Dima Slobodeniouk
© Marco BorggreveKünstler

„Full marks to Dima Slobodeniouk for putting all this music across with such power, intelligence and refinement.“

BBC Music Magazine
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Biografie

In Moskau aufgewachsen, erhielt Dima Slobodeniouk seine musikalische Ausbildung in Russland und Finnland. Seine Fähigkeit, die musikalischen Traditionen und den Ausdruck beider Länder zu vereinen, macht ihn zu einem der interessantesten Repräsentanten der jungen Dirigentengeneration.

Dima Slobodeniouk, Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia (OSG) und seit der Saison 2016/17 Principal Conductor des Lahti Symphony Orchestra sowie Artistic Director des Sibelius Festivals, wird von Publikum und Orchester gleichermaßen für seine künstlerische Arbeit hochgelobt. Schon seine Programmwahl der Eröffnungskonzerte beider Orchester spiegeln das breite Repertoire Slobodeniouks: In Lahti dirigiert er eine Welturaufführung von Kerkko Koskinen, in Galizien Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“.


 

Als Gastdirigent leitet Dima Slobodeniouk in der Saison 2017/18 Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Chicago Symphony Orchestra, Sydney Symphony Orchestra und dem Orchestre National de Lyon. Ebenso kehrt er an das Pult des Gewandhausorchesters zurück, unter anderem für die Deutsche Erstaufführung von Pascal Dusapins „At-swim-two-birds“ mit Victoria Mullova, sowie zum Nederlands Radio Filharmonisch Orkest für die Niederländische Premiere von Sofia Gubaidulinas Konzert für Violine, Violoncello mit Baiba Skride, Harriet Krijgh und Elsbeth Moser.

Zu den Höhepunkten der vergangenen Saison zählten Konzerte mit dem London Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester Köln und dem Orchestre Philharmonique de Radio France.

Dima Slobodeniouks Diskographie beinhaltet eine Einspielung von Werken der Komponistin Lotta Wennäkoski mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra für Ondine, sowie mehrere Aufnahmen für BIS, zuletzt Kalevi Ahos 15. Sinfonie mit dem Lahti Symphony Orchestra und Sebastian Fagerlunds Klarinettenkonzert „Isola“ mit dem Gothenburg Symphony Orchestra.

Geboren in Moskau, studierte Slobodeniouk von 1980-1989 Violine an der Zentralen Musikschule bei Z. Gilels und J. Chugajev. Er setzte sein Studium anschließend am Konservatorium Moskau, am Konservatorium Mittelfinnland sowie an der Sibelius Akademie in Helsinki fort. 1994 nahm er zudem das Dirigierstudium auf und erhielt Unterricht von Atso Almila. Er vertiefte sein Studium an der Sibelius Akademie bei Leif Segerstam, Jorma Panula und studierte bei Ilja Musinin und Esa-Pekka Salonen.

Um Nachwuchsförderung bemüht, gründete Dima Slobodeniouk gemeinsam mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia ein Förderprogramm, um jungen Dirigiertalenten die Möglichkeit bieten zu können, mit einem professionellen Orchester zu arbeiten. 

SAISON 2017/2018

Zitate

„In Beethovens Siebter begeisterte Dima Slobodeniouk mit einer fein modellierten Klangästhetik, in der tänzerische Leichtigkeit und Transparenz gediehen. […] Für die leisen, präzisen Töne wirbelte der Dirigent auf seinem Podest, und wenn es richtig krachte im Tutti, dann stand er beinahe still – wie ein Kapitän auf stürmischer See. Und er lächelte zufrieden. Das durfte er wohl auch: Bravi vom Publikum.“

Kölnische Rundschau, Olaf Weiden, 04.10.16

„Wenn man eine Passage herausgreifen müsste, wäre meine Wahl der Beginn des [Verdi] Requiems, den Dima mit außergewöhnlicher Empfindsamkeit leitete, und in dem er wunderbare Pianissimi in den Streichern und im Chor erzeugte.“

La Opinion, Julio Andrade Malde, 15.05.16

„Slobodeniouk ließ die Musiker den wuchtigen Beginn mit dem berühmten Leitmotiv [Strauss: „Also sprach Zarathustra“] auskosten, setzte dann weiterhin massiv auf Breite, um diese bei den Tanzlied-Elementen zu beinahe filigranen Melodiebögen zurückzunehmen, ehe die Streicher dann wieder düster und bedrohlich zu Werke gingen. Ein Rundum-Genuss…“

Weser Kurier, Iris Hetscher, 17.06.15

„In Prokofjews Suite aus der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ greift Slobodeniouk mit großer, uneitler Geste noch einmal tief in den Farbtopf, lässt das Orchester erstrahlen. Nicht ohne gleich wohltuende Ironie folgen zu lassen.“

Der Tagesspiegel, Barbara Eckle, 01.02.15

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Diskografie

Sebastian Fagerlund IsolaDima Slobodeniouk dirigiert das Gothenburg Symphony Orchestra in dieser Aufnahme von Fagerlunds WerkenMai. 2011, BIS, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Wennäkoski, Avanti!Eine CD mit Musik von Lotta WennäkoskiNov. 2009, Alba Records, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
KymiScenesDima Slobodeniouk und die Kymi Sinfonietta mit Werken von Uuno KlamiDez. 2007, Alba Records, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Seppo Pohjola Chamber WorksDima Slobodeniouk und das Zagros Ensemble mit Werken von PohjolaApr. 2004, Alba Records, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon