DirigentAndré de Ridder
© Marco BorggreveKünstler

„ [...] the model of a conductor in 2014.“

I Care If You Listen Magazine
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Biografie

Im Dialog verschiedener Musiksprachen verkörpert André de Ridder einen Dirigenten-Typus, der sich gleichermaßen mit klassischem und romantischem Repertoire, zeitgenössischer Musik sowie mit experimentellem Pop und elektronischer Musik befasst. Das Wall Street Journal bezeichnete ihn als „one of the world’s most daring conductors“ und seine Innovationen finden regen Anklang bei Festivals wie den BBC Proms, dem Manchester International Festival, der Biennale di Venezia, dem Holland Festival und dem Sydney Festival, dessen „Artist in Residence“ er im letzten Jahr war.

André de Ridder ist künstlerischer Berater und Dirigent der 60-Minuten-Konzerte der Kopenhagener Philharmoniker. Der weltoffene Grenzgänger pflegt eine enge Verbindung zu den unterschiedlichsten Künstlern, Ensembles und Orchestern. Regelmäßig arbeitet er u.a. mit den Orchestern der BBC, Chicago Symphony und der MusikFabrik Köln, mit Bands wie These New Puritans, Gorillaz, Efterklang und Mouse on Mars, dem Jazzmusiker Uri Caine, und Komponisten und Musiker wie Damon Albarn, Nico Muhly, Pekka Kuusisto, Jonny Greenwood und Bryce Dessner. Im Jahr 2012 initiierte André de Ridder unter dem Namen „stargaze“ eine Kollektive von Musikern, die neue Wege der Zusammenarbeit von unterschiedlichen Musikstilen und verschiedener Künstler beschreitet.

Als Operndirigent leitete de Ridder u. a. Werke von Mozart, Janáček und Henze sowie diverse Uraufführungen. Dazu gehören Gerald Barrys The Bitter Tears of Petra von Kant an der English National Opera und am Theater Basel, Wolfgang Rihms Drei Frauen am Theater Basel und eine Neuproduktion der Monteverdi Trilogie an der Komischen Oper in einer Neuorchestrierung von Elena Kats-Chernin. Über seine Position als Dirigent hinaus fungierte er als Arrangeur und künstlerischer Berater für dieses Projekt. An der English National Opera und beim Holland Festival dirigierte er zuletzt die Uraufführung von Michel van der Aas Oper The Sunken Garden.

Diese Saison kehrt André de Ridder an Londons Southbank Center zurück mit der britischen Premiere von Terry Rileys Orgelkonzert und dem BBC Concert Orchestra mit Cameron Carpenter als Solist. Er folgt Wiedereinladungen zur London Sinfonietta, Residentie Orkest, Orchestre de Paris, Melbourne Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, La Poissant Rouge New York, der Komischen Oper Berlin und den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Darüber hinaus gibt er sein Debüt an der finnischen Nationaloper mit Kaija Saariahos „Emilie“.

Seine Diskographie beinhaltet die mit dem Echo Klassik ausgezeichnete Einspielung von Max Richters Vier Jahreszeiten „Recomposed“ mit Daniel Hope und dem Konzerthausorchester Berlin (DG), das Grammy nominierte Album Plastic Beach der Cartoon-Band Gorillaz (EMI), sowie Damon Albarns Dr. Dee (Virgin). Eine Aufnahme mit Werken von Bryce Dessner und Jonny Greenwood mit den Kopenhagener Philharmonikern ist bei der Deutsche Grammophon erschienen.

André de Ridder lernte sein Handwerk unter Leopold Hager und Sir Colin Davis an den Musikakademien in Wien und London, wo er neben Dirigieren auch Barockvioline bei Hiro Kurasaki und Simon Standag studierte. Ein Schwerpunkt seines Wirkens liegt in Großbritannien. Von 2005 bis 2007 war er Assistant Conductor beim Hallé Orchestra Manchester, 2007 wurde er für den „Young Artist Award“ der Royal Philharmonic Society nominiert. Bis 2012 hatte er die Position des Principal Conductor der Sinfonia Viva inne.

SAISON 2014/2015

Zitate

„[...] one of the world's most daring conductors [...].“

The Wall Street Journal, Peter Tinti, 23.10.13

„André de Ridder, conducting with a click track and using a score that incorporated images from the films, held all of the elements together with impressive precision.“

The New York Times, Steve Smith, 16.04.13

„Owen Pallett’s ‘Violin Concerto’, which followed, inhabited a strikingly similar place, with textures to which the Britten Sinfonia, under Andre de Ridder’s crisp direction, brought a lovely translucence.“

The Independent, Michael Church, 19.03.12

„The performance, with nine solo singers led by Roderick Williams as the Wandering Jew, a quartet of actors and the BBC Singers and Symphony Orchestra under André de Ridder, is first rate; it's a major undertaking that has been realised with great care.“

The Guardian, Andrew Clements, 16.06.11

„Anna Clyne's ambitious Rewind, played by the BBC Symphony Orchestra and conducted by an indefatigable André de Ridder, stays in the memory despite so much competition.“

The Observer, Fiona Maddocks, 15.05.11

„But my own favourite was Michael Gordon’s Rewriting Beethoven’s Seventh Symphony, with the BBC Symphony Orchestra and the conductor André de Ridder smearing a path between recognisable fragments of the masterwork. It was instructive, impish and enjoyable.“

The Times, Geoff Brown, 9.05.11

„The BBC Symphony Orchestra under guest conductor André de Ridder, captured the work's beatific detachment to perfection.“

theartsdesk.com, 9.05.11

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Diskografie

Vivaldi - Die Vier JahreszeitenAndré de Ridder dirigiert das Kammerorchester Berlin mit Vivaldis Vier JahreszeitenAug. 2012, Deutsche Grammophon, CD, Verfügbar bei: Amazon
Robert Saxton: The Wandering JewAndré de Ridder dirigiert das Boston Symphony OrchestraJun. 2011, NMC Recordings, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon