Ensemble Correspondances 01.07.18 - 30.06.19
Ensemble Correspondances © Josep Molina
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Kurzbeschreibung

Das Ballet royal de la Nuit, das Seine Majestät Ludwig XIV. im Alter von 15 Jahren tanzte, wurde Anfang 1653 in sieben Soireen im Louvre aufgeführt. Es war ein durchschlagender Erfolg: die zahlreichen Angehörigen der höfischen Geselllschaft, die Gesandten aus ganz Europa, aber auch die Bürger von Paris waren begeistert von diesem höfischen Schaustück, das mir seiner märchenhaften Ausstattung bleibenden Eindruck machte.

Programm

Marc-Antoine Charpentier: De profundis H. 156
Marc-Antoine Charpentier: Tenebrae factae sunt H. 129
Marc-Antoine Charpentier: Incipit Lamentatio H. 91
Marc-Antoine Charpentier: Repons ""Jerusalem Surge" H. 130
Marc-Antoine Charpentier: Stabat mater pour les religieuses H. 15
Marc-Antoine Charpentier: O Oriens splendor lucis aeternae

Orchester

© Josep Molina

Ensemble Correspondances

Das Ensemble Correspondances präsentiert vorrangig französische geistliche Musik des 17. Jahrhunderts, also aus einer Epoche, in der eine beträchtliche Anzahl von Meisterwerken entstand, von denen einige noch unveröffentlicht sind und daher nur darauf warten,...

Das Ensemble Correspondances präsentiert vorrangig französische geistliche Musik des 17. Jahrhunderts, also aus einer Epoche, in der eine beträchtliche Anzahl von Meisterwerken entstand, von denen einige noch unveröffentlicht sind und daher nur darauf warten, von jungen, leidenschaftlichen Musikern wiederbelebt zu werden.

Sébastien Daucé, der künstlerische Leiter, und seine Musiker lernten sich während des Studiums am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Lyon kennen. Daraus entwickelte sich eine engagierte Zusammenarbeit, bei der sie seltene und vernachlässigte musikalische Schätze heben und durch ihre Interpretation deren ganze emotionale Vielfalt enthüllen. Das Ensemble widmet sich nicht nur der Wiederentdeckung von Werken bekannter Komponisten wie Marc-Antoine Charpentier, sondern präsentiert auch Musiker, die heutzutage wenig bekannt sind, zu ihrer Zeit aber sehr gefragt waren. Dazu gehören Künstler wie Antoine Boësset oder Etienne Moulinié, deren modern wirkende Musik uns heute besonders anrührt.


 

Seit der Gründung im Jahre 2008 ist das Ensemble in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Japan und Südamerika aufgetreten. Die international erfolgreichen und preisgekrönten Einspielungen für Harmonia Mundi erwecken musikalische Schätze von Meistern des 17. Jahrhunderts wie Charpentier, Boësset, Moulinié, De Lalande und Dumont wieder zum Leben.

Höhepunkte der Saison 2017 sind Auftritte an der Opéra royal de Versailles, bei der Eröffnung des French May Arts Festival in Hongkong, bei den Barocktagen Melk, dem Boston Early Music Festival und dem Valletta Baroque Festival.

Hauptsponsoren von Correspondances sind die Caisse des Dépôts und das Mécénat Musical Société Générale. Das Ensemble wird außerdem vom Kulturministerium (DRAC Rhône-Alpes), der Region Rhône-Alpes und der Stadt Lyon gefördert. Das Ensemble hat Residencies in Ambronay (Mitglied des Rema-Netzwerks), am Théâtre de Caen und im MC2 Grenoble. 

SAISON 2016/2017

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Dirigent

© Josep Molina

Sébastien Daucé

Der Organist und Cembalist Sébastien Daucé strebt danach, das wenig bekannte, aber sehr reiche weltliche und geistliche Repertoire des 17. Jahrhunderts aufzuwerten. Er lernte die künftigen Ensemblemitglieder während seines Studiums an der Abteilung für Alte...

Der Organist und Cembalist Sébastien Daucé strebt danach, das wenig bekannte, aber sehr reiche weltliche und geistliche Repertoire des 17. Jahrhunderts aufzuwerten. Er lernte die künftigen Ensemblemitglieder während seines Studiums an der Abteilung für Alte Musik am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon kennen, wo er bei Musikern wie Françoise Lengellé und Yves Rechsteiner Cembalo und Basso Continuo studierte.

 Als Continuo-Spieler trat er unter der Leitung von Gabriel Garrido (Ensemble Elyma, Ambronay Baroque Academy), Raphaël Pichon (Ensemble Pygmalion), Françoise Lasserre (Akademia), Geoffroy Jourdain (Les Cris de Paris), Harmut Henschen und Miko Franck (Orchestre Philharmonique de Radio France) auf.

 Er war Assistent von Kenneth Weiss und Raphaël Pichon bei den Akademien des Festival d'Art Lyrique d'Aix-en-Provence der Jahre 2006, 2007 und 2014 und arbeitete mit Emmanuel Mandrin in der Abbaye aux Dames in Saintes.

 Sébastien Daucé gründete Correspondances im Jahre 2008 mit Sängern und Musikern, die allesamt Spezialisten für die Musik des französischen Grand Siècle sind. Mit dem Ensemble trat er in ganz Frankreich sowie auch international auf. Sie waren im Rundfunk, bei mehreren renommierten Festivals (Ambronay, Pontoise, Musikfest Bremen, Saintes, Utrecht) und auf Tourneen in Japan und Kolumbien zu hören. Dank seiner Kenntnis dieses neuen und wenig gespielten Repertoires konnte er acht Einspielungen veröffentlichen, die folgende Auszeichnungen erhielten: Diapason d’or, ffff von Télérama und and Choc de l’année von Classica, Gramophone Award, **** Fonoforum und IRR Outstanding.

 Neben seiner Karriere als Musiker lehrt Sébastien Daucé am Pôle Supérieur Paris Boulogne-Billancourt. Er ist auch in der Forschung tätig und hat mit William Christie drei Opern von Marc-Antoine Charpentier herausgegeben, die bei Éditions des Abbesses erschienen sind. Kürzlich entdeckte er das 1653 für Ludwig XIV. geschaffene Concert royal de la Nuit und spielte es mit Correspondances für Harmonia Mundi ein.

Seit 2013 ist Sébastien Daucé Associate Artist der Fondation Royaumont.

SAISON 2016/2017

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