Clemens Schuldt
Clemens Schuldt © Sammy HartKünstler

„... er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie zu sein.“

Sindelfinger Zeitung
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Biografie

2016/17 eröffnet Clemens Schuldt seine erste Saison als Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters mit Beethovens Eroica. Seit dem Gewinn des Donatella Flick Dirigerwettbewerbs 2010 hat er sich zu einem der spannendsten jungen Dirigenten Deutschlands entwickelt.

Großen Anklang finden seine innovativen Interpretationen der deutschen Klassik und Romantik und seine Kreativität beim Integrieren unbekannter zeitgenössischer Werke in die Programmgestaltung.

In Großbritannien ist Schuldt ein gern gesehener Gast und debütierte kürzlich bei BBC Philharmonic Orchestra, Royal Scottish National Orchestra und Philharmonia Orchestra. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Scottish Chamber Orchestra und mit dem Lapland Chamber Orchestra. Er dirigierte u.a. das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Bamberger Symphoniker, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Orchestre de Chambre de Lausanne, National Polish Radio Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Yumiuri Nippon Orchestra Tokyo, Orquesta Sinfonica de Radio Television Espanola in Madrid und das Orquestra Simfònica de Barcelona. Dabei arbeitet er mit Solisten wie Daniil Trifonov, Håkan Hardenberger, Francois Leleux, Kit Armstrong, Sally Matthews, Xavier de Maistre, Steven Isserlis und Nils Mönkemeyer.


 

In der Saison 2016/17 stehen einige bemerkenswerte Debüts auf dem Programm: Schuldt leitet erstmals das Radio-Symphonieorchester Wien, WDR Sinfonieorchester Köln, Spanish National Symphony Orchestra, Swedish Chamber Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande und Den Norske Opera Orchestra Oslo. Wiedereinladungen führen ihn zum Netherlands Philharmonic Orchestra mit zwei Konzerten im Concertgebouw Amsterdam, zur Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, sowie zum Philharmonia Orchestra, mit denen er bereits 2015 eine erfolgreiche Spanientournee absolvierte. Einladungen im Fernen Osten führen ihn zum New Japan Philharmonic und Hiroshima Symphony, bevor er sein Debüt beim Tasmanian Symphony und bei Hong Kong Sinfonietta gibt.

Operndirigate spielen eine zunehmend wichtige Rolle in seinem künstlerischen Schaffen. In der Spielzeit 2016/17 setzt er seine Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Mainz als „Dirigent in Residence“ fort und leitet Neuproduktionen von Bellinis „Norma“ und Glucks „Armide“. In der vergangenen Spielzeit dirigierte er dort Neuproduktionen von Verdis „Rigoletto“ und Gounods „Faust“. Mit letzterem Werk war er auch am Landestheater Innsbruck erfolgreich. Zuvor dirigierte er bereits Vorstellungen von Offenbachs „Les contes d’Hoffmann“ am Theater Osnabrück und Dvoraks „Rusalka“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.

Clemens Schuldt war ein Jahr lang Assistant Conductor des London Symphony Orchestra, wo er mit so renommierten Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev und Sir Simon Rattle arbeitete. Der gebürtige Bremer studierte zunächst Violine an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und spielte beim Gürzenich Orchester und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Im Anschluß daran absolvierte er ein Dirigierstudium in Düsseldorf, Wien und Weimar.

SEASON 2016/2017

Zitate

„[…] Allegro-Sturm, ausgelöst durch den vitalen Interpretenwind, der vom Dirigenten ausging […] Unter Clemens Schuldt war ein Konzert garantiert, das Mozarts Kontraste ebenso wirkungsvoll hervorgehoben hatte wie dessen Größe […]“

Fränkische Nachrichten, Klaus Linsenmeyer, 06.06.2016

„Souverän von Clemens Schuldt geleitet, bietet das Philharmonische Orchester Mainz dramatische Hochspannung.“

Opernnetz.de, Christiane Franke, 18.01.2016

„Schuldt […] führte das sensibel reagierende Orchester mit mozartischer Leichtigkeit.“

Lübecker Nachrichten, Cornelia Schoof, 26.07.2015

„[…] die erstklassige Führung [von] Clemens Schuldt, der den Klang mit klaren Gesten zu formen wusste und eine eindringliche Präsenz zeigte […] Eine Glanzleistung des aufstrebenden Dirigenten.“

Kieler Nachrichten, Lea Marxen, 25.07.2015

„Das immer wieder aufblühende, elektrisierende Höhepunkte setzende Ensemble hat unter Schuldts Führung einerseits ein sicheres Gespür für die Entwicklung dramatischer Momente, andererseits ein untrügliches Gefühl für den Moment der Trauer und der Abgeschiedenheit.“

Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, Dorothe Fleege, 26.06.2015

„Clemens Schuldt lässt es bei arglosem Behagen nicht bewenden. […] Seinen präsenten und präzisen, unmittelbar anschaulichen Gebärden folgend, mischt das Orchester Kolorationen gesteigerter Leidenschaft…“

Frankenpost, Michael Thumser, 23.06.2015

„So hat Clemens Schuldt, der junge Dirigent, begonnen und mit dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck sinnfällig weitergemacht: Handlungen gezeichnet und kommentiert, Stimmungen gemalt, Charaktere und Volksszenen detailliert geprägt, Emotion hörbar gemacht – Spannung erzeugt.“

Tiroler Tageszeitung, Ursula Strohal, 11.05.2015

„Das Tiroler Symphonie Orchester Innsbruck unter dem jungen, stets animierenden Clemens Schuldt versprüht bei teils sehr breiten Tempi viel sensibles, farbiges und durchsichtiges, französisches Parfüm.“

Opernnetz.de, Helmut Christian Mayer, 09.05.2015

„Clemens Schuldt hingegen präsentierte sich als vielversprechender Dirigent der jüngeren Generation. […] Schon von der konzentrierten, effektiven Probenarbeit waren MKO-Musiker angetan. Auch im Konzert präsentierte er sich als klarer, auch nobler Taktschläger und feinsinniger, informierter Inspirator.“

Das Orchester, Marco Frei, 02.2015

„Clemens Schuldt vermochte mit seinem sensiblen und differenzierten Dirigat das Publikum sofort wieder in seinen Bann zu ziehen. […] Neben einem reichen Schlag-Repertoire verfügt er über große musikalische Intelligenz, mit der er durch das facettenreiche Programm dieses Abends führte.“

Bachtrack.com, Benedikt Zacher, 29.11.2014

„Die „Linzer Symphonie“ des 27jährigen Mozart, von Schuldt mit geschärften Kontrasten und jugendlich-fetzigem Schmiss dirigiert, gab es zum Schluss: historisch bestens informiert und besetzt.“

Bayerische Staatszeitung, Uwe Mitsching, 28.11.2014

„Drei Meisterwerke […] und ein inspirierter Dirigent verwandeln das Hofer Abonnementkonzert der Symphoniker zu zwei Sternstunden der Saison. […] Durch die sangliche Melodik, die berückenden Modulationen Glasunows lotst, feinsinnig und feinfühlig, Gastdirigent Clemens Schuldt das nuancierungsfreudige Orchester. […] In Josef Suks „Scherzo fantastique“, opus 25, ordnet er rhythmischen Elan und kantable Linien passioniert und kontrastreich an. […] Viel Schönheit, aber keine Süßlichkeit lässt der sympatisch jugendstraffe, engagiert gründliche Dirigent, den das Publikum gleich nach jenem Programmauftakt mit Bravorufen belohnt, einfließen.“

Frankenpost, Michael Thumser, 24.03.2014

„Der junge Dirigent Clemens Schuldt leitet das Orchester mit vollem Körpereinsatz und mutigem Gespür für Pointen und präzise Schlüsse.“

Badische Zeitung, Juliana Eiland-Jung, 13.03.2014

„Unbedingt erwähnenswert: Gastdirigent Clemens Schuldt, auch ein studierter Geiger wie Ola Rudner. Er kann Orchester und Publikum richtig packen. […] Die Philharmonie unter dem animierenden Dirigat des Musikrat-Stipendiaten Clemens Schuldt […] Selten hat die Philharmonie so hellwach, kraftvoll und doch feinnervig musiziert. […] Und immer wieder in hymnischem, gleißendem Pathos, das bei Schuldt nie hohl und großkotzig, sondern glühend erkämpft daherkommt.“

Südwest Presse Online, Otto Paul Burkhardt, 12.03.2014

„Mit Clemens Schuldt hatte man einen ausgezeichneten jungen Dirigenten gefunden, der das Programm großartig dirigierte […]“

Nachrichten.at, 21.10.2013

„Der 1982 geborene Clemens Schuldt dirigiert das Orchester ausgezeichnet, sehr präzise und überlegen. [...] Zuletzt rückt noch einmal Schuldt in den Blick, mit der geballten Macht der symphonischen Dichtung „Illusion and Death“ von Maki Ishii (1936–2003), die er fabelhaft entschieden dirigiert.“

Der Tagesspiegel, Christiane Tewinkel, 19.06.2013

„Der Gesamtklang dieses Orchesters ist auffällig ausgeglichen, warme Streicherklänge, ungetrübtes Vergnügen an intonationssicheren Bläserpartien […wobei] Clemens Schuldt die Zügel straff in der Hand behielt und die dynamischen wie auch rhythmischen Akzente mit Esprit herausarbeitete. Wie berechtigt es ist, dass dieser so bescheiden auftretende junge Mann es faustdick hinter den Ohren hat und in Fachkreisen schon jetzt als Star gefeiert wird, zeigte sich bei seiner überlegenen Gestaltung von Dvoráks achter Sinfonie. Frei von irgendwelchen Allüren ließ er die Musik fließen und lenkte zugleich das Orchester mit höchster Konzentration bis hinein ins kleinste Detail. Da verband sich höchstes Hörvergnügen mit dem dringenden Wunsch auf ein Wiederhören.“

Tageszeitung Hameln, Karla Langehein, 14.03.2013

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Diskografie

Nordic SoundTribute to Axel Borup-JørgensenJul. 2015, OUR Recordings, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon