London Philharmonic Orchestra
London Philharmonic Orchestra © Benjamin EalovegaOn Tour 03.02.19-11.02.19

  • Robin Ticciati,
  • Christian Tetzlaff

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Kurzbeschreibung

Musikalisch sind Robin Ticciati und Christian Tetzlaff ein Herz und eine Seele. Kein Wunder also, dass sie auch bei der Tour mit dem London Philharmonic Orchestra die Zusammenarbeit suchen. Dem Orchester ist Robin Ticciati durch seine Position als Music Director in Glyndebourne, der Sommerresidenz des London Philharmonic Orchestras, eng verbunden.

Programm

Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Pause
Sergej Rachmaninoff: Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27
ODER
Antonin Dvorák: Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889)

Orchester

London Philharmonic Orchestra

Das London Philharmonic Orchestra (LPO) gehört zu den bekanntesten Orchestern überhaupt. Es kann auf eine lange, prestigeträchtige Geschichte zurückblicken und gilt gleichzeitig als eines der zukunftsorientiertesten und wagemutigsten britischen Orchester. Es...

Das London Philharmonic Orchestra (LPO) gehört zu den bekanntesten Orchestern überhaupt. Es kann auf eine lange, prestigeträchtige Geschichte zurückblicken und gilt gleichzeitig als eines der zukunftsorientiertesten und wagemutigsten britischen Orchester. Es gibt klassische Konzerte, spielt aber auch Musik zu Filmen und Computerspielen ein, betreibt ein eigenes Plattenlabel und erreicht jedes Jahr Tausende Menschen durch seine Aktivitäten für Familien, Schulen und Gemeinden.

 


 

Das Orchester wurde 1932 von Sir Thomas Beecham gegründet und hat danach unter vielen namhaften Chefdirigenten wie Sir Adrian Boult, Bernard Haitink, Sir Georg Solti, Klaus Tennstedt und Kurt Masur gearbeitet. Derzeitiger Chefdirigent und künstlerischer Leiter ist der 2007 ernannte Vladimir Jurowski. Ab September 2015 hat Andrés Orozco-Estrada die Position des Ersten Gastdirigenten übernommen.

 

Das Ensemble hat seinen Sitz in der Royal Festival Hall im Londoner Southbank Centre, wo es jede Saison etwa vierzig Konzerte gibt. Bis zum Ende des Jahres 2017 wird das Orchester mit dem Southbank Centre beim ein Jahr lang dauernden Festival Belief and Beyond Belief zusammenarbeiten, bei dem untersucht wird, was die menschliche Existenz im einundzwanzigsten Jahrhundert bedeutet. Im Jahr 2018 werden wir Leben und Werk von Igor Stravinsky in unserer neuen Serie Changing Faces: Stravinsky`s Journey entdecken, die Leben und Musik eines der einflussreichsten Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts erfasst.

 

Das Orchester hat erfolgreiche Residencies in Brighton und Eastbourne und reist zudem regelmäßig durch Großbritannien. Jeden Sommer spielt das Orchester an der berühmten Glyndebourne Festival Opera, wo es seit über fünfzig Jahren Resident Symphony Orchestra ist. Auch international tritt das Orchester als Gast auf und gibt weltweit ausverkaufte Konzerte. Höhepunkte der Saison 2017/2018 sind Konzerte in Japan, China, Rumänien, Tschechien, Deutschland, Belgien, Österreich, Spanien, Italien und Frankreich.

 

Das London Philharmonic Orchestra hat die Musik zu zahlreichen Filmerfolgen eingespielt – von der Triologie Der Herr der Ringe bis Lawrence von Arabien, East is East, Der Hobbit und Thor: The Dark World. Das Orchester ist darüber hinaus regelmäßig in Fernsehen und Rundfunk zu hören und gründete 2005 sein eigenes Plattenlabel, bei dem bisher über 90 Veröffentlichungen als CD und Download erschienen sind. Zu den neuesten Titeln gehören Beethovens Symphonien Nr.1 und 4 dirigiert von Kurt Masur, Dvořáks Symphonien Nr. 6 und 7 dirigiert von Yannick Nézet-Séguin sowie Beethovens Symphonie Nr. 3 und die Fidelio-Ouvertüre dirigiert von Vladimir Jurowski.

 

Im Sommer 2012 spielte das London Philharmonic Orchestra zu den Feierlichkeiten des Diamantenen Kronjubiläums der Queen an der Themse und wurde zudem ausgewählt, für die Olympischen Spiele 2012 in London alle Nationalhymnen einzuspielen. 2013 gewann das Orchester den RPS Music Award für Ensembles.

 

Das London Philharmonic Orchestra engagiert sich durch ein dynamisches Programm für junge Menschen, das in dieser Saison seinen dreißigsten Geburtstag feiert, dafür, die nächste Generation von Musikern für die Musik zu begeistern. Höhepunkte sind die BrightSparks Schulkonzerte und FUNharmonics Familienkonzerte, das Young Composers Projekt und Foyle Future Firsts, ein Programm, bei dem herausragende junge Musiker im Orchester ausgebildet werden. Seine Arbeit auf dem Gebiet der digitalen Möglichkeiten und der sozialen Netzwerke gibt dem Orchester die Möglichkeit, noch mehr Menschen in aller Welt zu erreichen: Sämtliche Einspielungen können bei iTunes heruntergeladen werden. Neben einem eigenen YouTube-Kanal und regelmäßigen Podcasts ist das Orchester auf Facebook und Twitter aktiv.

 

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SAISON 2017/2018

Zum Orchester

Dirigent

© Marco Borggreve

Robin Ticciati

Robin Ticciati ist seit der Saison 2009/2010 Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra und seit Sommer 2014 Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera. Mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 hat er sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des...

Robin Ticciati ist seit der Saison 2009/2010 Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra und seit Sommer 2014 Musikdirektor der Glyndebourne Festival Opera. Mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 hat er sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie­ Orchester Berlin für zunächst fünf Jahre angetreten.

 


 

In der aktuellen und der kommenden Spielzeit kehrt der 34-jährige Engländer u. a. zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chamber Orchestra of Europe, der Staatskapelle Dresden, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, den Wiener Symphonikern, dem Schwedischen Radio-Symphonie-Orchester, dem Budapest Festival Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre National de France und der Tschechischen Philharmonie zurück. Im November 2016 tourte er mit dem London Philharmonic Orchestra und Anne-Sophie Mutter mit Konzerten im Wiener Musikverein,  der  Berliner  Philharmonie,  dem  Münchener Gasteig und dem Pariser Theatre des Champs-Elysees. In der Spielzeit 2014/2015 leitete Robin Ticciati eine Europatournee des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und war am Wiener Konzerthaus im Rahmen einer Residenz mit dem Concertgebouw Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra und den Wiener Symphonikern  zu erleben. Von 2010 bis 2013 war er Erster Gastdirigent der Bamberger Symphoniker.

 

Während seiner ersten beiden Spielzeiten als Musikdirektor des Glyndebourne Festival leitete Robin Ticciati Neuproduktionen von Strauss' >Der Rosenkavalier< und Mozarts >La finta giardiniera<, Mozarts >Entführung aus dem Serail< und eine Wiederaufnahme des Ravel­ Doppelabends mit >L'heure espagnole< und >L'enfant et les sortileges<. In der aktuellen Spielzeit steht er in einer Neuproduktion von Mozarts >La clemenza di Tito< (Regie: Claus Guth)  am Pult des Orchestra of the Age of Enlightenment. Neben Glyndebourne dirigierte Robin Ticciati in der jüngeren Vergangenheit Brittens >Peter Grimes< an der Mailänder Scala, Mozarts >Le nozze di Figaro< bei den Salzburger Festspielen, Tschaikowskys >Eugen Onegin< am Royal Opera House in London und sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York mit Humperdincks >Hänsel und Gretel<. Im März 2017 kehrte er erfolgreich mit Tschaikowskys >Eugen Onegin< an die Met zurück.

 

In seiner achten Spielzeit als Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra (SCO) legte Robin Ticciati Schwerpunkte auf zeitgenössische Komponisten sowie auf Werke von Bruckner, Mozart und Strauss. In der Saison 2017/2018 steht das Œuvre Dvořáks im Fokus der Programmgestaltung. Gastspielreisen führten ihn mit dem SCO durch Europa und nach Asien sowie zum Edinburgh International Festival. Die gemeinsamen, bei Linn Records erschienenen Einspielungen - Symphonien von Haydn, zwei Berlioz-Alben und eine Gesamteinspielung der Schumann-Symphonien - wurden mehrfach ausgezeichnet und von der Kritik begeistert aufgenommen. Ebenfalls bei Linn Records legten Robin Ticciati und das Deutsche Symphonie- Orchester Berlin im September 2017 ihre Debüt-CD mit Werken von Debussy und Faure vor.

 

SAISON 2017/2018

Solist

© Giorgia Bertazzi

Christian Tetzlaff, Violine

Christian Tetzlaff ist seit Jahren einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. „The greatest performance of the work I’ve ever heard“, schrieb Tim Ashley im Guardian über seine Interpretation des Beethoven-Violinkonzerts mit Daniel...

Christian Tetzlaff ist seit Jahren einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. „The greatest performance of the work I’ve ever heard“, schrieb Tim Ashley im Guardian über seine Interpretation des Beethoven-Violinkonzerts mit Daniel Harding. Und Hans-Klaus Jungheinrich sprach in der Frankfurter Rundschau geradezu von einer „Neugewinnung“ dieses vielgespielten Werks.

Konzerte mit Christian Tetzlaff werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht. Daneben lenkt er den Blick immer wieder auf vergessene Meisterwerke wie das Violinkonzert von Joseph Joachim, für das er sich erfolgreich stark gemacht hat, und versucht, wirklich gehaltvolle neue Werke wie das von ihm uraufgeführte Violinkonzert von Jörg Widmann im Repertoire zu etablieren. Er pflegt ein ungewöhnlich breites Repertoire und gibt rund 100 Konzerte pro Jahr. Christian Tetzlaff war „Artist in Residence“ bei den Berliner Philharmonikern, hat eine mehrere Spielzeiten umfassende Konzertserie mit dem Orchester der New Yorker Met unter James Levine bestritten und gastiert regelmäßig u.a. bei den Wiener und den New Yorker Philharmonikern, dem Concertgebouworkest und den großen Londoner Orchestern. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Robin Ticciati und Vladimir Jurowski zusammen.


 

Was den 1966 in Hamburg geborenen und inzwischen mit seiner Familie in Berlin lebenden Musiker so einzigartig macht, sind – neben seinem großen geigerischen Können – vor allem drei Dinge: Er nimmt den Notentext wörtlich, er versteht Musik als Sprache, und er liest die großen Werke als Erzählungen, die existenzielle Einsichten spiegeln. Was so selbstverständlich klingt, ist im Konzertalltag ein ganz ungewöhnlicher Ansatz.

Wenn Christian Tetzlaff den Notentext so tief wie möglich zu erfüllen versucht – ohne Rücksicht auf die „Aufführungstradition“ und ohne sich die oft üblichen geigentechnischen Erleichterungen zu gönnen –, dann zeigen sich die altbekannten großen Werke oft in neuer Klarheit und Schärfe. Als Geiger versucht Tetzlaff hinter dem Werk zu verschwinden – und das macht seine Interpretationen paradoxerweise sehr individuell.

Zum zweiten „spricht“ Christian Tetzlaff mit seiner Geige, sein Spiel umfasst, wie die menschliche Sprache, eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten und ist nicht allein auf Wohlklang und virtuosen Glanz ausgerichtet. Vor allem aber versteht er die Meisterwerke der Musikgeschichte als Geschichten, die von zentralen Erfahrungen handeln. In ihrer Musik haben die großen Komponisten intensivste Gefühle, höchstes Glück und tiefte Krisen, verarbeitet, und so begibt sich auch Christian Tetzlaff als Musiker in die Grenzbereiche der Gefühle – und der musikalischen Gestaltung. In vielen Stücken geht es um nichts Geringeres als um Leben und Tod. Das dem Publikum zu vermitteln, ist Christian Tetzlaffs Ziel.

Voraussetzung für diesen Ansatz sind Mut zum Risiko und spieltechnische Souveränität, Offenheit und eine große Wachheit fürs Leben. Bezeichnenderweise hat Christian Tetzlaff viele Jahre in Jugendorchestern gespielt, in Uwe-Martin Haiberg hatte er an der Musikhochschule Lübeck einen Lehrer, für den die musikalische Interpretation der Schlüssel zur Geigentechnik war – nicht umgekehrt. Bereits 1994 gründete Christian Tetzlaff sein eigenes Streichquartett, und bis heute liegt ihm die Kammermusik ebenso am Herzen wie seine Arbeit als Solist mit und ohne Orchester.

Das Tetzlaff Quartett wurde u.a. mit dem Diapason d’or ausgezeichnet, das Trio mit seiner Schwester Tanja Tetzlaff und dem Pianisten Lars Vogt für den Grammy nominiert. Aber auch für seine solistischen CD-Aufnahmen hat Christian Tetzlaff zahlreiche CD-Preise erhalten. Im September 2017 erschien eine neue Solo-Einspielung der Sonaten und Partiten von Bach.

Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner und unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Akademie.

In der Saison 2017/18 ist Christian Tetzlaff auf vier Kontinenten zu erleben, u.a. mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra, beim NHK Symphony Orchestra Tokyo, Israel Philharmonic, London Symphony und London Philharmonic Orchestra, dem Czech Philharmonic und dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Sir Simon Rattle, Paavo Järvi, Manfred Honeck,  Robin Ticciati und Vladimir Jurowsky.  Auch mit dem Tetzlaff Quartett, im Trio mit Tanja Tetzlaff und Lars Vogt oder bei Soloabenden gastiert er in New York, London, der Elbphilharmonie Hamburg und dem Pierre Boulez Saal in Berlin.

SAISON 2017/2018

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