Academy of St Martin in the Fields
Academy of St Martin in the Fields © Chris ChristopoulouOn Tour 06.05.19-20.05.19

  • Julia Fischer,
  • Augustin Hadelich

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Kurzbeschreibung

Julia Fischer und die Academy of St Martin in the Fields sind seit langem musikalisch eng verbunden. Ein neuer musikalischer Partner ist für das Orchester hingegen der deutsche Geiger Augustin Hadelich, der Riesenerfolge in seiner Wahlheimat, den USA, feiert. So hat er beispielweise 2016 den Grammy in der Kategorie „Bestes klassisches Instrument Solo“ gewonnen und ist regelmäßig bei den großen amerikanischen Orchestern wie New York, Philadelphia oder Los Angeles zu Gast.
Julia Fischer und Augustin Hadelich werden unter anderem Doppelkonzerte von Bach und Schnittke spielen – ein würdiges Projekt für die Jubiläumssaison der Academy of St Martin in the Fields!

Orchester

Academy of St Martin in the Fields

Die Academy of St Martin in the Fields gehört zu den bedeutendsten Kammerorchestern der Welt und ist berühmt für ihre frischen, brillanten Interpretationen der größten klassischen Werke.     Die Academy wurde 1958 von Sir Neville Marriner aus einer...

Die Academy of St Martin in the Fields gehört zu den bedeutendsten Kammerorchestern der Welt und ist berühmt für ihre frischen, brillanten Interpretationen der größten klassischen Werke.

 


 

Die Academy wurde 1958 von Sir Neville Marriner aus einer Gruppe führender Londoner Musiker gebildet und gab im November 1959 ihr erstes Konzert in der Kirche, deren Namen sie trägt. Dank ihrer unvergleichlichen Live-Darbietungen und der umfangreichen Diskographie – darunter Höhepunkte wie Vivaldis Vier Jahreszeiten, der Bestseller von 1969, und die Filmmusik zum Oscargewinner Amadeus – genießt die Academy seit langem einen beneidenswerten internationalen Ruf für ihren unverwechselbaren, eleganten und präzisen Klang. Mit ihrer über 500 Veröffentlichungen umfassenden Diskographie und den zahlreichen internationalen Tourneen wurde die Academy zu einem beliebten Markenzeichen für Klassikliebhaber in aller Welt.

 

Heute wird die Academy von ihrem Music Director, dem Violinvirtuosen Joshua Bell, geleitet. Er pflegt weiterhin den kollegialen Geist und die Flexibilität des ursprünglich kleinen, dirigentenlosen Ensembles, die zu Markenzeichen der Academy wurden. Unter der Leitung von Joshua Bell und mit Unterstützung von Director / Konzertmeister Tomo Keller und des Ersten Gastdirigenten Murray Perahia sprengt die Academy weiter die Grenzen von play-direct Konzerten und bietet neue Höhepunkte, indem sie symphonisches Repertoire und Kammermusik im großen Rahmen bedeutender Konzertsäle von New York bis Beijing präsentiert. 

 

Neben 80 Auftritten in 16 Ländern wird die Academy auch in der Saison 2017/2018 Menschen jeden Alters und Hintergrunds durch ihre Lern- und Teilnahmeprogramme erreichen. Das Vorzeigeprojekt für junge Menschen bietet Workshops für Grund- und weiterführende Schulen. Partnerschaften mit der Southbank Sinfonia, der Guildhall School of Music and Drama und  dem Royal Northern College of Music sowie Tourneen mit Meisterklassen fördern die Berufsmusiker von morgen. In einem Londoner Obdachlosenzentrum bietet die Academy besonders schutzbedürftigen Menschen kreative Ausdrucksmöglichkeiten. Ein regelmäßiges Programm mit Konzerteinführungen und Podcasts gibt dem Publikum in aller Welt Gelegenheit, sich mit dem Orchester zu vernetzen und zu lernen.

 

SAISON 2017/2018

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Solistin

© Uwe Arens / DECCA

Julia Fischer, Violine

Julia Fischer gehört zu den führenden Geigensolistinnen weltweit und bringt darüber hinaus ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Mit drei Jahren begann für die 1983...

Julia Fischer gehört zu den führenden Geigensolistinnen weltweit und bringt darüber hinaus ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Mit drei Jahren begann für die 1983 in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern der künstlerische Weg zunächst auf der Geige, ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie kurz darauf von ihrer Mutter Viera Fischer. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm sie deren Nachfolge.

 


 

In der Saison 2017/2018 ist Julia Fischer „Artist in Residence“ bei den Wiener Symphonikern. Sie konzertiert außerdem mit namhaften Orchestern und Dirigenten wie dem Danish National Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko auf Tournee in der Elbphilharmonie Hamburg und der Carnegie Hall New York, den Dresdner Philharmonikern und mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Herbert Blomstedt. Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten die Eröffnung des Kulturpalastes in Dresden mit den Dresdner Philharmonikern (Michael Sanderling), Konzerte mit den St. Petersburger Philharmonikern (Yuri Temirkanow), dem Chicago Symphony Orchestra (Riccardo Muti), dem Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst) und den Wiener Philharmonikern (Esa-Pekka Salonen).

 

Die Kammermusik liegt Julia Fischer besonders am Herzen. So gründete sie 2011 ihr eigenes Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger. Eine Tour führt sie im Frühjahr 2018 unter anderem nach London, München, Zürich, Düsseldorf und Leipzig. Anschließend geht sie auf eine weitere große Rezital-Tournee mit der Pianistin Yulianna Avdeeva. Nicht nur in kleiner Kammermusik-Konstellation, auch mit Kammerorchestern arbeitet Julia Fischer gerne zusammen, um sinfonische Werke zu erarbeiten, so leitet sie regelmäßig die Academy of St. Martin in the Fields.

 

Julia Fischer ist auch immer wieder als Pianistin zu erleben. Anfang 2008 gab sie in der Alten Oper Frankfurt ein Konzert, in dem sie sowohl Griegs Klavierkonzert als auch ein Violinkonzert von Saint-Saëns spielte. In letzter Zeit übernahm sie den Klavierpart in Dvoráks Klavierquintett an der Alten Oper Frankfurt oder im Münchner Prinzregententheater. Schon von Kindheit an spielte dieses Instrument eine wichtige Rolle: Zunächst übte sie Klavier genauso intensiv wie Geige und gewann Preise bei Jugend musiziert. An ihrem 12. Geburtstag spielte sie in der Slowakei Schumanns Introduktion und Allegro appassionato mit dem dortigen Konservatoriumsorchester. 

 

Das Unterrichten spielt eine wesentliche Rolle. Es ist ihr ein großes Bedürfnis etwas von dem weitergeben zu können, was sie selbst als Kind erfahren durfte. Ihre Studenten weisen bereits große Erfolge auf und werden schon jetzt gerne von großen Orchestern eingeladen. Neben ihrer Professorentätigkeit gibt Julia Fischer regelmäßig Meisterkurse während der Musikferien am Starnberger See.

 

Im Laufe ihrer bisherigen künstlerischen Laufbahn brachte Julia Fischer zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zunächst bei dem Label Pentatone und dann bei Decca heraus. Ihre Einspielungen stießen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht.

 

Viele Preise ehren die Künstlerin, so wurde sie in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen und erhielt Preise wie den international hoch angesehenen Gramophone Award oder den Deutschen Kulturpreis.

 

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer Philipp Augustin Violine (2011).

 

SAISON 2017/2018

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Solist

© Rosalie O'Connor

Augustin Hadelich, Violine

Augustin Hadelich hat sich als einer der großen Geiger seiner Generation etabliert. Er konzertiert mit allen bedeutenden amerikanischen Orchestern und auch bei seinen immer zahlreicher werdenden Auftritten in Großbritannien, Europa und Fernost eilt ihm ein...

Augustin Hadelich hat sich als einer der großen Geiger seiner Generation etabliert. Er konzertiert mit allen bedeutenden amerikanischen Orchestern und auch bei seinen immer zahlreicher werdenden Auftritten in Großbritannien, Europa und Fernost eilt ihm ein phänomenaler Ruf voraus. Kritiken loben seine überragende Technik, die Poesie und Sensibilität seines Spiels und seinen hinreißenden Ton.

Ein besonderer Höhepunkt der Spielzeit 2017/2018 ist seine Rückkehr zum Boston Symphony Orchestra, mit dem er unter Leitung von Thomas Adès das Violinkonzert von Ligeti spielen wird. Im Rahmen der Aufführung bringt er als US-Premiere die von Adès geschriebene neue Kadenz zu Gehör. Darüber hinaus ist er Solist beim San Francisco Symphony sowie bei den Sinfonieorchestern von Atlanta, Detroit, Fort Worth, Houston, Indianapolis, Nashville, Oregon, Pittsburgh, Seattle, St Louis und Utah. Außerhalb der Vereinigten Staaten führen ihn Engagements zum Seoul Philharmonic Orchestra, Polish National Radio Symphony Katowice, Prague Philharmonia, Lahti Symphony, Royal Scottish National Orchestra, The Hallé Orchestra, Münchner Kammerorchester und Orquesta Sinfónica de Castilla y León.


 

Augustin Hadelich ist gern gesehener Gast bei internationalen Sommerfestivals. 2017 gab er sein Solodebüt beim Grand Teton Music Festival. Er spielte wiederholt mit dem Boston Symphony Orchestra in Tanglewood und dem Cleveland Orchestra beim Blossom Music Festival. Weitere Einladungen führten ihn nach Aspen, Bravo! Vail, Britt, Chautauqua, Eastern, Marlboro, Sun Valley und in die Hollywood Bowl in Los Angeles. In Deutschland trat er unter anderem beim Rheingau Musik Festival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auf.

Zu seinen jüngst zurückliegenden Engagements gehören Konzerte mit dem BBC Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Netherlands Philharmonic Orchestra, Danish National Symphony Orchestra, Finnish Radio Symphony Orchestra, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Münchner Philharmoniker, Luzerner Sinfonieorchester, Mozarteumorchester Salzburg, São Paulo Symphony, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Hong Kong Philharmonic Orchestra sowie den Rundfunkorchestern in Frankfurt, Köln, Saarbrücken und Stuttgart.

Hadelich hat mit vielen namhaften Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Roberto Abbado, Thomas Adès, Marc Albrecht, Marin Alsop, Herbert Blomstedt, James Conlon, Christoph von Dohnányi, Thierry Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Alan Gilbert, Hans Graf, Giancarlo Guerrero, Miguel Harth-Bedoya, Manfred Honeck, Jakub Hrůša, Carlos Kalmar, Hannu Lintu, Andrew Litton, Cristian Macelaru, Jun Märkl, Sir Neville Marriner, Fabio Mechetti, Juanjo Mena, Ludovic Morlot, Andris Nelsons, Sakari Oramo, Andrés Orozco-Estrada, Peter Oundjian, Vasily Petrenko, David Robertson, Donald Runnicles, Jukka-Pekka Saraste, Lahav Shani, John Storgards, Yan Pascal Tortelier, Gilbert Varga, Edo de Waart und Jaap van Zweden.

Mit Rezitalen ist er unter anderem in der Carnegie Hall New York, in der Kioi Hall in Tokyo, im Kennedy Center in Washington D.C., in Philadelphia, Los Angeles, in der Wigmore Hall, im Louvre und im Concertgebouw Amsterdam aufgetreten. Als begeisterter Kammermusiker musizierte er gemeinsam mit Inon Barnatan, Jeremy Denk, James Ehnes, Alban Gerhardt, Richard Goode, Gary Hoffman, Kim Kashkashian, Robert Kulek, Cho-Liang Lin, Midori, Charles Owen, Vadim Repin, Mitsuko Uchida, Joyce Yang sowie Mitgliedern des Guarneri und des Juilliard Quartetts. Im Sommer 2017 führte ihn ein Trioprojekt mit Martin Helmchen und Marie-Elisabeth Hecker nach Portugal und Aspen.

Augustin Hadelich wurde 2016 für seine Aufnahme des Violinkonzerts „L‘Arbre des songes“ von Dutilleux mit einem Grammy Award in der Kategorie „Best Classical Instrumental Solo“ ausgezeichnet. Er spielte das Werk gemeinsam mit dem Seattle Symphony Orchestra unter Ludovic Morlot für das orchestereigene Label ein. In seinem aktuellen CD-Projekt widmet er sich Niccolò Paganini. Eine Kompletteinspielung der 24 Capricen wird im Frühjahr 2018 bei Warner Classics erscheinen. Zuletzt veröffentlicht wurden Liveaufnahmen der Violinkonzerte von Tschaikowsky und Lalo (Symphonie espagnole) mit dem London Philharmonic Orchestra (LPO 2017) sowie ein Album mit Duowerken für Violine und Klavier – eine Zusammenarbeit mit der Pianistin Joyce Yang (Avie 2016). Zuvor bei Avie erschienen sind eine CD mit Violinkonzerten von Mendelssohn und Bartók (2015), eingespielt mit dem Norwegian Radio Orchestra und Miguel Harth-Bedoya, sowie eine Aufnahme der Konzerte von Sibelius und Adès mit dem Royal Liverpool Philharmonic und Hannu Lintu (2014). Letztere war für einen Gramophone Award nominiert.

Ein bedeutender Karrieresprung gelang Hadelich 2006 mit dem Gewinn der Goldmedaille beim Internationalen Violinwettbewerb von Indianapolis. Ab da folgte eine bedeutende Auszeichnung auf die andere: 2009 erhielt er in New York den prestigeträchtigen "Avery Fisher Career Grant". 2011 wurde er mit einem Fellowship des Borletti-Buitoni Trust, 2012 mit dem „Martin E. Segal Award“ des Lincoln Center geehrt. 2015 gewann Hadelich den erstmalig ausgelobten Warner Music Prize, 2016 folgte der Grammy Award. Im Dezember 2017 wird ihm in Großbritannien die Ehrendoktorwürde der University of Exeter verliehen.

Augustin Hadelich, heute amerikanischer Staatsbürger, wurde 1984 als Sohn deutscher Eltern in Italien geboren. Er studierte bei Joel Smirnoff an der New Yorker Juilliard School und beendete seine Ausbildung mit einem Artist Diploma. Er spielt auf der "Ex-Kiesewetter” Stradivari von 1723, einer Leihgabe von Clement und Karen Arrison durch die Stradivari Society in Chicago.

SAISON 2017/2018

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