Ensemble Correspondances
Ensemble Correspondances © Josep MolinaOn Tour 08.04.19-21.04.19

  • Sébastien Daucé,
  • Sophie Karthäuser

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Kurzbeschreibung

Der französische Komponist, Violinist und Organist Michel-Richard de Lalande (1657-1726) war vor allem für seine Grands Motets bekannt. In der Gunst von König Ludwig XIV. stehend entzückte er dessen ganzen Hofstaat und ließ seine Grands Motets im Concert Spirituel erklingen. Dennoch verschmähte er auch die kleineren Formen nicht. Das zeigen die drei Leçons de Ténèbres für Solostimme und Basso continuo zur Aufführung in den Gottesdiensten der Karwoche, die ebenfalls zu seinem Ruhm beitrugen.

Orchester

© Josep Molina

Ensemble Correspondances

Das 2009 in Lyon gegründete Ensemble Correspondances ist eine Gruppe leidenschaftlicher Gesangs- und Instrumentalkünstler um den Cembalisten und Organisten Sébastien Daucé, die sich auf die Musik des französischen Grand Siècle spezialisiert haben. Innerhalb...

Das 2009 in Lyon gegründete Ensemble Correspondances ist eine Gruppe leidenschaftlicher Gesangs- und Instrumentalkünstler um den Cembalisten und Organisten Sébastien Daucé, die sich auf die Musik des französischen Grand Siècle spezialisiert haben. Innerhalb weniger Jahre hat sich Correspondances zu einer festen Größe im französischen Repertoire des 17. Jahrhunderts entwickelt. Unter dem aus Baudelaires „Correspondances“ entliehenen Namen entdeckt das Ensemble nicht nur bekannte Komponisten wie Marc-Antoine Charpentier neu, sondern weckt auch das Interesse an heute vergessenen, zu ihrer Zeit jedoch gefragten Musikern wie Antoine Boësset oder Etienne Moulinié, deren Werke uns heute sehr modern erscheinen und uns unmittelbar ansprechen.

 


 

Die engagierte Zusammenarbeit fördert seltene und zu Unrecht vernachlässigte musikalische Schätze zutage, die auf neun Einspielungen zu hören sind, die Auszeichnungen wie Choc Classica, ffff Télérama, Diapason d’Or, Echo für die beste Welt-Ersteinspielung 2016, Editor’s Choice von Gramophone und Operneinspielung des Jahres 2016 des Limelight Magazine erhielten.

All diese Veröffentlichungen zeugen von den Wurzeln und dem Forscherdrang des Ensembles: Marc-Antoine Charpentier auf „O Maria!“ (2010), die „Litanies de la Vierge“ (2013) oder die neueste CD „Pastorale de Noël et O de l’Avent“ (Oktober 2016), Antoine Boësset auf „L’Archange et le Lys“ (2011), Etienne Moulinié auf „Meslanges pour la Chapelle d’un Prince“ (2015), Henry du Mont auf „O Mysterium“ (2016) oder Michel-Richard de Lalande und seine „Leçons de Ténèbres“ mit Sophie Karthäuser (2015).

Die außergewöhnliche CD „Le Concert Royal de la Nuit“ von 2015 ist das Ergebnis einer dreijährigen Forschungsarbeit, die eine Wiederentdeckung jenes bedeutenden musikalischen Augenblicks des 17. Jahrhunderts ermöglicht, in dem Ludwig XIV. zum Sonnenkönig wurde.

 

Hauptsponsoren von Correspondances sind die Caisse des Dépôts und Mécénat Musical Société Générale. Das Ensemble wird außerdem vom Kultusministerium (DRAC Rhône-Alpes), der Region Rhône-Alpes und der Stadt Lyon gefördert. Das Ensemble residiert in Ambronay (Mitglied des REMA-Netzwerks für Alte Musik), dem Théâtre de Caen, dem MC2 Grenoble und der Chapelle de la Trinité in Lyon mit Unterstützung der Stadt.

 

SAISON 2017/2018

Zum Orchester

Dirigent

© Josep Molina

Sébastien Daucé

Der Organist und Cembalist Sébastien Daucé setzt sich dafür ein, das wenig bekannte, aber reichhaltige geistliche und weltliche Repertoire des 17. Jahrhunderts zu fördern. Er lernte die künftigen Ensemblemitglieder während seiner Ausbildung an der Abteilung...

Der Organist und Cembalist Sébastien Daucé setzt sich dafür ein, das wenig bekannte, aber reichhaltige geistliche und weltliche Repertoire des 17. Jahrhunderts zu fördern. Er lernte die künftigen Ensemblemitglieder während seiner Ausbildung an der Abteilung für Alte Musik des Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon kennen, wo er bei Musikern wie Françoise Lengellé und Yves Rechsteiner Cembalo und Basso Continuo studierte. Nachdem er Erfahrungen als Continuo-Spieler und Chorleiter beim Ensemble Pygmalion, dem Festival d’Aix-en-Provence und dem Radio France Philharmonic Orchestra und Chor gesammelt hatte, gründete er 2009 Correspondances, wo er Sänger und Musiker um sich versammelte, die sich auf die Musik des Grand Siècle spezialisiert haben.

 


 

Er dirigiert das Ensemble von Cembalo oder Orgel aus und ist mit ihm überall in Frankreich sowie international im Rundfunk, bei renommierten Festivals (Saintes, Utrecht, Ambronay, Mailand, Brügge) und an außergewöhnlichen Orten (Versailles,  Louvre, Wigmore Hall) aufgetreten. Sébastien Daucé und das Ensemble Correspondances haben eine Residency am Théâtre de Caen, wo sie ihre ersten lyrischen Projekte entwickeln.

 

Das Ensemble unternahm Tourneen nach Japan, Kolumbien, China und die Vereinigten Staaten und tritt häufig in europäischen Ländern wie Deutschland, Benelux und Italien auf. Dank seiner umfassenden Kenntnis dieses neuen und selten gespielten Repertoires konnte Sébastien acht Einspielungen veröffentlichen, sechs davon für Harmonia Mundi, die mit Preisen wie Diapason d’or, ffff Télérama, Editor’s Choice für Gramophone (UK), Choc Classica und IRR Outstanding (UK) ausgezeichnet wurden. Das Ensemble genießt auch international einen guten Ruf und wurde 2016 mit dem Echo für die beste Welt-Ersteinspielung und für den besten Nachwuchsdirigenten ausgezeichnet. Das australische Magazin Limelight wählte „Le Concert Royal de la Nuit“ zur besten Operneinspielung des Jahres 2016.

 

Neben seiner musikalischen Karriere arbeitet Sébastien Daucé mit den besten Fachleuten für das 17. Jahrhundert zusammen, veröffentlicht regelmäßig Artikel und ist an bedeutenden Projekten zur Aufführungspraxis beteiligt. Er beschäftigt sich leidenschaftlich mit musikalischen Stilfragen und editiert Werke für das Repertoire des Ensemble Correspondances. Manchmal rekonstruiert er dabei sogar ganze Kompositionen wie das Ballet Royal de la Nuit. Er unterrichtet an der Pôle Supérieur of Paris-Boulogne-Billancourt und ist künstlerischer Leiter des London Festival of Baroque Music 2018.

 

Seit 2013 ist Sébastien Daucé Associate Artist der Fondation Royaumont.

 

SAISON 2017/2018

Solistin

@ Molina Visuals/Harmonia Mundi

Sophie Karthäuser, Sopran

Die belgische Sopranistin Sophie Karthäuser, bekannt als eine der besten Mozart-Interpretinnen ihrer Generation, sang ihre erste Pamina mit René Jacobs an La Monnaie in Brüssel und ihre erste Susanna mit William Christie an der Opéra de...

Die belgische Sopranistin Sophie Karthäuser, bekannt als eine der besten Mozart-Interpretinnen ihrer Generation, sang ihre erste Pamina mit René Jacobs an La Monnaie in Brüssel und ihre erste Susanna mit William Christie an der Opéra de Lyon. In den darauf folgenden Jahren war sie in unzähligen weiteren Mozart-Parien zu hören, unter anderem als Tamiri am Théâtre des Champs-Elysées, als Serpetta im Konzerthaus Berlin, als Despina und Zerlina an La Monnaie und als Ilia in Aix-en-Provence sowie im Théâtre des Champs-Elysées mit Jérémie Rhorer. Zuletzt wurde sie in dieser Partie unter der Leitung von René Jacobs am Theater an der Wien von Publikum und Presse gefeiert.

Jüngste Höhepunkte beinhalten LA CALISTO am Théâtre des Champs-Elysées mit Christophe Rousset sowie auch an La Monnaie mit René Jacobs, ein Rameau Projekt in Aix-en-Provence mit William Christie und der Choreographin Trisha Brown, Agathe in DER FREISCHÜTZ mit Sir John Eliot Gardiner an der Pariser Opéra Comique und Sandrina in Mozarts LA FINTA GIARDINIERA mit René Jacobs. Höhepunkte der Saison 2012/2013 waren Charpentiers MÉDÉE mit Emmanuelle Haïm, am Théâtre des Champs-Elysées sowie Polissena in Händels RADAMISTO mit René Jacobs am Theater an der Wien. Im Januar und Februar 2015 war sie in der Partie der Asteria in Händels TAMERLANO an der Monnaie in Brüssel sowie in Amsterdam zu hören. Im März 2016 kehrte sie als Héro in BÉATRICE ET BÉNÉDICTE von Berlioz an die Monnaie zurück. Mit dieser Partie debütierte sie auch beim Glyndebourne Festival 2016.


 

Als Liedsängerin ist Sophie Karthäuser den bedeutendsten Musikzentren bestens bekannt und gastiert regelmäßig an Opernhäusern in Antwerpen, Bordeaux, Brüssel, Frankfurt, Lille, Nantes, Paris, Straßburg sowie im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Philharmonie Berlin, in der Philharmonie Köln, in der Wigmore Hall und in der Carnegie Hall New York mit Pianisten wie Graham Johnson, Eugene Asti, David Lively und Cédric Tiberghien. In der Saison 2014/2015 war sie mit Liederabenden in Oxford, Strasbourg, Antwerpen und Maastricht zu hören.

Sophie Karthäuser hat mit zahlreichen Ensembles und Orchestern wie The Academy of Ancient Music, Collegium Vocale Gent, Les Arts Florissants, La Petite Bande, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester und Gewandhaus Orchester Leipzig unter so namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Louis Langrée, Marc Minkowski, Kent Nagano, Kazushi Ono, Jérémie Rohrer, Christophe Rousset und Christian Zacharias konzertiert.

Die vergangene Saison brachte eine Tournee mit Haydns SCHÖPFUNG unter der Leitung von René Jacobs, konzertante Aufführungen von Contis DON CHISCIOTTE in Wien, Paris und Köln, ebenfalls unter René Jacobs, Händels SUSANNA unter Martin Haselböck, Beethovens IX. SYMPHONIE unter Pablo Heras-Casado, konzertante Aufführungen von Mozarts IDOMENEO in Wien und New York, Bach-Kantaten mit dem DSO in Berlin, eine Tournee mit de Lalandes LECONS DE TÉNÈBRES mit dem Ensemble Correspondances sowie Mozart-Arien mit dem Gürzenich Orchester in Köln.

Höhepunkte der Saison 2016/2017 sind neben Liederabenden in Schwarzenberg, Oxford, Brüssel, Innsbruck und der Londoner Wigmore Hall Konzerte mit Beethovens EGMONT in Grafenegg mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter Christian Jost, Händels MESSIAH unter Matthew Halls, Bachs WEIHNACHTSORATORIUM in Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonieorchester unter Thomas Hengelbrock sowie Mozarts REQUIEM und Haydns HARMONIEMESSE mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs  in Stuttgart, Freiburg, Paris, Essen, Berlin und Zürich. Mit Telemann-Kantaten wird die Künstlerin im Wiener Konzerthaus und an der Dresdner Semperoper unter der Stabführung von Reinhard Goebel sowie in der Kölner Philharmonie mit dem Concerto Köln zu hören sein. Des Weiteren wird eine Tournee mit Konzertarien von Mozart und Beethoven die Künstlerin gemeinsam mit dem Helsinki Barock Orchestra unter der Leitung von René Jacobs nach Helsinki, San Sebastian, Vitoria, Baden-Baden, Gent, Ingolstadt und Bilbao führen.

Ihre Diskographie enthält Grétry Arien (Ricercar/diapason), Haydns IL RITORNO DI TOBIA mit Andreas Spering (Naxos/Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik), Mozarts gesamtes Liedschaffen (Cypres), Mozart Arien mit Kazushi Ono (Cypres), Händels FARAMONDO mit Diego Fasolis (Emi/Grand Prix de l’Académie Charles Cros), Pergolesis SEPTEM VERBA A CHRISTO mit René Jacobs (Harmonia Mundi), Händels SUSANNA mit Les Arts Florissants (Virgin), Mozarts LA FINTA GIARDINIERA mit René Jacobs (Harmonia Mundi), das Album „Green“ mit Französischen Liedern nach Texten von Verlaine am Klavier begleitet von Cédric Tiberghien (Cypres). Im April 2014 erschien ein neues Solo-Album mit Liedern von Francis Poulenc, die sie mit dem Pianisten Eugene Asti für Harmonia Mundi eingespielt hat. Im März 2015 wurden die von der Presse hochgelobten die „Leçons de Ténèbres“ von Michel Richard de Lalande veröffentlicht, die sie gemeinsam mit dem Ensemble Correspondances unter der Leitung von Sébastien Daucé für harmonia mundi aufgenommen hat. Ihre jüngste CD "Kennst du das Land" mit Liedern von Hugo Wolf nach Gedichten von Goethe, Mörike und Eichendorff, am Klavier begleitet von Eugene Asti, erschien im April 2016 ebenfalls bei harmonia mundi.

Sophie Karthäuser wurde in Belgien geboren und studierte an der Guildhall School of Music and Drama bei Noelle Barker.

SAISON 2016/2017

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