Royal Scottish National Orchestra
Royal Scottish National Opera © Tom FinnieOn Tour 20.09.18-23.09.18

  • Peter Oundjian

87 / 126

Zurück

Kurzbeschreibung

Zum 100. Jahrestag des Endes des 1. Weltkriegs ist das Royal Scottish National Orchestra mit Benjamin Brittens ikonischem "War Requiem" zu hören. Neben dem liturgischen Text der Missa pro defunktis vertonte Britten Gedichte des englischen Dichters und Soldaten Wilfred Owen, der 1918 bei Ors in Frankreich fiel. Britten setzte folgende Worte von Owen zu Beginn der Partitur:

„Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges.
Die Poesie liegt im Leid …
Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen.“

Programm

Benjamin Britten: War Requiem op. 66

Orchester

Royal Scottish National Orchestra

Das 1891 als Scottish Orchestra gegründete Ensemble wurde 1950 zum Scottish National Orchestra und steht seit 1977 unter königlicher Schirmherrschaft.     Während seiner Geschichte hat das Orchester eine wesentliche Rolle im schottischen Musikleben...

Das 1891 als Scottish Orchestra gegründete Ensemble wurde 1950 zum Scottish National Orchestra und steht seit 1977 unter königlicher Schirmherrschaft.

 


 

Während seiner Geschichte hat das Orchester eine wesentliche Rolle im schottischen Musikleben eingenommen und trat 2004 bei der Eröffnungszeremonie des schottischen Parlamentsgebäudes auf. Viele renommierte Dirigenten wie George Szell, Sir John Barbirolli, Walter Susskind, Sir Alexander Gibson, Neeme Järvi, Walter Weller, Alexander Lazarev und Stéphane Denève haben zu seinem Erfolg beigetragen.

 

Das aktuelle künstlerische Team des Orchesters wird vom britisch-kanadischen Dirigenten Peter Oundjian geleitet, der seit 2012 den Posten des Music Director innehat. Im selben Jahr wurde der Däne Thomas Søndergård Erster Gastdirigent, und 2016 kam Holly Mathieson als Assistant Conductor hinzu. Im Mai 2017 wurde bekannt gegeben, dass Thomas Søndergård im September 2018 das Amt des Music Director von Peter Oundjian übernehmen wird. Der aus Hong-Kong stammende Dirigent Elim Chan wird als Erster Gastdirigent auf Thomas Søndergård folgen.

 

Das RSNO tritt in ganz Schottland auf und gibt Konzerte in Städten wie Glasgow, Edinburgh, Dundee, Aberdeen, Perth und Inverness. Außerdem spielt es regelmäßig beim Edinburgh International Festival, den BBC Proms in der Londoner Royal Albert Hall und beim St Magnus Festival auf Orkney. Erst kürzlich hat es Konzertreisen in die USA, nach Spanien, Frankreich, China und Deutschland unternommen. Das RSNO beteiligte sich aktiv am Kulturprogramm der Commonwealth Games 2014, die in Glasgow stattfanden, und war im selben Jahr Gastgeber des Ryder Cup Gala Concert im SSE Hydro.

 

Bei Choraufführungen arbeitet das Orchester mit dem von Gregory Batsleer geleiteten RSNO Chorus zusammen. Er entstand aus einem 1843 gegründeten Chor, der erstmals in Schottland Händels vollständigen Messias aufführte. Heute ist der RSNO Chorus mit etwa 160 Mitgliedern einer der renommiertesten großen symphonischen Chöre Großbritanniens. Er hat fast das gesamte Standardrepertoire aufgeführt und daneben auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie John Adams, Magnus Lindberg, Howard Shore und James MacMillan gesungen.

 

Der gefeierte RSNO Junior Chorus wurde 1978 von Jean Kidd gegründet und tritt ebenfalls regelmäßig mit dem Orchester auf. Er umfasst über 400 Mitglieder zwischen sieben und 18 Jahren. Der Chor hat sich einen beachtlichen Ruf erworben, unter einigen der angesehensten Dirigenten gesungen und ist im Radio und Fernsehen aufgetreten.

 

Das RSNO genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf für die Qualität seiner Einspielungen und erhielt zweimal den Diapason d’Or de l’année awards für sinfonische Musik (Denève/Roussel 2007; Denève/Debussy 2012) sowie acht Grammy-Nominierungen. Es liegen über 200 Veröffentlichungen vor, darunter alle Symphonien von Sibelius (Gibson), Prokofjew (Järvi), Glasunow (Serebrier), Nielsen und Martinů (Thomson), Roussel (Denève) sowie die großen Orchesterwerke von Debussy (Denève).

 

Das Bildungsteam des RSNO bietet fortschrittliche Aktivitäten in ganz Schottland von Selkirk bis Shetland, die sich an Menschen jeden Alters, und jeder Begabung richten. Beginnend bei Neugeborenen organisiert das engagierte Team hochwertige Workshops und widmet sich der Nachwuchsförderung. Durch Schul- und Kindergartenkonzerte, Gemeindeworkshops und jährliche Residencies, bei denen das Orchester im Herzen schottischer Gemeinden steht, knüpft das Team für das Orchester, seine Musik und seine Musiker eine enge Verbindung zu den Menschen in Schottland. 

 

SAISON 2017/2018

Zum Orchester

Dirigent

© Sian Richards / CAMI

Peter Oundjian

Der britisch-kanadische Dirigent Peter Oundjian beginnt seine letzte Saison als Music Director des Royal Scottish National Orchestra, einen Posten, den er seit 2012 innehat. In dieser Zeit beging Peter Oundjian mit dem Royal Scottish National Orchestra in zwei...

Der britisch-kanadische Dirigent Peter Oundjian beginnt seine letzte Saison als Music Director des Royal Scottish National Orchestra, einen Posten, den er seit 2012 innehat. In dieser Zeit beging Peter Oundjian mit dem Royal Scottish National Orchestra in zwei Spielzeiten die Feierlichkeiten zu dessen 125. Geburtstag. Es gab eine künstlerisch erfolgreiche und von der Kritik gelobte erste China-Tournee, eine Rückkehr des Orchesters in die USA nach 35 Jahren und eine Tournee mit fünf Konzerten durch Spanien. Er dirigierte das RSNO bei den BBC Proms und dem Edinburgh International Festival, einschließlich der Einspielung des Soundtracks für The Harmonium Project, mit dem das Festival 2015 eröffnet wurde.

 


 

Vier Einspielungen von Peter Oundjian und dem RSNO sind momentan beim Label Chandos verfügbar: John Adams’ Doctor Atomic/Harmonielehre; die Klavierkonzerte von Aaron Copland, Samuel Barber und George Gershwin (mit Xiayin Wang als Solist); Klavierkonzerte von Tschaikowsky und Chatschaturjan (ebenfalls mit Xiayin Wang) sowie ein Sammelalbum anlässlich des 125. Geburtstags des RSNO.

 

Während der aktuellen Saison wird es zwei weitere Aufnahmen beim Label Chandos geben, eine erste Aufnahme beim Sony-Label und im Mai seine letzte internationale Tournee als Music Director mit dem Orchester, eine europäische Festivaltournee, unter anderem zu den Dresdner Musikfestspielen.

 

Peter Oundjian hat sich dank seiner forschenden Musikalität, seines Gemeinschaftsgeistes und seiner gewinnenden Persönlichkeit große Anerkennung erworben. Er widmet sich einer breiten Palette von Werken vom romantischen Repertoire über großformatige Chorwerke bis hin zu amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. The Herald schrieb: „Oundijian und das RSNO… lieferten die suchend-emotionalste Interpretation, die ich von ihnen jemals gehört habe. Ich war überwältigt.“

 

Peter Oundjian ist außerdem Music Director des Toronto Symphony Orchestra, ein Amt, das er bis 2018 bekleiden wird, bevor ihm die Position des Conductor Emeritus verliehen wird. Seit seiner Ernennung zum Music Director im Jahr 2004 spielte er eine Schlüsselrolle bei der Wiedergeburt dieses kanadischen Ensembles. Er hat das jährliche Mozart Festival wie auch das ungemein erfolgreiche New Creations Festival gegründet, das sich den besten Werken der zeitgenössischen Orchestermusik widmet sowie neue Auftragsarbeiten präsentiert und aufführt. 2008 startete er zusammen mit dem Orchester tsoLIVE, ein eigenes Label für die Live-Einspielungen des Ensembles.

 

Nur wenige Dirigenten verströmen am Pult eine derartige Musikalität und Hingabe – von Berlin, Amsterdam und Tel Aviv bis New York, Chicago und Sydney. Peter Oundjian ist auch bei bedeutenden Festivals aufgetreten, die Musikliebhaber aus aller Welt anlocken: den BBC Proms in London und dem Festival Prager Frühlung, dem Edinburgh International Festival und dem Mozart Festival des Philadelphia Orchestra, dessen künstlerischer Leiter er von 2003 bis 2005 war.

 

Von 2006 bis 2010 war Peter Oundjian Erster Gastdirigent des Detroit Symphony Orchestra. Seit 1981 ist er Gastprofessor an der Yale School of Music und erhielt 2013 die Sanford Medal der Universität. Im Mai 2009 verlieh man ihm die Ehrendoktorwürde des San Francisco Conservatory.

 

Der in Toronto geborene Dirigent absolvierte seine Ausbildung in England und studierte ursprünglich Violine am Royal College of Music, bevor er an die New Yorker Juilliard School wechselte. Er war 14 Jahre lang erster Violinist des berühmten Tokyo String Quartet.

 

SAISON 2017/2018

Zurück