"Science Fiction"
Frank Strobel © Kai BienertOn Tour 06.03.19-17.03.19
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Kurzbeschreibung

Wenn wir das Genre benennen, das die Vorstellungskraft von Komponisten am meisten gefordert und vorangetrieben hat, dann ist das ohne Zweifel Science Fiction.
Ob sich die musikalische Konzeption nun eher an Fantasy orientiert (Star Wars) oder an wissenschaftlichen Spekulationen (Gattacca, Twelve Monkeys), ob sie uns einlädt,
uns auf düstere Dystopie einzulassen (Planet der Affen) oder die Hoffnung an das Gute im Menschen zu teilen (Star Trek) - Musik spielt dabei immer eine wesentliche Rolle.

Sie bringt uns in andere Universen (Alien) und holt die Bewohner fremder Universen zu uns auf die Erde (E.T. der Außerirdische, Unheimliche Begegnung der dritten Art). Und genau darüber erzählt das Konzertprogramm.

Wir erfüllen die Konzerthalle mit den musikalischen Visionen, wie sie die Größen der Filmmusik erdacht haben: Elliot Goldenthal, Jerry Goldsmith, James Horner, John Williams u.v.a.m. Alle diese Komponisten gelten als die wahren Architekten des unverwechselbaren musikalischen Universums der Star-Wars-Saga und der Reisen der USS Enterprise
sowie der Gänsehautmusik aus den Alien-Filmen.

Programm

Alexander Courage: Titelmusik aus "Star Trek: The Television Series"
Michael Giacchino: Suite aus "Star Trek into Darkness"
Jerry Goldsmith: "The Hunt" aus "Planet of the Apes"
Michael Nyman: "The Departure" aus "Gattaca"
Elliot Goldenthal: Musik aus "Alien"
James Horner: Main Title und "Ripley's Rescue" aus "Aliens"
Pause
John Williams: Suite aus "Encounters of the third kind"
Elliot Goldenthal: "The Gift" aus "Sphere"
Paul Buckmaster: Musik aus "Twelve Monkeys"
John Williams: "The Imperial March" aus "The Empire strikes back"
John Williams: "Light of the Force" aus "Return of the Jedi"
John Williams: "Rey's Theme" aus "The Force awakens"
John Williams: Hauptthema aus "Star Wars"

Orchester

Staatskapelle Weimar

Die Staatskapelle Weimar, 1491 begründet, ist einer der traditionsreichsten Klangkörper der Welt. Mit ihrer Geschichte sind bedeutende Musikerpersönlichkeiten wie Johann Nepomuk Hummel (1819 –1837), Franz Liszt (1848 –1858) oder Richard Strauss (1889 –1894)...

Die Staatskapelle Weimar, 1491 begründet, ist einer der traditionsreichsten Klangkörper der Welt. Mit ihrer Geschichte sind bedeutende Musikerpersönlichkeiten wie Johann Nepomuk Hummel (1819 –1837), Franz Liszt (1848 –1858) oder Richard Strauss (1889 –1894) verbunden, die als Hofkapellmeister die Qualität und das Ansehen des Orchesters steigerten. Uraufführungen zahlreicher sinfonischer Werke und Opern, darunter Wagners »Lohengrin« und Humperdincks »Hänsel und Gretel« verhalfen der Hofkapelle im 19. Jahrhundert auch zu internationalem ­Renommee. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten setzte dieser positiven Entwicklung des 1919 zur Weimarischen Staatskapelle ernannten Orchesters vorübergehend ein Ende. 

Nach dem Einschnitt des 2. Weltkriegs führte der Dirigent Hermann Abendroth eine neu formierte Staatskapelle zu beachtlicher Größe und Qualität zurück und ließ sie zu einem der führenden deutschen Klangkörper heranwachsen. Ab den 1980er Jahren waren die Dirigenten Peter Gülke, Oleg Caetani und Hans-­Peter Frank sowie von 1996 bis 2002 der heutige Ehrendirigent George Alexander Albrecht prägend für das Orchester. In seiner Nachfolge wirkten ab 2002 Jac van Steen, ab 2005 Carl St. Clair und ab 2009 Stefan Solyom als Generalmusik­direktoren und Chefdirigenten in Weimar. Ab dieser Spielzeit übernimmt der aus der Ukraine stammende Dirigent ­Kirill ­Karabits die Leitung des einzigen A-­Orchesters des Freistaats Thüringen.

Sowohl im Konzert- als auch im Opernbetrieb setzt die Staatskapelle Weimar auf die Kombination der bewussten Pflege ihrer großen Traditionen mit innovativen Aspekten. Zahlreiche CD-Einspielungen spiegeln eindrucksvoll das vielfältige, sich ständig erweiternde Repertoire von Mozart über Liszt, Wagner, Strauss und Furtwängler bis in die Moderne. International renommierte Solisten und Dirigenten ersten Ranges zählen zu den regelmäßigen Gästen des weit über die Klassikerstadt hinaus viel gefragten Orchesters. Tourneen und Gastkonzerte führten in den vergangenen Jahren unter anderem nach Japan, Israel, Spanien, Italien, Großbritannien, Ungarn, Österreich und in die Schweiz sowie in die großen Konzertsäle Deutschlands und zu bedeutenden Festivals. In der Spielzeit 2016/17 stehen Konzerte unter anderem bei den Burghofspielen Eltville, den Meisterkonzerten Rosenheim und dem Richard Strauss Festival Garmisch Partenkirchen sowie in Bayreuth und Schweinfurt auf dem Programm.

Saison 2016/2017

Zum Orchester

Dirigent

© Kai Bienert

Frank Strobel

Frank Strobel, 1966 in München geboren, wuchs im Umfeld des Kinos seiner Eltern auf und lernte schon früh das Filmvorführen. Entsprechend eng war sein Verhältnis zu Filmen und ihrer Musik, die ihn bis heute fesseln. Mit sechzehn fiel ihm ein Klavierauszug der...

Frank Strobel, 1966 in München geboren, wuchs im Umfeld des Kinos seiner Eltern auf und lernte schon früh das Filmvorführen. Entsprechend eng war sein Verhältnis zu Filmen und ihrer Musik, die ihn bis heute fesseln. Mit sechzehn fiel ihm ein Klavierauszug der originalen Filmmusik zu Fritz Langs Meisterwerk „Metropolis“ in die Hände, die er neu arrangierte und zum Film spielte. Mit dem Erfolg dieses frühen Metropolis-Projekts, das bis heute sehr viele weitere Aufführungen erlebt hat, waren die Weichen für die künstlerische Ausrichtung gestellt. Die Beschäftigung mit Metropolis wurde noch einmal aktuell, als die Filmfassung – nach dem Fund einer Originalkopie 2008 in Buenos Aires – erneut rekonstruiert werden konnte. Strobel war aktiv daran beteiligt, nachdem er zuvor die Partitur des Filmkomponisten Gottfried Huppertz - ebenso wie zu dem zweiteiligen „Nibelungen“-Film - rekonstruiert hatte. Die mit Spannung erwartete Premiere der endgültig restaurierten Fassung von „Metropolis“ mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) unter Leitung von Frank Strobel fand 2010 auf der Berlinale statt und wurde im Kulturkanal arte übertragen sowie auf das Brandenburger Tor projiziert.

Neben seiner filmmusikalischen Tätigkeit hat Frank Strobel internationale Anerkennung für Erst- und Wiederaufführungen von Werken der Komponisten Franz Schreker, Alexander von Zemlinsky und Siegfried Wagner erlangt. Er überschreitet die Grenzen zwischen beiden Genres, die er ohnehin für überflüssig hält. Nicht zuletzt deshalb fand der große russische Komponist Alfred Schnittke in Strobel einen geistesverwandten Freund und idealen Interpreten seiner Werke: Im Auftrag von Schnittke traf Strobel eine Auswahl aus dessen über 60 Filmmusiken, bearbeitete sie als Suiten für den Konzertsaal und begann gemeinsam mit dem RSB die Werke auf CD einzuspielen, die 2005 und 2006 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Außerdem sind seine drei Klavierkonzerte in der Einspielung mit der Pianistin Eva Kupiec erschienen. Bereits 1992 dirigierte Frank Strobel in der Alten Oper Frankfurt die Uraufführung von Schnittkes Stummfilmmusik zu Pudowkins Filmklassiker „Die letzten Tage von St. Petersburg“. Er hat außerdem Sergej Prokofjews Musik zum Film „Alexander Newski“ rekonstruiert, ediert und mit dem RSB im Konzerthaus Berlin 2004 uraufgeführt, dem die Aufführung im Bolshoi Moskau folgte. In der Semperoper Dresden fand 2006 die Wiederaufführung des „Rosenkavalier“-Films mit der Originalmusik von Richard Strauss statt, deren rekonstruierte Filmpartitur Strobel mit der Sächsischen Staatskapelle erarbeitet hatte. Mit der NDR Radiophilharmonie führte er in der Londoner Royal Albert Hall zum Science-Fiction-Film „Matrix“ die Filmmusik von Don Davis auf, ein Ereignis, dem sich effektvolle „Matrix - Live in Concert“-Aufführungen anschlossen.

2014 realisierte Frank Strobel mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France die Uraufführung der neuen Partitur von Philippe Schoeller zum Film J’accuse (Ich klage an) von Abel Gance im Pariser Salle Pleyel anlässlich des Gedenkens an den Beginn des 1. Weltkriegs. Mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt führte Frank Strobel das Filmkonzert „Zur Chronik von Grieshuus“ auf (2015) und produzierte außerdem die Musik zur preisgekrönten Tatort-Folge „Im Schmerz geboren“.

In der Saison 2016/2017 erfolgt mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin die Realisierung des rekonstruierten Filmwerkes „Iwan Grosny“ von Sergey Eisenstein mit der erstmalig vollständig aufgeführten Filmmusik in der Originalorchestrierung von Sergey Prokofiev beim Musikfest Berlin. Mit diesem Filmprojekt wird er außerdem beim Radio-Symphonieorchester Wien zu Gast sein. Neben einer Vielzahl von Filmkonzerten dirigiert Frank Strobel in dieser Spielzeit die NDR Radiophilharmonie und das RSB zu „Blancanieves“, die NDR Radiophilharmonie zu „Matrix-live - Film in Concert“ und „Romeo und Julia“, das Staatsorchester Athen zu „Metropolis“, das Orchestre Philharmonique Luxembourg zu „2001: A Space Odyssey“, die Staatskapelle Weimar zu „Phantom der Oper“, das Finnish Radio Symphony Orchestra zu „New Babylon“, sowie erneut das Radiosinfonieorchester Pilsen für die Weihnachtsproduktion „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Frank Strobel folgt Wiedereinladungen zum Tonhalle-Orchester Zürich, zum MDR Sinfonieorchester, WDR Funkhausorchester Köln, Qatar Philharmonic Orchestra, Orchestre National de Lille und zum Grafenegg Festival. Mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin gastiert er für „Die Lange Nacht“ (Fokus 20er Jahre) an der Alten Oper Frankfurt. Ein symphonisches Programm dirigiert er in dieser Spielzeit ebendort (RSB, Solistin: Katia Buniatishvili), sowie am Deutschen Nationaltheater Weimar (Staatskapelle Weimar, Solist: Simon Trpčeski).

Frank Strobel leistet seit Jahren Pionierarbeit im interdisziplinären Bereich von Film und Musik und ist einer der Protagonisten der Film in concert Bewegung. Durch sein Engagement hat der Stummfilm Einzug in führende Opern- und Konzerthäuser gehalten. Mit seinem fundierten musikalischen Können, seiner vielseitigen Begabung, Sachkenntnis und seinem Engagement hat er sich in der Welt der Filmmusik etabliert. Er verfügt sowohl über umfassende Kenntnis des Konzertrepertoires der Klassik, Romantik und des 20. Jahrhunderts, als auch über eine reiche Erfahrung als Dirigent, Arrangeur, Bearbeiter, Produzent und Studiomusiker.

Frank Strobel war in den 90er Jahren Chefdirigent des Filmorchesters Babelsberg, ist als Berater für das Stummfilmprogramm von ZDF/arte tätig und seit 2000 künstlerischer Leiter der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE, die er mitbegründete und die sich um eine historisch informierte Aufführungspraxis der Filmmusik verdient gemacht hat.

SAISON 2016/2017

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