Kurzbeschreibung

Für seine letzte Europatournee als Chefdirigent des New York Philharmonic hat Alan Gilbert zwei weltklasse Solisten gewinnen können: Frank Peter Zimmermann und Yo-Yo Ma.
Die Höhepunkte der Tournee werden die Deutschland-Erstaufführung von Esa-Pekka Salonens Cellokonzert und das Programm mit John Adams‘ „Absolute Jest“ und „Harmonielehre“ sein.

Programm

Programm 1

Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106
Pause
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur in vier Sätzen für großes Orchester und Sopran-Solo (1899/1901)

Programm 2

John Adams: The Chairman Dances - Foxtrot for orchestra (1985)
Esa-Pekka Salonen: Konzert für Violoncello und Orchester (für Yo-Yo Ma)
ODER
Sergej Prokofieff: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19
Pause
Hector Berlioz: Symphonie fantastique op. 14 (Episoden aus dem Leben eines Künstlers)

Programm 3

John Adams: ´Absolute Jest´ für Streichquartett und Orchester (2011)
Pause
John Adams: Harmonielehre (1984/85) für Orchester

 

Orchester

New York Philharmonic

Das New York Philharmonic spielt eine führende Rolle im Kulturleben New Yorks, der Vereinigten Staaten wie auch international. In der laufenden Saison erreicht das Orchester durch Live-Konzerte in New York und auf Tournee, Downloads, internationale Fernseh-,...

Das New York Philharmonic spielt eine führende Rolle im Kulturleben New Yorks, der Vereinigten Staaten wie auch international. In der laufenden Saison erreicht das Orchester durch Live-Konzerte in New York und auf Tournee, Downloads, internationale Fernseh-, Radio- und Internetauftritte wie auch durch das breite Angebot an Bildungsprogrammen und die New York Philharmonic Leon Levy Digital Archives bis zu 50 Millionen Musikliebhaber. In der Saison 2016/17 feiert das New York Philharmonic seinen 175. Geburtstag und zugleich die Abschiedssaison von Alan Gilbert als Music Director.

 


 

Seit seiner Gründung 1842 hat das Orchester regelmäßig Werke führender Komponisten in Auftrag gegeben und/oder uraufgeführt — darunter Dvořáks Aus der Neuen Welt, John Adams’ mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Werk On the Transmigration of Souls, das den Opfern des 11. September gewidmet ist sowie Magnus Lindbergs Klavierkonzert Nr. 2.

 

Das renommierte Orchester ist in 432 Städten in 63 Ländern aufgetreten — unter anderem bei der bahnbrechenden Europatournee von 1930, der sensationellen Tournee durch die Sowjetunion 1959, dem historischen Besuch in Pyöngyang 2008, dem ersten Besuch eines amerikanischen Orchesters in Nordkorea überhaupt, wie auch dem Debüt in Hanoi 2009. Das New York Philharmonic stellt sich in den Dienst der Stadt und der Welt und ergänzt die jährlichen kostenlosen Konzerte in der Stadt — darunter die Konzerte im Park, präsentiert von Didi und Oscar Schafer — mit den Philharmonic Free Fridays und mit einem breiten Bildungsangebot, darunter die berühmten und traditionellen Young People’s Concerts wie auch Philharmonic Schools, ein Vorortprogramm in Schulen, das in New York Tausende Kinder und Jugendliche erreicht.

 

Das Orchester setzt sich auch für die Ausbildung der führenden Orchestermusiker von morgen ein und hat die New York Philharmonic Global Academy gegründet, unterhält Partnerschaften mit kulturellen Institutionen im In- und Ausland, bei denen die Ausbildung von Laienmusikern im Zentrum steht, oft in Verbindung mit Konzertaufführungen. Dazu gehören auch die Kooperation mit der Shanghai Orchestra Academy wie auch mit der Music Academy of the West in Santa Barbara und der Shepherd School of Music an der Rice University.

 

Als ältestes amerikanisches Symphonieorchester und eines der ältesten Symphonieorchester überhaupt hat das New York Philharmonic seit 1917 mehr als 2000 Einspielungen veröffentlicht, von denen einige mit einem Grammy ausgezeichnet wurden. In der Saison 2016/2017 wird die selbst produzierte Download-Serie fortgesetzt. Alan Gilbert ist seit 2009 Music Director und steht damit in der Tradition musikalischer Giganten des 20. Jahrhunderts wie Leonard Bernstein, Arturo Toscanini und Gustav Mahler.

 

The EUROPE / SPRING 2017 tour is sponsored by J.C. Flowers & Co.

Generous support is provided by Marie-Josée and Henry Kravis

 

 

SAISON 2016/2017

Zum Orchester

Dirigent

© Chris Lee

Alan Gilbert

Seit 2009 ist Alan Gilbert Music Director des New York Philharmonic und hat die Positionen des Marie-Josée Kravis Composer-in-Residence, des Mary and James G. Wallach Artist-in-Residence und des Artist-in-Association eingeführt. Er begründete die...

Seit 2009 ist Alan Gilbert Music Director des New York Philharmonic und hat die Positionen des Marie-Josée Kravis Composer-in-Residence, des Mary and James G. Wallach Artist-in-Residence und des Artist-in-Association eingeführt. Er begründete die CONTACT!-Reihe für zeitgenössische Musik; die NY PHIL BIENNIAL, bei der Musik von heute erforscht wird, sowie die New York Philharmonic Global Academy, die Nachwuchsmusikern durch Partnerschaften mit kulturellen Institutionen Ausbildungsmöglichkeiten bietet, oft begleitet von Aufführungs-Residencies. Die Financial Times nannte ihn den „ideenreichen Maestro-Impresario in Residence”.

 


 

Alan Gilbert beendet seine letzte Saison als Music Director mit vier Programmen, deren Themen, Werke und Musiker besondere Bedeutung für ihn besitzen. Dazu gehören die 9. Symphonie von Beethoven zusammen mit Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau, Wagners vollständiges Das Rheingold in einer konzertanten Fassung sowie eine Erforschung der Frage, wie Musik die Welt positiv verändern kann. Weitere Höhepunkte sind drei Uraufführungen, die 4. Symphonie von Mahler, György Ligetis Mysteries of the Macabre und die Filmmusik zu Woody Allens Manhattan, die live zum Film aufgeführt wird. Außerdem dirigiert er das Orchester bei der EUROPE / SPRING 2017-Tournee und bei Residencies in Schanghai und Santa Barbara. Höhepunkte vergangener Spielzeiten waren gefeierte Inszenierungen von Ligetis Le Grand Macabre, Janáčeks Das schlaue Füchslein, Stephen Sondheims Sweeney Todd mit Bryn Terfel und Emma Thompson (Emmy-Nominierung 2015) und Honeggers Johanna auf dem Scheiterhaufen mitMarion Cotillard; 28 Uraufführungen; eine Hommage an Pierre Boulez und Steven Stucky im Rahmen der NY PHIL BIENNIAL 2016; das Nielsen Project; das Requiem von Verdi und Bachs h-moll-Messe; die Filmmusik zu 2001: Odyssee im Weltraum live zum Film; Mahlers Auferstehungssymphonie am 10. Jahrestag von 9/11; sein Auftritt als Violinist in Messiaens Quartett für das Ende der Zeit sowie zehn Welttourneen.

 

Alan Gilbert ist Ehrendirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, ehemaliger Erster Gastdirigent des jetzigen NDR Elbphilharmonie Orchesters und dirigiert regelmäßig Ensembles in aller Welt. In dieser Saison tritt er mit führenden europäischen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia auf. Er wird sämtliche Klavierkonzerte von Beethoven mit der Academy of St Martin in the Fields und Inon Barnatan einspielen und Gershwins Porgy and Bess an der Mailänder Scala dirigieren, sein dortiges Operndebüt. 2008 gab er sein gefeiertes Debüt an der Metropolitan Opera mit John Adams’ Doctor Atomic; die DVD zur Aufführung wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. Auf einer jüngeren Einspielung dirigiert er Messiaens Des Canyons aux étoiles, das live beim Santa Fe Chamber Music Festival aufgenommen wurde. Alan Gilbert ist Director of Conducting and Orchestral Studies an der Juilliard School, wo er den William Schuman Chair in Musical Studies innehat. Seine Auszeichnungen umfassen einen Ehrendoktor der Musik des Curtis Institute of Music (2010) und des Westminster Choir College (2016), den Ditson Conductor’s Award der Columbia University (2011), die Wahl in die American Academy of Arts & Sciences (2014), eine Foreign Policy Association Medal für seine Verdienste um die kulturelle Diplomatie (2015), den Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres (2015) und den Lewis Rudin Award for Exemplary Service to New York City, der von der New York University verliehen wird (2016).


SAISON 2016/2017

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Solist

© Stephen Danelian

Yo-Yo Ma, Violoncello

Die äußerst facettenreiche Karriere des Cellisten Yo-Yo Ma zeugt von seiner steten Suche nach neuen Wegen der Kommunikation mit dem Publikum und von dem ihm eigenen Bedürfnis nach künstlerischem Wachstum und Erneuerung. Unabhängig davon, ob er ein neues...

Die äußerst facettenreiche Karriere des Cellisten Yo-Yo Ma zeugt von seiner steten Suche nach neuen Wegen der Kommunikation mit dem Publikum und von dem ihm eigenen Bedürfnis nach künstlerischem Wachstum und Erneuerung. Unabhängig davon, ob er ein neues Solokonzert oder ein bekanntes Werk des Cellorepertoires spielt, ob er sich mit Kollegen für Kammermusik zusammenfindet oder Musik außerhalb der klassischen, westlichen Tradition erforscht, Yo-Yo Ma strebt immer nach neuen Möglichkeiten, die Phantasie seiner Zuhörer anzuregen.

Der Künstler hält die Balance zwischen seinen Engagements als Solist mit Orchestern in der ganzen Welt und seinen Rezital- und Kammermusikaktivitäten. Seine Inspiration kommt unter anderem aus einem breiten Kreis von Partnern wie Emanuel Ax , Daniel Barenboim, Kayhan Kalhor, Ton Koopman, Yu Long, Edgar Meyer, Mark Morris, Cristina Pato, Kathryn Stott, Chris Thile, Michael Tilson Thomas, Wu Man, Wu Tong und Damian Woetzel .


 

Ein Hauptziel von Yo-Yo Ma ist es, Musik als Kommunikationsform erfahrbar zu machen und die Rolle der Musik als Verbindung unterschiedlicher Kulturen der Welt zu vermitteln. Dazu nimmt er sich die Zeit, um selbst in so vielfältige Themen wie die einheimische chinesische Musik mit ihren charakteristischen Instrumenten und der Musik der Kalahari Buschleute in Afrika einzutauchen.

Dieser Mission folgend, hat Yo-Yo Ma 1998 das Seidenstraßen-Projekt ins Leben gerufen, ein gemeinnütziges Kunst- und Bildungsprogramm zur Erforschung kultureller und geistiger Traditionen entlang der Seidenstraße, dem berühmten, alten Handelsweg zwischen Asien und Europa. Unter seiner Leitung präsentiert das hochgelobte Silk Road Ensemble vielfältige Programme, Workshops für Studierende und Partnerschaften mit führenden Institutionen zum interkulturellen Austausch.

Die langjährige Partnerschaft mit der Harvard University machte es möglich, Bildungsprogramme zu erweitern.  Während seiner gesamten Karriere so auch im Silk Road Project, erweitert  Yo-Yo Ma beständig das Cellorepertoire, ist beteiligt an über 60 Kompositions- und Multimedia-Aufträgen und bringt dem Publikum weniger bekannte Werke des 20. Jahrhunderts näher.

Bei seiner Arbeit für das Silk Road Project bereichert Yo -Yo Ma mit weniger bekannter Musik des 20. Jahrhunderts sowie Auftragswerken. Er hat bereits Werke von Elliott Carter, Richard Danielpour, Osvaldo Golijov, Leon Kirchner, Zhao Lin, Christopher Rouse, Giovanni Sollima, Hell Sheng, Tan Dun, John Williams und Dmitri Yanov - Yanovsky uraufgeführt.

Yo-Yo Ma ist Judson and Joyce Green Creative Consultant am Institut des Chicago Symphony Orchesters. Zusammen mit Maestro Riccardo Muti fokussiert sich seine Arbeit auf die Veränderung, die Musik im Leben von Menschen auslösen kann und die Erweiterung der Möglichkeiten Musik im eigenen Umfeld zu erleben.  Zudem hat er die Citizen Musician Initiative ins Leben gerufen, die zum Ziel hat alle Musikschaffenden, Musikliebhaber, Lehrenden und Institutionen dazu zu bewegen, ihre Kunst zur Überwindung von Differenzen zwischen den Menschen zu nutzen und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Die Website www.citizenmusician.org zeigt Geschichten dieser musikalischen Aktivitäten auf der ganzen Erde.

Im März 2016 wurde er im Rahmen einer Initiative zu Ehren des hundertsten JFK Geburtstags zum künstlerischen Berater am John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington DC ernannt.

Yo-Yo Ma engagiert sich für verschiedene Bildungsprojekte, die es ihm während seiner Tourneen ermöglichen, Meisterkurse zu geben oder auf anderen Wegen mit Studierenden in Kontakt zu treten, wobei er sich gleichermaßen an Musiker und an Nichtmusiker wendet.

Er entwickelt neue Konzertprogramme für Familien, zum Beispiel an der Carnegie Hall in New York und versucht damit Schüler im täglichen Umgang mit Musik und Kreativität zu fördern. Projekte, mit denen er junge Hörer erreichte, sind unter anderem „Arthur“, „Mister Rogers‘ Neighborhood“ und „Sesame Street“.

Die Diskografie von Yo-Yo Ma, darunter 18 Alben mit Grammy-Auszeichnungen, spiegelt seine breitgefächerten Interessen wider. Zu seinen erfolgreichen Einspielungen, die sich jeglicher Kategorisierung entziehen, zählen ”Appalachia Waltz” und „Appalachian Journey“ mit Mark O`Connor und Edgar Meyer und die beiden preisgekrönten Einspielungen brasilianischer Musik „Obrigado Brazil“ und „Obrigado Brazil – Live in Concert“.

Die CD mit Edgar Meyer, Chris Thile und Stuart Duncan „The Goat Rodeo Sessions“ erhielt 2013 den Grammy für das beste Folk Music Album. Bei den Aufnahmen von „Songs From the Arc of Life“ ging er mit Kathryn Stott die musikalische Verbindung von Cello und Klavier ein.

Seine Einspielungen gehören zu den Bestsellern der klassischen Musik. Jedes der vor kurzem erschienenen Alben gehört schnell zu den Top 15 der „billboard charts“, in denen zeitweise mehrere seiner Titel zur selben Zeit platziert sind.

Seine jüngste Veröffentlichung „Sing Me Home“, aufgenommen mit dem Silk Road Ensemble, wurde im April 2016 als begleitendes Album zum Dokumentarfilm The Music of Strangers herausgegeben. Die Dokumentation, die vom bekannten Oscar-Gewinner Morgan Neville produziert wurde, folgt dem Ensemble, das aus mehr als 50 Musikern, Komponisten, Bildkünstlern und Autoren besteht, bei der Entdeckung, wie Kunst Traditionen bewahren und gleichzeitig die kulturelle Evolution beeinflussen kann.

Aufgrund seines vielfältigen Engagements und seiner Hingabe gehört Yo-Yo Ma zu den erfolgreichsten und populärsten Künstlern im klassischen Bereich.

Yo-Yo Ma wurde 1955 in Paris als Sohn chinesischer Eltern geboren. Er erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von vier Jahren von seinem Vater und ging bald darauf mit seiner Familie nach New York, wo er einen Großteil seiner Studienjahre verbrachte. Sein wichtigster Lehrer war Leonard Rose an der Juilliard School.

Um sich weiterzubilden, begann der Musiker ein Studium der traditionellen Geisteswissenschaften an der Harvard University, das er 1976 abschloss.

Er erhielt zahlreiche hochrangige Auszeichnungen unter anderem den Avery-Fisher-Preis (1978), den Polar Music Prize (2012), der als inoffizieller „Nobelpreis für Musik“ gilt, sowie die Presidential Medal of Freedom (2010). Im Jahr 2011 wurde Yo-Yo Ma vom Kennedy Centre geehrt und vom US-Amerikanischen Auswärtigen Amt zum CultureConnect-Botschafter ausgezeichnet. Er dient als UN-Friedensbotschafter und als ein Mitglied des Präsidentschaftskomitees der Kunst und Geisteswissenschaften. Er spielte bereits für acht US-Amerikanische Präsidenten, so auch bei den Antrittsfeierlichkeiten von Präsident Barack Obama.

Yo-Yo Ma ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er spielt ein Montagnana-Cello aus Venedig von 1733 und das Davidoff-Cello von Stradivari aus dem Jahre 1712. 

SAISON 2016/2017 - WIR ÜBERARBEITEN UNSERE BIOGRAPHIEN REGELMÄSSIG. BITTE VERWENDEN SIE KEIN FRÜHER DATIERTES MATERIAL.

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Solist

© Franz Hamm

Frank Peter Zimmermann, Violine

Geboren 1965 in Duisburg, begann Frank Peter Zimmermann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein...

Geboren 1965 in Duisburg, begann Frank Peter Zimmermann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Frank Peter Zimmermann gastiert bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen berühmten Orchestern und Dirigenten in der Alten und Neuen Welt.

 


 

Konzerte mit dem Bayerischen Staatsorchester und Kirill Petrenko bildeten den Abschluss der Spielzeit 2015/2016 und werden auch den Beginn der neuen Spielzeit 2016/2017 mit Gastspielen im Konzerthaus Dortmund, beim Bonner Beethovenfest und dem Musikfest Berlin prägen. Zu weiteren Saisonhöhepunkten zählen Engagements beim Boston Symphony Orchestra mit Jakub Hrůša, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Yannick Nézet-Séguin, den Göteborger Symphonikern mit David Afkham, dem Philharmonia Orchestra mit Juraj Valčuha und Rafael Payare, dem Finnish Radio Symphony Orchestra mit Hannu Lintu, dem Orchestre National de France mit Juraj Valčuha, den Bamberger Symphonikern mit Manfred Honeck, den Berliner Philharmonikern sowie eine Europatournee mit New York Philharmonic jeweils mit Alan Gilbert. Im Frühjahr 2017 fällt der Startschuss für ein den Konzerten J. S. Bachs gewidmetes Projekt mit den Berliner Barock-Solisten, das sich über zwei Spielzeiten erstrecken wird.

 

Im Dezember 2015 spielte Frank Peter Zimmermann die Welturaufführung von Magnus Lindbergs Violinkonzert Nr. 2 mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Jaap van Zweden. Weitere Aufführungen dieses neuen Werks führten ihn zu den Berliner Philharmonikern und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, jeweils mit Daniel Harding, sowie zu New York Philharmonic und dem Orchestre Philharmonique de Radio France, jeweils mit Alan Gilbert.

 

Er brachte drei weitere Violinkonzerte zur Uraufführung: en sourdine von Matthias Pintscher mit den Berliner Philharmonikern und Peter Eötvös (2003), The Lost Art of Letter Writing (2007) mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung des Komponisten Brett Dean, der für diese Komposition 2009 den Grawemeyer Award erhielt, sowie das Violinkonzert Nr. 3 Juggler in Paradise von Augusta Read Thomas mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dirigiert von Andrey Boreyko (2009).

 

Neben seinen zahlreichen Orchesterengagements ist Frank Peter Zimmermann regelmäßig als Kammermusiker auf den bedeutenden Podien der Welt zu hören. Seine Interpretationen des klassischen, romantischen und des Repertoires des 20. Jahrhunderts finden immer wieder großen Anklang bei Presse und Publikum.

 

Gemeinsam mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er das Trio Zimmermann; regelmäßige Tourneen führen das Ensemble unter anderem nach Amsterdam, Berlin, Brüssel, Köln, London, Lyon, Mailand, München, Paris und Wien sowie zu den Salzburger Festspielen. In den Jahren 2010, 2011 und 2014 veröffentlichte das Label BIS Records Aufnahmen mit Werken von Beethoven (Streichtrios opp. 3, 8 und 9), Mozart (Divertimento KV 563) und Schubert (Streichtrio D 471).

 

Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter der Premio del Accademia Musicale Chigiana in Siena, der Rheinische Kulturpreis, der Musikpreis der Stadt Duisburg, der Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

 

Über die Jahre hat Frank Peter Zimmermann eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt; seine Aufnahmen erschienen bei EMI Classics, Sony Classical, BIS, Ondine, Teldec Classics und ECM Records. Er nahm nahezu alle großen Violinkonzerte von Bach bis Ligeti sowie zahlreiche Kammermusikwerke auf. Seine Aufnahmen wurden weltweit mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet.

 

2015 und 2016 erschien bei hänssler Classic Frank Peter Zimmermanns mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Antoine Tamestit entstandene Neuaufnahme der fünf Violinkonzerte sowie der Sinfonia Concertante von W. A. Mozart. Als Teil der Gesamteinspielung aller Symphonien und Konzerte von Dvořák der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Jiří Bělohlávek brachte Decca 2014 seine zweite Aufnahme des Violinkonzerts heraus. 2013 veröffentlichte BIS seine Aufnahme des Violinkonzerts The Lost Art of Letter Writing von Brett Dean mit Sydney Symphony und Jonathan Nott sowie die von der Kritik hochgelobte Einspielung mit Werken von Paul Hindemith, darunter das Violinkonzert (1939) mit dem hr-Sinfonieorchester und Paavo Järvi, drei Sonaten für Violine und Klavier mit Enrico Pace und die Sonate für Violine solo op. 31 Nr. 2.

 

SAISON 2016/2017

Solistin

© Marco Borggreve

Christina Landshamer, Sopran

Die gebürtige Münchnerin Christina Landshamer studierte an der Hochschule für Musik und Theater bei Angelica Vogel sowie anschließend in der Liedklasse von Konrad Richter und in der Solistenklasse bei Dunja Vejzović an der Staatlichen Hochschule für Musik und...

Die gebürtige Münchnerin Christina Landshamer studierte an der Hochschule für Musik und Theater bei Angelica Vogel sowie anschließend in der Liedklasse von Konrad Richter und in der Solistenklasse bei Dunja Vejzović an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Heute ist sie eine vielseitige und weltweit gefragte Konzert-, Opern- und Liedsängerin. Ihre Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Harding, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Stéphane Denève, Christian Thielemann oder Riccardo Chailly führt sie zu bedeutenden Orchestern in Europa wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem SWR Sinfonieorchester, Concertgebouw Orkest, Freiburger Barockorchester, Tonhalle-Orchester Zürich, Orchestre de Paris, aber auch in die USA und Kanada zum New York Philharmonic Orchestra, dem Pittsburgh und dem Montreal Symphony Orchestra.

 


 

In der letzten Saison gab Christina Landshamer ihr US-Debüt an der Lyric Opera of Chicago als Sophie im Rosenkavalier, gefolgt von ihrem Debüt in New York mit dem Ensemble Midtvest in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall. Auch in dieser Saison ist sie häufiger Gast in Amerika: Beim Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck singt sie Konzerte mit Mahlers Auferstehungssymphonie, die auch für CD mitgeschnitten werden. Gleich zweimal ist sie zu Gast beim New York Philharmonic Orchestra unter Alan Gilbert: in Händels Messiah und in Mahlers 4. Sinfonie, mit der sie das Orchester auch auf einer Europatournee begleitet, mit Stationen in Essen, Budapest, Wien, London, Hamburg und Kopenhagen. Hierzulande ist sie im spannenden Hamburger Eröffnungsmonat mit der NDR Elbphilharmonie Hamburg unter Thomas Hengelbrock in Haydns Schöpfung zu erleben, mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Vladmir Jurowski in Mozarts Requiem, auf Tournee mit dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe in der 9. Sinfonie von Beethoven, mit Mendelssohns Lobgesang zum ersten Mal bei der Accademia di Santa Cecilia in Rom unter Pablo Heras-Casado oder erneut mit dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt in Bachs h-moll-Messe sowie in Haydns Jahreszeiten, diesmal am Pult Trevor Pinnock.

 

Ihre ersten Opernerfahrungen machte Christina Landshamer an der Stuttgarter Staatsoper, an der Opéra du Rhin in Straßburg sowie an der Komischen Oper in Berlin. Am Theater an der Wien arbeitete sie als Clarice in Haydns Il mondo della luna mit Nikolaus Harnoncourt. Bei den Salzburger Festspielen gab sie ihren Einstand als Frasquita in Carmen (Simon Rattle/Berliner Philharmoniker). In Simon McBurneys gefeierter Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte an der Oper Amsterdam unter Marc Albrecht hatte Christina Landshamer Ende 2012 ihr umjubeltes Debüt als Pamina. Mit Christian Thielemann war sie in der Dresdner Silvestergala an der Seite von Anna Netrebko und als Ännchen in der Jubiläums-Neuproduktion von Webers Freischütz zu erleben. 2014 debütierte sie in Glyndebourne als Almirena/Rinaldo und 2015 an der Bayerischen Staatsoper als Pamina. Nach dem Rosenkavalier in Chicago ist sie 2016 in der Schweiz am Theater St. Gallen als Susanna in einer Neuproduktion von Mozarts Nozze di Figaro zu hören.

 

Mit ihrer warmen, lyrischen Sopranstimme ist die Sopranistin darüber hinaus eine ideale Liedsängerin: Ihre erste gemeinsame CD mit Gerold Huber, auf der die beiden sehr einzigartig Lieder von Robert Schumann und Viktor Ullmann kombinieren, erschien im Sommer 2016 bei dem Label Oehms Classics. Das Duo ist bei der Schubertiade Schwarzenberg, in Regensburg und in der Londoner Wigmore Hall zu erleben.

 

Christina Landshamer kann bereits eine umfangreiche Diskographie vorweisen: u. a. beide Haydn-Oratorien Jahreszeiten und Schöpfung unter Philippe Herreweghe (PHI), Bizets Carmen unter Simon Rattle (CD und DVD bei EMI Classics), Matthäus-Passion von J. S. Bach unter Riccardo Chailly (DECCA). Darüber hinaus liegen verschiedene DVD-Einspielungen mit der vielseitigen Sopranistin vor: Haydns Il mondo della luna (Concentus musicus/Nikolaus Harnoncourt, Unitel Classica), Bachs Matthäus-Passion und Mahlers Sinfonie Nr. 4 (beides Gewandhausorchester Leipzig/Riccardo Chailly, Accentus), sowie Mozarts Zauberflöte (Nederlandse Opera – Opus Arte).


SAISON 2016/2017

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