Orgel Cameron Carpenter
© Thomas GrubeKünstler

"...everything he touches turns fantastical and memorable"

The New York Times
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Biografie

Mit seiner außergewöhnlichen Musikalität, einer nahezu grenzenlosen technischen Fertigkeit und seinem Pioniergeist hinterlässt Cameron Carpenter bereits Spuren in der neueren Musikgeschichte. Seit der Fertigstellung der International Touring Organ (ITO) im Jahr 2014 hat Carpenter die anfängliche Skepsis gegenüber eines digitalen Instrumentes widerlegen können und die ITO auf den wichtigsten Bühnen der Welt etabliert. So spielt er nunmehr fast ausschließlich, ob Rezitale oder mit Orchester, auf der ITO. Das nach seinen Plänen gefertigte Instrument ermöglicht es ihm, an fast jedem denkbaren Ort konzertieren zu können. Er bereiste mit seinem Instrument neben Europa und den USA auch Australien, Neuseeland und Asien.

Im Frühjahr 2016 erschien nach der mit einem ECHO ausgezeichneten Einspielung If You Could Read My Mind (2014) mit All You Need is Bach Carpenters zweites Album bei Sony Classical, „unkonventionell, zutiefst lebhaft und von jeglichem Puderperückenstaub befreit“ (Rolling Stone).

Als erster Organist überhaupt wurde Cameron Carpenter für sein Album Revolutionary (2008, Telarc) für einen Grammy nominiert. Ebenfalls bei Telarc erschien 2010 Cameron Live!


 

Ausgewählte Höhepunkte der Saison 2016/17 in Europa sind Rezitale mit der ITO beim Lucerne Festival, im Palau de la Música Catalana in Barcelona, im Konzerthaus Berlin, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Philharmonie Köln, auf Einladung des Théâtre du Châtelet in der  Pariser Cité musicale de l’île Seguin, sowie in Zagreb, Ljubljana und Wien. Des Weiteren ist Carpenter zu Gast beim Orquesta Nacional de España unter Jakub Hrůša in Madrid, dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre National de Lyon unter Leonard Slatkin und im Rahmen der Salzburger Osterfestspiele bei der Staatskapelle Dresden unter Myung-Whun Chung.

Nach einer Tournee mit dem Radio-Symphonieorchester Wien in 2016, auf dem Programm seine Bearbeitung von Rachmaninoffs Paganini-Variationen für Orgel und Orchester, sind Cameron Carpenter und die ITO im Mai 2017 mit der Academy of St Martin in the Fields erneut auf Tournee.

1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J.S. Bachs Wohltemperiertes Klavier auf und wurde 1992 Mitglied der American Boychoir School. Neben seiner Mentorin Beth Etter zählten John Bertalot sowie James Litton zu seinen Lehrern. An der North Carolina School of the Arts studierte er Komposition und Orgel bei John E. Mitchener – und transkribierte währenddessen über 100 Werke für Orgel, unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5. Die ersten eigenen Kompositionen entstanden während Carpenters Zeit an der Juilliard School New York, deren Student er von 2000 bis 2006 war. Parallel zu seinen Studien an der Juilliard erhielt er Klavierunterricht von Miles Fusco. 2011 wurde sein Konzert für Orchester und Orgel Der Skandal, ein Auftragswerk der Kölner Philharmonie, von der Deutschen Kammerphilharmonie uraufgeführt. 2012 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

SAISON 2016/2017

Zitate

„It's certainly no exaggeration to call his command of six keyboards (five for hands, one for feet) 'genius'. Purely in cognitive and physical terms, his ability is mind-boggling. He is also a fierce evangeliser, not just for his chosen instrument, but for questing intellectual engagement with what music can be and do“

Sydney Morning Herald, Harriet Cunningham, 15. November 2015

„Wenn er delikat den ersten Satz von Bachs sechster Triosonate für Orgel interpretiert, tut sich der Himmel auf. [...] Zu diesem Bach jubelte übrigens ein bunt gemischtes Publikum aller Altersschichten: Mit Künstlern wie Cameron Carpenter muss man sich um die Zukunft der Konzertmusik keine Sorgen machen.“

Spiegel Online, Werner Theurich, 16. Mai 2014

„[...] it's rare for Carpenter's excesses in taste and technique to actually stop enjoyment. [...] The transcriptions of popular Songs are imaginative and effective. [...] Conservative organists could learn much from his dancing rhythms in Bach's Sonata, BWV 530.“

The Times, Geoff Brown, 2. Mai 2014

„Cameron Carpenter might be the closest we have to the virtuoso musical showmen of the 19th century, like Liszt or Paganini. Beneath the sparkling veneer is a deeply serious musician who composes, transcribes and presides over his instrument with uncommon mastery.“

Washington Post, 15. April 2013, Tom Huizenga

„„Natürlich wirkt die Ausstellung von Eleganz und Körperlichkeit auf einem Klassik-Podium ungewohnt, aber Carpenter zerstreut jeden Anflug von Ressentiment durch schiere Bühnenpräsenz und seinen ehrlichen Charme, noch bevor er anfängt zu spielen und damit ohnehin alles andere vergessen lässt.““

Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauró, 18.2.13

„... the audience’s response was raucous... everything he touches turns fantastical and memorable...“

The New York Times, Zachary Woolfe, 30.10.12

„Am Montag spielte Carpenter in der Philharmonie, und was er da am neuen, digitalen Spieltisch der großen Karl-Schuke-Orgel trieb, ist derart bestürzend, dass man es nur noch mit der Wirkung Franz Liszts vor 170 Jahren vergleichen kann.“

Berliner Zeitung, Peter Uehling, 26.09.12

„His playing, with its use of stops to create vast spectrums of colour, is extraordinary. It's hard not to be seduced.“

The Guardian, Tim Ashley, 2.09.12

„Ein gefallener Engel, der seiner Orgel die Sünde zurückgibt.... Wenn die Maschine Carpenter einmal aufs Pedal tritt, sollte niemand nach Tempolimits fragen; Formalien interessieren ihn nicht. Da trifft er sich ideell mit Glenn Gould: Der Künstler ist der zweite Schöpfer von Kunst, mitnichten ein Angestellter des Komponisten.“

Die Zeit, Wolfram Görtz, 24.06.12

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Diskografie

If You Could Read My MindDie erste CD mit der International Touring Organ – Cameron Carpenter spielt Musik von Bach, Bernstein, Dupré, Leonard Cohen, Scriabin u. a., auch als Sonderedition mit DVD ...Apr. 2014, Sony Classical, CD, Verfügbar bei: Amazon
Cameron Live!Cameron Carpenter spielt Werke von Bach bis Schostakowitsch sowie eigene KompositionenJun. 2010, Telarc International, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
RevolutionaryFür dieses Album wurde Carpenter als erster Organist überhaupt für einen Grammy nominiertSep. 2008, Telarc International, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon