Boston Symphony Orchestra
Andris Nelsons / Boston Symphony Orchestra © Marco BorggreveOn Tour 02.09.18-17.09.18

  • Andris Nelsons,
  • Baiba Skride,
  • Susan Graham

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Kurzbeschreibung

Unmittelbar nach dem großen Leonard Bernstein-Jubiläumskonzert in Tanglewood kommt das Boston Symphony Orchestra wieder für eine ausführliche Festival-Tour nach Europa. Auch hier soll Lenny gefeiert werden!

Programm

Programm 1

Leonard Bernstein: Serenade (1954) nach Plato's Symposium für Solovioline, Streicher, Harfe und Percussion
Pause
Dmitrij Schostakowitsch: Symphonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Programm 2

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 3 d-Moll in sechs Sätzen für großes Orchester, Altsolo, Knabenchor und Frauenchor (1895-96)

Orchester

Boston Symphony Orchestra

Das Boston Symphony Orchestra, das gerade seine 137. Saison erlebt, gab 1881 sein Gründungskonzert und verwirklichte damit den Traum seines Gründers, des  Bürgerkriegsveteranen, Geschäftsmannes und Philanthropen Henry Lee Higginson, der sich für seine...

Das Boston Symphony Orchestra, das gerade seine 137. Saison erlebt, gab 1881 sein Gründungskonzert und verwirklichte damit den Traum seines Gründers, des  Bürgerkriegsveteranen, Geschäftsmannes und Philanthropen Henry Lee Higginson, der sich für seine Heimatstadt Boston schon lange ein eigenes, bedeutsames Orchester gewünscht hatte. Das BSO erreicht heute Millionen von Zuhörern, nicht allein durch seine Konzertauftritte in Boston und in Tanglewood, sondern auch über das Internet, Radio, Fernsehen, Bildungsprogramme, Einspielungen und Tourneen. Es vergibt Auftragsarbeiten an die wichtigsten zeitgenössischen Komponisten, und die Sommersaison in Tanglewood in den Hügeln von Berkshire in Massachusetts zählt zu den bedeutendsten internationalen Musikfestivals. Durch die BSO Youth Concerts schafft sich das Orchester auch ein zukünftiges Publikum und erreicht mit seinen Bildungsprogrammen ganz Boston und Umgebung. Während der Tanglewood-Saison betreibt es außerdem das Tanglewood Music Center, eine der besten Ausbildungsstätten für professionelle Nachwuchsmusiker. Die Boston Symphony Chamber Players, bestehend aus leitenden Musikern des BSO, sind in der ganzen Welt bekannt, und das Boston Pops Orchestra setzt internationale Maßstäbe im Bereich der leichteren Muse.

 


 

Die seit 1996 bestehende Website des BSO, www.bso.org, ist eine der größten und am häufigsten besuchten Orchester-Homepages in den Vereinigten Staaten und wird im Jahr von rund 7 Millionen Besuchern angeklickt, die nicht nur die Website, sondern auch das Smart-Phone-kompatible Format aufrufen. Das BSO ist auch auf Facebook und Twitter zu finden, und Videoinhalte des BSO sind bei YouTube verfügbar. Die Erweiterung seines Bildungsprogrammes trägt außerdem dazu bei, das Engagement und die Präsenz des BSO in Massachussetts zu stärken. Durch seine Education- and Community-Engagement-Programme gibt das BSO einem breit gefächerten Publikum die Gelegenheit, eine Beziehung zum BSO und der Orchestermusik im Allgemeinen aufzubauen und zu vertiefen. Des Weiteren bietet das BSO eine Reihe kostenloser Bildungsveranstaltungen in der Symphony Hall und in Tanglewood an, wie auch Initiativen, die sich speziell an ein Kinder-und Jugendpublikum richten.

 

Das Boston Symphony Orchestra gab sein Eröffnungskonzert am 22. Oktober 1881 unter der Leitung von Georg Henschel, der bis 1884 Dirigent blieb. Fast zwanzig Jahre lang fanden die Konzerte des BSO in der alten Boston Music Hall statt, bevor am 15. Oktober 1900 die Symphony Hall, einer der ehrwürdigsten Konzertsäle der Welt, eröffnet wurde. Auf Georg Henschel folgten die in Deutschland geborenen und ausgebildeten Dirigenten Wilhelm Gericke, Arthur Nikisch, Emil Paur und Max Fiedler, eine Entwicklung, die ihren Höhepunkt in der Ernennung des legendären Karl Muck fand, der das Orchester von 1906 bis 1908 und von 1912 bis 1918 leitete. 1915 unternahm das BSO seine erste Transkontinentalreise, als es bei der Panama-Pacific International Exposition in San Francisco dreizehn Konzerte gab. Auf Henri Rabaud, Dirigent seit 1918, folgte ein Jahr später Pierre Monteux. Diese Personalentscheidungen markieren den Beginn einer französischen Tradition, die auch  während der Amtszeit des in Russland geborenen Serge Koussevitzky (1924-1949) durch das Engagement vieler in Frankreich ausgebildeter Musiker fortgesetzt wurde.

 

1936 dirigierte Serge Koussevitzky das Orchester bei den ersten Konzerten in den Berkshires; ein Jahr später bezog er mit seinen Musikern die Sommerresidenz in Tanglewood. Serge Koussevitzky war ein leidenschaftlicher Verfechter von Major Higginsons Traum einer „guten ehrlichen Schule für Musiker“, der 1940 mit der Gründung des Berkshire Music Center (dem heutigen Tanglewood Music Center) Wirklichkeit wurde. Auf Serge Koussevitzky folgte 1949 Charles Munch, der weiterhin zeitgenössische Komponisten unterstützte, viele französische Werke ins Repertoire aufnahm und das BSO bei seinen ersten internationalen Tourneen begleitete. 1956 trat das BSO unter der Leitung von Charles Munch als erstes amerikanisches Orchester in der Sowjetunion auf. Erich Leinsdorf wurde 1962 Music Director, auf ihn folgte 1969 William Steinberg. 1973 wurde Seiji Ozawa 13. Music Director und beendete seine historische 29-jährige Amtszeit 2002, als er Ehrenmusikdirektor wurde. Nach der Normalisierung der Beziehungen zu China unternahm das BSO 1979 unter Seiji Ozawa als erstes amerikanisches Orchester eine Tournee auf das chinesische Festland. Bernard Haitink, Erster Gastdirigent seit 1995 und Conductor Emeritus seit 2004, hat das BSO in Boston, New York, Tanglewood, auf Europatourneen und im Aufnahmestudio dirigiert. Frühere Erste Gastdirigenten waren unter anderem Michael Tilson Thomas von 1972 bis 1974 und der verstorbene Sir Colin Davis von 1972 bis 1984.

 

Der erste gebürtige Amerikaner in der Position des Music Directors war James Levine von 2004 bis 2011. James Levine dirigierte das Ensemble in breit gefächerten Programmen, die auch Auftragsarbeiten amerikanischer Komponisten zum 125-jährigen Jubiläum des Orchesters umfassten, brachte eine Anzahl von Live-Aufnahmen beim orchestereigenen Label BSO Classics heraus, unterrichtete im Tanglewood Music Center und unternahm mit dem BSO 2007 eine überaus erfolgreiche Tournee zu europäischen Festivals. Im Mai 2013 begann ein neues Kapitel in der Geschichte des Boston Symphony Orchestra, als der international gefeierte junge lettische Dirigent Andris Nelsons als nächster Music Director vorgestellt wurde. Er übernahm dieses Amt mit der Saison 2014/2015, nachdem er ein Jahr lang Music Director Designate war. In der Saison 2016/2017 wurde der britische Komponist, Dirigent und Pianist Thomas Adés der allererste künstlerische Partner des BSO, eine Position, die er bis zum Sommer 2019 innehalten wird.

 

Bis heute verwirklicht und erweitert das Boston Symphony Orchestra die Visionen seines Gründers Henry Lee Higginson, und zwar nicht nur durch Konzerte, Bildungsprogramme und Internetpräsenz, sondern auch durch den zunehmenden Einsatz virtueller und elektronischer Medien, in dem sich die Offenheit des BSO gegenüber der modernen, stets im Wandel begriffenen Welt des 21. Jahrhunderts spiegelt.

 

 

SAISON 2017/2018

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Dirigent

© Marco Borggreve

Andris Nelsons

In der Saison 2017/2018, seiner vierten als Ray and Maria Stata Music Director des Boston Symphony Orchestra, dirigiert Andris Nelsons das BSO in zwölf breit gefächerten Programmen, von denen drei im März auch in der New Yorker Carnegie Hall aufgeführt werden....

In der Saison 2017/2018, seiner vierten als Ray and Maria Stata Music Director des Boston Symphony Orchestra, dirigiert Andris Nelsons das BSO in zwölf breit gefächerten Programmen, von denen drei im März auch in der New Yorker Carnegie Hall aufgeführt werden. Ebenfalls in dieser Saison, im November, unternimmt er mit dem Orchester zum ersten Mal eine Japan-Tournee mit Konzerten in Nagoya, Osaka, Kawasaki und Tokyo. Außerdem wird er im Februar 2018 Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig und schmiedet eine einzigartige multidimensionale Verbindung zwischen den Orchestern. Im selben Monat wird das BSO unter seiner Leitung die erste „Leipzig Week in Boston“ feiern. Im Sommer 2015, nach seiner ersten Saison als Musikdirektor, wurde der Vertrag von Andris Nelsons beim Boston Symphony Orchestra bis zur Saison 2021/2022 verlängert. Nach der Tanglewood-Saison im Sommer 2015 unternahmen Andris Nelsons und das BSO eine zwölf Konzerte umfassende Tournee in acht europäische Städte und spielten auf den Festivals in Luzern, Grafenegg und bei den Salzburger Festspielen. Im Mai 2016 folgte eine acht Städte umfassende Tournee durch Deutschland, Österreich und Luxemburg.

 


 

Als fünfzehnter Music Director des Boston Symphony Orchestra gab Andris Nelsons sein Debüt mit dem BSO im März 2011 in der Carnegie Hall. Sein Debüt in Tanglewood erfolgte im Juli 2012 und sein erstes Abonnement-Konzert mit dem BSO im Januar 2013. Seine erste CD mit dem BSO – Live-Einspielungen von Wagners Tannhäuser-Ouvertüre und der 2. Symphonie von Sibelius – erschien im November 2014 bei BSO Classics. Im April 2017 erschien bei BSO Classics eine Live-Einspielung der vier Brahms-Sinfonien dirigiert von Andris Nelsons in der Symphony Hall aus dem November 2016. Im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon seit der Saison 2014/2015 macht er zusammen mit dem BSO Live-Einspielungen der kompletten Symphonien von Schostakowitsch, von dessen Oper Lady Macbeth von Mzsensk sowie anderer Werke dieses Komponisten. Die erste Schostakowitsch-CD – die 10. Symphonie und die Passacaglia aus Lady Macbeth von Mzsensk – gewann 2016 einen Grammy als beste Orchesterdarbietung sowie den Orchestral Award des Gramophone Magazins. Die zweite CD – die Symphonien Nr. 5, 8 und 9 sowie Auszüge aus Schostakotwitsch’s Bühnenmusik zu Hamlet – gewann 2017 den Grammy als beste Orchesterdarbietung..Ebenfalls für die Deutsche Grammophon nimmt Andris Nelsons die Bruckner-Symphonien mit dem Gewandhausorchester Leipzig auf sowie die Beethoven-Symphonien mit den Wiener Philharmonikern.

 

In der Saison 2017/18 ist Andris Nelsons Artist in Residence am Konzerthaus Dortmund und setzt seine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern mit einer China-Tournee fort. Er arbeitet außerdem regelmäßig mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonia Orchestra zusammen. Er ist regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen sowie im Royal Opera House Covent Garden zu Gast, wo er in dieser Saison eine Neuproduktion des Lohengrin unter der Regie von David Alden dirigiert.

 

Andris Nelsons wurde 1978 im lettischen Riga in eine Musikerfamilie geboren und begann seine Karriere als Trompeter beim Latvian National Opera Orchestra, bevor er Dirigieren studierte. Von 2008 bis 2015 war Andris Nelsons Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra. Von 2006 bis 2009 war er Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2003 bis 2007 Music Director der Latvian National Opera. Andris Nelsons steht im Mittelpunkt einer 2013 bei Orfeo auf DVD erschienenen Dokumentation mit dem Titel „Andris Nelsons: Genius on Fire“. 

SAISON 2017/2018

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Solistin

© Marco Borggreve

Baiba Skride, Violine

Die in Lettland geborene Geigerin Baiba Skride zählt zu den profiliertesten Geigerinnen unserer Zeit und wird weltweit für inspirierende Interpretationen und ihren unverwechselbaren Geigenton geschätzt. Sie spielt mit Orchestern von Weltrang wie den Berliner...

Die in Lettland geborene Geigerin Baiba Skride zählt zu den profiliertesten Geigerinnen unserer Zeit und wird weltweit für inspirierende Interpretationen und ihren unverwechselbaren Geigenton geschätzt. Sie spielt mit Orchestern von Weltrang wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, Boston Symphony Orchestra, New York Philharmonic und dem London Philharmonic Orchestra. Zu den Dirigenten, mit denen Baiba Skride zusammenarbeitet, zählen Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Kirill Petrenko, Gustavo Gimeno, Christoph Eschenbach, Dima Slobdoeniouk sowie Andres Orozco-Estrada, Jakub Hrůša, und Mikko Franck.

Höhepunkte der Saison 2017/18 sind Konzerte mit den Berliner Philharmonikern unter Dima Slobodeniouk, dem Gewandhausorchester Leipzig und Andris Nelsons, ihr Debüt beim Mariinsky Orchestra unter der Leitung von Gustavo Gimeno sowie Konzerte mit dem Orchester des Schleswig-Holstein Musikfestivals unter Michael Sanderling.


 

Auch in den USA konnte sich Baiba Skride als eine der führenden Violinistinnen etablieren. Nach Konzerten mit dem Chicago und Boston Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra in der vergangenen Saison, folgt sie in aktueller Spielzeit einer Wiedereinladung von New York Philharmonic.

Mit Konzerten beim NHK Symphony Orchestra Tokyo sowie dem Hong Kong und Malaysian Philharmonic Orchestra konzertiert sie in Asien.

Baiba Skride ist auch als Kammermusikerin in den wichtigsten Spielstätten weltweit zu Gast. Zu ihren Partnern zählen Alban Gerhardt, Brett Dean, Daniel Müller-Schott, Sol Gabetta, Bertrand Chamayou, Xavier de Maistre und ihre Schwester Lauma Skride.

Mit der Cellistin Harriet Krijgh, der Bratschistin Lise Berthaud und Lauma Skride war sie in dieser Konstellation erstmals unter anderem bei der Schubertiade Schwarzenberg und beim Malmö Chamber Music Festival zu Gast. Weitere Konzerte führen das Quartett zum Utrecht Chamber Festival, zum Concertgebouw Amsterdam und erneut zur Schubertiade.

Zunehmend spielt auch zeitgenössische Musik eine zentrale Rolle in Baiba Skrides Repertoire. So spielte sie im Februar 2017 die Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Tripelkonzert für Geige, Cello und Bajan mit dem Boston Symphony Orchestra. Es folgen lokale Erstaufführungen mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, der NDR Radiophilharmonie Hannover sowie dem Orchestre Philharmonique de Radio France.

Für Orfeo spielte Baiba Skride zahlreiche Aufnahmen ein, darunter jüngst die Violinkonzerte von Nielsen und Sibelius.

Baiba Skride wuchs in einer Musikerfamilie in Riga auf, wo sie auch ihr Musikstudium begann. 1995 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater Rostock zu Professor Petru Munteanu. Im Jahr 2001 gewann sie den 1. Preis des Queen Elisabeth Wettbewerbs in Brüssel.

Sie spielt die Stradivari “Yfrah Neaman”, eine großzügige Leihgabe der Familie Neaman auf Vermittlung der Beares International Violin Society. 

SAISON 2017/2018

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Solistin

© Dario Acosta

Susan Graham, Mezzosopran

Die Mezzosopranistin Susan Graham – von der New York Times als „künstlerischer Schatz“  gelobt -, stieg innerhalb weniger Jahre in den ersten Rang der internationalen Musikszene auf und eignete sich dabei ein erstaunlich vielfältiges Repertoire an. Ihre...

Die Mezzosopranistin Susan Graham – von der New York Times als „künstlerischer Schatz“  gelobt -, stieg innerhalb weniger Jahre in den ersten Rang der internationalen Musikszene auf und eignete sich dabei ein erstaunlich vielfältiges Repertoire an. Ihre Opernrollen umfassen vier Jahrhunderte und reichen von Monteverdis Poppea bis hin zu Sister Helen Prejean in Jake Heggies Dead Man Walking, die eigens für sie geschrieben wurde. Sie ist ein vertrautes Gesicht an der Metropolitan Opera, aber auch international sehr präsent und tritt an Häusern wie dem Pariser Théâtre du Châtelet, dem Sydney Opera House, der Santa Fe Opera und der Hollywood Bowl auf. Sie gewann einen Grammy für ihre Sammlung von Ives-Songs und verfügt über ein so breites Recital-Repertoire, dass sich auf ihrem jüngsten Album für Onyx, Virgins, Vixens & Viragos, sage und schreibe 14 Komponisten von Purcell bis Sondheim finden. Susan Graham, eigentlich eine sehr amerikanische Künstlerin, hat sich im Lauf ihrer Karriere auch zu einer führenden Interpretin französischer Vokalmusik entwickelt. Obwohl in Texas geboren, wurde ihr dank ihrer Beliebtheit als Sängerin und ihres Einsatzes für die französische Musik von der französischen Regierung der renommierte Titel Ritter der Ehrenlegion verliehen.

 


 

Zu Beginn der Saison 2017/2018 sang Susan Graham Berlioz’ La damnation de Faust mit dem Boston Symphony unter Charles Dutoit. Nach einer Wiederholung ihrer Titelrolle in Susan Stromans Inszenierung von Lehárs Die lustige Witwe an der Met singt sie mit Nathan Gunn Bernsteins Trouble in Tahiti an der Lyric Opera of Chicago, einer Inszenierung anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten. Zum Ende der Opernsaison gibt sie mit James Morris erstmals die Titelrolle Marc Blitzsteins 1948 komponierter Oper Regina am Opera Theatre of Saint Louis. Zurück beim Boston Symphony tritt sie mit Andris Nelsons in der 3. Symphonie von Mahler auf, die auch einen Schwerpunkt bei der sommerlichen Zusammenarbeit mit dem Orchester in Tanglewood und Europa bildet. Neben dem neuerlichen Auftritt mit Charles Dutoit in Ravels Shéhérazade mit dem San Francisco Symphony beehrt sie auch ein Galakonzert zum 70-jährigen Jubiläum der Tulsa Opera und gibt Solo-Recitale an der Emory University in Atlanta und der Washington University in St. Louis.

 

In der vergangenen Saison trat Susan Graham mit Renée Fleming bei der Eröffnungsgala des San Francisco Symphony auf und sang mit Anna Netrebko, Plácido Domingo und zahlreichen anderen Berühmtheiten, als die Metropolitan Opera ihre 50 Jahre im Lincoln Center feierte. Nachdem sie bereits die Rolle der Sister Helen Prejean in der Uraufführung von Dead Man Walking gestaltet hatte, triumphierte sie in einer Wiederaufnahme an der Washington National Opera in ihrem Rollendebüt als Mutter des Gefangenen. Sie trat als Prinz Orlofsky in einer neuen Inszenierung von Johann Strauss’ Die Fledermaus auf und sang ihre unverkennbare Dido in Berlioz’ Les Troyens an der Lyric Opera Chicago. Konzerthöhepunkte waren eine Auswahl aus Mahlers Des Knaben Wunderhorn in der Carnegie Hall und aus Canteloubes Chants d’Auvergne mit dem Philadelphia Orchestra sowie Der Rosenkavalier in Starbesetzung mit dem Boston Symphony. Susan Graham gab US-Recitale mit „Frauenliebe und -leben Variations”, einem durch Schumanns Liederzyklus inspirierten Programm, und erweiterte ihre Diskographie um William Kentridges bei Nonesuch Records auf DVD/Blu-ray erschienene Neufassung von Bergs Lulu, in der man sie in ihrem gefeierten Rollendebüt als Gräfin Geschwitz an der Met erleben kann.

 

Susan Grahams früheste Opernerfolge erlebte sie in Hosenrollen wie Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro. Dank ihrer technischen Expertise meisterte sie bald virtuosere Mozart-Rollen wie Sesto in La clemenza di Tito, Idamante in Idomeneo und Cecilio in Lucio Silla sowie die Titelpartien in Händels Ariodante und Xerxes. Sie triumphierte in zwei Kultrollen für Mezzosopran von Richard Strauss, nämlich Octavian in Der Rosenkavalier und der Komponist in Ariadne auf Naxos. Mit ihnen gelangte sie auf die großen internationalen Opernbühnen wie Met, Lyric Opera of Chicago, San Francisco Opera, Covent Garden, Pariser Oper, Mailänder Scala, Bayerische Staatsoper, Wiener Staatsoper und Salzburger Festspiele. Neben der Rolle der Sister Helen Prejean an der San Francisco Opera sang sie Hauptrollen in den Met-Uraufführungen von John Harbisons The Great Gatsby und Tobias Pickers An American Tragedy. Sie gab ihr Debüt an der Dallas Opera als Tina in The Aspern Papers von Dominick Argento, war Lynn Wyatt Great Artist an der Houston Grand Opera und sang den Prinzen Orlofsky in der ersten Inszenierung der Fledermaus seit dreißig Jahren. Danach führte sie eine Starbesetzung als Sycorax im Barockpastiche The Enchanted Island an der Met an und gab ihr stürmisch gefeiertes Musicaldebüt in Rodgers & Hammersteins The King and I am Pariser Théâtre du Châtelet.

 

In einer frühen Inszenierung von Berlioz’ Béatrice et Bénédict in Lyon wurde Susan Graham von der internationalen Presse besonders gefeiert und schaffte es nach ihrem Triumph in der Titelrolle von Massenets Chérubin in Covent Garden endgültig zum Opernstar. Viele bedeutende Dirigenten luden sie ein, französische Musik zu singen, darunter Sir Colin Davis, Charles Dutoit, James Levine und Seiji Ozawa. Glucks Iphigénie en Tauride, Berlioz’ La damnation de Faust und Massenets Werther wurden für die Mezzosopranistin in New York, London, Paris, Chicago, San Francisco und anderen Städten inszeniert. Kürzlich gab sie ihr Debüt in den Titelrollen von Offenbachs komischen Meisterwerken La belle Hélène und The Grand Duchess of Gerolstein an der Santa Fe Opera und erwies sich als Star der ohnehin erstklassig besetzten Wiederaufnahme von Les Troyens an der Met, die im Rahmen der „Live in HD“-Reihe weltweit in Kinos übertragen wurde. Susan Grahams Vorliebe für das französische Repertoire beschränkt sich nicht nur auf die Opernbühne, sie bildet auch den Grundstein ihrer umfangreichen Konzert- und Recitalkarriere. Große Kantaten und symphonische Liederzyklen wie Berlioz’ La mort de Cléopâtre und Les nuits d’été, Ravels Shéhérazade und Chaussons Poème de l’amour et de la mer ermöglichen eine Zusammenarbeit mit führenden internationalen Orchestern, und sie tritt regelmäßig mit New York Philharmonic, Boston Symphony, Orchestre de Paris und London Symphony Orchestra auf.

 

Susan Grahams eindrucksvolle Diskographie umfasst alle vorstehenden Werke sowie eine Reihe erfolgreicher Soloalben, darunter Un frisson français, ein Programm französischer Lieder mit dem Pianisten Malcolm Martineau für Onyx, C’est ça la vie, c’est ça l’amour! mit Operettenraritäten des 20. Jahrhunderts für Erato und La Belle Époque, eine preisgekrönte Sammlung von Liedern von Reynaldo Hahn, die mit sie mit dem Pianisten Roger Vignoles für Sony Classical eingespielt hat. Unter den zahlreichen Auszeichnungen der Mezzosopranistin finden sich Musical Americas Vocalist of the Year und ein Opera News Award. Für Gramophone ist sie einfach „Amerikas liebster Mezzo“.

 

SAISON 2017/2018

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