Les Arts Florissants
Xavier de Maistre © Marco BorggreveOn Tour 23.03.17-26.03.17

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Kurzbeschreibung

Mit der Ankunft der jungen Marie Antoinette in Paris im Jahre 1770 erfuhr das ohnehin reiche Pariser Musikleben neue Impulse – nicht nur, dass sie ihren ehemaligen Wiener Gesangslehrer Gluck in Paris einführte, was zu einer Revolution des Pariser Opernlebens führte; auch die Musik am Hof veränderte sich: Standen unter Louis XIV. und Louis XV. die großen repräsentativen Opern und Divertissements im Vordergrund, so verlagerte sich unter Marie-Antoinette und ihrem Mann Louis XVI. der Schwerpunkt hin zum Salon. Selbst passionierte Harfenistin, trieb Marie-Antoinette die Entwicklung der Harfe entscheidend voran. Der Harfenbau florierte, und viele der in Paris ansässigen Instrumentenmacher übertrafen sich nicht nur in den immer kunstvoller ausgeführten Dekorationen, sondern auch in der technischen Weiterentwicklung der Harfe.
Mit den neuen technischen Möglichkeiten einher ging die Etablierung der Harfe als Konzertinstrument und damit auch eine ganze Welle von Kompositionen für das Instrument, ausgeführt nicht nur von reisenden Harfenisten wie Johann Baptist Krumpholtz oder Franz Petrini, sondern auch von etablierten Komponisten wie Johann Ladislaus Dussek oder Wolfgang Amadeus Mozart.
Mit dem nun vorliegenden Programm „L’Instrument d‘une Reine – La Harpe à Versailles“ widmet sich Xavier de Maistre nun zum ersten Mal diesem reizvollen Kapitel europäischer Musikgeschichte.

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade G-Dur für Streicher KV 525 ''Eine kleine Nachtmusik''
Johann Baptist Krumpholtz: Konzert für Harfe und Orchester Nr. 5 B-Dur op. 7
Pause
Johann David Hermann: Konzert Nr. 1 in F-Dur für Harfe und Orchester op. 9
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 85 B-Dur Hob. I:85 ''La Reine''

Orchester

Les Arts Florissants

Als Gesangs- und Instrumentalensemble, das sich auf Barockmusik in historischer Aufführungspraxis spezialisiert hat, sind Les Arts Florissants weltberühmt. Das Ensemble wurde 1979 von dem franko-amerikanischen Cembalisten und Dirigenten William Christie...

Als Gesangs- und Instrumentalensemble, das sich auf Barockmusik in historischer Aufführungspraxis spezialisiert hat, sind Les Arts Florissants weltberühmt. Das Ensemble wurde 1979 von dem franko-amerikanischen Cembalisten und Dirigenten William Christie gegründet und nach einer Kurzoper von Marc-Antoine Charpentier benannt. Seither spielt es eine bedeutende Rolle bei der Wiederbelebung des lange vernachlässigten Barockrepertoires (wozu auch die Wiederentdeckung zahlloser Schätze gehört, die sich in den Sammlungen der Bibliothèque Nationale de France befinden). Heute wird dieses Repertoire weithin geschätzt und aufgeführt; dies gilt nicht nur für die französische Musik aus der Ära Ludwig XIV., sondern auch allgemein für europäische Werke des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Ensemble wird von William Christie geleitet, der seit 2007 den Dirigentenstab regelmäßig an den britischen Tenor Paul Agnew übergibt.

 


 

Seit das Ensemble 1987 Lullys Atys an der Opéra Comique in Paris aufführte und das Werk im Mai 2001 mit überwältigendem Erfolg wieder aufnahm, haben Les Arts Florissants auf der Opernbühne ihre größten Erfolge gefeiert. Erwähnenswert sind Inszenierungen von Rameau (Les Indes Galantes, Hippolyte et Aricie, Les Boréades, Les Paladins, Platée), Lully und Charpentier (Médée, David et Jonathas, Les Arts Florissants, Armide), Händel (Orlando, Acis and Galatea, Semele, Alcina, Serse, Hercules, L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato), Purcell (King Arthur, Dido and Aeneas, The Fairy Queen), Mozart (Die Zauberflöte, Die Entführung aus dem Serail), Monteverdi (Operntrilogie) aber auch weniger gespielte Komponisten wie Landi (Il Sant’Alessio), Cesti (Il Tito), Campra (Les Fêtes vénitiennes) und Hérold (Zampa).

 

Bei den Theaterinszenierungen arbeiten Les Arts Florissants mit einigen der bedeutendsten Regisseurinnen und Regisseure wie Jean-Marie Villégier, Robert Carsen, Adrian Noble, Andrei Serban, Luc Bondy, Deborah Warner und Jérôme Deschamps und Macha Makeïeff sowie mit renommierten Choreographinnen und Choreographen wie Béatrice Massin, Ana Yepes, Jirí Kylián, Blanca Li, Trisha Brown, Robyn Orlin, José Montalvo, Françoise Denieau und Dominique Hervieu.

 

Les Arts Florissants genießen auch auf der Konzertbühne einen hervorragenden Ruf. Davon zeugen viele erfolgreiche konzertante und halbszenische Aufführungen von Opern und Oratorien (Rameaus Zoroastre, Anacréon und Les Fêtes d’Hébé, Charpentiers Actéon und La Descente d’Orphée aux Enfers, Campras Idoménée und Mozarts Idomeneo, Montéclairs Jephté, Rossis L’Orfeo und Händels Giulio Cesare mit Cecilia Bartoli wie auch sein Messias, Theodora, Susanna, Jephtha und Belshazzar, Programme mit weltlicher und geistlicher Kammermusik (darunter kleine Motetten von Lully und Charpentier, Madrigale von Monteverdi und Gesualdo, höfische Airs von Lambert, Hymnen von Purcell) und die Annäherung an größere Werke (vor allem die großen Motetten von Rameau, Mondonville und Campra).

 

In jeder Saison bieten Les Arts Florissants in Frankreich rund 100 Konzerte und Opernaufführungen – in der Pariser Philharmonie, wo sie Artists-in-residence sind, im Théâtre de Caen, an der Opéra Comique, im Théâtre des Champs-Élysées, im Schloss von Versailles und bei zahlreichen Festivals. Sie sind französische Kulturbotschafter im Ausland und werden regelmäßig nach New York, London, Edinburgh, Brüssel, Wien, Salzburg, Madrid, Barcelona, Moskau und weitere Metropolen eingeladen.

 

Das Ensemble verfügt über eine eindrucksvolle Diskographie: fast 100 Einspielungen (CDs und DVDs) und eine eigene Kollektion in Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi, dirigiert von William Christie und Paul Agnew.

 

In den vergangenen Jahren haben Les Arts Florissants mehrere Bildungsprogramme für junge Musiker gestartet. Am prägendsten ist wohl die Akademie Le Jardin des Voix, die 2002 gegründet wurde, alle zwei Jahre stattfindet und schon eine ansehnliche Zahl junger Sänger ins Rampenlicht geholt hat. Das 2007 gestartete Arts Flo Juniors-Programm ermöglicht es Studierenden an Konservatorien, Orchester und Chor bei einer ganzen Inszenierung von den ersten Proben bis hin zur letzten Aufführung zu begleiten. Darüber hinaus gibt es eine Partnerschaft zwischen William Christie, Les Arts Florissants und der New Yorker Juilliard School of Music, die seit 2007 für einen fruchtbaren künstlerischen Austausch zwischen den USA und Frankreich sorgt.

 

Les Arts Florissants organisieren auch zahlreiche Veranstaltungen, um ein neues Publikum in der Philharmonie von Paris, in der Vendée, in ganz Frankreich und überall auf der Welt zu erreichen. Sie sind mit dem jeweiligen Saisonprogramm verbunden und richten sich gleichermaßen an Amateurmusiker und Nichtmusiker, an Erwachsene und Kinder.

 

2012 gründeten William Christie und Les Arts Florissants das Festival Dans les Jardins de William Christie, eine Zusammenarbeit mit dem Conseil départemental de la Vendée. Das Festival findet jedes Jahr statt und bringt Künstler von Les Arts Florissants, Studierende der Juilliard School und Finalisten von Le Jardin des Voix zusammen, die in den von William Christie in Thiré in der Vendée geschaffenen Gärten Konzerte und Promenadenmusik bieten. Neben dem Festival setzen sich Les Arts Florissants zusammen mit der Stiftung Les Jardins de Musique de William Christie für die Schaffung einer dauerhaften Kulturstätte in Thiré ein.

 

In der Saison 2016/17 werden Les Arts Florissants unter der Leitung von William Christie zwei Bach-Konzerte mit der h-Moll-Messe bei den BBC Proms spielen und ein Programm mit Kantaten unter anderem beim Festival von Ambronay und in der Philharmonie von Paris; das Purcell-Programm Voyage dans le temps mit dem Chor von Les Arts Florissants in der Philharmonie von Luxemburg; die Wiederauflage des Programms In an Italian Garden mit den Sängern der siebten Ausgabe von Le Jardin des Voix bei einer Asientournee nach Tokyo, Seoul, Shanghai und Macau; Music for Marie-Antoinette mit dem Harfenisten Xavier de Maistre (die CD erschien im Oktober 2016 bei Harmonia Mundi); eine Europa-Tournee mit Händels Messias (Baden-Baden, Barcelona, Budapest, London, Madrid…); Chants Joyeux, ein Programm mit geistlichen Werken von Charpentier, das das Schlaglicht auf den Chor von Les Arts Florissants wirft; das Programm In an English Garden bei der achten Ausgabe von Le Jardin des Voix. Hintereinander wird Paul Agnew das Programm Mantova dirigieren, eine Auswahl aus Monteverdis vierten, fünften und sechsten Madrigalbuch, das Programm Monteverdi and its poets, eine Sammlung von Werken von Monteverdi und seiner Lehrmeister sowie eine halbszenische Version von Monteverdis Orfeo auf einer Europatournee.

 

Die Saison wird geprägt von der Gründung des Festival de printemps in den Kirchen der südlichen Vendée, dessen Leitung von Paul Agnew übernommen wird. Die Saison endet mit der sechsten Auflage des Festivals Dans les Jardins de William Christie, das vom 19. bis 26. August 2016 in der Vendée stattfindet.

 

Die American Friends of Les Arts Florissants leisten weiterhin Unterstützung von unschätzbarem Wert und ein neuer Freundeskreis, the European Friends of Les Arts Florissants wurde 2016 gegründet.

 

Les Arts Florissants wird unterstützt vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation. Seit 2015 ist das Ensemble in Residenz in der Philharmonie de Paris. Sponsoren von Les Arts Florissants sind die Selz Foundation, die American Friends of Les Arts Florissants und die Crédit Agricole Corporate & Investment Bank.

 

SAISON 2016/2017

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Dirigent

© Dennis Rouvre

William Christie

Der Cembalist, Dirigent, Musikwissenschaftler und Pädagoge William Christie verkörpert die Inspiration für eines der bemerkenswertesten musikalischen Abenteuer der letzten dreißig Jahre. Seine Pionierarbeit hat zu einer Wiederentdeckung der Barockmusik in...

Der Cembalist, Dirigent, Musikwissenschaftler und Pädagoge William Christie verkörpert die Inspiration für eines der bemerkenswertesten musikalischen Abenteuer der letzten dreißig Jahre. Seine Pionierarbeit hat zu einer Wiederentdeckung der Barockmusik in Frankreich geführt und einem breiten Publikum insbesondere das französische Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts nahe gebracht. Geboren in Buffalo (im Bundesstaat New York) studierte William Christie in Harvard und Yale, bevor er sich 1971 in Frankreich niederließ. Wendepunkt seiner Karriere war die Gründung des Ensembles Les Arts Florissants im Jahre 1979.

 


 

An der Spitze dieses Vokal- und Instrumentalensembles entwickelte William Christie auf dem Konzertpodium wie auch auf der Opernbühne sehr schnell seinen ganz persönlichen Stil als Musiker und Theatermann und erneuerte von Grund auf die Interpretation eines bis dahin weitgehend vernachlässigten oder vergessenen Repertoires. Einen wahrhaften Triumph beim Publikum erlebte er 1987 mit der Aufführung von Lullys Atys an der Pariser Opéra Comique, einer Produktion, die in der Folgezeit auf zahlreichen internationalen Bühnen Erfolge feierte.

 

Von Charpentier zu Rameau, über Couperin, Mondonville, Campra oder Montéclair ist er der unumstrittene Meister der Tragédie lyrique wie auch der Opéra-ballet, der französischen Motette ebenso wie der höfischen Musik. Seine enge Beziehung zur französischen Musik hindert ihn jedoch nicht daran, auch die Musik anderer europäischer Länder zu erforschen: Mit seinen Interpretationen italienischer Musik (Monteverdi, Rossi, Scarlatti, Landi) erregte er vielfach Begeisterung, und er bewies bei Purcell und Händel eine ebenso glückliche Hand wie bei Mozart und Haydn.

 

Willliam Christie erarbeitete in rascher Folge zahlreiche Opernproduktionen, die dank der Zusammenarbeit mit prominenten Regisseuren wie Jean-Marie Villégier, Robert Carsen, Alfredo Arias, Jorge Lavelli, Graham Vick, Adrian Noble, Andrei Serban, Luc Bondy und Deborah Warner immer wieder zum Ereignis wurden. Seine letzten Opernproduktionen waren beides neue Inszenierungen an der Pariser Opéra Comique: Rameaus Platée im Jahr 2014 sowie Campras Les Fêtes vénitiennes im Jahr 2015.

 

Als Gastdirigent wird William Christie regelmäßig zu Opernfestivals wie dem von Glyndebourne, wo er aktuell im Sommer 2013 in einer Produktion von Hippolyte et Aricie gastierte, sowie an diverse Opernhäuser eingeladen, darunter die Metropolitan Opera New York, das Opernhaus Zürich oder die Opéra National de Lyon. Zwischen 2002 und 2007 arbeitete er regelmäßig als Gastdirigent bei den Berliner Philharmonikern.

 

Seine umfangreiche Aufnahmetätigkeit (über 100 vielfach in Frankreich und im Ausland preisgekrönte Einspielungen) für Harmonia Mundi, Warner Classics/Erato und Virgin Classics belegt eindrucksvoll seine Vielseitigkeit. Seine neuesten CD-Produktionen: Belshazzar, Le Jardin de Monsieur Rameau, welche die Gewinner des „Jardin des Voix“ 2013 vorstellt und die Musik für Königin Caroline mit geistlichen Werken Händel sowie Bien que l’amour, eine Sammlung ernster Lieder und Trinklieder, erschienen in der neuen Edition von Les Arts Florissants in Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi, die nicht mehr erhältliche Aufnahmen von Les Arts Florissants wiederveröffentlicht.

 

In seiner 40-jährigen Karriere hat William Christie sein Wissen bereits an mehrere Generationen von Sängern und Instrumentalisten weitervermittelt. So kommt es auch, dass die meisten musikalischen Leiter von französischen Barockensembles ihre Karriere einmal bei Les Arts Florissants begannen. Als Professor am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris leitete Christie von 1982 bis 1995 die Klasse für Alte Musik. Außerdem wird er häufig zu Meisterkursen oder Akademien eingeladen, so etwa nach Aix-en-Provence oder Ambronay. Seit 2007 ist er Artist in Residence an der Juilliard School in New York, wo er zweimal jährlich zusammen mit Mitgliedern von Les Arts Florissants Meisterklassen gibt.

 

Stets bemüht, seine pädagogische Arbeit zu vertiefen, rief er 2002 zusammen mit Les Arts Florissants mit seinem „Jardin des Voix“ eine alle zwei Jahre stattfindende Akademie für junge Sänger ins Leben, deren Finalisten an einer internationalen Tournee von Les Arts Florissants teilnehmen und die als Sprungbrett für ihre Karrieren fungiert. Unter den Talenten, die William Christie durch „Les Jardin des Voix“ entdeckte, sind Sonya Yoncheva, Christophe Dumaux, Emmanuelle de Negri, Marc Mauillon und Amel Brahim-Djelloul.

 

Der erklärte Gartenliebhaber William Christie ließ im August 2012 erstmals ein Festival unter dem Motto „In the gardens of William Christie“ stattfinden, das jeden August in seinen Gärten in der Vendée veranstaltet wird. Bei diesem Festival musizieren Les Arts Florissants, seine Schüler von der Julliard School und die Preisträger von „Le Jardin des Voix“ gemeinsam in Konzerten und „musikalischen Promenaden“ in den von Christie selbst gestalteten Gärten im französischen Thiré, welche als „bemerkenswerte Gärten“ in die offizielle französische Liste der historischen Monumente aufgenommen wurden.

 

William Christie erhielt 1995 die französische Staatsbürgerschaft. Er ist Kommandeur im Ordre de la Légion d’Honneur, Offizier im Ordre des Arts et des Lettres sowie Offizier im Ordre National de Mérite. Sowohl an der New York State University in Buffalo als auch an der Julliard School sowie an der Universität Leiden trägt er den Titel Doctor Honoris Causa. Im November 2008 wurde William Christie in die Académie des Beaux-Arts gewählt, wo er im Januar 2010 seine offizielle Eröffnungsrede unter der Kuppel des Institut de France hielt. Er ist außerdem Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London.

 

SAISON 2016/2017

Solist

© Marco Borggreve

Xavier de Maistre, Harfe

Xavier de Maistre gehört zu jener Elite von Solokünstlern, denen es gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren. Neben Auftragskompositionen namhafter Zeitgenossen präsentiert er meisterhafte Arrangements – Werke wie...

Xavier de Maistre gehört zu jener Elite von Solokünstlern, denen es gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren. Neben Auftragskompositionen namhafter Zeitgenossen präsentiert er meisterhafte Arrangements – Werke wie Smetanas „Moldau“, die gewöhnlich von einem ganzen Orchester gespielt werden. Dank der Qualität seiner Interpretationen und der Vielfalt seiner Konzertprojekte gilt er als einer der kreativsten und eindrucksvollsten Musiker seiner Generation.

Xavier de Maistre konzertiert weltweit in den bedeutendsten Konzerthäusern. Er tritt mit führenden Orchestern auf und arbeitet mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Daniele Gatti, Kristjan Järvi, Philippe Jordan, Riccardo Muti, Andrés Orozco-Estrada, André Previn, Sir Simon Rattle und Lionel Bringuier. Er ist gern gesehener Gast bei internationalen Musikfestivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Salzburger Festspiele, Budapest Spring Festival und Mostly Mozart in New York. Solorezitale, Duoabende und Kammermusik mit Musikerkollegen wie Diana Damrau, Baiba Skride und Daniel Müller-Schott komplettieren sein künstlerisches Schaffen.


 

Die Spielzeit 2016/2017 beginnt für de Maistre mit der Uraufführung des für ihn geschriebenen Harfenkonzerts von Kaija Saariaho in der Suntory Hall in Tokyo. Ein weiterer Höhepunkt ist die dem Harfenmythos Marie Antoinette gewidmete Tournee durch Europas Musikmetropolen mit Les Arts Florissants unter William Christie. Engagements führen ihn zum Tonhalle-Orchester Zürich, London Philharmonic Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Finnish Radio Symphony und Mozarteumorchester Salzburg. Er folgt Einladungen nach Asien, Süd- und Nordamerika, wo er mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Hongkong Philharmonic, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo und Montreal Symphony Orchestra auftritt. Mit Solorezitalen ist er u.a. im KKL Luzern und im Festspielhaus Baden-Baden zu hören.

De Maistre ist Exklusivkünstler bei Sony Music. Er hat Werke von Debussy, die Klavierkonzerte von Haydn sowie spanisches Repertoire aufgenommen. 2012 erschien „Notte Veneziana“, eine Einspielung von Barockkonzerten mit l’arte del mondo. 2013 veröffentlichte er eine Mozart-CD mit dem Mozarteumorchester Salzburg sowie eine DVD mit Diana Damrau (EMI). Im Frühjahr 2015 kam die CD „Moldau – The Romantic Album“ mit slawischem Repertoire für Harfe solo auf den Markt. Eine Veröffentlichung zum Marie-Antoinette-Projekt mit Les Arts Florissants und William Christie ist für Oktober 2016 geplant (harmonia mundi).

In Toulon (Frankreich) geboren, begann er im Alter von neun Jahren Harfe zu spielen. Zunächst am Konservatorium in Toulon ausgebildet, vervollständigte er später seine Studien bei Jacqueline Borot und Catherine Michel in Paris. 1998 gewann Xavier de Maistre den „US International Harp Competition“ in Bloomington. Mit nur 24 Jahren und als erster französischer Musiker wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker. 2010 verließ er das Orchester wieder, um sich ausschließlich seiner Solokarriere zu widmen.

Seit 2001 ist Xavier de Maistre Professor an der Musikhochschule Hamburg. Er gibt regelmäßig Meisterkurse an der Juilliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London. Der Künstler spielt eine Harfe von Lyon & Healy.

SAISON 2016/2017

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