Dima Slobodeniouk
© Marco BorggreveKünstler

„Full marks to Dima Slobodeniouk for putting all this music across with such power, intelligence and refinement.“

BBC Music Magazine
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Biografie

In Moskau aufgewachsen, erhielt Dima Slobodeniouk seine musikalische Ausbildung in Russland und Finnland. Seine Fähigkeit, die musikalischen Traditionen und den Ausdruck beider Länder zu vereinen, macht ihn zu einem der interessantesten Repräsentanten der jungen Dirigentengeneration.

Dima Slobodeniouk, Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia (OSG) und seit der Saison 2016/17 Principal Conductor des Lahti Symphony Orchestra sowie Artistic Director des Sibelius Festivals, wird von Publikum und Orchester gleichermaßen für seine künstlerische Arbeit hochgelobt. Unter seiner Leitung gelang es dem OSG, seinen Ruf als einer der besten Klangkörper Spaniens weiter auszubauen. Darüber hinaus widmet er sich intensiv der Nachwuchsförderung. Erstmalig bietet er gemeinsam mit dem OSG seit 2015 in einem 10-tägigen Workshop Nachwuchsdirigenten die Möglichkeit, Erfahrungen in der Arbeit mit einem professionellen Orchester zu vertiefen. Jüngst verlängerte er seinen Vertrag und lebt mit seiner Familie in La Coruña und Helsinki.


Als Gastdirigent leitet Dima Slobodeniouk in der Saison 2016/17 Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, Orchestre National de France, Orchestre Philharmonique de Radio France, Baltimore Symphony Orchestra, Warsaw Philharmonic, dem SWR Symphonieorchester, Helsinki Philharmonic und dem Finnish Radio Symphony Orchestra. Dabei arbeitet er mit Solisten wie Baiba Skride, Khatia Buniatishvili, Paul Lewis, Viktoria Mullova, Patricia Kopatchinskaja oder Simon Trcepski zusammen. Die Programme dieser Saison spiegeln die große Bandbreite seines Repertoires wider, so dirigiert er Werke von Beethoven, Verdi, Mahler, Sibelius, Strawinsky, Skrijabin, aber auch von zeitgenössischen Komponisten wie John Corigliano, Kaija Saariaho, Pierre Boulez oder Vaino Raitio.

An der Oper Essen leitete Dima Slobodeniouk in der Saison 2014/15 mit großem Erfolg eine Neueinstudierung von Ligetis „Le Grand Macabre“ in einer Regie von Marianne Clément. Bei Ondine erschien 2015 seine Einspielung von Werken der Komponistin Lotta Wennäkoski mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra. Ebenfalls nimmt er regelmäßig für BIS auf, zuletzt Kalevi Ahos 15. Sinfonie mit dem Lahti Symphony Orchestra und Sebastian Fagerlunds Klarinettenkonzert „Isola“ mit dem Gothenburg Symphony Orchestra.

Geboren in Moskau, studierte Slobodeniouk von 1980-1989 Violine an der Zentralen Musikschule bei Z. Gilels und J. Chugajev. Er setzte sein Studium anschließend am Konservatorium Moskau, am Konservatorium Mittelfinnland sowie an der Sibelius Akademie in Helsinki fort. 1994 nahm er zudem das Dirigierstudium auf und erhielt Unterricht von Atso Almila. Er vertiefte sein Studium an der Sibelius Akademie bei Leif Segerstam, Jorma Panula und studierte bei Ilja Musinin und Esa-Pekka Salonen. 

SAISON 2016/2017

Zitate

„In Beethovens Siebter begeisterte Dima Slobodeniouk mit einer fein modellierten Klangästhetik, in der tänzerische Leichtigkeit und Transparenz gediehen. […] Für die leisen, präzisen Töne wirbelte der Dirigent auf seinem Podest, und wenn es richtig krachte im Tutti, dann stand er beinahe still – wie ein Kapitän auf stürmischer See. Und er lächelte zufrieden. Das durfte er wohl auch: Bravi vom Publikum.“

Kölnische Rundschau, Olaf Weiden, 04.10.16

„Wenn man eine Passage herausgreifen müsste, wäre meine Wahl der Beginn des [Verdi] Requiems, den Dima mit außergewöhnlicher Empfindsamkeit leitete, und in dem er wunderbare Pianissimi in den Streichern und im Chor erzeugte.“

La Opinion, Julio Andrade Malde, 15.05.16

„Slobodeniouk ließ die Musiker den wuchtigen Beginn mit dem berühmten Leitmotiv [Strauss: „Also sprach Zarathustra“] auskosten, setzte dann weiterhin massiv auf Breite, um diese bei den Tanzlied-Elementen zu beinahe filigranen Melodiebögen zurückzunehmen, ehe die Streicher dann wieder düster und bedrohlich zu Werke gingen. Ein Rundum-Genuss…“

Weser Kurier, Iris Hetscher, 17.06.15

„In Prokofjews Suite aus der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ greift Slobodeniouk mit großer, uneitler Geste noch einmal tief in den Farbtopf, lässt das Orchester erstrahlen. Nicht ohne gleich wohltuende Ironie folgen zu lassen.“

Der Tagesspiegel, Barbara Eckle, 01.02.15

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Diskografie

Sebastian Fagerlund IsolaDima Slobodeniouk dirigiert das Gothenburg Symphony Orchestra in dieser Aufnahme von Fagerlunds WerkenMai. 2011, BIS, CD, Verfügbar bei: Amazon
Wennäkoski, Avanti!Eine CD mit Musik von Lotta WennäkoskiNov. 2009, Alba Records, CD
KymiScenesDima Slobodeniouk und die Kymi Sinfonietta mit Werken von Uuno KlamiDez. 2007, Alba Records, CD
Seppo Pohjola Chamber WorksDima Slobodeniouk und das Zagros Ensemble mit Werken von PohjolaApr. 2004, Alba Records, CD