KlavierNareh Arghamanyan
© Julia WeselyKünstler

„... ein wahrer Wirbelwind an Kraft und Temperament.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Biografie

Nareh Arghamanyan gehört mit ihren 24 Jahren nicht nur technisch zu den Besten der neuen Pianistengeneration, mit ihrer reichen Klangfarbenfantasie und ihrer großen Erzählkraft besitzt ihr Spiel etwas ganz Eigenes und Kostbares.

In den beiden letzten Spielzeiten debütierte sie erfolgreich mit so renommierten Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich (Konzert der Orpheum Stiftung, Zürich), dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo. Ihre Auftritte führten sie unter anderem in die Philharmonie Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, das Konzerthaus Wien, den Musikverein Wien und die Tonhalle Zürich.

Zu den Höhepunkten der Saison 2013/2014 gehören ihre Debüts in München und beim Piano Festival in Lucerne. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin wird sie erstmals im Großen Saal der Philharmonie Berlin zu hören sein. Weitere Konzerte führen sie zu den Philharmonikern in Essen und Stuttgart und zum Wiener Jeunesse Orchester. Sie spielt mit der Kymi Sinfonietta in Kotka und Helsinki und debütiert in Irland mit dem RTÈ National Symphony Orchestra Dublin.


Nareh Arghamanyan ist regelmäßig zu Gast bei den großen internationalen Musikfestivals, beispielhaft zu nennen wären hier das Marlboro Festival, das Schleswig-Holstein Musik Festival, Tanglewood, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Dirigenten, mit denen sie arbeitet, gehören Alain Altinoglu, Michael Sanderling, Christian Arming, Howard Griffiths, Sir Neville Marriner, James Gaffigan, John Axelrod, Carl St Clair, Kazuki Yamada, Xian Zhang, Jean-Marie Zeitouni.

Jenseits des Atlantiks führten sie Soloauftritte u.a. ins New Yorker Lincoln Centre, nach Boston, Miami, San Francisco und Philadelphia. Auf ihre zurückliegenden Debüts mit den Sinfonieorchestern von Vancouver und Utah sowie dem Orchestre Métropolitain du Grand Montréal folgen nun Konzerte mit dem Orchestre Symphonique de Québec und dem Edmonton Symphony Orchestra.

2011 unterzeichnete Nareh Arghamanyan einen Exklusivvertrag bei dem niederländischen Plattenlabel Pentatone. Im April 2012 wurde die erste CD aus dieser Zusammenarbeit mit Solowerken von Rachmaninow veröffentlicht. Es folgte eine Aufnahme mit Liszt-Konzerten mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Alain Altinoglu. Beide Einspielungen wurden von der Presse begeistert besprochen. Nun ist eine weitere CD mit Werken von Prokofiev und Chatschaturjan in Planung. Die Aufnahmen mit dem RSB und Alain Altinoglu finden im Oktober 2013 statt, die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen.

2008 gewann sie den Montréal International Music Competition. Zuvor erhielt sie u.a. den 1. Preis beim Piano Campus International Competition in Pontoise und das Wörthersee-Musikstipendium der Kärntner Sparkasse. 2006 wurde sie mit einem Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung ausgezeichnet und ein Jahr zuvor gewann sie den Josef-Dichler-Klavierwettbewerb in Wien.

1989 in Armenien geboren, hat Nareh Arghamanyan mit fünf Jahren angefangen, Klavier zu spielen. Drei Jahre später wurde sie am Tschaikowsky-Konservatorium in Eriwan aufgenommen. 2004 zog sie nach Wien, um an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in der Klavierklasse von Heinz Medjimorec zu studieren. Derzeit setzt sie ihre Studien bei Avedis Kouyoumdjan in Wien und Arie Vardi in Hannover fort.

SAISON 2013/2014

Zitate

„The Variations on a Theme of Corelli, Opus 42, told us more about Arghamanyan than any other piece on the program (which also included a wonderfully detailed account of Bach's Partita in C Minor, BWV 826). You could almost hear a cimbalom in the handling of a variation with Hungarian harmonies. Her extreme sensitivity to subtle voicings came through in Rachmaninoff's Elégie.“

Philadelphia Inquirer, Peter Dobrin, 26.10.12

„Nach der Pause Rachmaninoffs «La follia»-Variationen. Arghamanyan machte die 20 Veränderungen zum Höhepunkt ihres Rezitals, denn jetzt war all das da, was ihr Spiel auszeichnet: zarte Melancholie, tänzerische Leichtigkeit, ungekünstelte Dramatik, beseligende Ruhe, eruptive Extrovertiertheit und glaubhaftes Zurückfinden in die Stille des Abschieds. Wunderbar gespielt!“

Basellandschaftliche Zeitung, Nikolaus Cybinski, 16.04.12

„Nareh Arghamanyan war ein wahrer Wirbelwind an Kraft und Temperament, wundervoll entfaltete sie die Poesie des zweiten Satzes [Tschaikowsky Klavierkonzert Nr. 1], atemberaubend gelang im Kontrast dazu der nur so dahinrasende Prestissimo-Teil mit seiner eigentümlichen Abstraktheit.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Joachim Wormsbächer, 13.12.11

„Eine große Zukunft vor sich hat zweifellos Nareh Arghamanyan, die Mozarts 20. Klavierkonzert interpretierte.“

Ruhrnachrichten, 21.11.11

„Nareh Arghamanyan spielte absolut souverän. Was sie an Technik einbrachte, war berauschend. Aber es war nicht nur die Virtuosität, die begeisterte. Ihre Deutung sphärisch und sanft-orientalisch anmutender Passagen bekamen ihren Reiz. Sie wirkte wie verwachsen mit dem prächtigen Werk [Saint-Saëns Klavierkonzert Nr. 5].“

Baden Online, Gunter Thiel, 8.11.11

„Fabulierlust: Nareh Arghamanyan gefiel mit einem wunderbar perlenden Anschlag, mit Phantasie in der dynamischen Gestaltung und einem einleuchtenden Wechselspiel zwischen Bass und Diskantlinie.“

Neue Zürcher Zeitung, Thomas Schacher, 27.10.11

„Mahlerin der Klänge: [...] Bachs a-Moll Partita (BWV 827) zu Beginn war absolut überzeugend. Nareh Arghamanyan ist sich bewusst, dass es verschiedene Bäche gibt: einen Gould-, einen Schiff-, einen Brendel-, einen Sokolov-Bach. Vielleicht gibt es ja auch bald einen Arghamanyan-Bach. Ihre linke Hand kann singen, sprechen und mit den Stimmen der rechten Hand kokettieren. Das ist selten und kostbar. Die Armenierin ist bereits eine Meisterin beseelter Polyphonie.“

Die Rheinpfalz, Gerd Kowa, 18.10.11

„Sensationelles Gestaltungsvermögen bewies die Armenierin Nareh Arghamanyan [...]. Da musizierte eine 22-jährige Pianistin auf Augen-, besser Ohrenhöhe mit jeder gewählten Komposition und zugleich in denkbar größter Distanz zu oberflächlichem Tastengewitter.“

Hannoversche Allgemeine, Ludolf Baucke, 13.10.11

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Diskografie

Liszt: KlavierkonzerteNareh Arghamanyan spielt Liszts Klavierkonzerte, Totentanz und die Ungarische Fantasie. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Alain Altinoglu.Okt. 2012, Pentatone, CD, Verfügbar bei: Amazon
Klavierwerke von RachmaninowNareh Arghamanyan spielt Solowerke von Sergej Rachmaninov: Morceaux de Fantaisie op. 3, Etudes-tableaux op. 33, Variationen nach einem Thema von Corelli op. 42.Apr. 2012, Pentatone, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Liszt & Rachmaninow: SonatenNareh Arghamanyan spielt Klaviersonaten von Rachmaninow und LisztJun. 2009, Analekta, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon