Violoncello Harriet Krijgh
© Marco BorggreveKünstler

„Sie ist das neue Musikantenwunder.“

Die Presse
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Biografie

Die 25-jährige Niederländerin Harriet Krijgh ist eine der aufregendsten und vielversprechendsten jungen Cellistinnen der Gegenwart. Ihr kantables und ausdrucksstarkes Spiel berührt und begeistert Publikum wie Presse gleichermaßen.

Konzerte führten die Künstlerin in die bedeutendsten Säle Europas. Sie spielte mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, NDR Sinfonieorchester Hamburg, Bamberger Symphoniker, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, London Philharmonic Orchestra, Academy of St. Martin in the Fields, Trondheim Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande und Rotterdam Philharmonic. Auch bei internationalen Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, Schleswig Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Haydn Festspiele Eisenstadt und Festival de Radio France in Montpellier ist sie ein gern gesehener Gast.


 

Zu den besonderen Höhepunkten der aktuellen Spielzeit gehören ihre Debüts mit den Sinfonieorchestern in Boston und Sydney. Der Musikverein Wien präsentiert eine vier Konzerte umfassende Porträtreihe. Weitere Engagements führen sie zum HR Sinfonieorchester Frankfurt, Staatsphilharmonie Nürnberg, Tampere Philharmonic, Copenhagen Philharmonic, Netherlands Philharmonic, Brucknerorchester Linz und ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Erstmals spielt sie bei der Schubertiade Hohenems, in der Wigmore Hall London, beim Lucerne Festival, im Lincoln Center und in der Carnegie Hall New York. Hinzu kommen Auftritte beim Gent Festival, Sommets Musicaux de Gstaad, im Concertgebouw Amsterdam, Laeiszhalle Hamburg, Festspielhaus Baden-Baden, in Freiburg, Ludwigshafen, Bamberg, Darmstadt, Den Haag, Malmö, Budapest, Vancouver und San Francisco. Neben Rezitalen und Engagements mit Orchester ist Harriet Krijgh 2016/2017 auch in Kammermusikprojekten mit Baiba Skride, Lauma Skride und Lise Berthaud sowie mit dem Pavel Haas Quartet und dem Signum Saxophon Quartet zu erleben.

Die Cellistin ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. So gewann sie zwischen 2008 und 2010 erste Preise beim „Prinses Christina Concours“ in den Niederlanden, beim Österreichischen Bundeswettbewerb „Prima la Musica“ und beim Fidelio-Wettbewerb in Wien, sowie den „Nicole Janigro Preis“ beim internationalen „Antonio Janigro Cello Competition“ in Kroatien. 2012 errang sie den 1. Preis und den Publikumspreis bei der Cello Biennale Amsterdam. Ein Jahr später wurde sie mit dem WEMAG Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. In der Saison 2015/2016 war Harriet Krijgh „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation (ECHO).

Seit 2011 nimmt sie für das Label Capriccio auf. Auf CD erschienen bisher die Cellokonzerte von Joseph Haydn, französische Kompositionen für Cello und Klavier, die Sonaten von Johannes Brahms sowie mit „Elegy“ romantische Werke für Cello und Orchester, eingespielt mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Gustavo Gimeno. Eine CD mit der Sonate op. 19 und weiteren Stücken von Sergej Rachmaninow wurde im Herbst 2015 veröffentlicht. Alle Aufnahmen erhielten ausgezeichnete Kritiken.

Harriet Krijgh ist neue künstlerische Leiterin des Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht. In Nachfolge von Festivalgründerin Janine Jansen präsentiert sie im Sommer 2017 ihre erste Festivaledition. Auch das Festival „Harriet & Friends“, das sie 2012 auf Burg Feistritz in Österreich ins Leben gerufen hatte, findet im Juli 2017 seine alljährliche Fortsetzung.

Harriet Krijgh erhielt im Alter von fünf Jahren ihren ersten Cellounterricht. Nach ersten Studien an der Hochschule für Musik Utrecht verlegte sie 2004 ihren Lebensmittelpunkt nach Wien, um bei Lilia Schulz-Bayrova an der Konservatorium Wien Privatuniversität Cello zu studieren. Im Juni 2015 schloss sie das Bachelorstudium in Wien sowie ein Masterstudium an der Kronberg Academy erfolgreich ab.

Die Künstlerin spielt auf einem Violoncello von Giovanni Paolo Maggini aus dem Jahre 1620, das ihr von einem privaten Sammler zur Verfügung gestellt wird.

SAISON 2016/2017

Zitate

„[...] die 23-jährige, international gefeierte Cello-Künstlerin beeindruckte mit herrlich sonorem und biegsamen Instrumentenklang, Schmelz und Leidenschaft In Tschaikowskys ergreifendem Nocturne op.19/4 und hochvirtuoser Fingerfertigkeit in den Rokoko-Variationen op.33.“

Anna Struck-Berghäuser, Kieler Nachrichten, 21.08.2015

„Hier konnte man erleben, dass Harriet Krijgh technisch unglaublich weit fortgeschritten ist, ihre gestalterischen Möglichkeiten sind bereits in diesem jugendlichen Alter immens. Immer wieder andere Schattierungen brachte sie in ihr Spiel ein, die ganze emotionale Bandbreite von Piazzollas Werk wurde deutlich.“

Jürgen Feldhoff, Lübecker Nachrichten, 19.08.2015

„Die junge Cellistin macht jede Musik zum Ereignis – ihre Fähigkeit, durchgehend mit Bravo-Rufen belohnt, zum in der Magie des hellsten Tones gipfelnden instrumentalen Belcanto kam in Niccolò Paganinis Variationen über ein Thema aus Rossinis Oper „Mosè in Egitto“ vollends zur Entfaltung.“

Ulrike Brandenburg, Wiesbadener Kurier, 25.07.2015

„Harriet Krijgh […] zog auch die symphonische Zuhörerschaft in den Bann ihrer ungewöhnlichen Ausdruckskraft. Welch lyrische Piano-Intensität in Tschaikowskys elegischem „Andante Cantabile“, welch zupackende Energie in dessen Rokoko-Variationen!“

Martin Köhl, Fränkischer Tag, 16.05.2015

„Die natürliche, unaffektierte Art […] ist wohltuend, verrät guten Geschmack und ein musikalisches Potenzial, das noch viel erhoffen lässt. Da gibt es nichts Überdrehtes, Aufgesetztes oder Überzeichnendes. Das macht den Weg frei, wirklich zu berühren, wie es in Offenbachs „Les larmes de Jacqueline“ besonders schön geschieht.“

Norbert Hornig, Fono Forum, Mai 2015

„Recording three solo CDs before you are 23 is no mean achievement, but then Harriet Krijgh, with a whole string of competition triumphs behind her, looks set to become something extraordinary.“

Janet Banks, The Strad Magazine, 30.12.2013

„As interpreters […] Krijgh and Amara are assured. There is expressive strength here, coupled with verve and clear thinking about structure and melodic contour.“

Geoffrey Norris, Gramophone Magazine, 01.12.2013

„Eine große Natürlichkeit strahlt sie aus. Ihr ausdrucksstarkes Spiel berührt und begeistert das Publikum. […] Keine übertriebene Selbstdarstellung ist da zu erkennen, vielmehr eine inspirierende Zweisamkeit zwischen Musikerin und Instrument. Insbesondere in der innig-melancholischen ersten Sonate lässt sie das Cello warm und weich erklingen.“

Anja Renczikowski, Ensemble Magazin, 01.12.2013

„Harriet Krijgh muss als Ausnahmetalent bezeichnet werden. […] Auf dem Konzertpodium zeigt sie eine künstlerische Präsenz, die wirklich nur sehr selten zu beobachten ist. Sie verschmilzt regelrecht mit ihrem Violoncello. Ob Akzente, fließende, träumerische Bögen oder rasche Pizzikati – immer war sie die dominierende Persönlichkeit auf dem Podium.““

Gottfried Driesch, Oberbadische Zeitung, 05.11.2013

„Krijgh kommuniziert mit größter Selbstverständlichkeit, sie entfaltet ihren Ton frei und natürlich, alles wirkt bei ihr authentisch, unverstellt und echt. Als sie sich dann in den langsamen Satz versenkt, sich darin verliert und ihren Ton tief von innen heraus intensiviert, wird klar, warum die junge Niederländerin zu den großen Hoffnungen der Cellisten-Szene gehört.“

Norbert Hornig, Fono Forum, 01.11.2013

„Noch gilt sie als Geheimtipp, aber das wird sich wohl bald ändern. Die Cellistin Harriet Krijgh spielt die beiden Sonaten von Brahms hinreißend schön und mit viel Gefühl.“

Peter Jarolin, Kurier, 22.09.2013

„Die holländische Cellistin mit Studien- und Wohnsitz in Wien aber verführt eher, als dass sie überrumpeln will; sie formt die Gefühle zu einem mitreißenden Kraftstrom, überträgt die Emotionen durch das Medium Musik oder löst zumindest solchen Eindruck aus durch ihre spezielle, hochsensible Musikalität.“

Helmut Mauró, Süddeutsche Zeitung, 21.09.2012

„Wie macht es die gerade mal 21-jährige Niederländerin bloß, dass ihr Cello noch eine Spur runder, voller und poetischer klingt als bei den Konkurrenten?“

Johannes Saltzwedel, Kultur Spiegel, 01.07.2012

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Diskografie

RachmaninovHarriet Krijgh und Magda Amara spielen Werke von Sergej Rachmaninow.Nov. 2015, Capriccio, CD, Verfügbar bei: Amazon
ElegyErnest Bloch: From Jewish Life - No. 1 Prayer · Max Bruch: Kol Nidrei, op. 47 Jules Massenet: Élégie · Jacques Offenbach: Les larmes de Jacqueline, op. 76/2 Gabriel Fauré: Élégie ...Nov. 2014, Capriccio, CD, Verfügbar bei: Amazon
Brahms: Die CellosonatenHarriet Krijgh spielt die beiden Cellosonaten von Johannes Brahms. Am Klavier Magda Amara.Sep. 2013, Capriccio, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Haydn: Die CellokonzerteDie Cellokonzerte von Joseph Haydn mit der Wiener Kammerphilharmonie unter Claudius TraunfellnerOkt. 2012, Capriccio, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
The French AlbumHarriet Krijgh spielt Werke von Franck, Debussy, Fauré und Offenbach. Am Klavier Kamilla Isanbaeva.Apr. 2012, Capriccio, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon

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