Orchestre de Chambre d'Alsace / La Follia 05.11.18 - 18.11.18
La Follia © Dorian Rollin, La FolliaOn Tour 05.11.18-18.11.18
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Kurzbeschreibung

Hundert Jahre nach dem Ende des 1. Weltkrieges führt das Elsäßische Kammerorchester „La Follia“ mit einer vielgestaltigen Darbietung voller Leben sein Publikum mitten in die Schützengräben, in die Gemeinschaft der kämpfenden Soldaten, zu der Musiker und Musikanten aus ganz Europa gehörten. Lichtbilder und Videos, Komposition und Instrumentation, sowie die vorgetragenen Auszüge verschaffen Zugang zur Literatur, oder ein Wiederentdecken von verschiedenen Werken, die während des 1. Weltkriegs entstanden: "La Mort de près" und "Ceux de 14" von Maurice Genevoix, „Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque.
Komponisten, die am Krieg teilnahmen, verarbeiteten in ihren Werken ihre Verletzungen. Dadurch ertönen heute verbindende Botschaften von Musik und Frieden, die weltweit über den Schützengräben, über den Konflikten stehen.

Programm

Fritz Kreisler: Schön Rosmarin
Fritz Kreisler: Liebesleid
Lucien Durosoir: Adagio für Streichorchester
Maurice Ravel: 2. Satz aus Streichquartett F-Dur (1902/03)
Eugene Ysaye: 4. Satz aus Sonate für Violine solo op. 27 Nr. 2 a-Moll (für Jacques Thibaut)
Albert Roussel: Sinfonietta für Streichorchester op. 52 (1934)
Paul Hindemith: aus: 8 Stücke op. 44
Frank Bridge: Lament (1915) für Streichorchester, H. 117
Jean-Jacques Werner: "Ils s'appelaient Pierre et Paul" - Elegie für Violine, Viola und Streichorchester
Claude Debussy: 2. Satz aus Streichquartett g-Moll op. 10
Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 für Streichorchester (1917 rev. 1943)
Ralph Vaughan Williams: Concerto Accademico für Violine und Streichorchester
Arnold Towell: "Bed Time Fairy Tale" aus: Suite für Orchester
André Caplet: "Marche héroïque de la 5e Division" für Streichquartett, Klarinette und Flöte

Orchester

Orchestre de Chambre d'Alsace / La Follia

Das Elsässische Kammerorchester wurde in 1971 von professionellen Musikern im französischen Rheintalgebiet unter dem Namen „La Follia“ gegründet und damals vom Geiger Miguel de la Fuente geleitet. Diese Formation hat sich einen ausgezeichneten Ruf durch die...

Das Elsässische Kammerorchester wurde in 1971 von professionellen Musikern im französischen Rheintalgebiet unter dem Namen „La Follia“ gegründet und damals vom Geiger Miguel de la Fuente geleitet. Diese Formation hat sich einen ausgezeichneten Ruf durch die Qualität seiner Interpretationen sowie durch die Programmauswahl aufgebaut, der die Grenzen schnell überschritten hat.

Nach fast 45 Jahren des Bestehens, beeindruckt das Elsässische Kammerorchester „La Follia“ mit über 3000 Konzerten, 30 Premieren und einer umfangreichen Diskographie, die durch die Auszeichnungen des „Grand Prix de l‘Academie du Disque lyrique“ und dem „Grand Prix de la SACEM“ für seine Stabat Mater Aufnahme von Boccherini gekrönt wurden.

Seit der Gründung hat das Elsässische Kammerorchester die Chance und die Ehre von berühmten französischen Solisten, wie Maurice André, Jean-Pierre Rampal, Patrice Fontanarosa, Jean-Pierre Wallez, Anne Gastinel, David Guerrier, Marielle Nordmann, Paul Tortelier, Gérard Causse, Gautier Capucon usw. besucht und begleitet zu werden.

Das Elsässische Kammerorchester „La Follia“ ist ein nicht-ständiges professionnelles Orchester, dessen Anzahl Mitglieder je nach aufgeführten Werken variieren. Die häufigste Formation „Streicher“ beinhaltet 13 Musiker. Wird einwenig Harmonie zugefügt (einschliesslich Hörner und Oboe), wächst es auf 16 bis 18 Musiker an; 22 Musiker spielten für die CD Aufnahme des Violinkonzertes von Mozart. 39 Musiker waren auf der Bühne für „Die Schöpfung“ von Haydn, welche im März 2014 zusammen mit dem Ballett der „Opéra National du Rhin“ aufgeführt wurde.

Das Orchester steht seit 2009 unter der Leitung des Violonisten Hugues Borsarello.

Das Elsässische Kammerorchester „La Follia“ ist auch ein internationales Orchester: in seinen Reihen spielen Musiker aus allen Herren Ländern, wie Frankreich, Deutschland, Schweiz, aus Japan, England, Italien, Spanien usw.….

SAISON 2016/2017

 

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Solist

© Dorian Rollin, La Follia

Hugues Borsarello, Violine & Leitung

Alles ist eine Frage des Klanges. Derjenige seiner Geige zuerst. Hugues Borsarello wurde in eine Musiker Familie hinein geboren, in welcher die Saiten wie eine Verbeugung mitschwangen, man könnte sagen, dass er zur Musik geboren wurde. Diese war schon immer...

Alles ist eine Frage des Klanges. Derjenige seiner Geige zuerst. Hugues Borsarello wurde in eine Musiker Familie hinein geboren, in welcher die Saiten wie eine Verbeugung mitschwangen, man könnte sagen, dass er zur Musik geboren wurde. Diese war schon immer ein Teil von ihm. Er hinterfragt die Geschichte seines Instrumentes, den Zusammenhang zu entdecken, was ihm für die Interpretation wesentlich scheint: die Sprache, die natürliche Phrasierung und der Klang. Überschreiten der Dekonstruktion, jedoch nicht um technische Probleme zu vermeiden, sondern umzudenken.


 

Er ist auf der Suche nach dem Existentiellen über den Bereich der Violine hinaus, ohne sie je zu verlassen. Er hinterfrägt sein favorisiertes Thema in all seinen Dimensionen und entwickelt Fähigkeiten in Bereichen der Techniken und der Klangwiedergabe der Aufnahme weg von der Praxis seines Instrumentes. Er entwickelt Entwürfe, deckt auf, realisiert alle Arten elektroakkustischen Materials in einem Versuch, bestenfalls die grossen Aufnahmen der Vergangenheit zu reproduzieren und mit seinen eigenen Interpretationen zu erfassen und umzusetzen.

Hugues Borsarello vermittelt den Zuhörern den Genuss, den er aufrichtig als leidenschaftlicher Solist tief empfidet, den er in der Partitur und ihren feinsten Facetten findet, als tauschte er ein Augenzwinkern mit dem Komponisten. Im Konzert führt er unsere Sinne in die gemeinisvolle Wunderwelt der Musik, wo Noten ganz von selbst erklingen und erlebte Wirklichkeit werden.

Hugues Borsarello tritt als Kammermusiker und Solist auf. In 2009 übernahm er die musikalische Leitung des Elsässischen Kammerorchesters "La Follia“. Seine Konzerte führen zu den schönsten Theatern und Konzertsaale der Welt.

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Sprecher

© Horwitz

Dominique Horwitz, Sprecher & Sänger

Dominique Horwitz wurde 1957 in Paris geboren und wuchs in der französischen Metropole auf. 1971 zog seine Familie nach Berlin, wo er das Deutsch–Französische Gymnasium besuchte. Durch die Empfehlung eines Freundes stand er mit neunzehn Jahren das erste Mal...

Dominique Horwitz wurde 1957 in Paris geboren und wuchs in der französischen Metropole auf. 1971 zog seine Familie nach Berlin, wo er das Deutsch–Französische Gymnasium besuchte. Durch die Empfehlung eines Freundes stand er mit neunzehn Jahren das erste Mal für das Fernsehen vor der Kamera, nur wenig später gab er als Leo Singer in Peter Lilienthals preisgekröntem Film „David“ sein Debüt auf der großen Leinwand.

1978 legte Horwitz für ein Jahr ein kabarettistisches Zwischenspiel im Berliner CaDeWe (Cabaret des Westens) ein, gefolgt von einem Engagement am Tübinger Zimmertheater von 1979 bis 1983. 1985 war er am Bayerischen Staatsschauspiel in München unter Vertrag und von 1985 bis 1988 auch am Hamburger Thalia Theater. Dieter Wedel holte ihn für „Der große Bellheim“ wieder vor die Kamera, wo ihm 1993 mit der Hauptrolle in Josef Vilsmaiers „Stalingrad“ endgültig der internationale Durchbruch gelang. Seither ist er in vielen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen, ist aber der Bühne gleichermaßen treu geblieben. Er spielte u. a. in „The Black Rider“ in der Regie von Robert Wilson, in der „Dreigroschenoper“ in der Regie von Katharina Thalbach und in „Mondlicht“ von Harold Pinter in der Regie von Peter Zadek. 2015 feierte er einen großen Erfolg in der Titelrolle von Schillers „Wallenstein“ (Regie: Hasko Weber) am Nationaltheater Weimar.


 

Mit Jacques Brels Chansons aufgewachsen, entschloss sich Dominique Horwitz 1984 einen Abend mit Liedern des großen Chansonniers zusammenzustellen und zu präsentieren. Eine Erfolgsgeschichte, die ihm Kritiken mit dem Tenor einbrachte, seine Interpretation sei besser als die von Brel selbst. Im Frühjahr 2017 wird „Horwitz singt Brel“ erstmals im Wiener Musikverein zu erleben sein.

Sein ausgeprägtes Gespür für Musik macht Dominique Horwitz zu einem der gefragtesten Künstler des musikalisch-literarischen Genres: Ob Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“, Beethovens „Egmont“, Mendelssohns „Sommernachtstraum“ oder der Waljäger „Ahab“ aus der gleichnamigen symphonischen Bühnen-Parabel nach Melville – Horwitz singt, spielt und spricht die Figuren dieser Abende mit unvergleichlicher Intensität.

Zu den Künstlern, mit denen Dominique Horwitz bei vielfältigen Gelegenheiten zusammenarbeitet, zählen Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Christoph Eschenbach oder Isabelle Faust. Er erhält Einladungen von renommierten Festspielen wie dem Lucerne Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival oder dem Rheingau Musik Festival. Regelmäßig gastiert er zudem an der Komischen Oper Berlin.

Zahlreiche der Werke hat Dominique Horwitz zudem auf CD eingespielt, darunter die Melodramen „Antigone“, „Athalia“ und „Oedipus“ von F. Mendelssohn-Bartholdy mit dem MDR Sinfonieorchester, sowie die „Geschichte vom Soldaten“ mit Solisten der Berliner Philharmoniker.

Im Januar 2012 gab Horwitz sein Opernregie-Debüt mit Webers „Freischütz“ am Theater Erfurt.

Horwitz wurde 1992 mit dem Goldenen Löwen als bester Darsteller ausgezeichnet und erhielt 2002 für sein Brel Chanson Programm den Mephisto-Preis.

SAISON 2016/2017

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