Adrien Perruchon
© Marco AyalaKünstler

Unerwartetes, das oftmals große Dirigenten erkennen lässt.

Le Figaro
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Biografie

Mit seinem aufsehenerregenden Debüt beim Orchestre Philharmonique de Radio France stellte der junge Franzose Adrien Perruchon erstmals eindrucksvoll sein außergewöhnliches musikalisches Talent unter Beweis, das er fernerhin einsetzt um mit MusikerkollegInnen weltweit wunderbare musikalische Erfolge zu erzielen. In dem Sinne arbeitet Perruchon regelmäßig mit Orchestern wie dem Orchestre National de Montpellier, the Orchestre National de Lorraine, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, WDR Funkhausorchester, Mozarteumorchester Salzburg sowie den Wiener Symphonikern, die er für sein Debüt am renommierten Musikverein, sowie auf Deutschlandtournee mit Hilary Hahn dirigierte. Zudem arbeitet er regelmäßig mit angesehen Solisten wie Pierrre-Laurent Aimard, Gautier Capuçon, Augustin Hadelich, Edgar Moreau und Jean-Yves Thibaudet.


 

Höhepunkte der näheren Vergangenheit inkludierten Perruchons Debüt beim Los Angeles Philharmonic, sowie dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Orchestre de l’Opéra Nice Côte d’Azur, Symfonieorkest Vlaanderen, Sofia Philharmonic, NDR Radiophilharmonie Hannover sowie dem Osaka Symphony und Tokyo Philharmonic Orchestra. Die wunderbare Beziehung zum Orchestre Philharmonique de Radio France setzt er ebenso fort, wie zum Orchestre de Chambre de Paris mit dem er im Frühjahr auf Europatournee gemeinsam mit dem französischen Ausnahmecellisten Gautier Capuçon gehen wird. Im Sommer 2018 debüttiert Perruchon mit dem Orchestre National de Lyon sowie mit dem Cleveland Orchestra beim Blossom Music Festival.

In der Oper arbeitet Perruchon eng mit François-Xavier Roth an der Oper Köln. Dort dirigierte er Vorstellungen von Produktionen wie Benvenuto Cellini (Berlioz), La Bohème (Puccini), Don Giovanni (Mozart) sowie Ravels L’Heure Espagnole / L’Enfant et les Sortilèges. In der laufenden Saison leitet Perruchon eine Opera Jenue Public Adaption von Rossinis Opera Buffa Il Barbiere die Siviglia inszeniert von Damien Robert, die als Koproduktion des Théâtre des Champs-Elysées in Paris mit Opernhäusern in ganz Frankreich initiiert wurde.

Bereits vor seiner Karriere als Dirigent arbeitete Perruchon regelmäßig mit Künstlern wie Daniel Barenboim und Claudio Abbado zusammen. An verschiedenen europäischen Opernhäusern assistierte er zudem renommierten Dirigenten wie Alain Altinoglu mit dem er unter anderem bei den Salzburger Festspielen an Don Giovanni mit den Wiener Philharmonikern arbeitete. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Perruchon außerdem mit François-Xavier Roth sowie Esa-Pekka Salonen, dem er beim Festival d’Aix-en-Provence (Pélleas et Mélisande), sowie dem Chicago Symphony, Swedish Radio Symphony sowie dem Philharmonia Orchestra in London assistierte.

1983 in Annecy geboren begann Perruchon seine musikalische Ausbildung zunächst auf dem Klavier bevor er sich dem Fagott und später dem Schlagzeug widmete. Seit 2003 war er Solo-Schlagzeuger beim Orchestre Philharmonique de Radio France und anschließend auch beim Seoul Philharmonic Orchestra. Beide Positionen hielt Perruchon bis 2016 inne.

SAISON 2017/2018

Zitate

„Vollends aus dem Häuschen lockten die Künstler das Hamburger Publikum mit zwei ausgesprochenen k.u.k. Zugaben. Wienerischer als Johann Strauß' "Tritsch-Tratsch-Polka" geht's nimmer. Und Dvoráks "Slawischen Tanz op. 72 Nr. 2" ließen sie so hinreißend stauen und beschleunigen, schmachten und sehnen, als wollten sie ganz nebenbei noch einmal sagen: Es kommt drauf an, was zwischen den Zeilen steht! In der Musik wie im Leben.“

Hamburger Abendblatt, Verena Fischer-Zernin, 1.2.2016

„Da zeigten Perruchon und die Musiker, dass es keine Exaltiertheit braucht, um ein Werk zum Leben zu bringen, weder rote Schuhsohlen noch musikalische Einfälle um ihrer selbst willen. Schumanns "Sinfonie Nr. 2" sprühte nur so vor Assoziationen und Bildern. Es war ein Glück zu erleben, wie viel Energie im Orchester bis in die hinteren Pulte zu spüren war. Die klang so lebendig und selbstverständlich, als wäre Schumann die Muttersprache der Musiker, um sich über die Musik zu verständigen.“

Hamburger Abendblatt, Verena Fischer-Zernin, 1.2.2016

„Selten erlebt man einen Nachwuchsdirigenten, der seine Bewegungen schon so ökonomisch einsetzt, so präzise und unprätentiös, und damit volle Wirkung erzielt.“

Hamburger Abendblatt, Verena Fischer-Zernin, 1.2.2016

„[..] im langsamen Satz laufen die Interpreten zur Hochform auf, hier stimmt jedes Detail, hier entfaltet Schumann jene Magie, für die seine Orchestration leider allein nicht ausreicht.“

Badische Zeitung, Alexander Dick, 3.2.2016

„Die einleitende "Karneval"-Ouvertüre, die leider so selten in der von Dvorák angedachten zyklischen Form mit ihren beiden Schwesterouvertüren "In der Natur" und "Othello" erklingt, lässt Perruchon bei aller Leidenschaftlichkeit nicht überhetzt spielen – Konzentration auf das Wesentliche und exakter Zusammenklang lautet die Devise.“

Badische Zeitung, Alexander Dick, 3.2.2016

„Benvenuto Cellini ist eine große und nichtz ganz leichte Choroper, und für die Sänger ist der Dirigent bei dieser Anordnung mit dem Orchester im Rücken quasi unsichtbar. Gelöst wird dieses Problem durch zwei Ko-Dirigenten, Adrien Perruchon und Chordirektor Andrew Ollivant, die vor der Spielfläche sitzen. Das klappt hervorragend, Chor und Extrachor singen nicht nur mit vollem, nie lärmendem Klang, sondern auch mit bestechender rhythmischer Schärfe und Präzision, was den Chorpassagen enormen drive gibt. Musikalisch ist der Chor der eigentliche Star der Aufführung.“

Online Musik Magazin, Stefan Schmöe, 11.2015

„Die Gelenkigkeit des Gestus, die geschmeidigen Übergänge, das beherrschte Engagement, die fließende Transparenz und die maßvolle Lyrik zeugen schon von der Fähigkeit sowohl die Übersicht zu behalten und sich gleichzeitig bei den Musikern einzusetzen.“

Concert Classic, Michel le Naour, 12.12.2014

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