DirigentAlain Altinoglu
© Marco BorggreveKünstler

„Musikalisch rund wird alles durch den hier Bestnoten einfahrenden Alain Altinoglu.“

RBB Kulturradio
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Biografie

Alain Altinoglu dirigiert regelmäßig renommierte Orchester wie das Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Orchestre National de France, Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio France, City of Birmingham Symphony Orchestra, Wiener Symphoniker, Radiosymphonieorchester Wien, Tonhalle Orchester Zürich, Orchestre de la Suisse Romande, Staatskapelle Dresden, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Staatskapelle Berlin und die Bamberger Symphoniker.


Opernhöhepunkte der letzten Saison schließen Altinoglus Debut am Royal Opera House Covent Garden in London (Don Giovanni) ebenso ein wie eine Neuproduktionen von Manon Lescaut an der Bayerischen Staatsoper München und die Weltpremiere von Christian Jost’s neuer Oper Rote Laterne am Opernhaus Zurich. Im Sommer gab Altinoglu sein Debut bei den Bayreuther Festspielen mit Hans Neuenfels Inszenierung der Oper Lohengrin. In der Saison 2015/16 wird er zudem Debuts mit Orchestern wie dem Montreal Symphony, Stockholm Philharmonic, Danish National Symphony, MDR Sinfonieorchester, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Philharmonia Orchester London geben. Außerdem, dirigiert Altinoglu Neuproduktionen an der Wiener Staatsoper (Macbeth), Deutsche Oper Berlin (Salomé), Zurich (Pélleas) sowie Dimitri Tcherniakovs Inszenierungen von Tschaikowskys Jolanta und Der Nußknacker in Paris.

Alain Altinoglu ist an allen großen Opernhäusern weltweit zu Gast. Neben Häusern wie der Metropolitan Opera New York, Lyric Opera of Chicago, Teatro Colon Buenos Aires, Staatsoper Wien, Opernhaus Zürich, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper unter den Linden, Bayerische Staatsoper München und den drei Pariser Opernstandorten gastiert er regelmäßig bei den Festspielen in Salzburg, Orange und Aix-en-Provence.

Alain Altinoglus besondere Liebe gilt dem Liedgesang. Er begleitet regelmäßig die Mezzosopranistin Nora Gubisch am Klavier. Die neueste Aufnahme mit Volkslieder von de Falla, Obradors, Granados, Berio und Brahms ist bei Naïve erschienen. Weitere Aufnahmen der beiden Künstler erschienen mit Liedern von Henri Duparc (Cascavelle) und Maurice Ravel (Naïve). Für Naïve entstanden bereits Aufnahmen der dritten Sinfonie von Henryk Gorecki mit der Sinfonia Varsovia, Tangys Cellokonzerte mit dem Orchestra National de France und Dusapins Perelà mit dem Orchestre National de Montpellier. Darüber hinaus sind Lalo’s Fiesque mit dem Orchestre National de Montpellier und Roberto Alagna für die Deutsche Grammophone und Liszts Klavierkonzerte mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Nareh Arghamanyan für PentaTone erhältlich. Eine Verfilmung von Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher ist auf DVD (Accord) erhältlich. Vor kurzem erschien zudem Wagners Der fliegende Holländer als DVD für Deutsche Grammophone.

Alain Altinoglu wurde 1975 in Paris geboren und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris.

SAISON 2015/2016

 

Zitate

„Auch den Debütanten des Abends kann man ein paar Minuten lang sehen. Dann nämlich spiegelt sich Alain Altinoglu, eigentlich im mystischen Abgrund des Orchestergrabens verborgen, in einer Glasscheibe auf der Bühne und lässt unbeabsichtigt beobachten, wie hochkonzentriert, engagiert und gestenreich er das Festspielorchester leitet. So klingt sein Dirigat auch: zügig, spannungsreich, mit Gespür für dramatische Steigerungen und dabei doch stets durchsichtig. [...]. Den Namen Altinoglu sollte man sich jedenfalls merken; wer weiß, vielleicht schreibt auch er eines Tages Festspielgeschichte wie Hans Neuenfels mit seinen Ratten.“

Bayerische Rundfunk, Thorsten Preuß, 26.07.15

„Im Graben debütierte Alain Altinoglu. Wild und leidenschaftlich klang sein Wagner, er ließ das Orchester gleichberechtigt mitmischen beim ganzen Tosen und Toben um Krieg, Ehre und Treue auf der Bühne [...].“

Die Welt, Lucas Wiegelmann, 26.07.15

„Das überschäumende Vorspiel zum dritten gelingt elektrisierend und detailgenau in einer Spannung, die bis zum Ende gehalten wird. Gewaltiger Applaus und Standing Ovations [...].“

Süddeutsche Zeitung, Klaus Kahlschmid, 27.07.15

„Dirigent Alain Altinoglu entwickelt eine ungemein bewegliche Lesart von Puccini, die zwar jede Chance zur Dramatisierung nutzt, aber bis auf wenige Ausnahmen sofort wieder auf einen sängerfreundlichen, sehr farbigen Ton zurückfährt. Dem Dirigenten gelingen die magischen Momente, die der Regie fehlen, wenn er etwa die Begleitakkorde zur ersten Begegnung zwischen Manon und Des Grieux so genau ausbalanciert, dass sie an Orgelklänge erinnern. Die dramatisch aufgeheizten Aktschlüsse 1 bis 3 sind perfekt getimt.“

Südkurier, Georg Rudiger, 17.11.14

„Das Orchester spielte mit packender Intensität, mit präzisen, homogenen Streichern und beseelt phrasierenden Holzbläsern. Janke gab den Violin-Soli beredten Ausdruck. «Einfach geil!» kommentierte ein junger Mann beim Schlussapplaus.“

Der Landbote, Alfred Ziltener, 16.10.14

„Das Ereignis des Abends aber war Nikolaj Rimskij-Korsakows «Schéhérezade». In seiner mitreissenden Interpretation setzte Altinoglu die Partitur förmlich unter Strom, reizte ihre Farbenpracht und ihre Kontraste aus, behielt aber auch im Detail den gestalterischen Überblick. Die vorwärts getriebenen, klanglich geschärften Rhythmen des Schlusssatzes hörte man so plötzlich als Vorboten des «Sacre du printemps» von Rimskys Schüler Igor Strawinsky.“

Der Landbote, Alfred Ziltener, 16.10.14

„Alain Altinoglu, eine der großen Zukunftshoffnungen am Dirigentenhimmel, hat die komplizierte Partitur, so scheint's, im kleinen Finger. Er führt das Orchester klar und sicher, hat ein Herz für die Sänger und sorgt dafür, dass pianissimo gespielt wird, wo es gefordert wird – ohne dass deshalb der Verlauf der Klangerzählung auch nur einen Funken an Schwung, an expressiver Aussagekraft verlieren würde. Das sorgt für viele atemberaubende Steigerungen, jähe Überraschungsmomente und gipfelt in einem sensibel modellierten „Tanz der sieben Schleier“, in dem die Holzbläsersoli sich frei und improvisatorisch entfalten können, der rhythmische Elan aber ungebremst zur rasenden Finalwirkung vorwärtstreibt.“

Die Presse, Wilhelm Sinkovicz, 05.10.14

„Dass dieser "Don Carlo" trotz der szenischen Tristesse funktioniert, ist auch Dirigent Alain Altinoglu und dem spielfreudigen Orchester geschuldet. Altinoglus Verdi steht im Saft, ist packend, aufwühlend, mitunter drastisch zugespitzt. Großer Oper, wenn man die Augen schließt.“

Kurier, Peter Jarolin, 22.09.14

„Hoffnungsträger ist da nicht zuletzt der junge Alain Altinoglu am Pult. Mit dem gut vorbereiteten Orchester hob er schon jetzt plastisch beredte Begleitfiguren und Nebenstimmen im noblen Gesamtklang hervor, berührte durch elegische Pianissimo-Kantilenen etwa der Streicher und entfachte manch zarten Stimmungszauber, so in den Klosterszenen und der Einleitung zum Gartenbild.“

Die Presse, Walter Weidringer, 22.09.14

„Sehr erfreulich: Dirigent Alain Altinoglu am Pult des feinsinnig und farbenreich aufspielenden Staatsopernorchesters. Hier ist ein echter Maestro am Werk, der alle Schönheiten der Partitur [Gounod's Faust]auskostet, ohne je ins Plakative abzugleiten. Kompliment.“

Kurier, 2.02.12

„Der noch junge Alain Altinoglu motivierte das Orchester der Deutschen Oper von Beginn an zu einem derart hingebungsvoll beseelten Spiel, dass sich selbst ein diesem Werk [Samson und Dalila] vielleicht ob seiner vermeintlichen Tendenz zum Kitsch distanziert gegenüberstehender Zuhörer sicher gern von den besonderen Qualitäten der so fein instrumentierten Partitur überzeugen ließ. Die Sänger wie auf Händen tragend, breitete Altinoglu einen elegischen, farbenreichen Klangteppich aus, der doch immer gleichberechtigter, die Handlung fortspinnender und kommentierender Partner war.“

Das Opernglas, R. Tiedemann, 06.11

„Musikalisch rund wird alles durch den hier Bestnoten einfahrenden, locker und leicht dirigierenden Alain Altinoglu.“

RBB Kulturradio, Kai Luehrs-Kaiser, 16.05.11

„Der Lichtblick war aber Dirigent Alain Altinoglu, der am Pult des guten Orchesters feinsinnig musizierte [Gounod’s Romeo et Juliette]. Er möge bitte wiederkommen.“

Kurier, Peter Jarolin, 7.02.11

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Diskografie

Ravel MélodiesAlain Altinoglu mit Nora Gubisch, Werke für Klavier und GesangDez. 2012, naïve, CD, Verfügbar bei: Amazon
Liszt: KlavierkonzerteNareh Arghamanyan spielt Liszts Klavierkonzerte, Totentanz und die Ungarische Fantasie. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Alain Altinoglu.Okt. 2012, Pentatone, CD, Verfügbar bei: Amazon
Bernhard Herrmann: Les Hauts de HurleventAlain Altinoglu dirigiert das Orchestre National de MontpellierOkt. 2011, Universal, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Duparc: MélodiesAlain Altinoglu mit Nora Gubisch und Werken von DuparcJun. 2010, Cascavelle, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon