HarfeXavier de Maistre
© Marco BorggreveKünstler

„Hexenmeister der Harfenkunst“

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Biografie

Xavier de Maistre gehört zu jener Elite von Solokünstlern, denen es gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren. Neben Auftragskompositionen von Zeitgenossen wie Kaija Saariaho präsentiert er meisterhafte Arrangements – Werke wie Smetanas „Moldau“, die gewöhnlich von einem ganzen Orchester gespielt werden. Nur wenige Harfenisten haben sich zuvor an dieses Genre gewagt und es ist die besondere Qualität seiner Interpretationen, die Xavier de Maistre den Ruf eingebracht hat, einer der kreativsten und außergewöhnlichsten Musiker seiner Generation zu sein.

Xavier de Maistre konzertiert regelmäßig in den bedeutenden Konzerthäusern Europas, Asiens und Nordamerikas. Er tritt mit führenden Orchestern auf und arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Bertrand de Billy, Daniele Gatti, Kristjan Järvi, Philippe Jordan, Riccardo Muti, Andrés Orozco-Estrada, André Previn, Sir Simon Rattle, Lionel Bringuier, Gilbert Varga und Kazuki Yamada. Der französische Harfenist ist gern gesehener Gast bei den großen internationalen Musikfestivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Salzburger Festspielen, dem Festival in Verbier, dem Frühlingsfestival in Budapest und dem Mostly Mozart Festival in New York. Solorezitale, Duoabende mit den Sopranistinnen Diana Damrau und Mojca Erdmann sowie Kammermusikkonzerte mit der Geigerin Baiba Skride und dem Cellisten Daniel Müller-Schott komplettieren sein künstlerisches Schaffen.


 

Nachdem er die vergangene Spielzeit als Artist in Residence beim WDR Sinfonieorchester Köln eröffnete, steht am Beginn der aktuellen Saison sein Debüt mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti. In Europa konzertiert er mit dem Orchestre de Paris in der neuen Philharmonie in Paris. Er ist zu Gast beim Danish National Symphony Orchestra, beim Tampere Philharmonic, beim Orquesta Nacional de España, beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, den Sinfonieorchestern in Basel, Bern und St. Gallen, bei den Düsseldorfer Symphonikern und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Konzerte mit Les Siècles und der Kammerakademie Potsdam führen ihn ins Konzerthaus und in die Philharmonie in Berlin. Er folgt Einladungen nach Asien und in den Nahen Osten, wo er unter anderem mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra und Qatar Philharmonic auftritt. Mit Solorezitalen ist er in Düsseldorf, Stuttgart, Genf, Monaco, Cardiff und Beirut zu hören.

De Maistre ist Exklusivkünstler beim Label Sony Music. Hier hat er Werke von Debussy, Klavierkonzerte von Haydn sowie spanisches Repertoire (u.a. Rodrigos „Concierto de Aranjuez“) aufgenommen. 2012 erschien „Notte Veneziana“, eine Einspielung von Barockkonzerten mit dem Ensemble l’arte del mondo, die in die Top-Ten der Klassik-Charts in Deutschland und Frankreich vorstieß. 2013 veröffentlichte er eine reine Mozart-CD, aufgenommen mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Leitung von Ivor Bolton, sowie eine DVD mit Diana Damrau (EMI). Im Frühjahr 2015 kam seine neueste CD „Moldau – The Romantic Album“ mit slawischem Repertoire für Harfe solo auf den Markt.

In Toulon (Frankreich) geboren, begann er im Alter von neun Jahren Harfe zu spielen. Er wurde zunächst am dortigen Konservatorium ausgebildet, später vervollständigte er seine Studien bei Jacqueline Borot und Catherine Michel in Paris. 1998 gewann Xavier de Maistre den 1. Preis beim „US International Harp Competition“ in Bloomington. Mit nur 24 Jahren und als erster französischer Musiker wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker. 2010 verließ er das Orchester wieder, um sich ausschließlich seiner Solokarriere zu widmen.

Seit 2001 ist Xavier de Maistre Professor an der Musikhochschule Hamburg. Er gibt er regelmäßig Meisterkurse an der Juilliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London. Der Künstler spielt eine Harfe von Lyon & Healy.

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SAISON 2015/2016 

Zitate

„Xavier de Maistre […] führt erneut vor, wie wandelbar und facettenreich die Harfe sein kann. […] Beides spielt de Maistre so klar und farbenreich wie technisch brillant. Fast mehr noch beeindruckt, wie der Franzose gliedert: Sinnzusammenhänge schafft, weite Bögen spannt. Xavier de Maistre, das wird hier deutlich, ist weit über den Harfen-Bereich hinaus schlicht ein großer Musiker.“

Fono Forum, 01.05.15

„Überraschend sind […] die Klangfülle, diese zauberhaften Farben, die Xavier de Maistre entfacht und wie er im neuen Klanggewand einen glitzernden Fluss durch einen Märchenwald evoziert. Ausdrucksstark und voller Atmosphäre gelingen auch die übrigen Stücke dieser CD [„Moldau – The Romantic Solo Album“] . Sie taugt dazu, das Image der Harfe endgültig zu revolutionieren.“

Concerti, Eckhard Weber, 01.05.15

„She and Mr. de Maistre (both are French) have recorded Mozart’s concerto together, and there was a practiced ease to their interplay, especially in the sometimes daring, virtuosic new cadenzas by Sylvain Blassel. Her sound is silken; his crisp and zesty. The slow movement was a model of tasteful phrasing.“

New York Times, Corinna da Fonseca-Wollheim, 17.08.2014

„Der König der Harfe: [...] Der Harfenist Xavier de Maistre (40) glänzte in Graz mit stupender Virtuosität, inniger Lyrik und eleganter Kantabilität. […] Xavier de Maistre brillierte […] nach allen Regeln der Kunst. Als phänomenaler Musiker hatte er schon zuvor in seiner eigenen Bearbeitung von Mozarts Klavierkonzert Nr. 19, KV 459, geglänzt.“

Kleine Zeitung Graz, 12.02.2014

„Xavier de Maistre, einstiger Soloharfenist der Wiener Philharmoniker, der sich längst auf seine Solokarriere und seine Professur an der Hamburger Musikhochschule konzentriert, ist der derzeit Beste seines Fachs.“

Die Presse, Walter Dobner, 11.02.2014

„Xavier de Maistre ist einer der besten Harfenisten der Welt […] diese transparenten, klirrenden Klänge, diese perlenden Tonreihen inszenieren, die manchmal wie musikalische Metaphern zu Platons Ideenwelt daherkommen. Aber vor allem gilt der charmante Franzose deswegen als Großer seines Fachs, weil er die Harfe über den delikaten, sanft-filigranen Klangkosmos hinaus etabliert hat. […] De Maistre, der in ästhetisch zelebrierter Gelassenheit schon mal sein Instrument kurz nur mit einer Hand bespielte, ließ es sich danach nicht nehmen, eine Zugabe, ein für Solo-Harfe, zu spielen. Seine Darbietung von Parish-Alvars‘ „La Mandoline-Grande Fantaisie“ war noch mal eine Eloge an den Zauber der Harfe – schön, wie viel Klang- und Nuancenreichtum hier der charismatische Virtuose aus Toulon entfaltete. Das Publikum zeigte sich jedenfalls hingerissen.“

Süddeutsche Zeitung, Udo Watter, 04.02.2014

„Einsamer Höhepunkt des Abends war seine sensible, schließlich geradezu Paganini-artig auf den Saiten durch alle Register rasende Solozugabe von Félix Godefroids „Le carnaval de Venise“ (über „Mein Hut, der hat drei Ecken“).“

Stuttgarter Nachrichten, Helmuth Fiedler, 03.02.2014

„Hexenmeister der Harfenkunst: [...] Kein wolkiges Salon-Odeur, keine Nippes-Süße umwehen ihn, seineTonmalerei, mit schier unglaublicher Fingerfertigkeit ausgeführt, lenkt den Blick ins Heute, selbst wenn er Werke von Antonio Vivaldi und dessen Zeitgenossen Alessandro Marcello und Francesco Durante spielt.“

Welt online, Monika Nellissen, 11.5.12

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Diskografie

Moldau – The Romantic Solo AlbumXavier de Maistres erste Solo-CD mit Smetanas „Moldau“ und anderen beliebten slawische MelodienApr. 2015, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
MozartXavier de Maistre spielt mit dem Mozartorchester Salzburg unter Ivor Bolton Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.Jul. 2013, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
Notte VenezianaXavier de Maistre spielt eine Auswahl von Barock-Konzerten venezianischer Komponisten, u.a. Marcello,Albinoni und Vivaldi - arrangiert für Harfe.Mär. 2012, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
Aranjuez: Konzerte und Tänze für HarfeXavier de Maistre spielt mit dem Radio-Symphonieorchester Wien Werke von Manuel de Falla, Francisco Tárrega, Enrique Granados u.a.Apr. 2010, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
Hommage à HaydnXavier de Maistre spielt Werke von Haydn: Konzert Nr. 5 in G Hob. XVIII:4, Konzert Nr. 6 in D Hob. XVIII:11, Variationen in C Hob. XVII:5 u.a.Jun. 2009, Sony Music, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon