Swedish Chamber Orchestra 01.08.18 - 12.08.18
Swedish Chamber Orchestra © Nikolaj LundOn Tour 01.08.18-12.08.18
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Kurzbeschreibung

Das Swedish Chamber Orchestra bietet zum letzen Mal das gesamte Brandenburg-Projekt an. Eine einmalige Gelegenheit sowohl Bach sechs Original-werke wie auch die vom Orchester im Auftrag gebenen Werke in einem Schwung zu hören.

Programm

Programm 1

Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
Uri Caine: Hamsa (2015)
Pause
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur BWV 1051
Johann Sebastian Bach / Brett Dean: Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur BWV 1051 - Neufassung, basierend auf Bachs Original

Programm 2

Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048
Johann Sebastian Bach / Anders Hillborg: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048 - Neufassung, basierend auf Bachs Original
Pause
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049
Johann Sebastian Bach / Olga Neuwirth: Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049 - Neufassung, basierend auf Bachs Original

Programm 3

Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047
Steven Mackey: Triceros (2015) für Trompete und Kammerorchester
Pause
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046
Johann Sebastian Bach / Mark Anthony Turnage: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur BWV 1046 - Neufassung, basierend auf Bachs Original

Orchester

Swedish Chamber Orchestra

Das Swedish Chamber Orchestra wurde 1995 als einziges Kammerorchester der schwedischen Provinz Örebro gegründet. Zwei Jahre später kam der gegenwärtige Chefdirigent Thomas Dausgaard dazu. In den vergangenen zwanzig Jahren haben Thomas Dausgaard und das...

Das Swedish Chamber Orchestra wurde 1995 als einziges Kammerorchester der schwedischen Provinz Örebro gegründet. Zwei Jahre später kam der gegenwärtige Chefdirigent Thomas Dausgaard dazu. In den vergangenen zwanzig Jahren haben Thomas Dausgaard und das Ensemble in enger Zusammenarbeit einen einzigartigen, dynamischen Klang erschaffen, dem das Orchester seinen raschen Erfolg und einen festen Platz auf der internationalen Bühne verdankt.

Das dicht geknüpfte Ensemble aus 39 Stammmitgliedern gab 2004 unter Thomas Dausgaard sein Debüt in den USA und Großbritannien, wo es beim Mostly Mozart Festival im Lincoln Center und den London Proms auftrat. Die New York Times schrieb dazu: „In der klassischen Musik wird seit langem darüber geklagt, dass Einspielungen und Flugreisen die Welt haben schrumpfen lassen und einen internationalen Klang geschafften haben, der regionale Unterschiede in Klangfarbe und Interpretation herausfiltert ... Doch dann und wann trifft man auf ein Orchester mit einem frischen, überraschenden Klang. Das Swedish Chamber Orchestra unter seinem Music Director Thomas Dausgaard schuf einen ganz charakteristischen, durchgehend lebendigen Klang ... Mr. Dausgaard verwandelte den Beethoven in einen lebenssprühenden Hörgenuss, getrieben von knisternd gespannten Streichern und schneidenden Bläserphrasen, die der Musik etwas Stürmisches verliehen und die vernachlässigte 4. Symphonie beinahe so gigantisch erscheinen ließen wie die 3. und 5.“


Seit 2004 unternimmt das Swedish Chamber Orchestra regelmäßige Europatourneen, gab sein Debüt in Japan und trat 2008 in New York, Washington, Cleveland und an der amerikanischen Westküste auf. Höhepunkte der letzten Jahre waren Konzerte bei den London Proms und den Salzburger Festspielen mit Nina Stemme 2010 und eine Deutschlandtournee im Frühjahr 2011, bei der das Orchester sein Debüt in der Berliner Philharmonie gab.

Im Frühjahr 2012 unternahm das Ensemble eine weitere Deutschlandtournee, diesmal mit Andrew Manze und der Solistin Sabine Meyer. Im Dezember 2012 gestalteten Thomas Dausgaard und Nina Stemme ein Spezialprogramm mit dem Titel „Love, Hope and Destiny”.

Das Swedish Chamber Orchestra erweitert fortwährend sein Repertoire und stellt sich neuen Herausforderungen. Zusammen mit Thomas Dausgaard hat das Ensemle sämtliche Beethoven-Werke für Orchester (Simax) eingespielt und ein neues Projekt mit BIS gestartet, das alle Symphonien von Schumann wie auch die 6. und 9. Symphonie von Dvořák umfassen soll. Im Frühjahr 2010 erschien in der „Opening Doors”-Reihe eine Aufnahme von Schuberts 8. und 9. Symphonie. Mit der Veröffentlichung von Bruckners 2. Symphonie begab sich das Ensemble ins Reich der „Hochromantik“, wo es ähnlich erfolgreich und kontrovers blieb. In der Rezension bemerkte der Observer: „Bruckner mit Kammerorchester? Für einen Komponisten, den man gemeinhin mit dem Kolossalen verbindet, vor allem, wenn es um die Orchesterstärke geht, scheint dies ein unmöglicher Widerspruch zu sein. Doch wenn die Musik so transparent, flexibel und mit individuellem Charakter gespielt wird wie von diesen bewundernswerten schwedischen Musikern, ist das Ergebnis geradezu beschwingt.“

Neben Thomas Dausgaard arbeitet das Swedish Chamber Orchestra regelmäßig mit dem Dirigenten und Komponisten HK Gruber und Andrew Manze, dem Experten für historische Aufführungspraxis, zusammen. Beide verbringen jedes Jahr mehrere Wochen in Örebro, wo sie mit dem Orchester neue Programme entwickeln. Dank seines großen Engagements kann das Ensemble auf eine Liste erstklassiger Gastkünstler verweisen, auf der sich Namen wie Pierre-Laurent Aimard, Leif Ove Andsnes, Michael Collins, Brett Dean und James Ehnes finden.

Mit seinem breiten Repertoire und der stilistischen Vielfalt verfügt das Ensemble über eine einzigartige Stimme, was auch die Münchner Abendzeitung kommentiert: „Die gefeierten Einspielungen von Schumann und Beethoven haben drei Dutzend Musiker aus Schweden zur Top-Empfehlung gemacht … Auf der Konzertbühne enttäuschen solche Wunder gelegentlich. Nicht so das Swedish Chamber Orchestra bei den Salzburger Festspielen”.

SAISON 2017/2018

Zum Orchester

Dirigent

© Per Morten Abrahamsen

Thomas Dausgaard

Thomas Dausgaard ist Chefdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra und Chefdirigent des Swedish Chamber Orchestra, erster Gastdirigent des Seattle Symphony Orchestra, Ehrendirigent des Orchestra della Toscana (ORT) sowie des Danish National Symphony...

Thomas Dausgaard ist Chefdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra und Chefdirigent des Swedish Chamber Orchestra, erster Gastdirigent des Seattle Symphony Orchestra, Ehrendirigent des Orchestra della Toscana (ORT) sowie des Danish National Symphony Orchestra.

 


 

Er ist für seine Kreativität und Innovationsfähigkeit in der Programmgestaltung, den besonderen Reiz  seiner Interpretationen und den umfangreichen Katalog seiner von der Kritik gelobten Einspielungen bekannt.

 

Er tritt mit den weltweit führenden Orchestern auf, unter anderem in letzter Zeit mit den Münchner Philharmonikern, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Konzerthausorchester, den Wiener Symphonikern, dem London Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Philharmonia Orchestra sowie den Royal Philharmonic Orchestra. Er begann seine Karriere in Nordamerika als Assistent von Seiji Ozawa und ist seitdem mit dem Cleveland Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Washington National Symphony Orchestra, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Houston Symphony Orchestra, dem Los Angeles Chamber Orchestra, dem Toronto Symphony Orchestra und dem Montreal Symphony Orchestra aufgetreten. Er besucht regelmäßig Asien und Australien und ist dort zuletzt mit dem New Japan Philharmonic Orchestra, dem Hong Kong Philharmonic Orchestra sowie dem Sydney und dem Melbourne Symphony Orchestra aufgetreten. Festivalauftritte umfassen unter anderen die BBC Proms, das Edinburgh International Festival, die Salzburger Festspiele, Mostly Mozart, das George Enescu Festival sowie das Tanglewood Festival.

 

Für seine Einspielungen unterhält er bereits langanhaltende Beziehungen zu den Labels BIS und Da Capo und hat über 70 CDs aufgenommen, darunter die kompletten Symphoniezyklen von Beethoven, Schubert, Schumann und Rued Langgaard. Seine letzte Veröffentlichung ist eine von der Kritik gefeierte Aufnahme der 10. Symphonie von Mahler (Veryck Cooke Version III) mit dem Seattle Symphony Orchestra. Derzeit beendet er einen Brahmszyklus für das Label BIS sowie mit dem Swedish Chamber Orchestra ein Aufnahmeprojekt, das Bachs Brandenburgische Konzerte mit sechs korrespondierenden Auftragswerken kombiniert.

 

Thomas Dausgaard erhielt das Ritterkreuz der dänischen Königin und wurde in die königlich-schwedische Musikakademie gewählt. Seine Interessen über die Musik hinaus sind breitgefächert und umfassen Architektur, Landschaft und das Leben und die Kultur von Ureinwohnern. Er lebt mit seiner Familie in Kopenhagen.


SAISON 2017/2018

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Solist

© Kaapo Kamu

Pekka Kuusisto, Violine

Pekka Kuusisto, den The Globe and Mail in Toronto als „einzigartig“ beschrieb, nähert sich dem Repertoire auf erfrischend neue Weise. Er ist weithin bekannt für seine Virtuosität, mit der er Ensembles von der Violine dirigiert, und arbeitet als künstlerischer...

Pekka Kuusisto, den The Globe and Mail in Toronto als „einzigartig“ beschrieb, nähert sich dem Repertoire auf erfrischend neue Weise. Er ist weithin bekannt für seine Virtuosität, mit der er Ensembles von der Violine dirigiert, und arbeitet als künstlerischer Leiter des Saint Paul Chamber Orchestra und des ACO Collective – ein Streichensemble, das die Musiker des Australian Chamber Orchestra mit den begabtesten australischen Nachwuchskünstlern zusammenführt und überall im Land innovative Projekte verwirklicht. Nach einer langen kreativen Zusammenarbeit mit Ensemble wurde Pekka Kuusisto 2017 Artistic Best Friend der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2018 übernimmt er als Gast die künstlerische Leitung des Norwegian Chamber Orchestra. Außerdem dirigiert er Konzerte mit der Tapiola Sinfonietta und dem Swedish und Mahler Chamber Orchestra.

 


 

Höhepunkte der Saison 2017/2018 sind Konzertauftritte mit dem Concertgebouw Orchestra, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, dem Orchestre de Paris und dem Helsinki Philharmonic Orchestra. Außerdem unternimmt er eine Europatournee mit dem Philharmonia Orchestra, mit dem er auch während der Saison auftritt, und dirigiert von der Violine die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker mit dem Tenor Mark Padmore. Hinzu kommt eine Mini-Residency im Pierre-Boulez-Saal mit REDDRESS, einer Kollaboration mit der südkoreanischen Künstlerin Aamu Song, bei der die Grenze zwischen Performance- und darstellender Kunst verschwimmt.

 

Der finnische Violinist ist ein leidenschaftlicher Förderer zeitgenössischer Musik und wird in der kommenden Saison neue Werke von Daníel Bjarnason, Sauli Zinovjev und Andrea Tarrodi aufführen. Das Violinkonzert von Bjarnason wurde in diesem Sommer von Los Angeles Philharmonic und Iceland Symphony Orchestra in Auftrag gegeben und vom Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel in der Hollywood Bowl uraufgeführt. Im Herbst 2017 spielt Pekka Kuusisto Sauli Zinovjevs Violinkonzert Der Leiermann mit dem Oulu Symphony Orchestra unter Johannes Gustavsson. Andrea Tarrodis Acanthes, ein Doppelkonzert für zwei Violinen und Streichorchester, wurde eigens für Pekka Kuusisto und Malin Broman geschrieben und im April 2018 mit Musica Vitae beim jährlichen Komponisten-Wochenende des Stockholmer Konzerthauses aufgeführt. In der vergangenen Saison spielte er Bach Materia von Anders Hillborg mit dem Swedish Chamber Orchestra und Thomas Dausgaard. Zusammen mit Samuli Kosminen komponiert, spielt und nimmt Pekka Kuusisto die Musik für eine neue Animationsserie nach Tove Janssons Mumin-Geschichten auf.

 

SAISON 2017/2018

Solist

© Pawel Kopczynski

Brett Dean, Viola

Der australische Komponist und Bratschist Brett Dean siedelte 1984 nach seinem Studium in Brisbane nach Deutschland über, wo er 15 Jahre lang den Berliner Philharmonikern als ständiges Mitglied angehörte. Im Jahr 2000 kehrte Dean nach Australien zurück, um...

Der australische Komponist und Bratschist Brett Dean siedelte 1984 nach seinem Studium in Brisbane nach Deutschland über, wo er 15 Jahre lang den Berliner Philharmonikern als ständiges Mitglied angehörte. Im Jahr 2000 kehrte Dean nach Australien zurück, um sich stärker dem Komponieren zu widmen. Heute erfreuen sich seine Werke großer Aufmerksamkeit und werden regelmäßig von wie Sir Simon Rattle, Markus Stenz, Daniel Harding, Andris Nelsons, David Robertson, Marin Alsop oder Simone Young programmiert. Dean, der zu den international meistaufgeführten Komponisten seiner Generation gehört, lässt sich in seinen Werken oft von literarischen, politischen oder visuellen Impulsen anregen. Eine Reihe seiner Kompositionen etwa sind von Gemälden seiner Lebensgefährtin Heather Betts inspiriert.

 


 

Brett Dean begann seine Tätigkeit als Komponist im Jahr 1988; zu seinen ersten Projekten zählten Radio- und Filmmusiken sowie Improvisationsprojekte. Durch Werke wie Ariel's Music, ein vom International Rostrum of Composers der UNESCO ausgezeichnetes Klarinettenkonzert, das Klavierquintett Voices of Angels (1996) und Twelve Angry Men (1996) für die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker errang er internationale Anerkennung als Komponist. Für Winter Songs wurde er im Jahr 2001 mit dem Paul Lowin Song Cycle Prize ausgezeichnet; 2002/03 wurde er Artist in Residence beim Melbourne Symphony Orchestra und Composer in Residence beim Cheltenham Festival. Deans bislang meistgespieltes Werk ist Carlo für Streicher, Sampler und Tonband (bzw. Live-Chor): Das von der Musik Carlo Gesualdos inspirierte Stück hat bereits über 120 Aufführungen erlebt. Weitere Kompositionsaufträge erhielt er u.a. von den Berlin Philharmonikern, dem Rundfunkchor Berlin, dem Concertgebouw Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, den BBC Proms, dem Lucerne Festival, dem Philharmonischen Orchester Stockholm, der Kölner Philharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig, der BBC Symphony sowie den Symphonieorchestern von Melbourne, Sydney und Birmingham. Das im Jahr 2007 von dem Solisten Frank Peter Zimmermann aus der Taufe gehobene Violinkonzert The Lost Art of Letter Writing wurde mit dem hochkarätigen Grawemeyer Award for Musical Composition 2009 ausgezeichnet.

 

2010 fand die Uraufführung von Deans erster Oper Bliss (Libretto von Amanda Holden nach dem Roman von Peter Carey) statt; der Premiere in Sydney schlossen sich Aufführungen in Melbourne und Edinburgh sowie die deutsche Erstaufführung in neuer Inszenierung in Hamburg an. Die sinfonische Vorstudie zu diesem Bühnenwerk, Moments of Bliss, wurde bei den Australian Classical Music Awards 2005 als beste Komposition prämiert.

 

Deans Werke liegen zu großen Teilen auf CD bei Labels wie ABC Classics und BIS vor. Seinem Schaffen waren Schwerpunkte bei zahlreichen internationalen Musikfestivals gewidmet. Im Februar 2011 veranstaltete die Londoner Wigmore Hall einen "Brett Dean Day", im November desselben Jahres präsentierte die Königliche Philharmonie Stockholm ein zweiwöchiges Dean-Programm, und im Sommer 2013 war er Residenz-Künstler in Grafenegg. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Dean "Artist in Association" beim BBC Symphony Orchestra.

 

Dean ist weltweit als Solist, Kammermusiker und Dirigent tätig. Er trat als Solist mit den Berliner Philharmonikern, dem RSO Frankfurt sowie den Symphonieorchestern von Sydney, Hamburg, Montreal, Winnipeg, Melbourne und Queensland auf und hat zahlreiche solistische und kammermusikalische Werke namhafter Gegenwartskomponisten uraufgeführt. Zu den von ihm geleiteten Ensembles zählen die Los Angeles Philharmonic, das Königliche Concertgebouw-Orchester, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, das Niederländische und das Schwedische Kammerorchester, das Australian Chamber Orchestra, das Münchener Kammerorchester, das Scharoun Ensemble Berlin und die Birmingham Contemporary Music Group.

 

Ausblick: Wiederaufnahme seiner neuen Hamlet-Oper (UA Juni 2017) im Herbst dieses Jahres mit verschiedenen Stationen in GB; 'Creative Chair" beim Tonhalle-Orchester Zürich in der Spielzeit 2017/18, mit vielen Aufführungen seiner Werke; Schwerpunkt ab Sommer 2017 auch beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin; neue Komposition im Auftrag der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle (UA Juni 2018)

 

Brett Deans Kompositionen erscheinen exklusiv im Verlag Boosey & Hawkes / Bote & Bock.

 

SAISON 2017/2018

Solistin

© Marco Borggreve

Tabea Zimmermann, Viola

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr sowohl ihr tiefes musikalisches Verständnis und die Natürlichkeit ihres Spiels als auch ihre charismatische...

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr sowohl ihr tiefes musikalisches Verständnis und die Natürlichkeit ihres Spiels als auch ihre charismatische Persönlichkeit. Dass sie heute als weltweit führende Bratschistin gilt, gründet nicht nur in ihrer außergewöhnlichen Begabung, sondern ebenso in der frühen und intensiven Förderung durch ihre Eltern, der umfassenden Ausbildung durch exzellente Lehrer und dem unermüdlichen Enthusiasmus, mit dem sie ihr Verständnis der Werke und ihre Liebe zur Musik ihrem Publikum vermittelt.

 


 

Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit den weltweit bedeutendsten Orchestern: den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem London Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie. Nachdem Tabea Zimmermann in den vergangenen Spielzeiten Residencies in Weimar, Luxemburg, Hamburg und bei den Bamberger Symphonikern gestaltet hat, war sie 2013/14 und 2014/15 Artist in Residence beim Ensemble Resonanz und setzt diese enge Zusammenarbeit auch weiterhin fort. In der Saison 2015/16 war sie MuseumsSolistin bei der Frankfurter Museums-Gesellschaft.

 

Besondere Höhepunkte der Saison 2017/18 sind Tabea Zimmermanns Saisoneröffnungs-Konzerte mit dem Ensemble Resonanz in der Elbphilharmonie, ihre Konzerte mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Lahav Shani, mit dem Chamber Orchestra of Europe und David Robertson bei musica viva (BR München) mit dem Orchestre de Chambre de Paris, eine große Konzert-Tournee mit Les Siècles und Francois-Xavier Roth sowie gleich zwei Uraufführungen: ein neues Werk von Brett Dean mit dem Swedish Chamber Orchestra und eine neues Bratschenkonzert von York Höller mit dem Gürzenich Orchester Köln und, etwas später, dem Seoul Philharmonic Orchestra.

 

Einen Schwerpunkt ihrer kammermusikalischen Arbeit bildete für Tabea Zimmermann in den letzten Jahren das Arcanto Quartett mit Antje Weithaas, Daniel Sepec und Jean-Guihen Queyras. Das Arcanto Quartett war unter anderem in der Carnegie Hall New York, im Théâtre du Châtelet und der Cité de la musique Paris, beim Festival d’Aix-en-Provence, in der Philharmonie Berlin sowie im Konzerthaus Wien zu hören und in Israel, Japan und Nordamerika auf Tournee. Beim Label Harmonia Mundi erschienen CDs mit Werken von Bartók, Brahms, Ravel, Dutilleux, Debussy, Schubert und Mozart.

 

Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt. Im April 1994 brachte sie erstmalig die ihr gewidmete Sonate für Viola solo von György Ligeti zu Gehör. Ihre Interpretation des Werkes, das sie anschließend in London, Paris, Jerusalem, Amsterdam und Japan spielte, fand euphorischen Anklang bei Publikum und Presse. Seitdem hat sie auch Heinz Holligers Recicanto für Viola und Orchester, das Bratschenkonzert Nr. 2 Über die Linie IV von Wolfgang Rihm, Monh von Georges Lentz, Notte di pasqua von Frank Michael Beyer, das Doppelkonzert von Bruno Mantovani, gemeinsam mit Antoine Tamestit, und Enno Poppes Filz, gemeinsam mit Ensemble Resonanz, uraufgeführt. Die Uraufführung von Michael Jarrells Bratschenkonzert spielte sie beim Festival Musica Strasbourg 2017 mit dem Orchestre National des Pays de la Loire unter Pascal Rophé, mit weiteren Aufführungen mit den Wiener Symphonikern unter Ingo Metzmacher, dem Orchestre de la Suisse Romande unter Pascal Rophé und dem Konzerthausorchester Berlin unter Mario Venzago.

 

Das Hindemith-Jahr 2013 nahm Tabea Zimmermann als Anlass, bei myrios classics eine hochgelobte Gesamteinspielung aller Bratschenwerke von Paul Hindemith vorzulegen. Nach dem Erfolg ihrer 2009 bei myrios classics erschienen Solo-CD mit Werken von Reger und Bach, für das sie mit einem Echo Klassik als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet wurde, brachte das Label inzwischen drei weitere Alben gemeinsam mit den Pianisten Kirill Gerstein und Thomas Hoppe heraus. Insgesamt dokumentieren rund 50 CDs, die unter anderem bei EMI, Teldec und der Deutschen Grammophon erschienen sind, Tabea Zimmermanns musikalisches Schaffen. Bei Ars Musici liegt eine Aufnahme des Konzertes im Beethoven-Haus Bonn vor, bei dem sie, begleitet von Hartmut Höll, auf Beethovens eigener Bratsche spielt.

 

Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Frankfurter Musikpreis, dem Hessischen Kulturpreis, dem Rheingau Musikpreis, dem Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana in Siena, dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau und jüngst als Künstlerin des Jahres der ICMA International Classical Music Awards 2017. Tabea Zimmermann ist Stiftungsratsmitglied der Hindemith-Stiftung mit Sitz in Blonay, Schweiz, und Botschafterin der Bundesstiftung Kinderhospiz. Im Juli 2013 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden des Vereins Beethoven-Haus Bonn ernannt. Unter ihrer Ägide findet seit Januar 2015 jedes Jahr die Beethoven-Woche Bonn statt.

 

Tabea Zimmermann erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Bratschenunterricht, zwei Jahre später begann sie mit dem Klavierspiel. An ihre Ausbildung bei Ulrich Koch an der Musikhochschule Freiburg schloss sich ein kurzes, intensives Studium bei Sandor Végh am Mozarteum in Salzburg an. Eine Reihe von Wettbewerbserfolgen krönte ihre Ausbildung, darunter erste Preise beim Concours International in Genf 1982, Budapest 1984 und beim Wettbewerb „Maurice Vieux" in Paris 1983. Dort erhielt sie als Preis eine Bratsche des zeitgenössischen Geigenbauers Etienne Vatelot, auf der sie seitdem spielt. Ab 1987 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 konzertierte sie regelmäßig mit ihrem Ehemann David Shallon. Professuren hatte Tabea Zimmermann bereits an der Musikhochschule Saarbrücken und an der Frankfurter Hochschule für Musik inne; seit Oktober 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, wo sie inzwischen mit ihren drei Kindern lebt.

 

SAISON 2017/2018

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Solistin

© Ioulex

Maya Beiser, Violoncello

Die New Yorker Cellistin Maya Beiser, die in einem Kibbutz in Israel aufwuchs und an der Yale University studierte, gilt als eine der innovativsten amerikanischen Musikerinnen und als eine Künstlerin, die die Grenzen ihres Instruments stets neu definiert. Ihre...

Die New Yorker Cellistin Maya Beiser, die in einem Kibbutz in Israel aufwuchs und an der Yale University studierte, gilt als eine der innovativsten amerikanischen Musikerinnen und als eine Künstlerin, die die Grenzen ihres Instruments stets neu definiert. Ihre prägenden Lehrer waren Aldo Parisot, Alexander Schneider und Isaac Stern. Ihr Interesse an anderen Kunstformen und Kulturen hat dazu geführt, dass sie dem Cello in ihren inszenierten Konzerten ebenso wie in vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen ein neues Repertoire erschlossen hat.

 


 

Bevor sie sich auf ihre solistische Tätigkeit konzentrierte, war sie als Cellistin der Bang On A Can All Stars bekannt. Sie hat mit weltberühmten Musikern und Komponisten wie Steve Reich, Meredith Monk, Louis Andriessen, David Lang, Osvaldo Golijov, Brian Eno, Trent Reznor, Michael Gordon, Tan Dun, Julia Wolfe und Philip Glass zusammengearbeitet, die ihr zahlreiche Werke widmeten.

 

Maya Beiser hat vor allem mit ihren multimedialen Solo-Projekten auf sich aufmerksam gemacht: World to Come, mit Werken von Steve Reich, Osvaldo Golijov, David Lang, Arvo Pärt und Louis Andriessen, uraufgeführt 2003 in der zur Carnegie gehörenden Zankel Hall, oder Almost Human, entstanden 2006 mit Kompositionen von Eve Beglarian, Brett Dean, Michael Gordon und Joby Talbot, schließen Text, Gesang, Beleuchtung und interaktive Videoprojektionen ein. Von beiden Projekten liegen auch CD-Einspielungen vor. 2015 war Maya Beiser mit einem Solo-Programm beim Sound Unbound Festival des Barbican in London zu Gast, 2017 beim Cello Unwrapped Festival im Kings Place London.

 

In den USA war sie in Zyklen des Lincoln Center, der Carnegie Hall, des Los Angeles Philharmonic und des Kennedy Center in Washington zu erleben sowie mit gefeierten Auftritten beim Ravinia Festival in Chicago, bei den Celebrity Series in Boston oder dem Ojai Music Festival. Sie ist häufiger Gast bei Konzertveranstaltern wie dem Holland Festival, den BBC Proms, dem Jerusalem Festival, dem Adelaide Festival, dem Beijing Festival, dem Prague Spring International Music Festival, dem Southbank Centre London oder dem Sydney Opera House. Darüber hinaus war sie die Solistin in Philip Glass’ Naqoyqatsi, einem Projekt, das sie auf Tournee nach Sydney, New York, Nagoya (Japan), Barcelona, Paris und San Francisco führte.

 

Für das 2008 in der Carnegie Hall uraufgeführte Kammermusik-Projekt Provenance arbeitet Maya Beiser mit dem libanesisch-amerikanischen Oud-Meister Bassam Sabe, dem Handtrommel-Virtuosen Jamey Haddad und der iranisch-amerikanischen Sound-Designer Shahrokh Yadegari zusammen. Die CD Provenance war eine der meistverkauften Klassik- und Weltmusik CDs des Jahres 2010. Mit Time Loops erschien 2012 auf dem Cantaloupe Label eine CD, dessen zentrales Werk Michael Harrisons dreisätzige, virtuose Komposition Just Ancient Loops ist, die mit übereinander gelagerten Tonspuren arbeitet. Maya Beisers letzte beide Alben, Uncovered (2014) und TranceClassical (2016), sind beide bei Innova Recordings erschienen.

 

Ihr multimediales Bühnen-Projekt Elsewhere mit Werken von Missy Mazzoli, Michael Gordon und Eve Beglarian feierte im Oktober 2012 in Chapel Hill, North Carolina Premiere und wurde im gleichen Monat mehrmals an der Brooklyn Academy of Music gezeigt. Die auf der biblischen Legende von Lots Frau beruhende Cello-Oper, bei der neben Maya Beiser die Sängerin Helga Davis und vier Tänzerinnen auf der Bühne zu erleben sind, wurde von Maya Beiser gemeinsam mit dem Regisseur Robert Woodruff und der Choreographin Brook Notary entwickelt.

 

Für ihr neuestes Projekt All Vows mit Glenn Kotche (Schlagzeug) und Jherek Bischoff (E-Bass) hat sie eng mit dem Videokünstler Bill Morrison zusammengearbeitet, der für einige Werke des Programms Filme geschaffen hat. All Vows wurde 2014 im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco uraufgeführt und seitdem u.a. in Washington DC, Dallas Houston, Chicago und New York gezeigt.

 

Als Solistin konzertierte Maya Beiser u.a. mit dem St. Paul Chamber Orchestra, Montreal Symphony, BBC Concert Orchestra, Boston Pops, Sydney Symphony, Seattle Symphony, Nashville Symphony, China Philharmonic und Shanghai Philharmonic. Mit dem Detroit Symphony Orchestra hob sie 2016 Mohammed Fairouz’ Cello-Konzert Desert Sorrows aus der Taufe und spielte im selben Jahr die Uraufführung von Mark Anthony Turnages neuem Konzert für Violoncello und Kammerorchester mit dem Swedish Chamber Orchestra. Eine CD-Einspielung bei BIS Records ist geplant.

 

SAISON 2016/2017

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Solistin

© David Michalek

Claire Chase, Flöte

Eine deutsche Biographie liegt zur Zeit noch nicht vor.

Eine deutsche Biographie liegt zur Zeit noch nicht vor.

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Solist

© Marco Borggreve

Håkan Hardenberger, Trompete

Hardenberger ist einer der weltweit anerkanntesten Solisten, bekannt für seine phänomenalen Auftritte und unermüdlichen Neuerfindungen. Neben seinen herausragenden Aufführungen des klassischen Repertoires ist er einer der bekanntesten Botschafter für Neue...

Hardenberger ist einer der weltweit anerkanntesten Solisten, bekannt für seine phänomenalen Auftritte und unermüdlichen Neuerfindungen. Neben seinen herausragenden Aufführungen des klassischen Repertoires ist er einer der bekanntesten Botschafter für Neue Musik.

Håkan Hardenberger gibt Konzerte mit weltweit führenden Orchestern, darunter New York Philharmonic, Boston Symphony Orchestra, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Wiener Philharmoniker, Swedish Radio Symphony Orchestra, Berliner Philharmoniker und London Symphony Orchestra. Regelmäβig arbeitet er mit Dirigenten wie Peter Eötvös, Alan Gilbert, Daniel Harding, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons, Sakari Oramo, John Storgårds und Jukka-Pekka Saraste. Etliche der für Hardenberger geschriebenen Werke gehören zum Standardrepertoire für Trompete, von Komponisten wie Sir Harrison Birtwistle, Brett Dean, Hans Werner Henze, Rolf Martinsson, Steven Mackey, Olga Neuwirth, Arvo Pärt, Tōru Takemitsu, Mark-Anthony Trunke, Rolf Wallin und HK Gruber’s Konzert Aerial, dessen 70. Aufführung Hardenberger im April 2015 mit den Berliner Philharmonikern spielte.


 

Im Sommer 2017 kehrt Hardenberger zum Tanglewood Festival zurück, dieses Jahr mit einem pädagogischen Fokus in Zusammenarbeit mit dem Boston Symphony Orchestra und Fellows des Tanglewood Music Centres. Er ist Artist in Residence des neuen Klosters Music Festivals und auch beim Orchestre Philharmonique de Radio France, welche ihn als Solist und Dirigent präsentieren. Im Januar 2018 spielt er anlässlich HK Grubers 75. Geburtstag im Konzerthaus und im April kehrt er nach Wien in den Musikverein zur Feier von B.A. Zimmermanns 100. Geburtstag zurück. Weitere Zusammenarbeiten diese Spielzeit umfassen das Gewandhausorchester Leipzig, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, BBC Symphony Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra, Danish National Symphony, Helsinki und Seoul Philharmonic Orchestras.

Dirigieren ist ein wichtiger Teil in Hardenbergers künstlerischem Schaffen. Er dirigiert Orchester wie das BBC Philharmonic, Saint Paul und Swedish Chamber Orchestras, Dresdner Philharmonie, RTÉ National Symphony Orchestra Dublin, Real Filharmonía Galicia und Malmo Symphony Orchestra. Er arbeitet mit Roland Poentinen und dem Perkussionist Colin Currie, mit letzterem wird er im September 2017 ein neues Duo von Brett Dean beim Malmö Chamber Music Festival und anschließend in Aldeburgh, Wimbledon und beim Bergen Festival aufführen wird. Hardenberger ist künstlerischer Leiter des Malmö Kammermusikfestivals.

Unter Hardenbergers umfangreichen Diskographie bei Philips, EMI, Deutsche Gramophone, Ondine und BIS ist auch seine neuste Aufnahme der Trompetenkonzerte von Brett Dean und Lucas Francesconi mit dem Gothenburg Symphony Orchestra/John Storgårds. Für vorherige Aufnahmen neuer Arrangements bekannter Film und Pop Melodien kooperierte er mit der Academy of St Martin in the Fields (BIS).

Geboren in Malmö, Schweden, begann Hardenberger im Alter von acht Jahren mit Trompetenstunden bei Bo Nilsson. Später studierte er an der Pariser Musikhochschule bei Pierre Thibaud sowie in L.A. bei Thomas Stevens. Er ist Professor am Malmö Conservatoire.

SAISON 2017/2018

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Solist

© Bill Douthart

Uri Caine, Klavier

Uri Caine wurde in Philadelphia geboren und begann sein Klavierstudium bei Bernard Peiffer und ein Kompositionsstudium bei George Rochberg. Er spielte in Bands unter Leitung von Philly Joe Jones, Hank Mobley, Johnny Coles, Mickey Roker, Odean Pope, Jymmie...

Uri Caine wurde in Philadelphia geboren und begann sein Klavierstudium bei Bernard Peiffer und ein Kompositionsstudium bei George Rochberg. Er spielte in Bands unter Leitung von Philly Joe Jones, Hank Mobley, Johnny Coles, Mickey Roker, Odean Pope, Jymmie Merritt, Bootsie Barnes und Grover Washington. An der University of Pennsylvania studierte er Komposition bei George Rochberg und George Crumb. Caine hat als Leader 25 CDs aufgenommen, darunter seine neueste Solo-CD, Callithump (Winter und Winter 2014). Aufnahmen hat er gemeinsam mit seinem Jazz-Trio, seinem Bedrock Trio und seinem Ensemble gemacht, das Arrangements von Mahler, Wagner, Beethoven, Bach und Schumann spielt.

Caine hat in den letzten Jahren Kompositionsaufträge von der Wiener Volksoper, den Seattle Chamber Players, Relache, dem Beaux Arts Trio, dem kammerorchesterbasel, Concerto Köln und dem American Composers Orchestra erhalten. Im September 2003 war Caine der Direktor der Venediger Musikbiennale.


 

Er hat seine Version der Diabelli-Variationen mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem Moscow Chamber Orchestra, dem CBC Orchestra in Kanada und dem Swedish Chamber Orchestra aufgeführt. Von 2006-2009 war er Composer in Residence beim Los Angeles Chamber Orchestra, wo im Mai 2006 sein Konzert für zwei Klaviere und Kammerorchester mit Jeffrey Kahane uraufgeführt wurde 2009 wurde sein Othello Syndrome für einen Grammy Award nominiert.

In den vergangenen Jahren arbeitete Caine mit Gruppen unter Leitung von Don Byron, Dave Douglas, John Zorn, Terry Gibbs und Buddy DeFranco, Clark Terry, Rashid Ali, Arto Lindsay, Sam Rivers und Barry Altschul, der Woody Herman Band, Annie Ross, der Enja Band, Global Theory und den Master Musicians of Jajouka. Er erhielt eine Förderung vom Pennsylvania Council of Arts, dem National Endowment for the Arts und der Pew Foundation. Im Dezember 2010 erhielt er ein Stipendium von den USA Artists Fellowships.

Er hat bei zahlreichen Jazz-Festivals gespielt, so etwa beim North Sea Jazz Festival, dem Montreal Jazz Festival, dem Monterey Jazz Festival, dem JVC Festival, dem San Sebastian Jazz Festival, dem Newport Jazz Festival sowie bei klassischen Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Bayerischen Staatsoper, dem Holland Festival, dem Israel Festival, IRCAM, und bei den Great Performers im Lincoln Center. Seine neuesten Kompositionen umfassen The Passion of Octavius Catto, entstanden für das Philadelphia Orchestra mit Gospelchor und Solisten sowie Sunburst, ein Klavierkonzert, das er für das Naples Symphony Orchestra komponiert hat, beide uraufgeführt im Jahr 2014. Seine neuen Projekte in 2015 sind ein neues Stück für Klavier und Orchester für das American Composer Orchestra sowie neue Stücke für das Prism Saxophone Quartet und das Swedish Chamber Orchestra.

Er lebt in New York mit seiner Frau Jan.

SAISON 2015/2016

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