ebenso zum Repertoire wie sinfonischer Jazz und spannende Crossover-Projekte. Diese vielfältige und abwechslungsreiche Mischung macht das WDR Funkhausorchester einzigartig!

 


 

Seinen festen Platz hat das Orchester im WDR Funkhaus am Wallrafplatz in Köln, wo sich große Radiotradition und mediale Gegenwart begegnen. Auch in der benachbarten Kölner Philharmonie ist das WDR Funkhausorchester häufig zu erleben; außerdem gastiert es regelmäßig auf den Konzertpodien im Sendegebiet und weit darüber hinaus – so etwa beim Rheingau Musik Festival, den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern oder dem Internationalen Musikfestival Heidelberger Frühling.

 

Mit dem Briten Wayne Marshall hat das WDR Funkhausorchester in der Spielzeit 2014/2015 einen neuen Chefdirigenten gefunden, der die Leidenschaft für das klassische Unterhaltungsrepertoire mit unbändiger Lust auf neue musikalische Erfahrungen verbindet. Schon seine Vorgänger Michail Jurowski und Niklas Willén hatten das Profil des Orchesters mit grenzüberschreitenden Projekten geschärft. Helmuth Froschauer, Chefdirigent seit 1997, wurde nach dem Ende seiner Amtszeit 2003 zum Ehrendirigenten ernannt und ist dem Orchester nach wie vor eng verbunden.

 

1947 wurde das WDR Funkhausorchester als »Kölner Rundfunkorchester« gegründet und hat seither ein weites Ausdruckspektrum zwischen großer Emotion und entspanntem Lächeln gepflegt und damit Generationen übergreifend ein großes Publikum gefunden. Durch seine Aktivitäten im Bereich der Musikvermittlung (»Plan M«) erschließt das WDR Funkhausorchester immer wieder neue Publikumskreise und begeistert junge Menschen für die sinfonische Musik. Dazu zählen mittlerweile auch Techno- und Konsolenfans, deren elektronische Soundwelten sich mit dem lebendigen Orchesterklang verbinden. Sogar in die Fußballstadien der Region haben die Musikerinnen und Musiker triumphal Einzug gehalten: Im Projekt »Kurvenklänge « verbindet sich die anheizende Kraft der Fangesänge mit der geballten Dynamik und Spielfreude des Orchesters zu einem Musikerlebnis jenseits aller Konventionen.

                                                                                                                  

Durch seine Offenheit und Flexibilität ist das WDR Funkhausorchester ein idealer Partner für namhafte klassische Solistinnen und Solisten und die großen Stars der Unterhaltungsbranche. Auch der WDR Rundfunkchor und die WDR Big Band sind häufig dabei, wenn das Orchester in unerforschte Klangwelten aufbricht. Zu den wichtigsten Projekten der jüngeren Zeit gehörte die originalgetreue Rekonstruktion von Operettenpartituren von ehemals verfolgten und geächteten Komponisten. Großes Echo riefen auch die Einspielungen historischer und neu komponierter Stummfilmmusiken in Zusammenarbeit mit dem ZDF und Arte hervor. Als Partner der nordrhein-westfälischen Hochschulen und Musikwettbewerbe bietet das Orchester außerdem hochbegabten Nachwuchstalenten ein Forum und unterstützt sie auf dem oft steinigen Weg in eine professionelle Karriere.

Rekordverdächtig ist das WDR Funkhausorchester nicht nur wegen der besonderen Bandbreite seiner Programme und Aktivitäten. Durch feste Sendereihen vor allem bei WDR 4 wird es Woche für Woche von mehr Menschen gehört als jedes andere Orchester. Als Botschafter für große Unterhaltung ist es überall im Sendegebiet präsent – und dank moderner Satellitentechnik mittlerweile sogar nahezu weltweit. Darüber hinaus produziert das WDR Funkhausorchester regelmäßig CD-Aufnahmen, von denen viele mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.

 

SAISON 2016/2017

 

Zum Orchester

Dirigent

© WDR

Wayne Marshall

Der britische Dirigent, Organist und Pianist Wayne Marshall (*1961 in Oldham) ist seit der Saison 2014/2015 Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters. Seit 1996 ist Wayne Marshall Organist in Residence an der Bridgewater Hall in Manchester. Als Organist und...

Der britische Dirigent, Organist und Pianist Wayne Marshall (*1961 in Oldham) ist seit der Saison 2014/2015 Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters.


Seit 1996 ist Wayne Marshall Organist in Residence an der Bridgewater Hall in Manchester. Als Organist und Pianist liegt ihm besonders die Musik amerikanischer Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Gershwin und Bernstein am Herzen, seine Interpretationen werden gefeiert. Er spielte umfangreiche Aufnahmen für zahlreiche Labels ein, seine CD »Gershwin Songbook« wurde mit dem ECHO ausgezeichnet.

 

Er konzertierte unter der Leitung von Dirigentenlegenden wie Simon Rattle oder Claudio Abbado unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und gab Konzerte unter anderem im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Dortmund, in der Walt Disney Concert Hall, in der Royal Albert Hall, im National Grand Theatre in Beijing und in den Kathedralen von Florenz und Paris (Notre-Dame).

 

2007 wurde er Erster Gastdirigent des Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi. Bei seinen Gastdirigaten begegnete er Spitzenorchestern in aller Welt, wie dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem St. Louis Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern oder dem Rotterdam Philharmonisch Orkest. Einladungen führten ihn mehrfach zu den BBC Proms und an Opernhäuser in Washington, Dallas, Montreal, Paris und Berlin.

 

Er arbeitet auch mit jungen Musikerinnen und Musikern und einer Reihe von Jugend- und Hochschulorchestern zusammen, in jüngster Zeit unter anderem im Rahmen von »El Sistema«, einem Kinder- und Jugendorchesterprogramm in Venezuela. 2016 leitete Marshall das erste professionelle rein farbige Orchester in Großbritannien namens »Chineke«. Das Ziel des Gründers Chi-Chi Nwanokus ist es, zu erreichen, dass farbige Musikerinnen und Musiker auf die Bühne gehen und dass es selbstverständlich ist, dass sie dorthin gehören und den klassischen Konzertbetrieb mit ihrer kreativen Energie bereichern.

 

2004 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Bournemouth University. 2010 wurde er »Fellow of the Royal College of Music«.

 

In der Saison 2016/2017 tritt Wayne Marshall als Pianist und Organist in internationalen Konzertsälen auf und übernimmt unter anderem die Leitung der Oper »The Great Gatsby« in der Semperoper in Dresden.

 

 

SAISON 2016/2017

Solist

© Michael Hart

Cameron Carpenter, Orgel

Mit seiner außergewöhnlichen Musikalität, einer nahezu grenzenlosen technischen Fertigkeit und seinem Pioniergeist hinterlässt Cameron Carpenter bereits Spuren in der neueren Musikgeschichte. Seit der Fertigstellung der International Touring Organ (ITO) im...

Mit seiner außergewöhnlichen Musikalität, einer nahezu grenzenlosen technischen Fertigkeit und seinem Pioniergeist hinterlässt Cameron Carpenter bereits Spuren in der neueren Musikgeschichte. Seit der Fertigstellung der International Touring Organ (ITO) im Jahr 2014 spielt Carpenter nunmehr fast ausschließlich, ob Rezitale oder mit Orchester, auf seinem eigenen Instrument. Die nach seinen Plänen gefertigte ITO ermöglicht es ihm, an fast jedem denkbaren Ort konzertieren zu können. Er bereiste mit seinem Instrument neben Europa und den USA auch Australien, Neuseeland und Asien.

Im Frühjahr 2016 erschien nach der mit einem ECHO ausgezeichneten Einspielung If You Could Read My Mind (2014) mit All You Need is Bach Carpenters zweites Album bei Sony Classical, „unkonventionell, zutiefst lebhaft und von jeglichem Puderperückenstaub befreit“ (Rolling Stone).

Als erster Organist überhaupt wurde Cameron Carpenter für sein Album Revolutionary (2008, Telarc) für einen Grammy nominiert. Ebenfalls bei Telarc erschien 2010 Cameron Live!


 

In der Saison 2017/18 ist Cameron Carpenter „Artist in Residence“ des Konzerthauses Berlin und wird in vielfältigen Konzertformaten zu erleben sein. Dazu zählen Rezitale und Kammerkonzerte mit Mitgliedern des Konzerthausorchesters Berlin, sowie Orchesterkonzerte unter der Leitung von Christoph Eschenbach und Alexander Shelley. Weitere ausgewählte Höhepunkte sind Konzerte mit der ITO in Hamburg, München, Luxemburg, Basel, Gent, Moskau, und St. Petersburg. Erneut ist er auch bei den BBC Proms zu Gast.

Nach einer Tournee mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien in 2016, auf dem Programm seine Bearbeitung von Rachmaninoffs Paganini-Variationen für Orgel und Orchester, war Cameron Carpenter und die ITO im Mai 2017 mit der Academy of St Martin in the Fields erneut auf Tournee.

1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J.S. Bachs Wohltemperiertes Klavier auf und wurde 1992 Mitglied der American Boychoir School. Neben seiner Mentorin Beth Etter zählten John Bertalot sowie James Litton zu seinen Lehrern. An der North Carolina School of the Arts studierte er Komposition und Orgel bei John E. Mitchener – und transkribierte währenddessen über 100 Werke für Orgel, unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5. Die ersten eigenen Kompositionen entstanden während Carpenters Zeit an der Juilliard School New York, deren Student er von 2000 bis 2006 war. Parallel zu seinen Studien an der Juilliard erhielt er Klavierunterricht von Miles Fusco. 2011 wurde sein Konzert für Orchester und Orgel Der Skandal, ein Auftragswerk der Kölner Philharmonie, von der Deutschen Kammerphilharmonie uraufgeführt. 2012 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

SAISON 2017/2018

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