Harfe Xavier de Maistre
Xavier de Maistre © Jean-Baptiste MillotKünstler

„Hexenmeister der Harfenkunst“

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Biografie

Xavier de Maistre gehört zu jener Elite von Solokünstlern, denen es gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren. Neben Auftragskompositionen namhafter Zeitgenossen präsentiert er meisterhafte Arrangements – Werke wie Smetanas „Moldau“, die gewöhnlich von einem ganzen Orchester gespielt werden. Dank der Qualität seiner Interpretationen und der Vielfalt seiner Konzertprojekte gilt er als einer der kreativsten und eindrucksvollsten Musiker seiner Generation.

Xavier de Maistre konzertiert weltweit in den bedeutendsten Konzerthäusern. Er tritt mit führenden Orchestern auf und arbeitet mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Daniele Gatti, Kristjan Järvi, Philippe Jordan, Riccardo Muti, Andrés Orozco-Estrada, André Previn, Sir Simon Rattle und Lionel Bringuier. Er ist gern gesehener Gast bei internationalen Musikfestivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Salzburger Festspiele, Budapest Spring Festival und Mostly Mozart in New York. Solorezitale, Duoabende und Kammermusik mit Musikerkollegen wie Diana Damrau, Baiba Skride und Daniel Müller-Schott komplettieren sein künstlerisches Schaffen.


 

Die Spielzeit 2016/2017 beginnt für de Maistre mit der Uraufführung des für ihn geschriebenen Harfenkonzerts von Kaija Saariaho in der Suntory Hall in Tokyo. Ein weiterer Höhepunkt ist die dem Harfenmythos Marie Antoinette gewidmete Tournee durch Europas Musikmetropolen mit Les Arts Florissants unter William Christie. Engagements führen ihn zum Tonhalle-Orchester Zürich, London Philharmonic Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Finnish Radio Symphony und Mozarteumorchester Salzburg. Er folgt Einladungen nach Asien, Süd- und Nordamerika, wo er mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Hongkong Philharmonic, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo und Montreal Symphony Orchestra auftritt. Mit Solorezitalen ist er u.a. im KKL Luzern und im Festspielhaus Baden-Baden zu hören.

De Maistre ist Exklusivkünstler bei Sony Music. Er hat Werke von Debussy, die Klavierkonzerte von Haydn sowie spanisches Repertoire aufgenommen. 2012 erschien „Notte Veneziana“, eine Einspielung von Barockkonzerten mit l’arte del mondo. 2013 veröffentlichte er eine Mozart-CD mit dem Mozarteumorchester Salzburg sowie eine DVD mit Diana Damrau (EMI). Im Frühjahr 2015 kam die CD „Moldau – The Romantic Album“ mit slawischem Repertoire für Harfe solo auf den Markt. Eine Veröffentlichung zum Marie-Antoinette-Projekt mit Les Arts Florissants und William Christie ist für Oktober 2016 geplant (harmonia mundi).

In Toulon (Frankreich) geboren, begann er im Alter von neun Jahren Harfe zu spielen. Zunächst am Konservatorium in Toulon ausgebildet, vervollständigte er später seine Studien bei Jacqueline Borot und Catherine Michel in Paris. 1998 gewann Xavier de Maistre den „US International Harp Competition“ in Bloomington. Mit nur 24 Jahren und als erster französischer Musiker wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker. 2010 verließ er das Orchester wieder, um sich ausschließlich seiner Solokarriere zu widmen.

Seit 2001 ist Xavier de Maistre Professor an der Musikhochschule Hamburg. Er gibt regelmäßig Meisterkurse an der Juilliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London. Der Künstler spielt eine Harfe von Lyon & Healy.

SAISON 2016/2017

Zitate

„Der dynamische Umfang von De Maistre und seine makellose Technik sind bewundernswert.“

Berliner Morgenpost, 26.2.16 Rebecca Schmid

„De Maistre is clearly the real thing, a musician of seamless technique and poetic sensibility.“

Chicago Classical Review, Lawrence A. Johnson, 25.09.15

„Xavier de Maistre […] führt erneut vor, wie wandelbar und facettenreich die Harfe sein kann. […] Beides spielt de Maistre so klar und farbenreich wie technisch brillant. Fast mehr noch beeindruckt, wie der Franzose gliedert: Sinnzusammenhänge schafft, weite Bögen spannt. Xavier de Maistre, das wird hier deutlich, ist weit über den Harfen-Bereich hinaus schlicht ein großer Musiker.“

Fono Forum, 01.05.15

„Überraschend sind […] die Klangfülle, diese zauberhaften Farben, die Xavier de Maistre entfacht und wie er im neuen Klanggewand einen glitzernden Fluss durch einen Märchenwald evoziert. Ausdrucksstark und voller Atmosphäre gelingen auch die übrigen Stücke dieser CD [„Moldau – The Romantic Solo Album“] . Sie taugt dazu, das Image der Harfe endgültig zu revolutionieren.“

Concerti, Eckhard Weber, 01.05.15

„She and Mr. de Maistre (both are French) have recorded Mozart’s concerto together, and there was a practiced ease to their interplay, especially in the sometimes daring, virtuosic new cadenzas by Sylvain Blassel. Her sound is silken; his crisp and zesty. The slow movement was a model of tasteful phrasing.“

New York Times, Corinna da Fonseca-Wollheim, 17.08.2014

„Der König der Harfe: [...] Der Harfenist Xavier de Maistre (40) glänzte in Graz mit stupender Virtuosität, inniger Lyrik und eleganter Kantabilität. […] Xavier de Maistre brillierte […] nach allen Regeln der Kunst. Als phänomenaler Musiker hatte er schon zuvor in seiner eigenen Bearbeitung von Mozarts Klavierkonzert Nr. 19, KV 459, geglänzt.“

Kleine Zeitung Graz, 12.02.2014

„Xavier de Maistre, einstiger Soloharfenist der Wiener Philharmoniker, der sich längst auf seine Solokarriere und seine Professur an der Hamburger Musikhochschule konzentriert, ist der derzeit Beste seines Fachs.“

Die Presse, Walter Dobner, 11.02.2014

„Xavier de Maistre ist einer der besten Harfenisten der Welt […] diese transparenten, klirrenden Klänge, diese perlenden Tonreihen inszenieren, die manchmal wie musikalische Metaphern zu Platons Ideenwelt daherkommen. Aber vor allem gilt der charmante Franzose deswegen als Großer seines Fachs, weil er die Harfe über den delikaten, sanft-filigranen Klangkosmos hinaus etabliert hat. […] De Maistre, der in ästhetisch zelebrierter Gelassenheit schon mal sein Instrument kurz nur mit einer Hand bespielte, ließ es sich danach nicht nehmen, eine Zugabe, ein für Solo-Harfe, zu spielen. Seine Darbietung von Parish-Alvars‘ „La Mandoline-Grande Fantaisie“ war noch mal eine Eloge an den Zauber der Harfe – schön, wie viel Klang- und Nuancenreichtum hier der charismatische Virtuose aus Toulon entfaltete. Das Publikum zeigte sich jedenfalls hingerissen.“

Süddeutsche Zeitung, Udo Watter, 04.02.2014

„Einsamer Höhepunkt des Abends war seine sensible, schließlich geradezu Paganini-artig auf den Saiten durch alle Register rasende Solozugabe von Félix Godefroids „Le carnaval de Venise“ (über „Mein Hut, der hat drei Ecken“).“

Stuttgarter Nachrichten, Helmuth Fiedler, 03.02.2014

„Hexenmeister der Harfenkunst: [...] Kein wolkiges Salon-Odeur, keine Nippes-Süße umwehen ihn, seine Tonmalerei, mit schier unglaublicher Fingerfertigkeit ausgeführt, lenkt den Blick ins Heute, selbst wenn er Werke von Antonio Vivaldi und dessen Zeitgenossen Alessandro Marcello und Francesco Durante spielt.“

Welt online, Monika Nellissen, 11.5.12

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Diskografie

La Harpe ReineConcertos for Harp at the Court of Marie-Antoinette (Live) Xavier de Maistre, Les Arts Florissants & William ChristieNov. 2016, harmonia mundi, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Moldau – The Romantic Solo AlbumXavier de Maistres erste Solo-CD mit Smetanas „Moldau“ und anderen beliebten slawische MelodienApr. 2015, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
MozartXavier de Maistre spielt mit dem Mozartorchester Salzburg unter Ivor Bolton Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.Jul. 2013, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
Notte VenezianaXavier de Maistre spielt eine Auswahl von Barock-Konzerten venezianischer Komponisten, u.a. Marcello,Albinoni und Vivaldi - arrangiert für Harfe.Mär. 2012, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
Aranjuez: Konzerte und Tänze für HarfeXavier de Maistre spielt mit dem Radio-Symphonieorchester Wien Werke von Manuel de Falla, Francisco Tárrega, Enrique Granados u.a.Apr. 2010, Sony Music, CD, Verfügbar bei: Amazon
Hommage à HaydnXavier de Maistre spielt Werke von Haydn: Konzert Nr. 5 in G Hob. XVIII:4, Konzert Nr. 6 in D Hob. XVIII:11, Variationen in C Hob. XVII:5 u.a.Jun. 2009, Sony Music, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon