Orchestre National de Lyon
Khatia Buniatishvili © Julia WeselyOn Tour 05.11.18-15.11.18

  • Leonard Slatkin,
  • Khatia Buniatishvili

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Kurzbeschreibung

Khatia Buniatishvili, Leonard Slatkin und das Orchestre National de Lyon möchten mit ihrem Programm an das Ende des 1. Weltkriegs erinnern. 1918 war auch Debussys Todesjahr, Ravel komponierte seinen „Tombeau de Couperin“ in Erinnerung an im Krieg gefallene Freunde und orchestrierte vier der sechs Sätze in 1919. Die Bilder einer Ausstellung von Mussorgski wurden von Ravel 1922 ebenfalls orchestriert.

Programm

Programm 1

Samuel Barber: Adagio für Streicher op. 11 (1936-38)
Sergej Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18
ODER
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Pause
Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung (Orchestration von Maurice Ravel, bearbeitet von Leonard Slatkin)
ODER
Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin - Suite für Orchester (1919)
Claude Debussy: La Mer (Trois Esquisses Symphoniques)

Orchester

Orchestre National de Lyon

Das Orchestre national de Lyon (ONL) verfügt über einen festen Stamm von 104 Musikern. Derzeitiger Music Director Laureate ist der amerikanische Dirigent Leonard Slatkin, der von September 2011 bis Juni 2017 Music Director des Orchesters war. Das...

Das Orchestre national de Lyon (ONL) verfügt über einen festen Stamm von 104 Musikern. Derzeitiger Music Director Laureate ist der amerikanische Dirigent Leonard Slatkin, der von September 2011 bis Juni 2017 Music Director des Orchesters war. Das Nachfolgeensemble der 1905 von Georges Martin Witkowski gegründeten Société des Grands Concerts de Lyon ist eines der ältesten französischen Orchester. Das ONL wurde 1969 auf Initiative von Robert Proton de la Chapelle, Kulturbeauftragter im Stadtrat von Lyon, zum ständigen Orchester. Geleitet wurde es bisher von Louis Frémaux (1969-1971), Serge Baudo (1971-1987), Emmanuel Krivine (1987-2000), David Robertson (2000-2004) und Jun Märkl (2005-2011).

 


 

Das Ensemble wird für seinen spezifisch französischen Klang bewundert und wurde mit Aufführungen von Ravel, Debussy und Berlioz berühmt. Das Repertoire des ONL reicht vom 18. Jahrhundert bis in die Moderne. Es vergibt regelmäßig Aufträge an zeitgenössische Komponisten wie Kaija Saariaho, Thierry Escaich und Guillaume Connesson. Das reichhaltige Repertoire spiegelt sich auch in der umfangreichen Diskographie, die von Ravels „Boléro“ 1984 (die erste goldene Schallplatte für ein Symphonieorchester) bis zum bei Naxos auf sieben CDs erschienenen und von Jun Märkl dirigierten Gesamtwerk von Debussy reicht. 2001 erschien eine CD mit Werken von Thierry Escaich (Universal). Leonard Slatkin setzt die ehrgeizige Einspielarbeit unter anderem mit dem Gesamtwerk von Ravel und Berlioz bei Naxos fort.

 

Das ONL ist ein Pionier für anspruchsvolle Live-Filmkonzerte und hat mit großem Erfolg Werke wie Der Herr der Ringe, Matrix und The Artist sowie klassische Stummfilme begleitet. Außerdem fördert das Orchester Bildung und soziales Engagement mit seinem Jugendorchester, vergünstigten Eintrittskarten für junge Konzertbesucher, originellen Schulprojekten, Gesprächsrunden und vielen weiteren Aktivitäten. In der Saison 2017/2018 startet das Auditorium-Orchestre national de Lyon ein musikalisches Bildungsprojekt namens „Démos”.

 

Neben den Konzerten im Auditorium tritt das ONL auch in bedeutenden internationalen Konzertsälen auf. 1979 spielte es als erstes europäisches Symphonieorchester in China und gab 2016 eine Konzertreihe in Japan, darunter drei Auftritte in Tokio. 2017 besuchte es auf seiner Amerikatournee die legendäre New Yorker Carnegie Hall.

 

Das ONL genießt das Privileg, in seinem eigenen, über 2.100 Sitzplätze verfügenden Haus, dem Auditorium Maurice-Ravel in Lyon, zu proben und aufzutreten. Die eindrucksvolle Konzerthalle aus Beton und Stahl wurde von Claude Delfante und Henri Pottier erbaut, 1975 offiziell eröffnet und als Baudenkmal des 20. Jahrhunderts eingestuft. Die außergewöhnlich luxuriöse Konzerthalle empfängt viele internationale Ensembles und große Solisten. Die zahlreichen Partnerschaften des Auditorium-Orchestre national de Lyon – unter anderem mit dem Institut Lumière, dem Centre Culturel de Rencontre d’Ambronay und dem Festival Jazz à Vienne – haben die Spielstätte für alle musikalischen Genres und Zuschauergruppen geöffnet. Das Auditorium lockt jährlich um die 250.000 Konzertgänger an.

 

Das von der Stadt Lyon unterhaltene Orchestre national de Lyon wird vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation und der Region Auvergne-Rhône-Alpes unterstützt.

 

SAISON 2017/2018

Zum Orchester

Dirigent

© Nico Rodamel

Leonard Slatkin

2017/2018 feiert Leonard Slatkin seine zehnte und zugleich letzte Saison als Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra sowie die erste Saison als Ehrendirigent des Orchestre National de Lyon. Neben diesen beiden Positionen ist der international sehr...

2017/2018 feiert Leonard Slatkin seine zehnte und zugleich letzte Saison als Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra sowie die erste Saison als Ehrendirigent des Orchestre National de Lyon. Neben diesen beiden Positionen ist der international sehr geschätzte Dirigent gern gesehener Gast bei vielen Orchestern weltweit. Er ist nicht nur ein begnadeter Dirigent, sondern auch als Komponist, Autor und Pädagoge sehr gefragt. Im September 2017 erscheint sein zweites Buch Leading Tones: Reflections on Music, Musicians, and the Music Industry. Außerdem übernimmt Leonard Slatkin den Juryvorsitz des Besançon International Competition for Young Conductors 2017. Er ist zu Gast bei Orchestern wie St. Louis Symphony, National Symphony Orchestra Washington, New York Philharmonic, Polish National Radio Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und Finnish Radio Symphony Orchestra.


 

Höhepunkte der Saison 16/17 waren eine dreiwöchige Asientour mit dem Detroit Symphony Orchestra, Tourneen nach Amerika und durch Europa mit dem Orchestre National de Lyon sowie Engagements mit St. Louis Symphony, WDR Sinfonieorchester Köln, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi und Orchestra del Teatro di San Carlo in Neapel. Zudem fungierte er als Vorsitzender der Jury und war Dirigent des Van Cliburn International Piano Competition 2017.

Mit mehr als 100 Aufnahmen gewann Leonard Slatkin sieben Grammys und 64 Grammy-Nominierungen. Mit dem Orchestre National de Lyon entstanden unter anderem Aufnahmen aller Rachmaninoff-Klavierkonzerte, der sinfonischen Werke von Maurice Ravel, Hector Berlioz und Camille Saint-Saëns. Mit dem Detroit Symphony Orchestra sind die Gesamtaufnahmen der Brahms-Sinfonien, der Beethoven-Sinfonien sowie der Konzerte und Sinfonien von Tschaikowsky erschienen.

Leonard Slatkin wurden zahlreiche Preise verliehen: In den USA erhielt er die renommierte National Medal of Arts und den Gold Baton der American Symphony Orchestra League sowie mehrere Auszeichnungen der American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP). In Frankreich wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, in Österreich wurde ihm das Silberne Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Slatkin ist Ehrendoktor der Juilliard School, der Universität von Indiana, der Michigan State University und der Washington University in St. Louis. Für sein Buch Conducting Business erhielt Leonard Slatkin im Jahre 2013 den Deems Taylor Special Recognition Award der ASCAP.

Er dirigierte alle großen Orchester dieser Welt wie New York Philharmonic, Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, alle fünf Londoner Orchester, Berliner Philharmoniker, Deutsches Symponie-Orchester Berlin, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Het Concertgebouw Orkest, Orchestre de Paris und das Israel Philharmonic Orchestra.

Leonard Slatkin wurde in Los Angeles als Sohn des Dirigenten und Violinisten Felix Slatkin und der Cellistin Eleanor Aller geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung auf der Geige und studierte später Dirigieren bei seinem Vater, gefolgt von Walter Susskind in Aspen und Jean Morel an der Juilliard School.

SAISON 2017/2018

Zum Künstler

Solistin

© Gavin Evans

Khatia Buniatishvili, Klavier

1987 in Batumi, Georgien, geboren, begann die georgisch-französische Pianistin das Klavierspiel im Alter von drei Jahren. Drei Jahre später gab sie ihr erstes Konzert mit dem Tbilisi Chamber Orchestra und konzertierte bereits als Zehnjährige im Ausland. Khatia...

1987 in Batumi, Georgien, geboren, begann die georgisch-französische Pianistin das Klavierspiel im Alter von drei Jahren. Drei Jahre später gab sie ihr erstes Konzert mit dem Tbilisi Chamber Orchestra und konzertierte bereits als Zehnjährige im Ausland. Khatia Buniatishvili studierte in Tiflis bei Tengiz Amiredjibi und in Wien bei Oleg Maisenberg.

Ihrem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall 2008 folgten Konzerte in der Hollywood Bowl, beim iTunes Festival, den BBC Proms und Salzburger Festspielen, dem Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad,  Festival La Roque-d'Anthéron, Klavier-Festival Ruhr und beim Progetto Martha Argerich in Lugano.

Mit Rezitalen gastierte sie in den wichtigsten Konzerthallen der Welt, darunter die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, Royal Festival Hall London, der Musikverein Wien, das Konzerthaus Wien und Concertgebouw Amsterdam, die Berliner und Pariser Philharmonie, das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, La Scala in Mailand, Teatro La Fenice in Venedig, Palau de la Música in Barcelona, die Victoria Hall Genf, die Tonhalle Zürich, das Prager Rudolfinum sowie die Suntory Hall Tokyo.


 

Zu den Dirigenten, mit denen Khatia Buniatishvili arbeitet, zählen Zubin Mehta, Yannick Nézet-Séguin, Paavo Järvi, Neeme Järvi, Gianandrea Noseda, Semyon Bychkov, Myung-Whun Chung, Philippe Jordan, Placido Domingo, Dima Slobodeniouk, Gustavo Gimeno und Kent Nagano.

Khatia Buniatishvili ist bei führenden Orchestern weltweit zu Gast, wie dem Israel Philharmonic Orchestra, Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony Orchestra, Seattle Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Toronto Symphony Orchestra, São Paulo State Symphony, China Philharmonic, NHK Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, der Filarmonica della Scala, Wiener Symphoniker und Münchner Philharmoniker.

Darüber hinaus tritt sie für gemeinnützige Anliegen ein und konzertierte im Rahmen des 70jährigen Jubiläums der Vereinten Nationen zugunsten Opfer des syrischen Bürgerkrieges und beim Global Citizen Festival in Hamburg 2017. In Kiev nahm sie an einem Benefizkonzert für Verwundete in der Anti-Terrorist Operation Zone teil und spielte gemeinsam mit Martha Argerich und Daniel Barenboim unter dem Motto „To Russia with Love“ in der Berliner Philharmonie, um auf Verletzungen von Menschenrechten in Russland hinzuweisen. Auch trat sie 2016 während der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Marrakesch auf. Khatia Buniatishvili ist Botschafterin des gemeinnützigen Kinderhilfswerk „Plan International“ sowie der „Fondation Coeur et Recherche“.

Khatia Buniatishvilis jüngste Einspielung für SONY Classical, eine Aufnahme der Klavierkonzerte Nr. 2 und 3. von Rachmaninoff mit der Tschechischen Philharmonie unter Paavo Järvi, erschien 2017. Ihre jüngste Solo-CD „Kaleidoscope“ (2016) wurde – wie auch 2012 ihr Liszt-Album – mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet. Die Alben „Chopin“ (2012) sowie „Motherland“ (2014) komplettieren ihre Diskographie. 2015 wurde Khatia Buniatishvili von der britischen Band Coldplay eingeladen, bei deren Album „A Head Full Of Dreams“ mitzuwirken.

SAISON 2017/2018

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