Lars Vogt
© Giorgia BertazziKünstler

„... neben der Spur der Hörgewohnheit“

Die Presse
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Biografie

Lars Vogt hat sich als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. 1970 in Düren geboren, zog er erstmals große Aufmerksamkeit auf sich, als er 1990 den zweiten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds gewann. In den letzten 25 Jahren hat Lars Vogt eine weltweite Karriere als Pianist erreicht. Zunehmend begann er vor einigen Jahren sich neben seiner Solistentätigkeit dem Dirigieren zu widmen. Seit der Saison 2015/16 ist er der Künstlerische Leiter der Royal Northern Sinfonia in Newcastle England.

In seiner Pianistenlaufbahn gastierte Lars Vogt u.a. beim Royal Concertgebouw Orchester, den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic wie dem London Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic, dem NHK Symphony Orchestra sowie beim Orchestre de Paris. Eine besonders enge Verbindung besteht zu den Berliner Philharmonikern, wo er in der Saison 2003/04 der erste „Pianist in Residenz“ war. Lars Vogt arbeitete mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mariss Jansons, Claudio Abbado und Andris Nelsons.


 

Höhepunkte der Saison 2016/17 sind eine erste Asientournee mit der Royal Northern Sinfonia; als Solist gastiert Lars Vogt u.a. beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Tonkünstlerorchester, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem Sinfonieorchester Basel, beim Santa Cecilia sowie dem Philharmonia Orchestra. Die enge Zusammenarbeit mit Christian Tetzlaff findet in dieser Saison ihren Niederschlag in einer ausgedehnten USA Tournee, im Trio mit Tanja  und Christian Tetzlaff sind Konzerte in Europa geplant. Außerdem gibt er zusammen mit Ian Bostridge Liederabende in Hamburg, London, Wien sowie bei der Schubertiade.

Lars Vogt erfreut sich eines internationalen Renommées als Solist und Kammermusikpartner. 1998 gründete er sein Festival „Spannungen“ in Heimbach/Eifel. Dieses Festival hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Ort anspruchsvoller Kammermusikkonzerte entwickelt. Partner wie Christian und Tanja Tetzlaff, Gustav Rivinius sowie Antje Weithaas wirken regelmäßig mit. Die Festivalkonzerte sind bei EMI und CAvi als Livemitschnitte erschienen. Neben den genannten Partnern verbindet Lars Vogt eine langjährige Zusammenarbeit mit Klaus Maria Brandauer und Konrad Beikircher.

Für EMI Classics hat Lars Vogt fünfzehn CDs eingespielt, u.a. mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado; außerdem Konzerte von Beethoven, Schumann und Grieg mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle. Neuere Aufnahmen umfassen eine Einspielung mit Solowerken von Schubert, Mozart Konzerten mit dem Mozarteum Orchester Salzburg sowie mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Paavo Järvi. Eine Solo CD mit Werken von Liszt und Schumann erschien bei Berlin Classics, des Weiteren bei Ondine Duo CDs mit Christian Tetzlaff mit Werken von Mozart und Schumann, Bachs Goldberg Variationen sowie zuletzt eine Aufnahme mit Werken von Schubert.

Lars Vogt ist Initiator des Schulprojektes „Rhapsody in School“, das zu einem sehr angesehenen Bildungsprojekt in ganz Deutschland geworden ist. 2012 präsentierte sich  „Rhapsody in School“ erstmals mit zwei Konzerten im Konzerthaus Berlin.

Seit  2012 bekleidet Lars Vogt eine Professur für Klavier an der HMTM Hannover.

SAISON 2016/2017

Zitate

„Lustvoll gab Vogt jede einzelne der Variationen ihr ganz spezifisches Gesicht, erreichte die aber nicht durch übertriebenes Auftrumpfen, sondern durch Klarheit und Offenheit im Spiel. Er schlug einen zurückhaltenden Erzählton an, kostete gleichwohl die Verzierungen lustvoll aus und erlaubte sich dabei gelegentlich leisen Humor“

Schweinfurter Tagblatt, Erna Rauscher, 04.06.2016

„Vogt has played Grieg’s Piano Concerto countless times in his career (he made his Proms debut with the piece in 1992), but never while attempting to conduct it at the same time. Yet he barely seemed to be distracted by the division of labour: Vogt is such a communicative, hyperactive performer that when his hands were occupied at the keyboard he appeared to continue conducting with his knees.“

The Guardian, Alfred Hickling, 20.09.15

„Vogt not only played his piano part impeccably, but also impressively brought out Grieg’s brilliant orchestration from his players. He is a rare talent – and we are fortunate that he’s our talent at this time.“

chroniclelive.co.uk, Rob Barnes, 20.09.15

„In Vogt’s performance, passages of powerful abandon never lost their rocking rhythmic snap, and lyrical passages maintained a firm intellectual command of Brahms’s compositional filigree.“

The New Yorker, Richard Brody, 8.8.14

„Lars Vogt, neben der Spur der Hörgewohnheit: Der deutsche Pianist überzeugte im Wiener Konzerthaus mit Chopin, Brahms und Larcher. Berührender hat man das selten gehört.“

Die Presse, Helmer Dumbs, 21.6.12

„Das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms erfuhr - um es in Kürze zu sagen - eine grandiose Darstellung durch Lars Vogt.“

Kölnische Rundschau, 21.5.12

„Und Vogt verstand es, innezuhalten, mit butterweichem Anschlag dem Flügel traumverlorene Zwischentöne und fein abgetönte Farben zu entlocken, nahm die Pianissimo-Vorschriften ernst, sodass seinem Spiel bisweilen etwas Schwebendes innewohnte.“

Die Welt, Christoph Forsthoff, 26.9.11

„Lars Vogt, der zu den wichtigen Pianisten unserer Zeit zählt und durchaus Starqualitäten besitzt, verzichtet völlig auf oberflächliche Brillanz. Sein Spiel ist substanziell bis zur Härte.“

HNA online, Werner Fritsch, 9.5.10

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