Swedish Chamber Orchestra
Swedish Chamber Orchestra © Nikolaj LundOn Tour 28.08.17-02.09.17

  • Thomas Dausgaard,
  • Nina Stemme,
  • Håkan Hardenberger,
  • Maya Beiser

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Kurzbeschreibung

Das Swedish Chamber Orchestra geht mit zwei kontrastreichen Programmen auf Festival Tour. Einerseits singt Sopranistin Nina Stemme Wagners "Wesendonck-Lieder", andererseits nehmen Cellistin Maya Beiser und Trompeter Hakan Hardenberger am Brandeburg-Projekt teil und spielen Werke von J.S. Bach, Steven Mackey und Mark Anthony Turnage.

Programm

Programm 1

Richard Wagner: Wesendonck-Lieder - für Sopran und Klavier / Orchester
Pause
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Programm 2

Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
Steven Mackey: Triceros (2015) für Trompete und Kammerorchester
Pause
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046
Johann Sebastian Bach / Mark Anthony Turnage: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 - Neufassung, basierend auf Bachs Original

Orchester

Swedish Chamber Orchestra

Das Swedish Chamber Orchestra wurde 1995 als einziges Kammerorchester der schwedischen Provinz Örebro gegründet. Zwei Jahre später kam der gegenwärtige Chefdirigent Thomas Dausgaard dazu. In den vergangenen neunzehn Jahren haben Thomas Dausgaard und das...

Das Swedish Chamber Orchestra wurde 1995 als einziges Kammerorchester der schwedischen Provinz Örebro gegründet. Zwei Jahre später kam der gegenwärtige Chefdirigent Thomas Dausgaard dazu. In den vergangenen neunzehn Jahren haben Thomas Dausgaard und das Ensemble in enger Zusammenarbeit einen einzigartigen, dynamischen Klang erschaffen, dem das Orchester seinen raschen Erfolg und einen festen Platz auf der internationalen Bühne verdankt.

Das dicht geknüpfte Ensemble aus 39 Stammmitgliedern gab 2004 unter Thomas Dausgaard sein Debüt in den USA und Großbritannien, wo es beim Mostly Mozart Festival im Lincoln Center und den London Proms auftrat. Die New York Times schrieb dazu: „In der klassischen Musik wird seit langem darüber geklagt, dass Einspielungen und Flugreisen die Welt haben schrumpfen lassen und einen internationalen Klang geschafften haben, der regionale Unterschiede in Klangfarbe und Interpretation herausfiltert ... Doch dann und wann trifft man auf ein Orchester mit einem frischen, überraschenden Klang. Das Swedish Chamber Orchestra unter seinem Music Director Thomas Dausgaard schuf einen ganz charakteristischen, durchgehend lebendigen Klang ... Mr. Dausgaard verwandelte den Beethoven in einen lebenssprühenden Hörgenuss, getrieben von knisternd gespannten Streichern und schneidenden Bläserphrasen, die der Musik etwas Stürmisches verliehen und die vernachlässigte 4. Symphonie beinahe so gigantisch erscheinen ließen wie die 3. und 5.“


Seit 2004 unternimmt das Swedish Chamber Orchestra regelmäßige Europatourneen, gab sein Debüt in Japan und trat 2008 in New York, Washington, Cleveland und an der amerikanischen Westküste auf. Höhepunkte der letzten Jahre waren Konzerte bei den London Proms und den Salzburger Festspielen mit Nina Stemme 2010 und eine Deutschlandtournee im Frühjahr 2011, bei der das Orchester sein Debüt in der Berliner Philharmonie gab.

Im Frühjahr 2012 unternahm das Ensemble eine weitere Deutschlandtournee, diesmal mit Andrew Manze und der Solistin Sabine Meyer. Im Dezember 2012 gestalteten Thomas Dausgaard und Nina Stemme ein Spezialprogramm mit dem Titel „Love, Hope and Destiny”.

Das Swedish Chamber Orchestra erweitert fortwährend sein Repertoire und stellt sich neuen Herausforderungen. Zusammen mit Thomas Dausgaard hat das Ensemle sämtliche Beethoven-Werke für Orchester (Simax) eingespielt und ein neues Projekt mit BIS gestartet, das alle Symphonien von Schumann wie auch die 6. und 9. Symphonie von Dvořák umfassen soll. Im Frühjahr 2010 erschien in der „Opening Doors”-Reihe eine Aufnahme von Schuberts 8. und 9. Symphonie. Mit der Veröffentlichung von Bruckners 2. Symphonie begab sich das Ensemble ins Reich der „Hochromantik“, wo es ähnlich erfolgreich und kontrovers blieb. In der Rezension bemerkte der Observer: „Bruckner mit Kammerorchester? Für einen Komponisten, den man gemeinhin mit dem Kolossalen verbindet, vor allem, wenn es um die Orchesterstärke geht, scheint dies ein unmöglicher Widerspruch zu sein. Doch wenn die Musik so transparent, flexibel und mit individuellem Charakter gespielt wird wie von diesen bewundernswerten schwedischen Musikern, ist das Ergebnis geradezu beschwingt.“

Neben Thomas Dausgaard arbeitet das Swedish Chamber Orchestra regelmäßig mit dem Dirigenten und Komponisten HK Gruber und Andrew Manze, dem Experten für historische Aufführungspraxis, zusammen. Beide verbringen jedes Jahr mehrere Wochen in Örebro, wo sie mit dem Orchester neue Programme entwickeln. Dank seines großen Engagements kann das Ensemble auf eine Liste erstklassiger Gastkünstler verweisen, auf der sich Namen wie Pierre-Laurent Aimard, Leif Ove Andsnes, Michael Collins, Brett Dean und James Ehnes finden.

Mit seinem breiten Repertoire und der stilistischen Vielfalt verfügt das Ensemble über eine einzigartige Stimme, was auch die Münchner Abendzeitung kommentiert: „Die gefeierten Einspielungen von Schumann und Beethoven haben drei Dutzend Musiker aus Schweden zur Top-Empfehlung gemacht … Auf der Konzertbühne enttäuschen solche Wunder gelegentlich. Nicht so das Swedish Chamber Orchestra bei den Salzburger Festspielen”.

SAISON 2016/2017

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Dirigent

© Per Morten Abrahamsen

Thomas Dausgaard

Thomas Dausgaard tritt regelmäßig als Gastdirigent mit führenden Orchestern in Europa, Nordamerika und dem Fernen Osten auf. In der kommenden Saison gibt er sein Debüt beim London Symphony Orchestra und den Münchner Philharmonikern.   Als Chefdirigent des...

Thomas Dausgaard tritt regelmäßig als Gastdirigent mit führenden Orchestern in Europa, Nordamerika und dem Fernen Osten auf. In der kommenden Saison gibt er sein Debüt beim London Symphony Orchestra und den Münchner Philharmonikern.

 

Als Chefdirigent des Swedish Chamber Orchestra (seit 1997) und des Danish National Symphony Orchestra – dessen Ehrendirigent er heute ist -, hat Thomas Dausgaard beiden Ensembles durch breit gefächerte Programmgestaltung, umfangreiche Tourneen und Einspielungen einen ganz eigenen Charakter verliehen. Im Rahmen seines Engagements für Bildung und alternative Konzertformate hat er ein Programm für Schulkinder entwickelt, das regelmäßig mit dem Swedish Chamber Orchestra zusammenarbeitet. Außerdem begründete er die Metro Concerts mit dem DNSO – eine äußerst erfolgreiche Serie von Mini-Feierabendkonzerten – und leitete 2009 die Eröffnung der von Jean Nouvel entworfenen neuen Konzerthalle in Kopenhagen.

 

Thomas Dausgaards Repertoire reicht von Bach bis  hin zu zeitgenössischen Werken. Erst kürzlich dirigierte er Uraufführungen von Penderecki, Dean, Volans, Vine und Nørgård. Er fühlt sich der Musik von Sibelius und Nielsen, bei dem sein Klavierlehrer studiert hatte, eng verbunden. Da beide Komponisten 2015 große Jubiläen erlebten, widmete Thomas Dausgaard ihren symphonischen Werken im vergangenen Jahr umfangreiche Konzertzyklen. Auch Chorwerke spielen eine wichtige Rolle in Thomas Dausgaards Repertoire, genau wie die Symphonien von Bruckner und Mahler, für deren Gestaltung er großes Lob erhielt.

 

Seine Diskographie umfasst mehr als 50 CDs, von denen viele internationale Auszeichnungen erhalten haben. Seine kompletten symphonischen Beethoven- und Schumann-Zyklen mit dem Swedish Chamber Orchestra und der Ruud-Langgaard-Zyklus mit dem Danish National Symphony Orchestra wurden besonders hervorgehoben. Zuletzt erschien bei Universal eine DVD, auf der er das DNSO in Symphonien von Brahms, Dvořák, Sibelius und Nielsen dirigiert, und seine Opening Doors-Reihe mit dem Swedish Chamber Orchestra (BIS) wird mit Werken von Bruckner, Tschaikowsky, Brahms und Wagner fortgesetzt, um die musikalischen Grenzen für Kammerorchester weiter auszuloten.

 

Thomas Dausgaard legt großen Wert auf die Rolle, die Musik im Leben von Kindern und Jugendlichen spielen kann, und arbeitet daher mit mehreren Jugendorchestern in Nord- und Südamerika, Europa und Australien zusammen. Er hat Meisterklassen am Konservatorium von Beijing und in Schweden mit dem SCO gegeben und war Vorsitzender des Malko Competition für Nachwuchsdirigenten.

 

Thomas Dausgaard erhielt das Ritterkreuz der dänischen Königin und wurde in die königlich-schwedische Musikakademie gewählt. Sein stets neugieriger Geist führte ihn während seiner Konzerttourneen unter anderem zu ehemaligen Kopfjägerstämmen auf Borneo, freiwilliger Landarbeit in China, Keramikkünstlern in Japan und Kursen in Aborigine-Kunst in Australien, die er gemeinsam mit seiner Familie besuchte. 

 


SAISON 2016/2017

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Solistin

© Tanja Niemann

Nina Stemme, Sopran

Die schwedische Sopranistin Nina Stemme ist heute weltweit eine der gefragtesten Interpretinnen ihres Fachs.     Auf ihr Debüt als Cherubino in Italien folgten Einladungen an Opernhäuser wie Stockholm, Staatsoper Wien, Semperoper Dresden, Genf,...

Die schwedische Sopranistin Nina Stemme ist heute weltweit eine der gefragtesten Interpretinnen ihres Fachs.

 


 

Auf ihr Debüt als Cherubino in Italien folgten Einladungen an Opernhäuser wie Stockholm, Staatsoper Wien, Semperoper Dresden, Genf, Zürich, Teatro San Carlo Neapel, Gran Teatre del Liceu Barcelona, Metropolitan Opera New York, San Francisco und an die Festivals von Bayreuth, Salzburg, Savonlinna, Glyndebourne und Bregenz, wo sie mit grossem Erfolg die Partien ihres Repertoires sang wie z.B. Rosalinde/DIE FLEDERMAUS, Mimi/LA BOHEME, Cio-Cio-San/ MADAMA BUTTERFLY, Tosca, Manon Lescaut, Tatjana/EUGEN ONEGIN, Katerina/ GREEK PASSION, Suor Angelica/IL TRITTICO, Euridice/ ORFEO ED EURIDICE, Katerina/LADY MACBETH VON MZENSK, Gräfin/LE NOZZE DI FIGARO, Marguerite/FAUST, Agathe/DER FREISCHÜTZ, Marie/WOZZECK, Nyssia/KÖNIG KANDAULES, Jenufa, Marschallin/DER ROSENKAVALIER, ARABELLA, ARIADNE, SALOME, Eva/DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, Elisabeth/TANNHÄUSER, Elsa/LOHENGRIN, Senta/DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, Sieglinde/DIE WALKÜRE, Amelia/UN BALLO IN MASCHERA, LEONORA/Forza del destino, AIDA/Titelpartie und ihre herausragende erste Isolde/ TRISTAN UND ISOLDE beim Glyndebourne Festival, die auch auf DVD erschienen ist.

 

Sie sang die Isolde ausserdem in der berühmten EMI-Aufnahme mit Placido Domingo und mit grossartigem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen, am Opernhaus Zürich, am Royal Opera House Covent Garden, in Houston und an der Wiener Staatsoper. In jüngerer Zeit hat Nina Stemme Minnie (FANCIULLA DEL WEST) an der Wiener Staatsoper, an der Königlichen Oper in Stockholm und der Pariser Opéra, eine phänomenale Sieglinde und Brünnhilde (SIEGFRIED) im neuen Ring an der Wiener Staatsoper sowie die Brünnhilde (GÖTTERDÄMMERUNG) im neuen Ring an der Bayerischen Staatsoper München gesungen. An der San Francisco Opera sang sie unter Donald Runnicles die drei Brünnhilden im RING. Unter Claudio Abbado hat sie FIDELIO beim Lucerne Festival gesungen (ebenfalls auf CD erschienen) und eine Tournee mit dem Schwedischen Kammerorchester gemacht.

 

Zuletzt war sie als TURANDOT an der Mailänder Scala, an der MET und in Zürich zu hören, zudem in der Uraufführung von NOTORIOUS in Göteborg zu erleben, die als Beste Uraufführung bei den Internationalen Opera Awards 2016 nominiert ist. Zudem sang sie mit grossem Erfolg die Brünnhilde (Walküre) unter der Leitung von Christian Thielemann an der Semperoper in Dresden.

 

CDs: FIDELIO (Decca), TRISTAN UND ISOLDE (EMI); GREEK PASSION (Koch Schwann); DER KÖNIG KANDAULES (Andante); THE FLYING DUTCHMAN (englisch/CHAN); Schlussszenen SALOME und CAPRICCIO und Vier letzte Lieder (EMI); Nina Stemme singt Lieder (Phaedra); In Flanders’ Fields (Phaedra).

 

DVDs: DER ROSENKAVALIER; AIDA; JENUFA; TRISTAN UND ISOLDE.

 

Aktuelle und künftige Projekte u.a.: TRISTAN UND ISOLDE an der Met New York, TURANDOT und ELEKTRA an der Bayerischen Staatsoper München, SIEGFRIED in Dresden, ein neuer RING-Zyklus an der Oper Stockholm sowie ihr Debüt als Kundry an der Wiener Staatsoper.

 

2015 gab sie gemeinsam mit Daniel Barenboim Liederabende in Berlin und Wien.

 

Nina Stemme, die Mitglied der Königlichen Musikakademie Schweden ist, wurde 2006 der Titel Swedish Royal Court Singer verliehen. Im Juni 2008 verlieh ihr der schwedische König den Orden Litteris et Artibus und seit 2012 ist sie österreichische Kammersängerin. Daneben ist sie Preisträgerin mehrerer Auszeichnungen (Laurence Olivier Award, Premio Abbiati). Vom Magazin „Opernwelt“ wurde sie 2012 zur Sängerin des Jahres gewählt und hat den ersten OPERA AWARD 2013 in London gewonnen. Opera News Award 2014. Im Januar 2016 wurde ihr von der Lund Universität die Ehrendoktorwürde verliehen.

 

SAISON 2016/2017

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Solist

© Marco Borggreve

Håkan Hardenberger, Trompete

Håkan Hardenberger ist einer der weltweit anerkanntesten Solisten, bekannt für seine phänomenalen Auftritte und unermüdlichen Neuerfindungen. Neben seinen herausragenden Aufführungen des klassischen Repertoires ist er einer der bekanntesten Botschafter für...

Håkan Hardenberger ist einer der weltweit anerkanntesten Solisten, bekannt für seine phänomenalen Auftritte und unermüdlichen Neuerfindungen. Neben seinen herausragenden Aufführungen des klassischen Repertoires ist er einer der bekanntesten Botschafter für Neue Musik.

Håkan Hardenberger gibt Konzerte mit weltweit führenden Orchestern, darunter New York Philharmonic, Boston Symphony, NHK Symphony Orchestra, Wiener Philharmoniker, Swedish Radio Symphony, Berliner Philharmoniker und Philharmonia Orchestra welches ihm 2015/16 eine Konzertreihe widmete. Regelmäβig arbeitet er mit Dirigenten, wie Alan Gilbert, Daniel Harding, Paavo Järvi, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons, John Storgards und David Zinman zusammen.

 

Etliche der für Hardenberger geschrieben Werke gehören zum Standardrepertoire für Trompete, so wie Werke von Sir Harrison Birtwistle, Brett Dean, Hans Werner Henze, Rolf Martinsson, Olga Neuwirth, Arvo Pärt, Mark-Anthony Turnage, Rolf Wallin and HK Gruber’s Konzert Aerial, dessen 70. Aufführung Hardenberger im April 2015 mit den Berliner Philharmonikern spielte.


 

Im Sommer 2016 kehrt er 30 Jahre nach seinem Festival Debüt zu den BBC Proms zurück. Er wird mit dem BBC Symphony Orchestra auftreten und kuratierte ein Kammermusik Prom an der Cadogan Hall. Weitere Höhepunkte der 2016/17 Saison sind seine Residenz mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France –welches ihn als Solist, Dirigent und Regisseur vorstellt– Tourneen mit St Lois Symphony und London Symphony Orchestra sowie seine Rückkehr an das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und dem Het Concertgebouw Orkest.

 

Dirigieren stellt einen wichtigen Teil in Hardenbergers künstlerischem Schaffen dar. Er dirigiert Orchester wie die BBC Philharmonic, St Paul und Swedish Chamber Orchestras, Dresdner Philharmonie, RTE National Symphony Dublin, Real Filharmonía Galicia und Malmö Symphony. Er hat Duo Partnerschaften mit dem Perkussionist Colin Currie und Pianist Roland Pöntinen. Diese Saison wird er mit Pöntinen in Londons Wigmore Hall sowie in San Francisco auftreten. Er ist weiterhin künstlerischer Leiter des neuen Malmö Kammermusikfestivals, das im September 2016 zum ersten Mal stattfindet.

Unter Hardenbergers umfangreicher Diskographie bei Philips, EMI, Deutsche Gramophone, BIS und Ondine ist auch seine neuste Aufnahme mit der Bergen Philharmonic/John Storgårds von Rolf Wallins Fisher King. Für vorherige Aufnahmen neuer Arrangements bekannter Film und Pop Melodien kooperierte er mit der Academy of St Martin in the Fields (BIS), eine Gruber und Schwertsik CD nahm er mit dem Swedish Chamber Orchestra auf (BIS) und spielte sein Trompetenkonzert  mit der Gothenburg Symphony ein (DG).

Geboren in Malmö, Schweden, begann Hardenberger im Alter von acht Jahren mit Trompetenstunden bei Bo Nilsson. Später studierte er an der Pariser Musikhochschule bei Pierre Thibaud sowie in L.A. bei Thomas Stevens. Er ist Professor am Malmö Conservatoire.

SAISON 2016/2017

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Solistin

© Ioulex

Maya Beiser, Violoncello

Die New Yorker Cellistin Maya Beiser, die in einem Kibbutz in Israel aufwuchs und an der Yale University studierte, gilt als eine der innovativsten amerikanischen Musikerinnen und als eine Künstlerin, die die Grenzen ihres Instruments stets neu definiert. Ihre...

Die New Yorker Cellistin Maya Beiser, die in einem Kibbutz in Israel aufwuchs und an der Yale University studierte, gilt als eine der innovativsten amerikanischen Musikerinnen und als eine Künstlerin, die die Grenzen ihres Instruments stets neu definiert. Ihre prägenden Lehrer waren Aldo Parisot, Alexander Schneider und Isaac Stern. Ihr Interesse an anderen Kunstformen und Kulturen hat dazu geführt, dass sie dem Cello in ihren inszenierten Konzerten ebenso wie in vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen ein neues Repertoire erschlossen hat.

 


 

Bevor sie sich auf ihre solistische Tätigkeit konzentrierte, war sie als Cellistin der Bang On A Can All Stars bekannt. Sie hat mit weltberühmten Musikern und Komponisten wie Steve Reich, Meredith Monk, Louis Andriessen, David Lang, Osvaldo Golijov, Brian Eno, Trent Reznor, Michael Gordon, Tan Dun, Julia Wolfe und Philip Glass zusammengearbeitet, die ihr zahlreiche Werke widmeten.

 

Maya Beiser hat vor allem mit ihren multimedialen Solo-Projekten auf sich aufmerksam gemacht: World to Come, mit Werken von Steve Reich, Osvaldo Golijov, David Lang, Arvo Pärt und Louis Andriessen, uraufgeführt 2003 in der zur Carnegie gehörenden Zankel Hall, oder Almost Human, entstanden 2006 mit Kompositionen von Eve Beglarian, Brett Dean, Michael Gordon und Joby Talbot, schließen Text, Gesang, Beleuchtung und interaktive Videoprojektionen ein. Von beiden Projekten liegen auch CD-Einspielungen vor. 2015 war Maya Beiser mit einem Solo-Programm beim Sound Unbound Festival des Barbican in London zu Gast, 2017 beim Cello Unwrapped Festival im Kings Place London.

 

In den USA war sie in Zyklen des Lincoln Center, der Carnegie Hall, des Los Angeles Philharmonic und des Kennedy Center in Washington zu erleben sowie mit gefeierten Auftritten beim Ravinia Festival in Chicago, bei den Celebrity Series in Boston oder dem Ojai Music Festival. Sie ist häufiger Gast bei Konzertveranstaltern wie dem Holland Festival, den BBC Proms, dem Jerusalem Festival, dem Adelaide Festival, dem Beijing Festival, dem Prague Spring International Music Festival, dem Southbank Centre London oder dem Sydney Opera House. Darüber hinaus war sie die Solistin in Philip Glass’ Naqoyqatsi, einem Projekt, das sie auf Tournee nach Sydney, New York, Nagoya (Japan), Barcelona, Paris und San Francisco führte.

 

Für das 2008 in der Carnegie Hall uraufgeführte Kammermusik-Projekt Provenance arbeitet Maya Beiser mit dem libanesisch-amerikanischen Oud-Meister Bassam Sabe, dem Handtrommel-Virtuosen Jamey Haddad und der iranisch-amerikanischen Sound-Designer Shahrokh Yadegari zusammen. Die CD Provenance war eine der meistverkauften Klassik- und Weltmusik CDs des Jahres 2010. Mit Time Loops erschien 2012 auf dem Cantaloupe Label eine CD, dessen zentrales Werk Michael Harrisons dreisätzige, virtuose Komposition Just Ancient Loops ist, die mit übereinander gelagerten Tonspuren arbeitet. Maya Beisers letzte beide Alben, Uncovered (2014) und TranceClassical (2016), sind beide bei Innova Recordings erschienen.

 

Ihr multimediales Bühnen-Projekt Elsewhere mit Werken von Missy Mazzoli, Michael Gordon und Eve Beglarian feierte im Oktober 2012 in Chapel Hill, North Carolina Premiere und wurde im gleichen Monat mehrmals an der Brooklyn Academy of Music gezeigt. Die auf der biblischen Legende von Lots Frau beruhende Cello-Oper, bei der neben Maya Beiser die Sängerin Helga Davis und vier Tänzerinnen auf der Bühne zu erleben sind, wurde von Maya Beiser gemeinsam mit dem Regisseur Robert Woodruff und der Choreographin Brook Notary entwickelt.

 

Für ihr neuestes Projekt All Vows mit Glenn Kotche (Schlagzeug) und Jherek Bischoff (E-Bass) hat sie eng mit dem Videokünstler Bill Morrison zusammengearbeitet, der für einige Werke des Programms Filme geschaffen hat. All Vows wurde 2014 im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco uraufgeführt und seitdem u.a. in Washington DC, Dallas Houston, Chicago und New York gezeigt.

 

Als Solistin konzertierte Maya Beiser u.a. mit dem St. Paul Chamber Orchestra, Montreal Symphony, BBC Concert Orchestra, Boston Pops, Sydney Symphony, Seattle Symphony, Nashville Symphony, China Philharmonic und Shanghai Philharmonic. Mit dem Detroit Symphony Orchestra hob sie 2016 Mohammed Fairouz’ Cello-Konzert Desert Sorrows aus der Taufe und spielte im selben Jahr die Uraufführung von Mark Anthony Turnages neuem Konzert für Violoncello und Kammerorchester mit dem Swedish Chamber Orchestra. Eine CD-Einspielung bei BIS Records ist geplant.

 

SAISON 2016/2017

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