Fawzi Haimor
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[…] So luzide, so transparent, so fein aufgefächert hat das Reutlinger Orchester selten aufgespielt. […] das Potenzial dieses luziden Haimor-Sounds […] ist viel versprechend..”

Otto Paul Burkhardt, Südwest Presse, 07.12.2016
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Biografie

Fawzi Haimor wird der neue Chefdirigent der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Er wurde unmittelbar nach seinem aufsehenerregenden Debüt im Dezember 2016 ernannt und tritt die Position mit Beginn der Spielzeit 2017/18 an.


 

Erst vor kurzem hatte Haimor seinen Vertrag beim Pittsburgh Symphony Orchestra zugunsten seiner sich steil entwickelnden internationalen Karriere beendet. In Pittsburgh hatte er Konzerte mit großer programmatischer Bandbreite, u.a. Klassik, Pop und Education, dirigiert, und mit angesehenen Dirigenten wie Manfred Honeck, Leonard Slatkin, Gianandrea Noseda, Rafael Frühbeck de Burgos und Yan-Pascal Tortelier zusammen gearbeitet.

In den letzten Jahren debütierte Fawzi Haimor erfolgreich beim Orchestre de Chambre de Paris, NDR Radiophilharmonie Hannover, BBC Philharmonic Orchestra, Orquesta Sinfonica do Porto, Oulu Sinfonia, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, Qatar Philharmonic, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Kyoto Symphony, The Florida Orchestra und Indianapolis Symphony.

Höhepunkte der Saison 2016/17 sind u.a. sein Debüt beim New Zealand Symphony Orchestra und Konzerte mit Louisiana Philharmonic Orchestra und New West Symphony Orchestra. Wiedereinladungen führen ihn zu New Mexico Philharmonic, dem WDR Funkhausorchester Köln und dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Im Sommer 2017 dirigiert er erstmals beim Grant Park Music Festival in Chicago.

Fawzi Haimor verfügt über ein breitgefächertes Repertoire mit Schwerpunkten bei den Werken der deutschen Spätromantik, russischen und amerikanischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, sowie zeitgenössischen Kompositionen. Er dirigierte Uraufführungen u.a. von Mason Bates und Kareem Roustom. Mit eloquenten Moderationen vom Dirigentenpult führt er auch unerfahrenes Publikum spannend und unterhaltsam an klassisches Repertoire heran.

Fawzi Haimor wurde 1983 in Chicago geboren und wuchs im Mittleren Osten und in San Francisco auf. Er absolvierte zunächst ein Violinstudium an der Jacobs School of Music der Indiana University. Dort studierte er auch Dirigieren, u.a. bei David Effron und Arthur Fagen. Nach Bachelor-Abschlüssen in Musik und Neurobiologie erwarb er Masterabschlüsse als Dirigent an der University of California-Davis und an der Indiana University. Als Assistant Conductor des Alabama Symphony Orchestras gründete er das Alabama Symphony Jugendorchester und war dessen erster musikalischer Leiter. 

SAISON 2016/2017

Zitate

„[…] das WDR-Funkhausorchester unter der Leitung des charismatischen Fawzi Haimor […]“

Westfalenpost, Rahel Schöttler, 20.12.2016

„[…] was den Klang angeht, war die Philharmonie unter Gastdirigent Fawzi Haimor kaum wiederzuerkennen: So luzide, so transparent, so fein aufgefächert hat das Reutlinger Orchester selten aufgespielt. […] das Potenzial dieses luziden Haimor-Sounds, der auch die scheinbar bekannten „Feuervogel“-Evergreens aus ungewohnter Perspektive noch einmal ganz neu unter die Lupe nimmt, ist viel versprechend.“

Südwest Presse, Otto Paul Burkhardt, 07.12.2016

„[…] unter dem großartigen Gast-Dirigat des US-Amerikaners Fawzi Haimor, der […] die gut aufgelegten Symphoniker traumwandlerisch sicher durch die […] Klanglyrik Prokofjews führte.“

Rheinische Post, Wolfgang Weitzdörfer, 28.05.2016

„Sicher geführt von Haimor, glänzten die Symphoniker mit zwei Ballettmusiken.“

Remscheider Generalanzeiger, Daniel Diekhans, 28.05.2016

„Und der in Chicago geborene Kosmopolit Fawzi Haimor gilt als Individualist mit Sinn für Nuancen wie für große Leidenschaften, der sich für das 19. und frühe 20. Jahrhundert stark macht. Dass dies eine ideale Verbindung ist, war bei diesem Konzert von Anfang bis Ende spürbar.“

Rheinische Post, Cyrill Stoletzky, 26.05.2016

„Die Bergischen Symphoniker wurden von Fawzi Haimor geleitet. Als Gastdirigent machte er einen großartigen Eindruck. […]Fawzi Haimor führte die Bergischen Symphoniker zu einer hinreißenden Interpretation der Orchestersuite opus 64 „Romeo und Julia“.“

Solinger Tagblatt, Klaus Günther, 25.05.2016

„Die Bergischen Symphoniker wurden von Fawzi Haimor geleitet. Als Gastdirigent machte er einen großartigen Eindruck. Trotz präziser Zeichengebung ließ er den Musikern genügend Spielraum, um mit „Cinderella“ eine zauberhafte Märchenatmosphäre zu gestalten. So wurde bereits der erste Teil für die Konzertbesucher eine reine Freude.“

Solinger Tagblett, 25.05.16

„Fawzi Haimor dirigierte sein Orchester mit agiler Lässigkeit, weit ausladenden Gesten und bezwingendem Charme.“

Oberbayerisches Volksblatt, Georg Füchtner, 23.02.2016

„Im Effektivradius seines geschmeidigen Dirigats führte Fawzi Haimor die glänzend arrangierte „King Arthur“-Suite von Henry Purcell locker ins barocke Leuchtfeuer. Der 33jährige Amerikaner jordanisch-libanesisch-philippinischer Abstammung ist ein Tänzer am Stab, der seine Performance jedoch nicht zur Schau, sondern stets kontrolliert ins Limit der Klangkultur stellt.“

Augsburger Allgemeine, Roland Mayer, 22.02.2016

„Fawzi Haimor beendete seine letzte Saison als Resident Conductor des Pittsburgh Symphony Orchestra mit gefühlvollem und dennoch kontrolliertem Dirigat. Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre zu Romeo und Julia baute sich, trotz der vielen Aufs und Abs, zu einem sorgsam orchestrierten Höhepunkt auf. Während Elgars Nimrod-Variation verweilte Haimor in den Auflösungen lang genug, um Emotion hervorzurufen, ohne Melodrama zu riskieren. Seine romantische Klugheit leuchtete durch das gesamte Programm.“

Pittsburgh Post-Gazette, Meredith Carroll, 03.08.2015

„Voller Energie absolviert Fawzi Haimor klassische Konzerte, Pop- und Education-Programme mit dem zurückhaltenden Gespür eines Naturtalents.“

The Gulf Times, Anand Holla, 15.04.2015

„Maestro Haimor hat sehr klare Vorstellungen und zieht einen vollen und ausbalancierten Ton aus diesem reaktionsfreudigen und keineswegs schüchternen Orchester. Die Darbietung der 7. Sinfonie [von Prokofieff] war emotional und das Ensemble zeigte Professionalität und Zusammengehörigkeit in den leichteren und in den dunkleren Bereichen des Stückes.“

Cultweek, Francesco Morelli, 17.03.2015

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