Ensemble Correspondances 01.07.18 - 30.06.19
Ensemble Correspondances © Josep Molina
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Kurzbeschreibung

Die „geistlichen Geschichten“ von Charpentier bilden eine eigene Werkgruppe in seinem Schaffen. Obwohl diese besonders schönen Werke uns erhalten geblieben sind, ist ungewiss für welchen Anlass sie komponiert wurden. Sie können als geistliche Kurzopern gesehen werden oder als Nachahmung mittelalterlicher Mysterienspiele, da sie jeweils eine Geschichte erzählen. Judith, Maria Magdalena oder Cäcilia: Diese Namen rufen biblische Geschichten in Erinnerung, die mit Charpentiers Musik heute wie damals ähnliche Gefühle hervorrufen.

Programm

Marc-Antoine Charpentier: De profundis H. 156
Marc-Antoine Charpentier: Tenebrae factae sunt H. 129
Marc-Antoine Charpentier: Incipit Lamentatio H. 91
Marc-Antoine Charpentier: Repons ""Jerusalem Surge" H. 130
Marc-Antoine Charpentier: Stabat mater pour les religieuses H. 15
Marc-Antoine Charpentier: O Oriens splendor lucis aeternae

Orchester

© Josep Molina

Ensemble Correspondances

Das 2009 in Lyon gegründete Ensemble Correspondances ist eine Gruppe leidenschaftlicher Gesangs- und Instrumentalkünstler um den Cembalisten und Organisten Sébastien Daucé, die sich auf die Musik des französischen Grand Siècle spezialisiert haben. Innerhalb...

Das 2009 in Lyon gegründete Ensemble Correspondances ist eine Gruppe leidenschaftlicher Gesangs- und Instrumentalkünstler um den Cembalisten und Organisten Sébastien Daucé, die sich auf die Musik des französischen Grand Siècle spezialisiert haben. Innerhalb weniger Jahre hat sich Correspondances zu einer festen Größe im französischen Repertoire des 17. Jahrhunderts entwickelt. Unter dem aus Baudelaires „Correspondances“ entliehenen Namen entdeckt das Ensemble nicht nur bekannte Komponisten wie Marc-Antoine Charpentier neu, sondern weckt auch das Interesse an heute vergessenen, zu ihrer Zeit jedoch gefragten Musikern wie Antoine Boësset oder Etienne Moulinié, deren Werke uns heute sehr modern erscheinen und uns unmittelbar ansprechen.

 


 

Die engagierte Zusammenarbeit fördert seltene und zu Unrecht vernachlässigte musikalische Schätze zutage, die auf neun Einspielungen zu hören sind, die Auszeichnungen wie Choc Classica, ffff Télérama, Diapason d’Or, Echo für die beste Welt-Ersteinspielung 2016, Editor’s Choice von Gramophone und Operneinspielung des Jahres 2016 des Limelight Magazine erhielten.

All diese Veröffentlichungen zeugen von den Wurzeln und dem Forscherdrang des Ensembles: Marc-Antoine Charpentier auf „O Maria!“ (2010), die „Litanies de la Vierge“ (2013) oder die neueste CD „Pastorale de Noël et O de l’Avent“ (Oktober 2016), Antoine Boësset auf „L’Archange et le Lys“ (2011), Etienne Moulinié auf „Meslanges pour la Chapelle d’un Prince“ (2015), Henry du Mont auf „O Mysterium“ (2016) oder Michel-Richard de Lalande und seine „Leçons de Ténèbres“ mit Sophie Karthäuser (2015).

Die außergewöhnliche CD „Le Concert Royal de la Nuit“ von 2015 ist das Ergebnis einer dreijährigen Forschungsarbeit, die eine Wiederentdeckung jenes bedeutenden musikalischen Augenblicks des 17. Jahrhunderts ermöglicht, in dem Ludwig XIV. zum Sonnenkönig wurde.

 

Hauptsponsoren von Correspondances sind die Caisse des Dépôts und Mécénat Musical Société Générale. Das Ensemble wird außerdem vom Kultusministerium (DRAC Rhône-Alpes), der Region Rhône-Alpes und der Stadt Lyon gefördert. Das Ensemble residiert in Ambronay (Mitglied des REMA-Netzwerks für Alte Musik), dem Théâtre de Caen, dem MC2 Grenoble und der Chapelle de la Trinité in Lyon mit Unterstützung der Stadt.

 

SAISON 2017/2018

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Dirigent

© Josep Molina

Sébastien Daucé

Der Organist und Cembalist Sébastien Daucé setzt sich dafür ein, das wenig bekannte, aber reichhaltige geistliche und weltliche Repertoire des 17. Jahrhunderts zu fördern. Er lernte die künftigen Ensemblemitglieder während seiner Ausbildung an der Abteilung...

Der Organist und Cembalist Sébastien Daucé setzt sich dafür ein, das wenig bekannte, aber reichhaltige geistliche und weltliche Repertoire des 17. Jahrhunderts zu fördern. Er lernte die künftigen Ensemblemitglieder während seiner Ausbildung an der Abteilung für Alte Musik des Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon kennen, wo er bei Musikern wie Françoise Lengellé und Yves Rechsteiner Cembalo und Basso Continuo studierte. Nachdem er Erfahrungen als Continuo-Spieler und Chorleiter beim Ensemble Pygmalion, dem Festival d’Aix-en-Provence und dem Radio France Philharmonic Orchestra und Chor gesammelt hatte, gründete er 2009 Correspondances, wo er Sänger und Musiker um sich versammelte, die sich auf die Musik des Grand Siècle spezialisiert haben.

 


 

Er dirigiert das Ensemble von Cembalo oder Orgel aus und ist mit ihm überall in Frankreich sowie international im Rundfunk, bei renommierten Festivals (Saintes, Utrecht, Ambronay, Mailand, Brügge) und an außergewöhnlichen Orten (Versailles,  Louvre, Wigmore Hall) aufgetreten. Sébastien Daucé und das Ensemble Correspondances haben eine Residency am Théâtre de Caen, wo sie ihre ersten lyrischen Projekte entwickeln.

 

Das Ensemble unternahm Tourneen nach Japan, Kolumbien, China und die Vereinigten Staaten und tritt häufig in europäischen Ländern wie Deutschland, Benelux und Italien auf. Dank seiner umfassenden Kenntnis dieses neuen und selten gespielten Repertoires konnte Sébastien acht Einspielungen veröffentlichen, sechs davon für Harmonia Mundi, die mit Preisen wie Diapason d’or, ffff Télérama, Editor’s Choice für Gramophone (UK), Choc Classica und IRR Outstanding (UK) ausgezeichnet wurden. Das Ensemble genießt auch international einen guten Ruf und wurde 2016 mit dem Echo für die beste Welt-Ersteinspielung und für den besten Nachwuchsdirigenten ausgezeichnet. Das australische Magazin Limelight wählte „Le Concert Royal de la Nuit“ zur besten Operneinspielung des Jahres 2016.

 

Neben seiner musikalischen Karriere arbeitet Sébastien Daucé mit den besten Fachleuten für das 17. Jahrhundert zusammen, veröffentlicht regelmäßig Artikel und ist an bedeutenden Projekten zur Aufführungspraxis beteiligt. Er beschäftigt sich leidenschaftlich mit musikalischen Stilfragen und editiert Werke für das Repertoire des Ensemble Correspondances. Manchmal rekonstruiert er dabei sogar ganze Kompositionen wie das Ballet Royal de la Nuit. Er unterrichtet an der Pôle Supérieur of Paris-Boulogne-Billancourt und ist künstlerischer Leiter des London Festival of Baroque Music 2018.

 

Seit 2013 ist Sébastien Daucé Associate Artist der Fondation Royaumont.

 

SAISON 2017/2018

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