Violine Hyeyoon Park
© Benjamin EalovegaKünstler

„Es gibt Sieger, und es gibt künftige Stars.“

Münchner Merkur
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Biografie

Auf der Konzertbühne besticht Hyeyoon Park mit Können, Eleganz, Fokus und Elan, die sie zu stilvoller Virtuosität vereint. 2012 brachte sie der London Music Master Award an die renommiertesten Konzerthäuser Großbritanniens, und bot ihr zeitgleich die Möglichkeit, sich an zahlreichen Londoner Schulen, von denen sich der Großteil in sozial schwachen Gegenden befindet, für die Nachwuchsförderung einzusetzen. 2011 wurde Park mit dem Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet. Sie ist außerdem die jüngste Gewinnerin des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD.

Die Konzertkarriere von Hyeyoon Park begann im Alter von neun Jahren mit ihrem Debüt beim Seoul Philharmonic Orchestra. Seitdem spielte sie bereits mit vielen namhaften Klangkörpern, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, NDR Elbphilharmonieorchester Hamburg, Wiener KammerOrchester, Orchestre Symphonique de Montréal, Mariinsky Orchestra sowie das NHK Symphony Orchestra und Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokio. Im Frühjahr 2016 gab sie ihr Debüt beim London Philharmonic Orchestra unter Osmo Vänskä.


 

In der Saison 2017/18 ist Hyeyoon Park beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra unter Kazushi Ono, beim BBC National Orchestra of Wales unter Kazuki Yamada, beim Philharmonischen Orchester Kiel sowie beim Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern unter Daniel Huppert zu Gast. Außerdem präsentiert sie Henri Vieuxtemps Violinkonzert Nr. 5 mit dem Chamber Orchestra of Belgium.

Zusammen mit dem Pianisten Benjamin Grosvenor tritt Hyeyoon Park in dieser Saison im Konzerthaus Wien und im Konzerthaus Dortmund im Rahmen der Konzertreihe „Junge Wilde“ sowie in Biel auf. Für Schuberts Forellenquintett, das sie bei der London International Chamber Series, in der Birmingham Town Hall und beim Wattens Festival aufführen, wird das Duo durch Brett Dean, Kian Soltani und Leon Bosh verstärkt. Beim Newbury Spring Festival brachte Park erst jüngst mit dem Pianisten Huw Watkins die Uraufführung einer Sonate von Mark Bowden zu Gehör. Als begeisterte Kammermusikerin ist sie bei namhaften Festivals und Konzertreihen zu Gast, darunter in der Wigmore Hall London, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Musical Olympus St. Petersburg und Les Violons de la Paix. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Gidon Kremer, András Schiff, Yuri Bashmet, Lars Vogt, Daniel Hope, Alban Gerhardt, Antje Weithaas, Jan Vogler und Florian Uhlig. Auf Einladung von Mitsuko Uchida trat sie überdies beim Marlboro Festival auf.

Hyeyoon Park ist 1992 in Seoul geboren und studierte am Junior College der Korea National University of Arts und an der University of Cincinnati bei Piotr Milewski. Ab 2006 studierte sie bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und ab 2010 bei Christian Tetzlaff als „Junge Solistin“ an der Kronberg Academy, an der sie 2016 ihren Master erhielt. Die Studien wurden durch ihr Nikolas-Gruber Stipendium finanziert.

Hyeyoon Park spielt eine Violine des deutschen Geigenbauers Stefan-Peter Greiner.

SAISON 2016/2017

Zitate

„Das Prokofjew-Konzert spielte sie sicher auswendig mit berückend lyrischer Tongebung nicht nur in den Flageoletts, aber auch energischem Ton und Strich in den motorischen Passagen des 1. Satzes. Hohe Virtuosität zeigte sie in dem folgenden wilden Scherzo, wiederum expressive Tongebung und brillante Läufe im Finale.“

Coburger Tageblatt, 18.01.2017, Gerhard Deutschmann

„Im virtuosen zweiten Satz berührt ihr Schönklang, der sich trotz der atemberaubenden Fingerfertigkeit in absoluter Makellosigkeit durch das Werk zieht und ein unergründlich-dunkles Funkeln verbreitet.“

Neue Presse, 17.01.2017, Bernd Schellhorn

„Das Prokofjew-Konzert spielte sie sicher auswendig mit berückend lyrischer Tongebung nicht nur in den Flageoletts, aber auch energischem Ton und Strich in den motorischen Passagen des 1. Satzes. Hohe Virtuosität zeigte sie in dem folgenden wilden Scherzo, wiederum expressive Tongebung und brillante Läufe im Finale“

Coburger Tageblatt, 18.01.2017, Gerhard Deutschmann

„Im virtuosen zweiten Satz berührt ihr Schönklang, der sich trotz der atemberaubenden Fingerfertigkeit in absoluter Makellosigkeit durch das Werk zieht und ein unergründlich-dunkles Funkeln verbreitet.“

Neue Presse, 17.01.2017, Bernd Schellhorn

„wenn man es so hingebungsvoll und souverän ausphrasiert wie die zauberhafte Hyeyoon Park. Park verfügt über etwas einzigartig Kostbares, das ihren Geigenton unvergleichlich charakterisiert: natürliche Süße. Hinzu kommen bestechende Intonation, blitzende Virtuosität und ausgeprägter Sinn für strukturierende Gestaltung“

Süddeutsche Zeitung 17.11.2014, Harald Eggebrecht

„Und das mit wunderbar kraftvollem Griff, einer Innigkeit, die die Komposition ins Erhabene steigerte, einer wunderbaren Eleganz des Spiels.“

Emder Zeitung, 08.08.2014

„Energisch, dabei feinsinnig ist Parks Spiel. Anspruchsvolle, wohlklingende Doppelgriffe, aufregende Läufe und fein zuselierte romantisch anmutende Phrasen gelingen perfekt. Park versteht es, die der Komposition inneliegenden breit gefächerten Emotionen darzustellen. Mit ihrem kraftvollen Spiel, selbst in den leisen Passagen sehr präsent, lässt sie das Gotteshaus festlich strahlen.“

Ostfriesischer Kurier, 08.08.2014

„Als Solistin im Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn-Bartholdy exzellierte die 20 Jahre alte Koreanerin mit einer auf die Innenseite des Werkes weisenden Auseinandersetzung. Als Genuss sui generis erwies sich ihre wie beiläufig makellose Modellierung feinster Details. Die spezifische Noblesse des Konzertes konnte sich wunderbar entfalten.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Benedikt Stegemann, 16.04.2012

„Es ist schwer zu entscheiden, was man mehr bewundern sollte, ihre überlegene Finger- und Bogentechnik oder ihre variable Tongebung, die von beseeltem Ausdruck bis zu energischem, raumfüllenden Forte reichte.“

Coburg, 15. Mai 2013

„Beim sanften Paukenbeginn mochte man sich an Ludwig van Beethovens ähnlich anhebendes Violinkonzert erinnert fühlen, ihren solistischen Part legte Hyeyoon Park, die bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy studiert, spannungsvoll vermittelnd aus. Spanisches und Kriegerisches, Hymnisches und Intrikates: Mit ihrer exzellenten Technik und ihrem so schwerelosen Ton changierte sie perfekt zwischen diesen Facetten des 1940 vollendeten, zehn Jahre später von Britten überarbeiteten Konzerts. Auf den wunderbar offen ausschwebenden Schluss-Triller ließ sie im Samstagskonzert noch eine dämonische Zugabe folgen, „Obsession“, den ersten Satz aus der zweiten Solo-Sonate des belgischen Geigenvirtuosen Eugène Ysaÿe.“

Mainzer Allgemeine Zeitung, 22.04.2014 von Axel Zibulski

„­Der Höhe­punkt des Abends war ohne Zwei­fel das Vio­lin­kon­zert e-Moll von Fe­lix Men­dels­sohn Bar­tholdy. Die erst 21-jäh­rige Süd­ko­rea­ne­rin Hyeyoon Park spielte keine see­len­lo­sen Töne her­un­ter, son­dern lebte die Mu­sik. Tech­nisch bril­lant be­ein­druckte sie mit ei­nem un­glaub­lich in­ten­si­ven und vir­tuo­sen Spiel. Die junge Künst­le­rin, die be­reits im Al­ter von 4 Jah­ren mit dem Gei­gen­spiel be­gann, formte die Mu­sik mit all den Klang­mög­lich­kei­ten ih­rer Vio­li­ne. Sie tat dies mit ei­ner so großen Ü­ber­zeu­gung, dass ihre Aus­drucks­weise für den Mo­ment des Hörens, die ein­zig Rich­tige war. Ge­nau an die­sem Punkt, für das fan­tas­ti­sche So­lo, war das Zu­sam­men­spiel mit dem Or­che­s­ter von großer Be­deu­tung. Es war eine un­mit­tel­bare Er­fah­rung, die Kor­re­spon­denz zwi­schen So­lis­tin und Or­che­s­ter zu be­ob­ach­ten“

LIPPE aktuell, 14. Juni 2014

„und anmutig erklang Parks Spiel. Unaufdringlich virtuos gestaltete Park den mit allerlei technischer Würze versehenen Allegretto-Teil. Leicht und tänzerisch formt sie dabei das Landlerthema, das schließlich eine Kärntner Volksweise mündet.“

Landshuter Zeitung, 01. Juli 2014

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Diskografie

Korngold ViolinkonzertDas Violinkonzert von Korngold mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Lawrence Renes. Livemitschnitt vom Preisträgerkonzert des ARD Wettbewerbs München 2009.Jun. 2010, BR Klassik, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon