Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin © Molina VisualsOrchester
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Biografie

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) geht zurück auf die erste musikalische Funkstunde des deutschen Rundfunks im Oktober 1923. Mit Vladimir Jurowski wird ab September 2017 einer der interessantesten Dirigenten der Gegenwart Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des ältesten deutschen rundfunkeigenen Sinfonieorchesters. Zuvor stand Marek Janowski von 2002 bis 2015 an der Spitze des Orchesters. Unter seiner Leitung konnte das RSB seine Position inmitten der Berliner Spitzenorchester und in der ersten Reihe der deutschen Rundfunkorchester nachhaltig ausbauen. Die vormaligen Chefdirigenten (u.a. Eugen Jochum, Sergiu Celibidache, Hermann Abendroth, Rolf Kleinert, Heinz Rögner und Rafael Frühbeck de Burgos) trugen alle zur Entwicklung des außergewöhnlichen Ensembleklanges bei.

Seit seiner Gründung ist das RSB im Besonderen mit der zeitgenössischen Musik vertraut. Bedeutende Komponisten traten selbst ans Pult dieses Orchesters oder führten als Solisten eigene Werke auf, so z.B. Paul Hindemith, Darius Milhaud, Sergei Prokofjew, Richard Strauss, Arnold Schönberg, Igor Strawinsky, Peter Ruzicka und Daniel Schnyder. In der Spielzeit 2017/2018 dirigieren gleich vier Künstler das RSB in Eigenkompositionen: Jörg Widmann, Thomas Adès, Krzysztof Penderecki und Matthias Pintscher.

Besonders anziehend ist das RSB für junge Dirigenten der internationalen Musikszene. Nach Andris Nelsons, Kristjan Järvi, Yannick Nézet-Séguin, Vasily Petrenko, Jakub Hrůša, Alain Altinoglu, Alondra de la Parra, Lahav Shani und Omer Meir Wellber in den vergangenen Jahren geben in der Saison 2017/2018 u.a. Karina Canellakis, Michael Francis und Krzysztof Urbański ihr RSB-Debüt. Zu den aktuellen Gästen gehören auch zahlreiche erfahrene Dirigenten der mittleren Generation wie Osmo Vänskä, Thomas Søndergård, Jukka-Pekka Saraste, Andrey Boreyko oder Sebastian Weigle. Frank Strobel realisiert zudem seit vielen Jahren exemplarische Filmmusik-Konzerte mit dem RSB.

Dank der engen Verbindung mit Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk und mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg werden die meisten Konzerte des RSB im Rundfunk übertragen. Darüber hinaus trägt die Zusammenarbeit mit Deutschlandradio reiche Früchte auf CD. 2015 brachte PENTATONE eine Einspielung der Sinfonie Nr. 3 von Alfred Schnittke mit Vladimir Jurowski heraus. Die zehn Livemitschnitte des großen konzertanten Wagnerzyklus mit Marek Janowski sind bis Ende 2013 ebenfalls bei PENTATONE erschienen, die Gesamteinspielung aller Sinfonien von Hans Werner Henze bis 2014 bei WERGO. Auch mit anderen Labels wie CAPRICCIO, cpo, NAXOS, ORFEO und Sony Classical wird weiterhin produziert. Zahlreiche der Aufnahmen wurden mit deutschen undinternationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet.

Neben den Sinfoniekonzerten, Kammerkonzerten, Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen gibt dasRSB auch zahlreiche Familien- und Kinderkonzerte. Mit großem persönlichem Einsatz engagieren sichviele der Musikerinnen und Musiker sowohl in der Kammermusik als auch bei ambitionierten Musikvermittlungsprojekten für Heranwachsende und interessierte Musikliebhaber. Darüber hinaus ist das RSB seit mehr als 50 Jahren auf wichtigen nationalen und internationalen Podien ebenso präsent wie in Berlin. Neben regelmäßigen Tourneen nach Korea und Japan gastiert das Orchester bei deutschen und europäischen Festivals und in internationalen Musikzentren.

Das RSB ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin, einem 1994 gegründeten Verbund von vier Rundfunkklangkörpern (RIAS Kammerchor, Rundfunkchor Berlin, RSB, DSO Berlin), der von Deutschlandradio (40 %), der Bundesrepublik Deutschland (35 %), dem Land Berlin (20 %) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5 %) gemeinsam getragen wird.

SAISON 2016/2017

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Tourneen

Rundfunk-Sinfonieorchester BerlinVladimir Jurowski
  • Alina Ibragimova
20.05.19 - 22.05.19
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