Leonard Slatkin
Leonard Slatkin © David Duchon-DorisKünstler

“Das Konzert war ein Triumph in seiner musikalischen Ausführung und offenen Expressivität. Slatkin‘s Engagement zeigt, dass ein Lebensalter von 70 Jahren wie 50 wirken kann, wenn nur die Musik stark genug durch die Adern fließt“.

The Boston Music Intelligencer
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Biografie

2017/2018 feiert Leonard Slatkin seine zehnte und zugleich letzte Saison als Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra sowie die erste Saison als Ehrendirigent des Orchestre National de Lyon. Neben diesen beiden Positionen ist der international sehr geschätzte Dirigent gern gesehener Gast bei vielen Orchestern weltweit. Er ist nicht nur ein begnadeter Dirigent, sondern auch als Komponist, Autor und Pädagoge sehr gefragt. Im September 2017 erscheint sein zweites Buch Leading Tones: Reflections on Music, Musicians, and the Music Industry. Außerdem übernimmt Leonard Slatkin den Juryvorsitz des Besançon International Competition for Young Conductors 2017. Er ist zu Gast bei Orchestern wie St. Louis Symphony, National Symphony Orchestra Washington, New York Philharmonic, Polish National Radio Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und Finnish Radio Symphony Orchestra.


 

Höhepunkte der Saison 16/17 waren eine dreiwöchige Asientour mit dem Detroit Symphony Orchestra, Tourneen nach Amerika und durch Europa mit dem Orchestre National de Lyon sowie Engagements mit St. Louis Symphony, WDR Sinfonieorchester Köln, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi und Orchestra del Teatro di San Carlo in Neapel. Zudem fungierte er als Vorsitzender der Jury und war Dirigent des Van Cliburn International Piano Competition 2017.

Mit mehr als 100 Aufnahmen gewann Leonard Slatkin sieben Grammys und 64 Grammy-Nominierungen. Mit dem Orchestre National de Lyon entstanden unter anderem Aufnahmen aller Rachmaninoff-Klavierkonzerte, der sinfonischen Werke von Maurice Ravel, Hector Berlioz und Camille Saint-Saëns. Mit dem Detroit Symphony Orchestra sind die Gesamtaufnahmen der Brahms-Sinfonien, der Beethoven-Sinfonien sowie der Konzerte und Sinfonien von Tschaikowsky erschienen.

Leonard Slatkin wurden zahlreiche Preise verliehen: In den USA erhielt er die renommierte National Medal of Arts und den Gold Baton der American Symphony Orchestra League sowie mehrere Auszeichnungen der American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP). In Frankreich wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, in Österreich wurde ihm das Silberne Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Slatkin ist Ehrendoktor der Juilliard School, der Universität von Indiana, der Michigan State University und der Washington University in St. Louis. Für sein Buch Conducting Business erhielt Leonard Slatkin im Jahre 2013 den Deems Taylor Special Recognition Award der ASCAP.

Er dirigierte alle großen Orchester dieser Welt wie New York Philharmonic, Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, alle fünf Londoner Orchester, Berliner Philharmoniker, Deutsches Symponie-Orchester Berlin, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Het Concertgebouw Orkest, Orchestre de Paris und das Israel Philharmonic Orchestra.

Leonard Slatkin wurde in Los Angeles als Sohn des Dirigenten und Violinisten Felix Slatkin und der Cellistin Eleanor Aller geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung auf der Geige und studierte später Dirigieren bei seinem Vater, gefolgt von Walter Susskind in Aspen und Jean Morel an der Juilliard School.

SAISON 2017/2018

Zitate

„[...] Die WDR-Sinfoniker nahmen das unterhaltsame Angebot dankbar an. Mit hör- und sichtbarerer Spielfreude vermochte sie den im Spielbetrieb vielfach abgespielten Dauerbrenner [Tschaikowskis "Capriccio Italien"] noch einmal neu zünden zu lassen, auch dank des vitalen Dirigats von Leonard Slatkin. [...]“

Kölner Stadtanzeiger, Rainer Nonnenmann, 03.04.2017

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