Lahti Symphony Orchestra
© Markus HenttonenOrchester
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Biografie

Das Lahti Symphony Orchestra wurde als „Kleinstadtwunder“ bezeichnet. Die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Plattenlabel BIS war ein erstes deutliches Signal, dass es sich nicht länger mit den Ansprüchen eines Provinzensembles zufriedengab, sondern sich international orientierte. Unter seinem Chefdirigenten Osmo Vänskä (1988-2008) erfüllte es sich einige seiner wildesten Träume. Von Herbst 2008 bis Frühjahr 2011 wirkte Jukka-Pekka Saraste sowohl als künstlerischer Berater des Orchesters als auch künstlerischer Leiter des Sibelius Festivals. Seit  Herbst 2011 obliegt die künstlerische Festivalleitung dem Chefdirgenten des Orchesters Okko Kamu, der das  Amt noch bis Frühjahr 2016 inne haben wird. Ab Herbst 2016 tritt  Dima Slobodeniouk die Nachfolge beider Positionen an.

In den frühen 90er Jahren setzte sich das Ensemble mehrere Ziele: internationale Tourneen, ein neuer Konzertsaal und sich mittels unkonventioneller Projekte einen Ruf als „Pionier mit dem gewissen Etwas“ zu erarbeiten. Seit 2000 hat das Orchester seinen Sitz in der Sibelius Hall, die für ihre exzellente Akustik bekannt ist. Zahlreiche Schallplattenpreise (darunter ein Grand Prix du Disque 1993, Gramophone Awards 1991 und 1996, Cannes Classical Awards 1997 und 2001, der MIDEM Classical Award 2006 und der Diapason d’Or de l’Année 2011) haben dem Orchester den Weg auf die internationalen Bühnen geebnet. 1999 unternahm das Ensemble die erste große Japan-Tournee und gab im selben Jahr ein erfolgreiches Debüt in der New Yorker Avery Fisher Hall.


Diese Auftritte führten zu weiteren Einladungen, und das Lahti Symphony Orchestra hat danach erneut die Vereinigten Staaten (Januar 2005) und Japan (2003 und 2006) besucht. Japanische Kritiker wählten die Aufführung von Sibelius’ Kullervo 2003 in Tokio zur besten klassischen Aufführung des Jahres in Japan. Das Ensemble ist im Concertgebouw Amsterdam, beim White Nights Festival in St. Petersburg, zweimal bei den Londoner BBC Proms und viermal im Wiener Musikverein aufgetreten. Daneben hat es Konzerte in China, Frankreich, Spanien, Polen und Belgien gegeben, die von der internationalen Presse sehr freundlich besprochen wurden. Im Oktober 2013 unternahm das Ensemble seine erste Tournee nach Südamerika.

Die Aufgeschlossenheit des Orchesters spiegelt sich auch in den vielen außergewöhnlichen Einspielprojekten. Die erste CD mit finnischen Hymnen erreichte nach nur einem Monat Goldstatus, inzwischen sind es sieben goldene Schallplatten. Die Filmmusik zu Sibelius und die ABBA- und Queen-Einspielungen mit der Band Rajaton erreichten Platin.

Neben der Musik von Sibelius steht die Zusammenarbeit mit Kalevi Aho, Composer-in-Residence seit 1992, im Mittelpunkt des Orchesterschaffens. Kalevi Aho hat unter anderem fünf Symphonien für das Ensemble komponiert, das auch den Großteil seines Werkes eingespielt hat. Die Aufnahmen wurden von der internationalen Presse ausnahmslos sehr positiv aufgenommen, genau wie die mehr als achtzig Einspielungen, die von der engen Zusammenarbeit mit BIS zeugen. Im Herbst 2009 überschritten die internationalen Verkäufe bei BIS die Millionenmarke.

Für das Lahti Symphony Orchestra ist die Zusammenarbeit mit Kindern und jungen Menschen besonders wichtig. In den vergangenen zehn Jahren haben Vertreter des Orchesters Schulen und Kitas in Lahti besucht und mit Kindern im Rahmen des Projektes „Hei, me sävelletään!“ („Hey, lasst uns komponieren!“) komponiert.

Die Homepage des Lahti Symphony Orchestra: www.sinfonialahti.fi

Konzerte des Lahti Symphony Orchestra online unter: www.classiclive.com

SAISON 2015/2016

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