Orchestre Symphonique de Montréal
Kent Nagano © Anna HultOn Tour 11.03.19-25.03.19

  • Kent Nagano,
  • Jean-Yves Thibaudet,
  • Marie-Nicole Lemieux,
  • Rafał Blechacz

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Kurzbeschreibung

Das Orchstre symphonique de Montréal und Kent Nagano kommen wieder nach Europa für eine ausführliche Tournee in die musikalischen Hauptstädte.

Programm

Programm 1

Ouvertüre TBC
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19
ODER
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Pause
Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps (Das Frühlingsopfer) (1910-13)

Programm 2

Wagner Ouvertüre TBC
Richard Wagner: Wesendonck-Lieder - für Sopran und Klavier/Orchester
Pause
Claude Debussy: Nocturnes (Trois Nocturnes) - Tryptique Symph. (1898-1899) - 3-teilige Symphonie für Chor und Orchester
Ravel Werk TBC

Orchester

Orchestre Symphonique de Montréal

Zur Zeit liegt keine deutsche Biografie vor.

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Zum Orchester

Dirigent

© Felix Broede

Kent Nagano

  Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten sowohl für das Opern- als auch das Orchesterrepertoire. Seit September 2006 ist er Music Director des Orchestre symphonique de Montréal, sein Vertrag wurde kürzlich bis 2020 verlängert. Im Herbst...

 

Kent Nagano gilt als einer der herausragenden Dirigenten sowohl für das Opern- als auch das Orchesterrepertoire. Seit September 2006 ist er Music Director des Orchestre symphonique de Montréal, sein Vertrag wurde kürzlich bis 2020 verlängert. Im Herbst 2013 wurde er zum Artistic Advisor und Principal Guest Conductor der Göteborger Symfoniker ernannt. Mit der Spielzeit 2015/16 beginnt Kent Nagano seine Amtszeit als Generalmusikdirektor der Hamburger Staatsoper sowie als Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.

 

In seiner ersten Saison in Hamburg wird Kent Nagano u.a. die Premiere von Berlioz‘ „Les Troyens“, die Uraufführung von Toshio Hosokawas „Stilles Meer“ und auch die von John Neumeier choreographierte Tanz-Version von Messiaens Symphonie „Turangalîla“ dirigieren.“

 

Mit dem Orchestre symphonique de Montréal wird er im Frühjahr 2016 auf US-Tournee gehen. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit dem Orchestre symphonique de Montréal war die Einweihung des neuen Konzertsaals Maison symphonique im September 2011. Zusammen mit dem Orchester hat Kent Nagano die kompletten Zyklen der Symphonien von Beethoven und Mahler, Schönbergs Gurrelieder, konzertante Versionen von Wagners Tannhäuser, Tristan und Isolde und Das Rheingold, Honegger’s Jeanne d’Arc au Bûcher sowie Messiaens Saint François d’Assise aufgeführt. Tourneen führten Nagano und das Orchester durch Kanada, nach Japan, Südkorea, Europa und Südamerika. Im Oktober 2014 traten sie ihre zweite Japan-Tournee an. Zu ihren Einspielungen bei Sony Classical/Analekta gehören Mahlers Orchesterlieder mit Christian Gerhaher (2013), Beethovens Klavierkonzerte Nr. 4 und 5 (2010) sowie eine Gesamtaufnahme aller Symphonien von Beethoven. Die Aufnahme mit Beethovens Symphonie Nr. 5 unter dem Titel Ideals of the French Revolution wurde mit dem Juno Award ausgezeichnet. Im März 2015 dirigiert Kent Nagano die Nordamerika-Premiere von L’Aiglon, einer selten aufgeführten Oper von Honegger und Ibert. Diese Produktion wird von dem Label Decca aufgenommen und auf CD erscheinen. Auch bei Analekta wird im Herbst 2015 eine neue Saint-Saens-CD erscheinen.

 

Als Guest Conductor der Göteborger Symfoniker ging er mit dem Orchester im April 2015 auf China-Tournee. Im April und Juni 2015 dirigierte er in der Gläsernen Manufaktur in Dresden sowie im Konzerthaus Dortmund die Bernstein-Oper A quiet place mit dem Ensemble Modern in einer im November 2013 in Berlin uraufgeführten neuen Fassung.

 

Während seiner Zeit als Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper in München von 2006 bis 2013 hat Kent Nagano deutliche Akzente gesetzt. Unter seiner musikalischen Leitung wurden die Opern Babylon von Jörg Widmann, Das Gehege von Wolfgang Rihm und Alice in Wonderland von Unsuk Chin erfolgreich uraufgeführt. Darüber hinaus leitete er Neuproduktionen von Mussorgskys Boris Godunow und Chowanschtschina, Mozarts Idomeneo, Tschaikowskis Eugen Onegin, Strauss‘ Ariadne auf Naxos und Die Schweigsame Frau, Poulencs Dialogues des Carmelites, Messiaens Saint François d’Assise, Bergs Wozzeck, George Benjamins Written on skin und Wagners Der Ring des Nibelungen. Tourneen mit dem Bayerischen Staatsorchester führten Nagano und das Orchester durch Europa und nach Japan. Neben Einspielungen der Symphonien Nr. 4 und 7 von Bruckner bei Sony hat Kent Nagano mit dem Bayerischen Staatsorchester verschiedene Opernaufführungen auf DVD veröffentlicht: Unsuk Chins Oper Alice in Wonderland (2008) und Mussorgskys Chowanschtschina (2009) bei unitel classica/medici arts, Dialogue des Carmélites bei Bel Air Classiques (2011) sowie Lohengrin (2010) bei Decca.

 

Als vielgefragter Gastdirigent arbeitet Kent Nagano weltweit mit den führenden internationalen Orchestern, u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem WDR-Sinfonieorchester, Concerto Köln, dem Finnischen Rundfunkorchester, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und bei den Wiener Festwochen . Seit 2014 gestaltet er im Rahmen der AUDI-Sommerkonzerte ein eigenes Festival, das Vorsprung-Festival. Mit Sony Classical verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, aber auch bei Erato, Teldec, Pentatone, Deutsche Grammophon und Harmonia Mundi hat er CDs eingespielt. Für seine Aufnahmen  von Busonis Doktor Faust mit der Opéra National de Lyon, Prokofjews Peter und der Wolf mit dem Russian National Orchestra sowie Saariahos L’amour de loin mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin wurde er mit Grammys ausgezeichnet.

 

Eine wichtige Station in Naganos Laufbahn war seine Zeit als künstlerischer Leiter und Chefdirigent beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin von 2000 bis 2006. Sie führten u.a. Schönbergs Moses und Aron auf (in Zusammenarbeit mit der Los Angeles Opera) und gastierten bei den Salzburger Festspielen mit Zemlinskys Der König Kandaules und Schrekers Die Gezeichneten sowie beim Festspielhaus Baden-Baden mit Parsifal (2004) und Lohengrin (2006), inszeniert von Nikolaus Lehnhoff. Parsifal, Die Gezeichneten und Lohengrin sind auf DVD erschienen. Zu Naganos Aufnahmen mit dem Orchester gehören Bernsteins Mass, Bruckners 3. und 6. Symphonie, Beethovens Christus am Ölberge, Wolfs Mörike-Lieder, Mahlers 8. Symphonie, Schönbergs Jakobsleiter und Friede auf Erden sowie Johannes Brahms Symphonie Nr. 4 und Arnold Schönbergs Variationen für Orchester op. 31, erschienen bei Harmonia Mundi. Als Ausdruck der Verbundenheit ernannte das Orchester seinen scheidenden Chefdirigenten 2006 zum Ehrendirigenten, eine Auszeichnung die in der sechzigjährigen Geschichte des Orchesters erst zum zweiten Mal vergeben wurde. Bis heute verbindet ihn eine enge Freundschaft mit dem Orchester.

 

2003 wurde Nagano zum ersten Music Director der Los Angeles Opera ernannt, nachdem er bereits zwei Jahre lang Principal Conductor der Oper gewesen war. Zu Produktionen an anderen Opernhäusern gehörten u.a. Schostakowitschs Die Nase an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Rimsky-Korsakoffs Der Goldene Hahn im Châtelet in Paris, Hindemiths Cardillac an der Opéra National de Paris, Poulencs Dialogues des Carmélites an der Opéra National de Paris sowie Hoffmanns Erzählungen bei den Salzburger Festspielen, Zemlinskys Der König Kandaules, Schrekers Die Gezeichneten und die Uraufführung von Saariahos L’amour de loin. Zu den weiteren Uraufführungen, die er dirigiert hat, zählen Bernsteins A White House Cantata sowie die Opern Three Sisters von Peter Eötvös und The Death of Klinghoffer und El Niño von John Adams.

 

Als gebürtiger Kalifornier hält Kent Nagano engen Kontakt zu seiner Heimat. Von 1978 bis 2009 war er Music Director beim Berkeley Symphony Orchestra und ist dort weiterhin als Conductor Laureate tätig. Seine ersten großen Erfolge feierte er 1984 beim Boston Symphony Orchestra, als Messiaen ihn für die Uraufführung seiner Oper Saint François d’Assise zum Assistenten des Dirigenten Seiji Ozawas ernannte. Sein Erfolg in den USA führte zu Berufungen in Europa: von 1988 bis 1998 war er Music Director der Opéra National de Lyon und von 1991 bis 2000 Music Director des Hallé Orchestra.


SAISON 2015/2016

Solist

© Kasskara / DECCA

Jean-Yves Thibaudet, Klavier

Seit über drei Jahrzehnten tritt Jean-Yves Thibaudet weltweit auf und hat mehr als 50 Alben eingespielt, mit denen er sich den Ruf eines der besten Pianisten seiner Zeit erworben hat. Er spielt Solo-, Kammermusik- und Orchesterwerke von Beethoven und Liszt...

Seit über drei Jahrzehnten tritt Jean-Yves Thibaudet weltweit auf und hat mehr als 50 Alben eingespielt, mit denen er sich den Ruf eines der besten Pianisten seiner Zeit erworben hat. Er spielt Solo-, Kammermusik- und Orchesterwerke von Beethoven und Liszt über Grieg und Saint-Saëns, Khachaturian und Gershwin bis hin zu den zeitgenössischen Komponisten Qigang Chen und James MacMillan. Von Beginn seiner Karriere an hat er auch die Musik jenseits des Standardrepertoires genossen, Jazz und Oper, die er selbst fürs Klavier transkribierte. Seine engen professionellen Freundschaften umspannen die ganze Welt und haben zu spontanen und fruchtbaren Kooperationen in Film, Mode und darstellender Kunst geführt.

 


 

In dieser Saison reist Jean-Yves Thibaudet in 14 Länder, gibt in Asien zahlreiche Konzerte mit Singapore, NHK und Guangzhou Symphony und Malaysian, Hong Kong und China Philharmonic. Als Artist-in-Residence des Boston Symphony Orchestra spielt er das Tripelkonzert von Bach mit Thomas Adès und Kirill Gerstein, Ravels Klavierkonzert für die linke Hand, Kammermusik mit Mitgliedern des Symphony und Bernsteins Age of Anxiety in Boston und der Carnegie Hall. Jean-Yves Thibaudet gilt als einer der führenden Interpretern des Soloparts dieser Symphonie, die er mit Atlanta und National Symphony Orchestra, San Francisco und Houston Symphony, China Philharmonic und Philadelphia Orchestra anlässlich von Bernsteins 100-jährigem Geburtstag vor Ort und auf Tournee in Deutschland, Österreich und Israel aufführen wird.

 

Weitere Höhepunkte sind Ravel mit dem New York Los Angeles Philharmonic, Cleveland Orchestra und Chicago Symphony Orchestra unter Leitung seines langjährigen musikalischen Partners Charles Dutoit; ein Recital in der Carnegie Hall mit der Violinistin Janine Jansen; eine Kalifornien-Tournee mit dem Royal Philharmonic Orchestra und eine Reise in seine Heimatstadt, wo er Qigang Chens eigens für ihn geschriebenes Werk Er Huang mit dem Orchestre National de Lyon aufführt.

 

In der Saison 2017/2018 verlängert die Colburn School Jean-Yves Thibaudets Artist-in-Residency um weitere drei Jahre und hat angekündigt, in seinem Namen ein Stipendium einzurichten. Damit werden Studierende der Musikakademie gefördert, die Jean-Yves Thibaudet nach Verdienst und unabhängig vom gewählten Instrument bestimmt. Sein leidenschaftlicher Einsatz für Bildung und Förderung von Nachwuchstalenten zeigte sich auch in seiner Tournee mit dem Gustav Mahler Youth Orchestra, bei der er Gershwins Klavierkonzert in F und Messiaens Turangalîla-Symphonie in vielen großen Konzertsälen Europas wie dem Concertgebouw, der neuen Elbphilharmonie und der Mailänder Scala spielte.

 

Jean-Yves Thibaudets Einspielkatalog umfasst mehr als 50 Alben, die mit zwei Grammy-Nominierungen, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Diapason d’Or, dem Choc du Monde de la Musique, dem Edison Prize sowie Gramophone Award und Echo ausgezeichnet wurden. In der vergangenen Saison veröffentlichte er mit großem Erfolg Bernsteins Age of Anxiety mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter Marin Alsop, mit dem er bereits Gershwin (2010) eingespielt hatte. Auf der CD sind Orchestrierungen für Jazzband aus Rhapsody in Blue, Variationen über „I Got Rhythm” und das Konzert in F enthalten. 2016 erschien bei Decca zum 150. Geburtstag von Erik Satie ein Boxset mit dem komplette Solowerk für Klavier, gespielt von Jean-Yves Thibaudet, einem der führenden Interpreten und Förderer von Saties Werk. Bei seiner Grammy-nominierten Einspielung der Klavierkonzerte Nr. 2 und 5 von Saint-Saëns, die 2007 erschien, spielt er gemeinsam mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Charles Dutoit. Jean-Yves Thibaudets Aria–Opera Without Words aus demselben Jahr bot Arientranskriptionen, die teilweise von ihm selbst stammen. Weiterhin spielte er die Jazzalben Reflections on Duke: Jean-Yves Thibaudet Plays the Music of Duke Ellington und Conversations With Bill Evans ein.

 

Jean-Yves Thibaudets Wirken erstreckt sich auch auf Mode, Film und Philanthropie. Er spielte Aaron Zigmans Soundtrack für Wakefield, ein Drama von Robin Swicord, ein. Es war das erste Mal, dass der Komponist einem anderen Pianisten gestattete, seine Musik zu spielen. Jean-Yves Thibaudet war Solist bei Dario Marianellis preisgekrönten Filmmusiken für Abbitte (die auch einen Oscar gewann) und Stolz und Vorurteil und spielte Alexandre Desplats Musik für Extrem laut und unglaublich nah von 2012 ein. Er hatte einen Cameo-Auftritt in Bruce Beresfords Windsbraut über Alma Mahler und ist den ganzen Film über am Klavier zu hören. 2004 war er Präsident der renommierten Benefizauktion Hospices de Beaune. Seine Konzertgarderobe wird von Dame Vivienne Westwood entworfen. 

 

Jean-Yves Thibaudet wurde in Lyon geboren und begann seine Klavierausbildung mit fünf Jahren. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er mit sieben und studierte ab seinem zwölften Lebensjahr am Pariser Konservatorium bei Aldo Ciccolini und Lucette Descaves, einer Freundin und Mitarbeiterin Ravels. Mit fünfzehn gewann er den Premier Prix du Conservatoire und drei Jahre später die Young Concert Artists Auditions in New York City. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen sind der Victoire d’Honneur, ein Preis für das Lebenswerk und die höchste Ehrung der französischen Victoires de la Musique. 2010 ehrte ihn die Hollywood Bowl mit der Aufnahme in ihre Hall of Fame. Er war bereits Ritter des Ordre des Arts et des Lettres und wurde 2012 vom französischen Kulturministerium in den Rang eines Offiziers erhoben.

 

SAISON 2017/2018

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Solistin

© Genevieve Lesieur

Marie-Nicole Lemieux, Alt

Dank ihrer außergewöhnlichen Aura strahlt Marie-Nicole Lemieux in der Gesangswelt von heute ganz besonders hell.   Ihr Gesangstalent wurde 2000 öffentlich bekannt, als sie beim belgischen Concours Reine Elisabeth den Königin-Fabiola-Preis und den...

Dank ihrer außergewöhnlichen Aura strahlt Marie-Nicole Lemieux in der Gesangswelt von heute ganz besonders hell.

 

Ihr Gesangstalent wurde 2000 öffentlich bekannt, als sie beim belgischen Concours Reine Elisabeth den Königin-Fabiola-Preis und den Liederpreis gewann.

 


 

Damit begann für sie eine internationale Karriere, die sie auf die bedeutendsten Bühnen der Welt führte: Mailänder Scala, Royal Opera House, Covent Garden, Opéra National de Paris, Théâtre des Champs-Elysées, Capitole de Toulouse, La Monnaie in Brüssel, Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Bayerische Staatsoper München, Wiener Staatsoper, Oper Zürich, Theater an der Wien, Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Salzburger Festspiele, Glyndebourne Festival, Chorégies d’Orange, Canadian Opera Company in Toronto und Opéra de Montréal.

 

Dank ihrer kraftvollen Stimme, ihres herausragenden Sprachgefühls, ihrer makellosen Virtuosität sowie ihres Gespürs für Schattierung und Drama feiert Marie-Nicole Lemieux in unterschiedlichen Bereichen große Erfolge. Sie begann ihre Karriere im Barockfach (Orphée von Gluck und Händels Giulio Cesare, Ariodante, Orlando Furioso, Salomon und Theodora). Bald erlaubte ihr die stimmliche Entwicklung, sich auch das französische Repertoire des 19. Jahrhunderts (Les Troyens, Pelléas et Mélisande, Samson et Dalila, Carmen), Rossini (Guillaume Tell, Tancredi, L’Italiana in Algeri) und Verdi (Mrs. Quickly in Falstaff, Azucena in Il Trovatore, Ulrica in Ballo in Maschera) anzueignen.

 

Neben ihrer Bühnenkarriere wird Marie-Nicole Lemieux auch von bedeutenden Orchestern wie New York Philharmonic, Orchestre Philharmonique de Radio-France und Orchestre National de France, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre du Capitole de Toulouse, Orchestre de l’Accademia Santa Cecilia, Los Angeles Philharmonic, London Philharmonia, St. Petersburg Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Singapore Symphony Orchestra, Orchestre Symphonique de Montréal, Violons du Roy und Orchestre Métropolitain eingeladen, das große symphonische Repertoire zu singen. Sie arbeitet dabei mit renommierten Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Charles Dutoit, Ivan Fischer, Mikko Franck, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Paavo Järvi, Bernard Labadie, Louis Langrée, Kurt Masur, Kent Nagano, John Nelson, Yannick Nézet-Séguin, Gianandrea Noseda, Antonio Pappano, Michel Plasson, Michael Schonwandt, Pinchas Steinberg und Pinchas Zukerman.

 

Marie-Nicole Lemieux gilt als unvergleichliche Recital-Künstlerin, deren außerordentliche stimmliche Vielfalt bei französischen, russischen und deutschen Liedern am besten zur Geltung kommt.

 

Sie verfügt über eine umfang- und abwechslungsreiche Diskographie. So spielte sie mehrere CDs von Vivaldi für Naïve ein. Orlando Furioso wurde im Januar 2005 mit einem Victoire de la Musique ausgezeichnet; außerdem erschienen Griselda, La Fida Ninfa, Stabat mater und Nisi dominus. Als Solistin hat Marie-Nicole Lemieux Les Nuits d’Eté von Berlioz, Wagners Wesendonck-Lieder, Mahlers Rückert-Lieder, L’Heure Exquise (französische Melodien mit Daniel Blumenthal), ein Schumann-Lied, Ne me refuse pas mit dem Orchestre National de France (mit dem internationalen Preis der Académie Charles-Cros ausgezeichnet und von der internationalen Kritik gefeiert), Opernarien von Gluck, Mozart und Haydn mit Violons du Roy, Streams of Pleasure (Händelduette mit Karina Gauvin) und Chansons perpétuelles (Klavier-Recital mit Roger Vignoles) eingespielt. Außerdem hat sie eine Zusammenarbeit mit Warner Classics begonnen, wo zunächst ein Rossini gewidmetes Programm erscheint.

 

Zuletzt sang sie Falstaff in London, Wien, Paris, Mailand und Toronto, Zia Principessa und Zita in Il Trittico im Theater an der Wien, Isabella in L’Italiana in Algeri and Tancredi am Théâtre des Champs-Elysées, Suzuki in Madama Butterfly am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, im Concertgebouw und bei den Chorégies d’Orange, Azucena in Il Trovatore mit Placido Domingo und Anna Netrebko in Salzburg und mit Roberto Alagna bei den Chorégies d’Orange, Dalila an der Opéra de Montréal, Ulrica in Un Ballo in Maschera am Théâtre de La Monnaie in Brüssel und in Zürich, Enescus Œdipe am Royal Opera House, Covent Garden. Auf der Konzertbühne sang sie Verdis Requiem im Wiener Musikverein, in der Londoner Royal Festival Hall, der Tonhalle in Zürich und der Philharmonie de Paris, Le Poème de l’amour de la Mer auf Tournee mit Santa Cecilia sowie in Cleveland unter Leitung von Antonio Pappano, die 2. Symphonie von Mahler mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, die Matthäuspassion mit Violons du Roy und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, die Wesendonck- Lieder und die Rückert-Lieder mit dem Orchestre Symphonique de Québec, Rodelinda mit Il Pomo d’Oro, Carmen am Théâtre des Champs-Elysées und Cassandre in Les Troyens unter Leitung von John Nelson.

 

Außerdem unternahm Marie-Nicole Lemieux eine Recitaltournee mit dem Pianisten Roger Vignoles, die sie nach Venedig, Rom, Wien, Zürich, London, Brüssel, Amsterdam, Madrid und Bilbao führte, sowie eine Konzerttournee, als Warner Classics die CD Rossini, sì, sì, sì, sì herausbrachte.

 

Künftige Projekte sind Il Trovatore in Madrid, Tancredi in Brüssel, Falstaff in Covent Garden, Un Ballo in Maschera in Wiesbaden, Händels Agrippina mit Il Pomo d’Oro, Madama Butterfly und Samson et Dalila in konzertanter Fassung, L’Incoronazione di Poppea am Théâtre des Champs-Elysées, Jephta, Madama Butterfly und The Snow Maiden an der Opéra National de Paris, Falstaff und L’Italiana in Algeri an der Wiener Staatsoper. Außerdem gibt sie ihr Debüt an der Metropolitan Opera.

 

Auf der Konzertbühne singt Marie-Nicole Lemieux Les Nuits d’été mit dem Orchestre Métropolitain unter Yannick Nézet-Seguin in Montréal und auf einer Tournee nach Dortmund, Rotterdam, Hamburg und Paris, Bernsteins Symphony No. 1 mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Mahlers 8. Symphonie, Verdis Requiem und die h-moll-Messe von Bach mit dem Orchestre Symphonique de Montréal, Das Lied von der Erde mit dem Orchestre Symphonique de Québec, Brahms’ Alt-Rhapsodie mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France beim Festival de Saint-Denis, ein Programm mit Werken von Mozart und Rossini in Québec und Montréal mit Les Violons du Roy unter Leitung von Jean-Christophe Spinosi sowie ein Rossini-Konzert im Teatro Real in Madrid. Außerdem gibt sie Recitale in Straßburg, Antwerpen, Genf, Montréal und Wiesbaden.

 

Marie-Nicole Lemieux ist Ritter des Ordre national du Québec, Compagne des Arts et Lettres du Québec, Mitglied des Order of Canada und des Ordre de la Pléiade. Außerdem ist sie Ehrendoktor der Université du Québec in Chicoutimi.

 

SAISON 2017/2018

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Solist

© Felix Broede

Rafał Blechacz, Klavier

Rafał Blechacz ist Preisträger des Gilmore Artist Award 2014, einer der angesehensten Musikpreise für Pianisten weltweit. Der junge polnische Pianist hat sich als feste Größe im internationalen Konzertleben etabliert und wird für seine tiefsinnigen und...

Rafał Blechacz ist Preisträger des Gilmore Artist Award 2014, einer der angesehensten Musikpreise für Pianisten weltweit. Der junge polnische Pianist hat sich als feste Größe im internationalen Konzertleben etabliert und wird für seine tiefsinnigen und virtuosen Interpretationen gefeiert. Im Oktober 2005 begann seine Karriere mit einem herausragenden ersten Preis beim 15. Warschauer Chopin Wettbewerb inklusive aller Sonderpreise.

Inzwischen konzertiert Rafał Blechacz mit renommierten Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra, DSO Berlin, Kammerphilharmonie Bremen, London Philharmonic Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Orchestre de Paris, Tonhalle Orchester Zürich und Detroit Symphony Orchestra. Er gibt Soloabende in berühmten Konzertsälen wie der Philharmonie Berlin, Herkulessaal München, Liederhalle Stuttgart, Salle Pleyel Paris, Royal Festival Hall und Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam, La Scala Mailand, Wiener Konzerthaus, Tonhalle Zürich, Suntory Hall Tokio und der Avery Fisher Hall New York.


 

Im Jahr 2016 nahm Rafal Blechacz ein Urlaubsjahr, um in Musikphilosophie zu promovieren. Nach seiner Rückkehr auf die Bühne konzertierte er mit der Camerata Salzburg sowie mit dem Kammerorchester Basel unter Leitung von Trevor Pinnock. Außerdem gab er Rezitale im Kleinen Saal der Philharmonie Berlin, im Prinzregentheater München, in der Cité de la musique Paris und im New Yorker Tisch Center. Ebenso war er beim Minnesota Orchestra und Radio-Symphonieorchester Wien zu Gast.

Die Saison 17/18 beginnt Rafal Blechacz mit einer Tour mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla durch Großbritannien und Deutschland. Es folgen Rezitale in Japan, Seoul und Taiwan sowie Auftritte in Nordamerika, u.a. in New York, Boston, Atlanta und Vancouver im Frühjahr 2018. 

Seit 2006 verbindet Rafał Blechacz ein Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon und ist damit neben Krystian Zimmerman der einzige polnische Künstler dieses renommierten Labels. Seitdem kann er auf fünf preisgekrönte Einspielungen blicken: die Debüt-CD mit Préludes von Chopin erreichte nur einen Tag nach dem Verkaufsstart in Deutschland Goldstatus und einen ECHO Klassik, in Polen Platinstatus und in Frankreich einen Diapason d’or. Die zweite CD mit Sonaten von Haydn, Mozart und Beethoven erhielt Auszeichnungen in Gold und Platin, die dritten Aufnahme der Klavierkonzerte von Chopin mit Jerzy Semkow und dem Concertgebouw Orkest den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“, die vierte CD mit Werken von Debussy und Szymanowski erhielt u.a. einen „ECHO Klassik“. Im September 2013 legte er sein fünftes Album mit Polonaisen von Chopin vor. Zum Auftakt des Jahres 2017 erschien eine neue Solo-CD mit Werken von Bach, die von der internationalen Presse hoch gelobt wird.

Rafał Blechacz wurde 1985 geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt er Klavierunterricht und führte seine Studien an der Artur Rubinstein State School of Music in Bydgoszcz fort. 2007 machte er seinen Abschluss an der Feliks Nowowiejski Music Academy in Bydgoszcz bei Katarzyna Popowa-Zydron

SAISON 2017/2018

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