London Symphony Orchestra
London Symphony Orchestra © Ranald MackechnieOn Tour 30.01.19-05.02.19

  • Sir John Eliot Gardiner,
  • Isabelle Faust,
  • Kristian Bezuidenhout

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Kurzbeschreibung

Sir John Eliot Gardiner führt mit dem London Symphony Orchestra seinen Schumann-Zyklus fort. Nach den Symphonien Nr. 2 und Nr. 4 im Jahr 2018, wird er 2019 die Frühlingssymphonie (Nr. 1) und die Rheinische (Nr. 3) mit auf Reisen nehmen. Isabelle Faust und Kristian Bezuidenhout stehen ihm künstlerisch zur Seite.

Programm

Programm 1

Eröffnungswerk tbc
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Pause
Robert Schumann: Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 (Frühlingssymphonie)

Programm 2

Robert Schumann: Manfred-Ouvertüre op. 115 (1848)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine, Klavier und Streicher d-Moll
Pause
Robert Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (Rheinische Symphonie)

Orchester

London Symphony Orchestra

Möglichst vielen Menschen großartige Musik zu bieten, ist das wichtigste Ziel des London Symphony Orchestra. Das ist das Kernstück von allem, was es tut. Sein Engagement für die Musik und die Menschen, die sie lieben, wurzelt in einem einzigartigen Ethos, das...

Möglichst vielen Menschen großartige Musik zu bieten, ist das wichtigste Ziel des London Symphony Orchestra. Das ist das Kernstück von allem, was es tut. Sein Engagement für die Musik und die Menschen, die sie lieben, wurzelt in einem einzigartigen Ethos, das sich über mehr als 100 Jahre entwickelt hat. Das LSO wurde 1904 von einer Gruppe herausragender Londoner Musiker gegründet und ist ein selbstverwaltetes Musikkollektiv, das auf künstlerischer Inhaberschaft und Partnerschaft basiert. Indem sich die Gründungsmitglieder die volle Kontrolle über ihre Aktivitäten sicherten, konnten sie einen Plan entwerfen, der die Musik ganz in den Vordergrund stellte. Noch immer gehört das Orchester seinen Mitgliedern und besitzt einen ganz eigenen Klang, der aus der gemeinschaftlichen Begeisterung und Virtuosität von 95 brillanten Musikern aus aller Welt erwächst. Die Musik steht nach wie vor im Mittelpunkt, ein Ansatz, der von der engagierten und begeisterten Orchesterleitung getragen wird.

 


 

Das LSO ist das Hausorchester des Barbican Centre, seit es 1982 in der City of London eröffnet wurde. Es gibt dort jedes Jahr 70 Symphoniekonzerte und weitere 70 Konzerte auf internationalen Tourneen. Außerdem bietet das LSO jährlich 24 Konzerte in LSO St Luke’s wie auch 950 Workshops und 147 Konzerte im Rahmen seines Bildungsprogramms LSO Discovery. Das Ensemble fördert neue Musik und vergibt regelmäßig Aufträge an führende britische Komponisten, die wichtige neue Werke für große Orchester und Ensembles erschaffen.

 

Das LSO arbeitet mit einer Künstlerfamilie aus bedeutenden internationalen Dirigenten und Solisten zusammen, die ein kontinuierliches Engagement für das Orchester zeigen, mit Sir Simon Rattle als Music Director, Gianandrea Noseda und François-Xavier Roth als Erste Gastdirigenten, Michael Tilson Thomas als Ehrendirigent und André Previn als Conductor Emeritus. Es unterhält außerdem langjährige Beziehungen zu einigen der weltbesten Dirigenten und Solisten, die die grenzenlosen professionellen Bestrebungen genießen, die das LSO bietet. Das Orchester zu dirigieren, ist für Sir Simon Rattle wie einen Rennwagen zu fahren, der „auf einem Stecknadelkopf wenden kann“. Das LSO ist ein reaktionsfreudiges, intelligentes Orchester, das immer hundert Prozent gibt. Es wird von dem Wunsch geleitet, stets und unter allen Umständen Musik allererster Güte zu bieten. Viele Mitglieder des LSO erfreuen sich einer erfolgreichen Karriere als Solisten und Kammermusiker und unterrichten an Konservatorien im In- und Ausland, wo sie ihr umfangreiches Wissen mit der kommenden Musikergeneration teilen. Diese musikalischen Erfahrungen bringen sie auch wieder ins Orchester ein, wo sie die Musiker inspirieren und zu noch höheren Leistungen anspornen.

 

Millionen Menschen haben sich an den Soundtracks des LSO erfreut, das Hunderte von Filmen, darunter Star Wars, Harry Potter und Indiana Jones, musikalisch unterlegt hat. Oft wurde das Orchester speziell für diese zum Klassiker gewordenen Soundtracks ausgewählt. LSO Discovery bringt die Arbeit des LSO in alle Bereiche der Gesellschaft, und auf dem Trafalgar Square findet jedes Jahr ein kostenloses Open-Air-Konzert statt. Diese Aktivitäten spiegeln den Gemeinschaftsgeist und das fortwährende Engagement wider, mit denen das LSO seine Musik so vielen Menschen wie nur möglich nahebringen möchte.

 

LSO Discovery wurde 1990 gegründet und gilt in Großbritannien bis heute als bahnbrechendes musikalisches Bildungsprogramm. Seit 2003 hat es seinen Sitz in LSO St Luke’s, einer ehemals leerstehenden Kirche, die aufwändig restauriert wurde. Sie bietet heute Raum für zahlreiche Bildungsprojekte und dient der örtlichen Gemeinde als Konzertsaal, in dem viele Menschen erstmals mit klassischer Musik in Berührung kommen. Da ein großer Teil der Arbeit, die LSO Discovery leistet, auch digital aufgezeichnet und verbreitet wird, profitieren Orchesterfans, Schüler und Lehrer in aller Welt von diesen Aktivitäten. LSO Discovery fördert die nächste Musikergeneration und bietet jungen Instrumentalisten, Komponisten und Dirigenten umfangreiche Unterstützung und Ausbildung.

 

Das LSO ist ein erfolgreiches Kreativunternehmen, das dank seiner innovativen Ansätze immer wichtig und aktuell geblieben ist. Mit der Gründung des eigenen Labels LSO Live im Jahre 1999 revolutionierte das Orchester die Live-Einspielungen von Orchestermusik. Das Label nutzt neue Digitaltechnologien und hat erfolgreiche Vorstöße in Bereiche wie Digitalfilm, Blu-Ray Audio, Download und Streaming unternommen. Es bietet innovative Plattformen wie LSO Play, einen webbasierten Video-Player, mit dem das Publikum das Orchester aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten und jede Geste und Emotion der Musiker mitverfolgen kann. Dank seinem Unternehmergeist ist LSO ein überaus erfolgreiches Kreativunternehmen und wichtiger kultureller Wirtschaftsfaktor, da es sich zu 75% aus eigenen Einnahmen speist.

 

Das LSO ist entschlossen, auch in Zukunft London und die Welt mit großartiger Musik zu versorgen und bildet mit dem Barbican Centre, dem Museum of London und der Guildhall School einen kulturellen Knotenpunkt in der City of London. Die Residency im Barbican wird von der Corporation of London unterstützt. Außerdem ist das LSO eine National Portfolio Organisation des Arts Council England. Es nimmt bedeutende Residencies in New York, Paris und Tokio wahr und pflegt wachsende Beziehungen in andere asiatische Länder wie China und Indien, wo seine Bildungsexpertise überaus gefragt ist. Das Orchester stützt sich auf diese strategischen Partnerschaften im In- und Ausland wie auch auf seine großzügigen Förderer, um die dynamische Bandbreite seiner künstlerischen Arbeit auch künftig zu erhalten.

 

SAISON 2017/2018

Zum Orchester

Dirigent

© Sheila Rock / DECCA

Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner gilt als einer der weltweit innovativsten und dynamischten Musiker und als Vorreiter der visionären Interpretation. Er ist eine der Leitfiguren des aktuellen Musiklebens. Seine Arbeit mit dem Monteverdi Choir, den English Baroque...

Sir John Eliot Gardiner gilt als einer der weltweit innovativsten und dynamischten Musiker und als Vorreiter der visionären Interpretation. Er ist eine der Leitfiguren des aktuellen Musiklebens. Seine Arbeit mit dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique, deren Gründer und künstlerischer Leiter er ist, haben ihn zur Schlüsselfigur der Wiederentdeckung Alter Musik und zum Pionier der historischen Aufführungspraxis gemacht. Als regelmäßiger Gast der weltweit führenden Symphonieorchester, wie dem London Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig, dirigiert Gardiner Repertoire vom 17. bis zum 20. Jahrhundert.

 


 

Die ganze Spannbreite seines Repertoires erschließt sich aus seinen zahlreichen preisgekrönten Einspielungen mit seinen eigenen Ensembles und mit führenden Orchestern wie etwa den Wiener Philharmonikern für große Labels (wie Decca, Philips und Erato sowie 30 Einspielungen für die Deutsche Grammophon). Seine Diskographie umfasst Werke von Mozart, Schumann, Berlioz, Elgar und Kurt Weill sowie auch Werke von Renaissance- und Barockkomponisten. Seit 2005 erscheinen seine Einspielungen bei Soli Deo Gloria, dem unabhängigen Label des Monteverdi-Ensembles. Es wurde im Jahr 2000 für die Live-Einspielungen von Sir John Eliot Gardiners Bach Cantata Pilgrimage gegründet, für die er 2011 den Special Achievement Award von Gramophone und 2012 die Diapason d’or erhielt. Seine vielen Ehrungen umfassen außerdem zwei Grammy Awards und er hat mehr Schallplattenpreise als jeder andere lebende Künstler erhalten.

 

Als Gastdirigent pflegt Sir John Eliot Gardiner weiterhin eine enge Beziehung zum London Symphony Orchestra, was zu kompletten Symphoniezyklen und zahlreichen Einspielungen beim Label LSO Live führte und zuletzt zu einem Mendelssohn-Zyklus, der in der Saison 2017 beendet wurde. In der neuen Saison beginnt ein Schumann-Zyklus, der sie auf eine Europa-Tournee mit zehn Konzerten führen wird. Andere Höhepunkte als Gastdirigent in dieser Saison umfassen ein Schumannprogramm mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie das Verdi-Requiem mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Monteverdi Chor. 2016 dirigierte er erneut die Berliner Philharmoniker mit Stravinskys Oedipus Rex.

 

Neben Konzerten bei der Salzburger Mozartwoche, im Concertgebouw, der Barbican Hall und beim Bachfest Leipzig, werden Gardiner und die Monteverdi-Ensembles in diesem Herbst die Feierlichkeiten zum 450. Geburtstag von Monteverdi mit szenischen Aufführungen seiner drei erhaltenen Opern in Berlin, in der Philharmonie von Paris, im Harris Theater Chicago sowie im Lincoln Center beschließen. Gardiner hat Opern an der Wiener Staatsoper, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Opéra national de Paris sowie am Royal Opera House Covent Garden, wo er seit seines Debüts im Jahr 1973 regelmäßig auftritt, dirigiert. Von 1983 bis 1988 war er künstlerischer Leiter der Opéra de Lyon, wo er dessen neues Orchester gründete.

 

Gardiners Buch Music in the Castle of Heaven: A Portrait of Johann Sebastian Bach wurde im Oktober 2013 beim Verlag Allen Lane veröffentlicht, für das ihm der Prix des Muses (Singer-Polignac) verliehen wurde. Im Jahr 2014 wurde Sir John Eliot Gardiner erster Stiftungspräsident des Leipziger Bach-Archivs. Unter seinen vielen Auszeichnungen finden sich Ehrendoktorwürden des Royal College of Music, des New England Conservatory of Music, der Universität Lyon, der Universität Cremona, der University of St Andrews und des King’s College in Cambridge, wo er selbst studierte und nun ein Honorary Fellow ist. Sir John Eliot Gardiner ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music, Honorary Fellow des King’s College London und der British Academy. 2008 erhielt er den angesehenen Bach Prize der Royal Academy of Music und war 2014/2015 erster Christoph Wolff Distinguished Visiting Scholar der Universität Harvard. Im Januar 2016 erhielt Gardiner den Concertgebouw-Preis. 2011 wurde Sir John Eliot Gardiner Ritter der Ehrenlegion in Frankreich und erhielt 2005 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. In Großbritannien wurde er 1990 Commander of the British Empire und 1998 für seine Verdienste um die Musik zum Ritter geschlagen.

 

SAISON 2017/2018

Solistin

© Detlev Schneider

Isabelle Faust, Violine

Isabelle Faust zieht ihr Publikum durch ihre fundierten Interpretationen in den Bann. Sie taucht tief in jedes aufgeführte oder eingespielte Werk, mit Beachtung des musikgeschichtlichen Kontexts, des historisch angemessenen Instumentariums und größtmöglicher...

Isabelle Faust zieht ihr Publikum durch ihre fundierten Interpretationen in den Bann. Sie taucht tief in jedes aufgeführte oder eingespielte Werk, mit Beachtung des musikgeschichtlichen Kontexts, des historisch angemessenen Instumentariums und größtmöglicher Werktreue nach heutigem Wissensstand. So gelingt es ihr, das Repertoire von Heinrich Ignaz Franz Biber bis Helmut Lachenmann stets vom Kern her auszuleuchten und leidenschaftlich aufzuführen.

 


 

Nachdem Isabelle Faust in sehr jungen Jahren Preisträgerin des renommierten Leopold-Mozart-Wettbewerbs und des Paganini-Wettbewerbs geworden war, gastierte sie schon bald regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester und dem Chamber Orchestra of Europe.

 

Dabei entwickelte sich eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Claudio Abbado, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Daniel Harding, Bernard Haitink, Andris Nelsons, Frans Brüggen, Robin Ticciati und Giovanni Antonini.

 

Isabelle Fausts große künstlerische Neugier und Aufgeschlossenheit schließt alle Epochen und Formen instrumentaler Partnerschaft ein. Ohne Berühungsängste bindet sie regelmäßig die Sprache in ihre Auftritte mit ein; so spielt sie neben den großen sinfonischen Violinkonzerten zum Beispiel Schuberts Oktett mit historischen Instrumenten ebenso wie György Kurtágs "Kafka-Fragmente" mit Anna Prohaska oder Igor Stravinskys „L’Histoire du Soldat“ mit Dominique Horwitz. Mit großem Engagement macht sich Isabelle Faust um die Aufführung zeitgenössischer Musik verdient. Für die nächsten Spielzeiten sind Uraufführungen von Péter Eötvös, Ondřej Adámek, Marco Stroppa, Oscar Strasnoy und Beat Furrer in Vorbereitung.

 

Zahlreiche Einspielungen wurden von der Kritik einhellig gelobt und mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem Echo Klassik, dem Gramophone Award und dem Choc de l'année ausgezeichnet. Die jüngsten Aufnahmen umfassen Mozarts Violinkonzerte mit Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini und das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Freiburger Barockorchester unter Pablo Heras-Casado. Weitere Einspielungen hat Isabelle Fast unter anderem von den Sonaten und Partiten für Violine Solo von Johann Sebastian Bach sowie den Violinkonzerten von Ludwig van Beethoven und Alban Berg unter der Leitung von Claudio Abbado vorgelegt. Mit ihrem ständigen Kammermusikpartner Alexander Melnikov erschien eine CD mit sämtlichen Sonaten für Klavier und Violine von Ludwig van Beethoven.

 

Isabelle Faust ist in der Saison 2017/18 Artist in Residence in der Wigmore Hall.

 

SAISON 2017/2018

Solist

© Marco Borggreve

Kristian Bezuidenhout, Klavier

Eine deutsche Biographie liegt derzeit nicht vor.

Eine deutsche Biographie liegt derzeit nicht vor.

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