KlavierGrigory Sokolov
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„Sokolov verwandelt Zwischenspiele in Höhepunkte.“

Süddeutsche Zeitung
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Biografie

Grigory Sokolov ist zweifelsohne einer der größten Pianisten unserer Tage. Anti-Star par excellence, zurückhaltend und fern von Exzentrik und Glamour, wird Sokolov heute von einer begeisterten und geradezu frenetischen Anhängerschaft gefeiert. Die internationale Kritik rühmt besonders die unendliche Tiefe seiner musikalischen Welt, seine absolute technische Kontrolle sowie die immer wieder überraschende Originalität seiner Interpretationen.

In Leningrad geboren, beginnt Grigory Sokolov das Klavierstudium als Fünfjähriger. Schon im Alter von sechzehn Jahren erregt er internationale Aufmerksamkeit, als er den ersten Preis des Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau gewinnt.


In all den Jahren seiner Karriere war Grigory Sokolov in den wichtigsten Konzertsälen der Welt zu Gast und blickt auf eine Zusammenarbeit mit bedeutenden Orchestern zurück wie London Philharmonic, Concertgebouw Amsterdam, New York Philharmonic, Münchner Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Montreal Symphony, Orchestra del Teatro alla Scala, Philharmoniker in Moskau und St. Petersburg.

Über 200 Dirigenten sind Sokolov während seiner Laufbahn begegnet, darunter Myung-Whung Chung, Valery Gergiev, Herbert Blomstedt, Neeme Järvi, Sakari Oramo, Trevor Pinnock, Andrew Litton, Walter Weller sowie Moshe Atzmon.

Vor einigen Jahren hat Grigory Sokolov beschlossen, sich ausschließlich auf Soloabende zu konzentrieren. Er gehört inzwischen zu den wenigen Pianisten, die von den großen europäischen Konzertsälen regelmäßig jede Saison eingeladen werden.

Im Sommer 2014 gastierte Grigory Sokolov u.a. beim Kissinger Sommer, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Rheingau Festival, dem Klavierfestival Ruhr, den Salzburger Festspielen und dem Verbier Festival. Während der Saison wird der Künstler in Deutschland wieder in folgenden Sälen zu hören sein: Philharmonie Berlin, Herkulessaal München, Laeiszhalle Hamburg, Philharmonie Köln, Alte Oper Frankfurt, Festspielhaus Baden-Baden, Liederhalle Stuttgart, Gewandhaus Leipzig; außerdem ist er erneut beim Heidelberger Frühling zu Gast.

Weitere Information über Grigory Sokolov finden Sie unter: www.amcmusic.com

SAISON 2014/2015

Zitate

„Was kann an Chopins gewichtigster Klaviersonate (h-Moll, op. 58) und einer Auswahl von zehn Mazurken noch neu sein? Alles! Mit einer phänomenalen Technik, die die Schwerkraft des Klavierspielens aufzuheben scheint und jedes Mal nur noch mehr Staunen macht, mit einem Klangsinn, der die feinsten Nuancen zum Schimmern, Leuchten oder Glühen bringt, mit einer Anschlagskultur, deren unfassbare Variabilität jeder Tonfolge, ja jedem einzelnen Ton Farbe und Körper von eigenem Gewicht gibt, mit einem Sensualismus für Farben, die er in subtilsten Lasuren über seinen Klavierklang legt, schafft Grigory Sokolov nicht nur eine unvergleichliche Aura, sondern gibt der Interpretation einzigartige Bedeutung.“

Salzburger Nachrichten, Karl Harb, 12.8.14

„Sein an die legendären Pianisten Alfred Cortot und Dinu Lipatti erinnerndes Recital in der MuK beschränkte sich auf zwei Programmpunkte: eine Auswahl der Mazurken und die letzte Klaviersonate von Frédéric Chopin. [...] Einen uneitleren Rhapsoden gab es nie. Nur sein "Rubato" [...] verrät, was sein Gesicht verbirgt. So wird jede Mazurka – ob volkstanznah wie die zweite aus Opus 68, grüblerisch, ja unergründlich wie die vierte aus Opus 30 oder wie mit Mehltau belegt die letzte, in der Pariser Matratzengruft diktierte in f-Moll – zum Schöpfungswunder.“

Die Welt, 7.8.14

„Und, wer außer Sokolov ist imstande, einen so schlüssigen dramaturgischen Bogen zu spannen vom französischen Barock bis zum späten Brahms?“

Ruhrnachrichten, Klaus Stübler, 5.6.12

„Das Wunder von Brahms: Tiefes Verständnis: Der Pianist Grigory Sokolov verwandelt Zwischenspiele in Höhepunkte.“

Süddeutsche Zeitung, Reinhard Brembeck, 9.3.12

„Überhaupt versteht Sokolov in jedem Takt seines fantastischen Rezitals zu zaubern. Denn die genialische Gestaltungslust des Russen erlaubt ihm, aus unzähligen Details seines unerhört ausgetüftelten Spiels heraus doch stets das episch-romanhafte Element dieser genuin erzählerischen Musik auszubreiten.“

Die Welt, Peter Krause, 16.7.11

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Diskografie

SokolovKomplette Aufnahmen von Werken von Bach, Beethoven, Schubert u.a.Nov. 2011, Naive Classique, CD, Verfügbar bei: Amazon