ViolineHyeyoon Park
© Benjamin EalovegaKünstler

„Es gibt Sieger, und es gibt künftige Stars.“

Münchner Merkur
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Biografie

Die 21-jährige Südkoreanerin Hyeyoon Park ist eine der vielversprechendsten Geigerinnen ihrer Generation. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen belegen schon heute ihr außergewöhnliches Talent: 2012 London Music Masters Award, 2011 Borletti-Buitoni Trust Award, 2009 Erster Preis beim ARD-Musikwettbewerb sowie Prinz-von-Hessen-Preis der Kronberg Academy, 2007 Erster Preis beim Louis Spohr Wettbewerb. In ihrem Heimatland Südkorea wurde man erstmalig auf Hyeyoon Park aufmerksam, als sie im Alter von sechs Jahren beim Hankookilbo Wettbewerb den Grand Prix gewann. Hyeyoon Park wird seit vier Jahren von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert.

Hyeyoon Park erhielt ihren ersten Geigenunterricht mit vier Jahren und wurde bereits zwei Jahre später als Jungstudentin an der "Korean National University of Arts" aufgenommen. Ab 2003 studierte sie bei Piotr Milewski in Cincinnati/USA und wechselte im Jahre 2006 als Vierzehnjährige an die Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" zu Antje Weithaas. Seit 2010 studiert sie als „Junger Solist“ an der Kronberg Academy bei Christian Tetzlaff, ermöglicht durch das Nikolas-Gruber-Stipendium. Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen u.a. bei Gidon Kremer, Ivry Gitlis, Zakhar Bron und Thomas Brandis teil.

Die Konzertkarriere von Hyeyoon Park begann mit dem Debüt  beim Seoul Philharmonic Orchester im Alter von nur neun Jahren. Seitdem spielte sie bereits mit vielen namhaften Klangkörpern, allein in Deutschland mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, hr Sinfonieorchester Frankfurt, NDR Sinfonieorchester Hamburg, in Österreich mit dem Wiener Kammerorchester und international mit dem Montréal Symphony Orchestra, Sinfonieorchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg und dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, um nur einige zu nennen. Ein Höhepunkt im Frühjahr 2010 war die Japan-Tournee mit dem RSO Stuttgart unter Sir Roger Norrington.

In der Saison 2013/14 ist Hyeyoon Park erneut eingeladen zum Montréal Symphony Orchestra unter Kent Nagano und erstmalig zum Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokyo. Eine Rezitaltournee mit dem Pianisten Florian Uhlig führt sie nach Deutschland, Großbritannien, Hong Kong sowie nach Südafrika. Im Sommer 2013 war Hyeyoon Park erstmals zu Gast beim Marlboro Music Festival und ist bereits wieder eingeladen.

Rezitale und Kammermusikprojekte liegen ihr besonders am Herzen und so ist sie eine begehrte Partnerin auch für etablierte Kollegen wie Gidon Kremer, András Schiff, Yuri Bashmet, Daniel Hope, Lars Vogt, Alban Gerhardt und Jan Vogler. Sie tritt inzwischen regelmäßig bei großen europäischen Musikfestivals auf, so beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival Les Violons de la Paix und bei Musical Olympus in St. Petersburg.

Hyeyoon Park spielt eine Violine von Lorenzo Storioni (Cremona 1781) aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben.

SAISON 2013/2014

Zitate

„Beim sanften Paukenbeginn mochte man sich an Ludwig van Beethovens ähnlich anhebendes Violinkonzert erinnert fühlen, ihren solistischen Part legte Hyeyoon Park, die bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy studiert, spannungsvoll vermittelnd aus. Spanisches und Kriegerisches, Hymnisches und Intrikates: Mit ihrer exzellenten Technik und ihrem so schwerelosen Ton changierte sie perfekt zwischen diesen Facetten des 1940 vollendeten, zehn Jahre später von Britten überarbeiteten Konzerts. Auf den wunderbar offen ausschwebenden Schluss-Triller ließ sie im Samstagskonzert noch eine dämonische Zugabe folgen, „Obsession“, den ersten Satz aus der zweiten Solo-Sonate des belgischen Geigenvirtuosen Eugène Ysaÿe.“

Mainzer Allgemeine Zeitung, 22.04.2014 von Axel Zibulski

„Es ist schwer zu entscheiden, was man mehr bewundern sollte, ihre überlegene Finger- und Bogentechnik oder ihre variable Tongebung, die von beseeltem Ausdruck bis zu energischem, raumfüllenden Forte reichte.“

Coburg, 15. Mai 2013

„Als Solistin im Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn-Bartholdy exzellierte die 20 Jahre alte Koreanerin mit einer auf die Innenseite des Werkes weisenden Auseinandersetzung. Als Genuss sui generis erwies sich ihre wie beiläufig makellose Modellierung feinster Details. Die spezifische Noblesse des Konzertes konnte sich wunderbar entfalten.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Benedikt Stegemann, 16.04.12

„Als die Geigerin Hyeyoon Park in der Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate ein virtuoses Feuer sondergleichen entfachte, glaubte man fast einen Anstieg der Raumtemperatur zu spüren. Bei der 19-jährigen Koreanerin begeistern die Sinnlichkeit und Leidenschaft des Musizierens.“

Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Georg Pepl, 2.11.11

„Während Hyeyoon Park Jean Sibelius’ Violinkonzert in d-Moll so fantastisch autark, von jeglichem Ballast gereinigt darbietet, dass man tatsächlich das Gefühl hat, der nackten Musik zu begegnen […].“

Der Tagesspiegel, Daniel Wixforth, 21.09.11

„Die 17-jährige Koreanerin überstrahlt die 58. Ausgabe des ARD-Musikwettbewerbs in München. […] Wenn nicht alles täuscht, wurde hier ein neuer Superstar entdeckt. So, wie sie das Violinkonzert von Korngold ‚veredelte’, mit herrlich süffigem Ton und einer hinreißend selbstverständlichen Technik, hat sie schon heute keine Konkurrenz zu fürchten.“

Die Abendzeitung, Volker Boser, 21.09.09

„Es gibt Sieger, und es gibt künftige Stars. Zu Letzteren zählt Hyeyoon Park, die Entdeckung des diesjährigen ARD-Wettbewerbs […].“

Münchner Merkur, Markus Thiel, 21.09.09

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Diskografie

Korngold ViolinkonzertDas Violinkonzert von Korngold mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Lawrence Renes. Livemitschnitt vom Preisträgerkonzert des ARD Wettbewerbs München 2009.Jun. 2010, BR Klassik, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon